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Sprache und Wahrheit

Dieses Thema im Forum "Eigene Gedichte" wurde erstellt von Bernies Sage, 24. Mai 2016.

  1. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
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    Sprache und Wahrheit

    Heute schon vorwärts gelebt?

    Wer rückwärts lebt,
    in einer Nebelschwade schwebt.

    LEBEN vorwärts - NEBEL rückwärts
    Sprache und Wahrheit es ausmerz´.

    Heute schon im Taumel gewesen?

    Wer seitwärts lebt,
    sich in einem Paralleluniversum dreht.


    AMOK vorwärts - KOMA rückwärts.
    Einer solch‘ Gegen-Wart ohn´ Aussicht fehlt Herz.

    Egal ob ein Spiel geschieht im Ernst oder im Spaß,
    Ein jedes Kugellager braucht seine Toleranz nach Maß.

    Käme uns abhanden das Maß aller Dinge
    unser Leben nur noch am seidenen Faden hinge.


    Bernies Sage (Bernhard Layer)​
     
  2. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Erst im Spiegel der Vergangenheit verstehen wir die Gegenwart... Und wehe dem, der das vergisst...
     
  3. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Vergessen geht nicht - Vergessen gibt's nicht?
    Die Pointe dabei ist seltsam: Das Vergessen selbst scheint unvergessbar und unkaputtbar! :D

    Denn die " Verdrängung von Vergessen" funktioniert streng (umkehr-)logisch.

    Dies bedeutet: Gerade die Aufforderung bzw. Drohung zum Vergessen setzt einen Erinnerungsmarker.

    Bernies Sage
     
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  4. Zeilinger

    Zeilinger Well-Known Member

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    Ein Spiel wird immer gespielt; ansonsten gefällt mir Dein Gedicht sehr gut.
     
  5. Zeilinger

    Zeilinger Well-Known Member

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    Wien
    Selten ein Mensch 40+, der nichts vergessen will.

    Männer vergessen schwer, verzeihen rasch.
    Frauen vergessen schnell, verzeihen nie*.

    * Ein Ausnahme: Mütter verzeihen meist ihren Kindern.
     
  6. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    "Ich" will nicht vergessen... Und ich vergesse auch nicht... Ich vergebe nicht, ich vergesse nicht...
     
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  7. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Nichts ist schöner als nichts zu vergessen und alles zu verschweigen,
    denn dabei bleibt immer noch etwas übrig für einen Reigen.


    Was soll der Mensch eigentlich mit einer restlichen Zeit anfangen
    wenn er wahrnehmungstechnisch schon um die Anfangszeit muss bangen?

    Die Zeit steht formal im Nenner und muss dabei trotzdem zählen?
    Warum wollen wir uns weiter im Selbstvormachen von Wahrheit quälen?

    Der Mensch darf sich zum Schein etwas vormachen
    und dabei den Andern im Sein versuchen anzulachen.

    Wer sich in seiner Zeit stehend partout nichts vorzumachen traut
    hat der sich für den Rest des Lebens etwa schon die Zukunft verbaut?


    Möglicherweise hat 'man' irgendwann und irgendwo noch nie gelebt,
    Soll man glauben, was so alles im Buch der Bücher steht?

    Darf man seine restliche Zeit ruhig mit sprachlichen Ausdrücken belegen
    die gelegentlich auch das Umgekehrte in der Zeit auszusagen pflegen?

    Ich lebe und klebe am JETZT
    ....auf dass es sich was setzt?

    In meinem Nichtwissen darf ich alles negieren,
    denn negative Materie vermag sich nicht zu genieren.

    Hier mein Patentrezept für welches ich die Eignung teste,
    um zu erfahren für mich und für Euch das Allerbeste.

    Ich negier die restliche Zeit, weil ich sie nicht kenne.
    Und so wäre es unstatthaft, falls ich darüber flenne.

    Und von diesem 'Abzug der Zeit' lebe ich dann solange
    bis ich 'endlich' geboren werde - und dies macht mich nicht bange.

    Denn wenn alles an mir so ganz unbekümmert vorüber geht
    erkenne ich als standpunktfester Beobachter, dass die Zeit dabei steht.

    Doch müsst ich dies wissentlich empfinden auf Dauer etwa so nicht
    wie eine schier unüberwindbare omnipotente Mauer von Licht?

    Die in mir restlich noch geistig und körperlich gespeicherte Zeit
    Ja, die halte ich mir für meine Liebsten gerne zum Abruf bereit.

    Bernies Sage
     
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  8. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    9. Januar 2014
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    18.197
    Ort:
    Münster
    Schön... (Dass ich Dir mal so etwas sagen würde?) :)
     
  9. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Den Reinen ist im Reimen alles rein,
    Selbst das Wort, das IM Anfang doppelt war zum Schein

    Weil im Ganzen zusammengehört das Teil zu seinem Gegenteil
    wird es als IN-FORMAT-ION passend in Form gebracht für eine Weil.

    Denn was wirklich IST,
    beruht zuallererst auf Schein und List.

    Im Anfang war das Wort zum Schein,
    JETZT frage dich: Muss das so sein?

    Nimmst Du das Wort beim Wort,
    dann wirkt es plötzlich weiter fort.

    Dann scheint es nicht nur so zum Schein,
    weil jeder glaubt das muss so sein.

    Erscheint das Wort in Wahrheit´s Blöse
    Verdeckt das Licht das wahrhaft Böse.

    Erstrahlt das Wort im Glanze rein,
    so dringt das Licht ins Ganze ein.

    Im Anfang war das Wort zum Schein
    Jetzt weißt Du es, das muss so sein.

    Ob es sich dabei um den Sonnenschein,
    den Geldschein,
    den Führerschein
    den Heiligenschein
    oder gar um ein scheinheiliges Wort handelt,

    Es wird das Scheinbare zum baren Schein,
    wenn das Irreale das Irre zum Realen wandelt.

    Das Wort im wechselnden Ort eignet sich leider nur wenig,
    um auf falschen Begriffen herumzureiten wie ein „Kenig“.

    Verlustreich wäre es, so die Dummen zu trennen von den Gescheiten.

    Deshalb möge uns das spitzfindige Wort – in guten wie in schlechten Zeiten
    Im positiv-kreativen Raum – gerne auch „filousophisch“ begleiten.

    Dein Leben sei wie ein Gedicht
    Mach´ Dir ruhig deinen Reim drauf – schlicht.

    Das Leben dreht sich wie ein Karussell
    Einmal langsam, einmal schnell.

    Drum sei gut drauf und halte inne,
    erfahre so die Uhrzeit deiner Sinne.

    Bringst Du das Leben auf den Punkt,
    dann hat es schon gefunkt.

    Im Mittelpunkt des Lebens
    Ist die Freude nie vergebens.

    Doch wo ist dieser Ort?
    Du findest ihn im WORT.

    Und so war im Anfang das Wort im wechselnden Ort
    Und ist es wahr, dann bleibt es - HALT - auch dort.


    (Eigenzitate von Bernhard Layer)
     
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  10. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. September 2014
    Beiträge:
    2.971
    Bitte wieso?
    (-mephistophelisch gemeint?)
     

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