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Das faule Konzept Neoliberalismus

AW: Das faule Konzept Neoliberalismus

bevor hier zu viel geschrieben und dabei zu wenig gedacht wird,
möchte ich
  1. auf den Dualismus 'sozial/liberal' ('Regulierung/Deregulierung')
  2. und auf die langfristige Höherentwicklung des Kapitals (siehe Entwicklungshilfe)
hinweisen

damit ist das Thema nämlich gegessen
 
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AW: Das faule Konzept Neoliberalismus

bevor hier zu viel geschrieben und dabei zu wenig gedacht wird,
möchte ich
  1. auf den Dualismus 'sozial/liberal' ('Regulierung/Deregulierung')
  2. und auf die langfristige Höherentwicklung des Kapitals (siehe Entwicklungshilfe)
hinweisen

damit ist das Thema nämlich gegessen

Und wer hat was davon/wem nützt es, dass dieses Thema "gegessen" worden ist ....:dontknow:

:ironie: Heureka - hoffentlich den Essern dieses Themas ....:lachen::lachen::lachen:
 
AW: Das faule Konzept Neoliberalismus

ja, ich weiß, dieser Begriff ist stark interpretationsbedürftig und schlecht definierbar und erfuhr zudem seit seiner Prägung mehrere Bedeutungswechsel. Dennoch ist er heute der beste Begriff für die Strategie, welche denzeit fast überall verfolgt wird. Die erfolgreiche Umsetzung ist nicht weniger, als die Ursache der heute weltweiten Machtlosigkeit der Nationalstaaten gegenüber der Wirtschaft, unter deren Folgen die Bevölkerungen weltweit zu leiden haben, überall. Zwar wird dies von vielen Betonköpfen aus eigennützigen Gründen bestritten, was aber nichts an dieser Tatsache ändert. Auffällig ist, dass er nur von den Gegnern dieses von einem Netzwerk von Staatslenkern gegen die Interessen der Völker durchgedrückten Konzepts verwendet wird. Die falschen Fünfziger, die es heimlich ermöglichten, vermeiden ihn tunlichst wegen seiner negativen Besetzung. Einen besseren haben sie allerdings auch noch nicht erfunden, treiben ihr Unwesen unter Vereinigungen aller Art, wie z.B. der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" in Deutschland, wo sie Stimmung machen für ihr hinterhältiges Staatsmodell. Dieses propagiert in erster Linie den freien Markt und offene Handelszonen, war auch bereits die wahre Antriebsfeder bei der Gründung der EU. Inzwischen haben wir es überall mit den schlimmen Folgen dieser Manipulationen zu tun, was freilich von den Initiatioren geleugnet wird. Sie beten noch immer die gleichen falschen Phrasen daher:


- freier Handel weltweit sichert den Wohlstand!

- nur, wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Menschen gut!

- der Staat soll sich heraus halten!

- die Finanzmärkte müssen dereguliert werden!

- wir brauchen mehr und bessere Bildung!



Wohin das alles führt, sehen wir heute überall. Dennoch behaupten sie stur und fest, es gäbe keine Alternativen, was natürlich Unsinn ist. Dann behaupten sie weiter, dass die Demokratie funktioniere und es den Leuten gut ginge, ja immer besser. Das sind alles falsche Behauptungen; sie sind aber notwendig, um die tatsächlichen Auswirkungen ihres Wirkens kaschieren oder wenigstens kleinreden zu können. Die Fakten widerlegen all ihre aus der Luft gegriffenen Behauptungen, die nicht dadurch wahr werden, dass sie immer wieder heruntergeleiert werden. Aber jedes Mal glauben es einige schlecht informierte Gutgläubige. All die Aktivitäten dieser weltweiten Verschwörung, die nirgendwo demokratisch legitimiert wurde, erstrecken sich heute nur noch auf die Leugnung ihrer Urheberschaft und die Aufrechterhaltung der Grundlagen ihrer Ausbeutungsstrategie der Völker zu Gunsten des Big Business. Thema ist dies kaum irgendwo. Wieso? Auch die Medien befinden sich in Abhängigkeit vom wirtschaftlich/staatlichen Komplex, der dies alles ermöglicht hat und bis heute die Korrektur verweigert. Auch eine offene Diskussion scheuen sie, denn sie wissen genau, wie schlecht ihre Chancen dann stehen - mit all ihren faulen Argumenten.

Liberalisierung halte ich für gut, weil wirtschaftlicher. In der Sowjetunion wurde früher alles staatlich geregelt. Unfähige Funktionäre machten den Wirtschaftstreibenden unsinnige Vorschriften und nahmen ihnen die Freiheit. Logischerweise waren die Wirtschaftstrieibenden dadurch nicht motiviert ihrer Arbeit nachzugehen, sie erfüllten nur mehr unproduktive Auflagen, weswegen das restliche Europa, die diese Zentralisierung nicht hatten, mehr Wachstum hatte. Der Zerfall der Sowjetunion war deswegen unausweichlich und ein Zurückgehen zu dieser Art von staatlicher Regulierung wäre anachronistisch.

Problematisch wird es dann, wenn einzelne Wirtschaftstreibende beginnen den Markt zu beherrschen und kleinere Unternehmen keine Überlebenschancen mehr haben. Dafür gibt´s aber staatliche Behörden, die darauf Acht geben sollten, das dies nicht passiert und auch die Möglichkeit haben einzugreifen. Da die EU ein staatsgrenzenübergreifender Markt ist, auch im Rahmen der EU.

Ein Problem sehe ich darin, dass die Wirtschaft zum größten Teil außerhalb der EU ausgelagert wird/wurde und es ist klar, dass wenn die Staaten innerstaatliche Betriebe liberalisieren, dass private sie nach Asien oder Afrika verlagern und dies zu höheren Arbeitslosenzahlen führt und das Wachstum innerhalb der EU schrumpft.

Ein weiteres Problem sehe ich in den weltweiten Börsenspekulationen, die Staaten in den Ruin treiben können und Europa sehr zugesetzt hat. Und dies versucht man jetzt in den Griff zu kriegen.

Warscheinlich ist ein vernünftiges Maß an Regulierung der freien Märkte und der Börsenspekulationen zu erreichen, dass alles ins Lot gerät.
 
AW: Das faule Konzept Neoliberalismus

doch, da bin ich mir sicher, noexist. Unsere ganze gesellschaftliche Realität ist Produkt und Umsetzung vorausgegangener geistiger Leistung. Das, was ich hier anprangere wurde möglich, weil es von eigennützigen Strategen so gewollt ist und einer desinteressierten und zur Erkenntnis nicht fähigen Mehrheit bislang noch verborgen blieb und weil bislang noch bei zu viele davon die Rechnung halbwegs aufgeht. Die Trends aber sind eindeutig. Meist werden die Massen erst wach, wenn es bereits zu spät ist, die Katastrophe (meistens Krieg) bereits eingetreten. Schon dein Nick sagt mir, dass du nicht so recht an dich glaubst, daher ist deine Nichterkenntnis deiner Macht nur logisch.

Ganz meine Meinung! In diesem Rahmen hat allerdings beispielsweise der Satz 'Du darfst!' im wahrsten Sinne des Wortes mehr Breitenwirkung als Adornos gesammelte Werke oder unsere Diskussion hier im Denkforum.
Ich persönlich fühle mich nicht machtlos. Der Nick kommt nur daher, weil ich hier inkognito unterwegs bin ;-)
 
AW: Das faule Konzept Neoliberalismus

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  1. auf den Dualismus 'sozial/liberal' ('Regulierung/Deregulierung')
  2. und auf die langfristige Höherentwicklung des Kapitals (siehe Entwicklungshilfe)
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damit ist das Thema nämlich gegessen

und was heisst das?
Jeder Dualismus ist im Grunde eine Einheit, oder? Und eine deregulierte Regulierung ist Nichts?
Was geschieht, wenn sich Schulden höherentwickeln? Hat das etwas mit Metaphysik zu tun?
 
AW: Das faule Konzept Neoliberalismus

Festzustellen ist allerdings, dass diese Politiker bei Wahlen gewählt werden, an deren Durchführung nichts auszusetzen ist.
Und weiters, dass jeder Bürger heute die Möglichkeit hat, mit geringstem Aufwand Zugang zu politischen Informationen und seit einiger Zeit sogar zu Daten der öffentlichen Verwaltung zu kommen (Open Data) darüber hinaus ist es einfach wie nie, selbst Propaganda zu betreiben oder sich mit anderen Bürgern zu vernetzen.

Ich persönlich habe den Eindruck, dass die meisten Bürger die Entwicklung sehr gut finden und in ihrem bescheidenen Rahmen auch kräftig unterstützen und wenn sie etwas kritisieren, dann bestenfalls, dass sie nicht selbst reich sind.

Ein gutes Buch zu dem Thema: 'Auf leisen Sohlen ins Gehirn' von George Lakoff und Elisabeth Wehling.

Die Teilnahme an Wahlen bedeutet für mich, nur eine Auswahl zwischen geringeren Übeln treffen zu können.

Die Informationen, die über Medien verbreitet werden, empfinde ich als sehr unzureichend. Bei den öffentlich rechtlichen Medien hört man dann meistens über konstruktive Gespräche, die es irgendwo gab, Befürchtungen werden thematisiert, Summen genannt, Phrasen gedroschen, Vorteile für die Bürger herausgestrichen, Eindrücke und Angriffe an andere Politiker, wer mit wem koaliert, welche Partei in der Wählergunst verloren hat, usw

Die tatsächlichen Themen, was zb wo verhandelt wird und damit meine ich nicht ein in den Medien vermitteltes Schlagwort, sondern eine in die Tiefe gehende Erklärung dessen worum es geht, vermisse ich.

Genauso wenn über Ereignisse mit Gewalteskalation berichtet wird, dann erfährt man einmal von der Stimmung vor Ort und irgendwelche subjektiven Zukunftsaussichten des Jornalisten, wie es mit der Gealt weitergeht, aber die tatsächlichen Hintergründe vermisse ich. Ja, durchaus mit Schlagwörtern wird immer operiert, aber was ist mit solchen anzufangen?

Insgesamt bin ich sehr unzufrieden mit der Informationspolitik.

Es ärgert mich dann auch immer wieder, wenn in der ZIB 24 irgendwelche Zeitungschefredakteure subjektives Meinungsgewäsch von sich geben, ohne die Fakten klar zu benennen und sich konstruktiv mit Sachverhalten auseinanderzusetzen.
 
AW: Das faule Konzept Neoliberalismus

... Die Informationen, die über Medien verbreitet werden, empfinde ich als sehr unzureichend. Bei den öffentlich rechtlichen Medien hört man dann meistens über konstruktive Gespräche, die es irgendwo gab, Befürchtungen werden thematisiert, Summen genannt, Phrasen gedroschen, Vorteile für die Bürger herausgestrichen, Eindrücke und Angriffe an andere Politiker, wer mit wem koaliert, welche Partei in der Wählergunst verloren hat, usw ...

Es gibt eben heutzutage unzählige Informationskanäle aus denen man wählen kann und manche verbreiten sogar die Wahrheit, wie beispielsweise Radio Maria und selbst für den Stellvertreter Christi wurde ein Kanal verlegt: twitter.com/Pontifex_de
 
AW: Das faule Konzept Neoliberalismus

bevor hier zu viel geschrieben und dabei zu wenig gedacht wird,
möchte ich
  1. auf den Dualismus 'sozial/liberal' ('Regulierung/Deregulierung')
  2. und auf die langfristige Höherentwicklung des Kapitals (siehe Entwicklungshilfe)
hinweisen

damit ist das Thema nämlich gegessen

ein merkwürdiges Totschlagargument.......



noexist schrieb:
Ich persönlich fühle mich nicht machtlos. Der Nick kommt nur daher, weil ich hier inkognito unterwegs bin ;-)

schön :)


Johann Wilherlm schrieb:
Liberalisierung halte ich für gut, weil wirtschaftlicher. In der Sowjetunion wurde früher alles staatlich geregelt. Unfähige Funktionäre machten den Wirtschaftstreibenden unsinnige Vorschriften und nahmen ihnen die Freiheit. Logischerweise waren die Wirtschaftstrieibenden dadurch nicht motiviert ihrer Arbeit nachzugehen, sie erfüllten nur mehr unproduktive Auflagen, weswegen das restliche Europa, die diese Zentralisierung nicht hatten, mehr Wachstum hatte. Der Zerfall der Sowjetunion war deswegen unausweichlich und ein Zurückgehen zu dieser Art von staatlicher Regulierung wäre anachronistisch.

Problematisch wird es dann, wenn einzelne Wirtschaftstreibende beginnen den Markt zu beherrschen und kleinere Unternehmen keine Überlebenschancen mehr haben. Dafür gibt´s aber staatliche Behörden, die darauf Acht geben sollten, das dies nicht passiert und auch die Möglichkeit haben einzugreifen. Da die EU ein staatsgrenzenübergreifender Markt ist, auch im Rahmen der EU.

Ein Problem sehe ich darin, dass die Wirtschaft zum größten Teil außerhalb der EU ausgelagert wird/wurde und es ist klar, dass wenn die Staaten innerstaatliche Betriebe liberalisieren, dass private sie nach Asien oder Afrika verlagern und dies zu höheren Arbeitslosenzahlen führt und das Wachstum innerhalb der EU schrumpft.

Ein weiteres Problem sehe ich in den weltweiten Börsenspekulationen, die Staaten in den Ruin treiben können und Europa sehr zugesetzt hat. Und dies versucht man jetzt in den Griff zu kriegen.

Warscheinlich ist ein vernünftiges Maß an Regulierung der freien Märkte und der Börsenspekulationen zu erreichen, dass alles ins Lot gerät.

Grundsätzlich ist der liberale Gedanke nicht verkehrt, aber man kann es auch zu weit treiben, alle Kräfte sollten im Gleichgewicht bleiben. Zuviel Freiheit ist auch problematisch, denn sie führt zu Unübersichtlichkeit, zu viele Möglichkeiten sind genau so schlecht, wie zu wenige. Sicher, der real existierende Sozialismus/Kommunismus hat auch nicht funktioniert. Das Grundübel dabei war aber das selbe, wie heute: eine Bonzenschicht lässt es sich gutgehen und diktiert dem Rest die Bedingungen. Diese Mentalität ist überall gleich. Wenn die Regierung unter sich ist, ist sie sich ihrer abgehobenen Möglichkeiten immer bewusst, versteht das Volk als Verfügungsmasse, egal, ob Diktatur oder Demokratie. Derzeit erleben wir, was passiert, wenn der Staat immer mehr aus der Hand gibt, und damit der Ausschlachtung privatwirtschaftlicher Interessen freien Lauf lässt: immer mehr Bürger und die meisten Kommunen geraten in den Bereich der wirtschaftlichen Bedrängnis und müssen irgendwie "gerettet" werden. Das ist Unsinn und auch nur kurzfristig leistbar. Das System ist so nicht überlebensfähig. Du sagst es ja auch: das rechte Maß an Regulierung ist wichtig, ich füge hinzu: die Chancen des Einzelnen gegenüber einem nicht greifbaren Markt müssen verbessert werden.
 
Behauptung: "Der Merkt regelt es am Besten"

So lautet die Standard-Rechtfertigungsaussage der NL-Freunde, die sie immer wieder den Entscheidungsträgern in die Ohren flüstern und in ihre Dokumente schreiben. Und prinzipiell ist diese Aussage ja auch nicht falsch. Das Problem dabei ist aber, dass auf jedem Markt möglichst gleiche Bedingungen für alle Anbieter gelten sollten, was heute nicht der Fall ist. Hier wird nun die Forderung nach der weltweiten Freihandelszone wichtig. Die Trennlinie verläuft zwischen den nationalen Teilnehmern und den internationalen Konzernen.

Beispiele: Vor wenigen Wochen erging ein Urteil des Europäischen Kartellamts, bei dem deutsche Schokoladenhersteller zu 60 Mio € Strafe verurteilt wurden, weil ihnen vor 2 Jahren Preisabsprachen nachgewiesen wurden. Im vorausgegengenen Fall wurden 3 Kaffee-Markenhersteller zu recht ordentlichen Strafzahlungen verdonnert. Was aussieht, als würde hier der Verbraucher geschützt, bekommt allerdings eine mächtige Schramme, berücksichtigt man dabei, dass eines der beteiligten Unternehmen gepetzt hat und per Selbstanzeige die Sache gestand. Es war ausgerechnet der Konzern, den das Gewissen drückte, der dafür straffrei ausging, während seine mittelständischen Wettbewerber blechen mussten.

Nun sind Kaffee- und Schokolanden-Endproduktemarkt wegen der nationalen Geschmäcker und der relativ kurzen Haltbarkeit primär von nationaler Bedeutung, wo die Kartellüberwachung noch gegeben ist. Weltweit agierende Unternehmungen brauchen darauf kaum Rücksicht zu nehmen. Sie können notfalls Sondermittel zur Bedingungsverbesserung hineinpumpen, oder sich heraushalten. Das möchten sie aber möglichst nicht, bekommen sie doch hier bei uns in der Regel Verkaufspreise, die in den meisten Teilen der Welt nicht annähernd zu erzielen sind und sie es gewöhnt, die fetten Gewinne praktisch unversteuert aus dem Land schaffen zu können. Das ist die Haupt-Schweinerei dabei. Während mittelständische Unternehmen, die ihre Produkte weltweit nur verkaufen, ihre Gewinne voll versteuern müssen, haben sie jede Menge zusätzlicher Möglichkeiten. Sie können damit nicht nur ihre Aktionäre ordentlich bedienen, sondern auch z.B. ihre kleineren Wettbewerber durch Dumpingpreise zeitweise aushungern.

Am schlimmsten aber wird die Marktwirtschaft auf dem Arbeitsmarkt missbraucht. Er ist das beste Beispiel, wie man ihn ad absurdum führen kann. Seit langer Zeit läuft, ich kann es nur als die Auflösung bezeichnen, eine gewaltige Umgestaltung der Arbeitswelt. Der Staat, der eigentlich die Rahmenbedingungen setzen sollte, spielt dabei die Rolle eines überforderten "Den-von-Anderen-initiierten-Bedingungen-Hinterherlegitimierers". Er sieht zu, wie das Vollzeit-Beschäftigungsverhältnis zur Ausnahme wird und die wirtschaftlich Starken sich weitgehend eigenen Personals entledigen, zu einem einzigen Zweck: um die bestehenden staatlichen Bedingungen umgehen zu können. Sie haben es bereits geschafft, dass der heutige Durchschnittsarbeitnehmer praktisch jede Kröte schlucken muss und froh sein, überhaupt noch etwas verdienen zu können. Die Behauptungen, die seit kurzem weitgehend entfallenen Zugangsbeschränkungen für Arbeitnehmer der neuen EU-Mitgliedstaaten würden sich nicht auswirken, sind mittlerweile widerlegt. Praktisch überall arbeiten Rumänen, Bulgaren und Ungarn in unseren Betrieben, und das, wen wundert es, zu traumhaft niedrigen Löhnen. Findige Köpfe (ich nenne sie Schmarotzer) heuern sie in ihren Heimatländern an und lassen ihre Landsleute als eigene Angestellte hier bei uns arbeiten, verdienen so ganz legal ohne eigene Leistung viel Geld und drücken so das Lohnniveau in den produzierenden Gewerben, das ohnehin bereits so niedrig liegt, dass kaum noich jemand davon leben kann, weiter. Das ist Markt absurd, produziert gewaltige Vorteile für Leute, die von der Arbeitsleistung Anderer fett und fetter werden und beutet die Leistungerbringer übel aus. Die Behauptung, die Löhne würden sich in der Mitte einpendeln, ist inzwischen ebenfalls widerlegt. Wie ich von der polnischen Verwandschaft höre, verdienen die dort gebliebenen noch immer kaum mehr, als 300-400€ im Monat. Die Preise in den Regalen ähneln aber denen bei uns.

Es sind die selben Leute, die den Markt als Heilsbringer preisen, die parallel dazu dafür sorgen, dass er so konfiguriert wird, dass sie die Vorteile genießen können und Andere den Schaden zu tragen haben. Der soziale Friede ist morsch geworden, wird derzeit immer noch notdürftig mit auf Pump finanzierten Mitteln gesichert, ausgeliehen von denjenigen, die die Misere zu verantworten haben. Die Zündkapsel wird bald durchgerostet sein.
 
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AW: Behauptung: "Der Merkt regelt es am Besten"

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Es sind die selben Leute, die den Markt als Heilsbringer preisen, die parallel dazu dafür sorgen, dass er so konfiguriert wird, dass sie die Vorteile genießen können und Andere den Schaden zu tragen haben. Der soziale Friede ist morsch geworden, wird derzeit immer noch notdürftig mit auf Pump finanzierten Mitteln gesichert, ausgeliehen von denjenigen, die die Misere zu verantworten haben. Die Zündkapsel wird bald durchgerostet sein.

:ironie: Das werde ich sofort der :ironie: unsichtbaren Hand des sog. freien Marktes :ironie: melden ....:schnl:
 
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