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Armut - Wann ist jemand arm?

AW: Armut - Wann ist jemand arm?

Mit diesem Begriff, nämlich "Gutmenschen" kann ich noch immer nichts anfangen. Gibt es tatsächlich Menschen, die sich (selbst) so bezeichnen ?
Das ist interessant, Zeilinger. Ich bin diesen Typen ständig auf Schritt und Tritt begegnet. Sie haben meist überhöhte Ansprüche an andere und kritisieren jeden und alles, das es eben nicht gut genug ist. Meist spielen die dann auch noch Schach oder eben ein anderes Nullsummenspiel.
Du gehörst z.B. in meinen Augen dazu.

Ich habe noch nicht einmal gehört, dass sich Menschen selbst als "gute Menschen" bezeichnen, die ja, wie ich aus einem anderen thread entnommen habe, gerade das Gegenteil der Gutmenschen sind.
Wenn ich nicht als mich selber als einen guten Menschen glaube, wer soll es dann tun? :dontknow: Ziehst Du etwa die folgende Haltung schon von Wilhelm Busch so gut karikiert vor?
Wilhelm Busch

Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich:
So hab ich erstens den Gewinn,
Dass ich so hübsch bescheiden bin;
Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;
Und viertens hoff ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Dass ich ein ganz famoses Haus.

Nichtsdestoweniger möchte ich mich schon hin und wieder als "guter Mensch" (im Sinne von sittlich gut laut Immanuel Kant) fühlen, was mMn überhaupt nichts mit einem Weichei oder einer sogenannten Warmduscherei zu tun hat. Liebe Grüße Zeili
Da bist Du auf dem richtigen Weg. Noch schneller geht es wenn Du ganz einfach damit aufhörst, an dem Selbstbewusstsein von mir herum zu kratzen, nur weil ich Deine Moralvorstellungen nicht kenne oder eben bewusst ignoriere und damit auch nicht beachte, weil ich sie als vergiftend für den Weltfrieden erkannt habe.

Wenn ich offenen Ohres und offenen Auges durch die Welt gehe, kann ich mich nicht als arm bezeichnen. Ich bin 63 Jahre alt, ich will immer mehr mit Gott und der Welt ins Reine kommen und wenn Gott mich dereinst zu sich ruft und mich in sein Paradies lässt, ist mir egal, ob er mich für einen
guten Menschen,
schlechten Menschen,
Gutmensch oder
Schlechtmensch​
hält. Liebe Grüße Zeili
Wenn das Wörtchen wenn nicht wär....

"Wenn meine Tante Räder hätt',
dann wär sie ein Omnibus!"

Spruch meiner Ma​
Warum willst Du so lange warten? Warum nicht jetzt? Ist denn Gott nicht allmächtig und wann beginnt denn die Ewigkeit, wenn nicht heute? :dontknow:
Der jüngste Tag ist heute. Es gibt keinen jüngeren Tag.
:blume2:
rg​
 
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AW: Armut - Wann ist jemand arm?

:) Hier zeigst du doch offenen Blickes deine Armut. Du bist arm an Reinheit, sonst würdest du nicht ins *Reine* kommen wollen. ; )
Irrtum Nicandra, Zeilinger schreibt lediglich was er meint und denkt.
Ins Reine kommen heißt auch sauber machen wollen und das heißt lediglich auch nur dem neuen Schmutz Platz zu machen.
Das ist eine Anstrengung :saugen: die jeder Person gut ansteht. Es ist lediglich vor einer Übertreibung zu warnen, die auch als Putzsucht bekannt ist. Im geistig spirituellen Bereich wird es Skrupelhaft genannt. Eine ganz ganz üble Sorte und ein großer Verhinderer des Friedens in einem Menschen wie in der Welt.
Ich nehme bei Dir lediglich eine üble und häufig beobachtete Tendenz in dieser Zeit. Eine Meinung dem anderen zu entreißen und es für die eigenen Ideen und Zwecke einzusetzen. Ein lebendiger Dialog wird damit verhindert und die seelische Armut und Verwahrlosung fortgeschrieben.
Offensichtlich willst Du mich unbedingt für arm erklären - okay, sollst den Dickeren haben. Zeili
Das sehe ich anders, weil ich diese Art zu kämpfen gegen Windmühlen nur zu gut von mir kenne.
Ich wollte immer das jeder in mir und in sich den leidenden und den geschundenen Christus in sich selber und bei mir entdeckt und anerkennt. Irgendwie klappte das mein ganzes bisheriges Leben nicht, bis ich entdeckte daran glaubt kein Mensch mehr, dass Gott Mensch geworden ist und dass wir uns aus diesem Grunde anständig zu einander verhalten können und auch sollen. Heute wertet jeder seinen Mitmenschen eben so gut er kann ab, lediglich um seine eigene Haut zu retten dabei ist Häutung angesagt und eben Verletzlichkeit angesagt, wenn die Entwicklung wieder in Bahnen gelenkt werden soll.
Nein, will ich nicht.
Dann wechsel doch einmal dazu was Du willst, das vereinfacht das Leben und Denken ganz ungemein. Nein zu sagen bedeutet lediglich eine Variante des Trotzalters, in der es notwendig ist erst einmal seine Autonomie zu entwickeln.
Mir geht es nur darum, dass uns bewusst wird, dass wir alles in uns tragen, arm und reich, gut und böse, und alles andere was dual ist.
Ich bin da bescheidener. Es reicht mir, das ich darum weiß und dass ich damit nach meinem Gutdünken umgehen lerne. Mein weit gestecktes Ziel ist mir da ein guter Ansporn.
Nur das Gefälle ist unterschiedlich verteilt. Unbedingt ist da keine Absicht.
Wenn das so ist, warum verheimlichst Du dann Deine Absicht? Ich nehme hier lediglich wahr, dass die überwiegende Zahl der User nicht weiß was sie will und aus diesem Grunde sich selber und anderen ständig ein Beinchen stellt.:weinen3:
Nur das Offenbaren von dem was ist. Wir können uns fühlen, klar.
Ich kann mich nur selber fühlen und langsam aber sicher mache ich meine Schotten dafür dicht, dass andere mir ihre sogenannten negativen Gefühle zu- und abschieben.
Doch Sein und Gefühl ist genauso wenig identisch wie Sein und Gedanke.
Das Sein ist aber der Urgrund auf dem alles wachsen kann und so lange das verhärtet ist braucht es viel Geduld es wieder fruchtbar zu machen.
Dicker und Dünner, wem nützt das schon, was sagt das schon aus.
Oh mir schon eine ganze Menge, wenn ich nach einer dünnen Scheibe Brot verlangen habe, dann kann ich fuchsteufelswild werden, wenn mir jemand meint eine dicke Scheibe Brot rein würgen zu müssen.
Eins noch: Weshalb sollten wir uns vor uns selbst verschließen, nur weil wir anders empfinden oder denken.
Hier nehme ich einen sehr guten missionarischen Eifer bei Dir wahr Nicandra, der allerdings abstoßend auf mich wirkt, weil ich mich erst einmal von dem vereinnahmenden wir und uns distanzieren möchte und eben das Bedürfnis habe, um in Ruhe meine eigene Entscheidung zu Deiner Meinung und Deinem Wunsch treffen zu können.
Je mehr wir uns selbst kennen lernen umso mehr können wir erkennen, was wir nicht sind oder doch sind?
Das ist doch wieder ganz einfach:
Ich bin göttlich und okay und Du bist göttlich und okay!
Warum also um des Kaisers Bart streiten? :dontknow:
 
AW: Armut - Wann ist jemand arm?

Bereits Schopenhauer schrieb: Dass der "Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will."

Ich muss auch jeden Taler dreimal umdrehen, und gehöre zu den Nicht-Reichen. Wie andere hier schrieben, so bin auch ich mit meinem Leben zufrieden. Zumal ich auf viele "gewöhnliche" Vergnügungen, Kneipen, Fernreisen, Kino und so weiter, gerne verzichte.
Dennoch empfinde ich es als ungerecht, dass der Wohlstand so ungleich verteilt ist. Ein einziges Beispiel sei der Mann, der Scheiße verzapft, der nicht zur Rechenschaft gezogen wird, sondern eine Millionen-Abfindung kassiert, während ein kleiner Untergebener schuftet und auf keinen grünen Zweig kommt.

Ja, ich leide auch unter Sozialneid.

Ich frage mich selber aber auch, ob ich nicht (unbewusst) aus meiner Not eine Tugend machen. Wer kann schon wissen, wie ich mich entwickeln würde, was ich täte, mir anschaffte und so weiter, wenn ich plötzlich reich wäre. Meine Weltsicht würde sich vielleicht verändern, zum Guten oder Schlechten.

Wenn der Mensch ein Produkt seines Umfeldes ist, und das eigene Geld dieses Umfeld gestalten kann, dann frage ich mich, warum du das oben stehende Zitat angeführt hast. Resultiert dein Wollen nicht deinem (vom Geld gestalteten) Umfeld? Wäre somit nicht deine hier niedergeschriebene Lebensphilosphie direkt vom Geld abhängig?
 
AW: Armut - Wann ist jemand arm?

Durch Arbeit ist noch nie jemand reich geworden ... sagt ein altes Sprichwort.
Doch ... wer ist schon reich?
Ich glaube, dass der reich ist, der zufrieden ist mit dem, was er hat.
 
AW: Armut - Wann ist jemand arm?

Durch Arbeit ist noch nie jemand reich geworden ... sagt ein altes Sprichwort.
Doch ... wer ist schon reich?
Ich glaube, dass der reich ist, der zufrieden ist mit dem, was er hat.

Vor allem wenn er nichts hat - ääääähhhhh..... nichts ist :D
(Aber trotzdem bzw. gerade deswegen etwas ißt und :bier: (= trinkt)...:schnl:)
 
AW: Armut - Wann ist jemand arm?

Nochmals, falls meine Frage unverstaendlich war. :D

Ab wann ist man bei Herr Philosophie-Lehrer etwas und ab wann nicht?
 
AW: Armut - Wann ist jemand arm?

Anhang:
Ist man dann etwas, Herr Lehrer der Philosophie, wenn man eine Pension erbt, die ein Vorfahre gestohlen, oder vielleicht beim Kartenspiel erschummelt hat?
Ist man etwas, wenn man "nice" angezogen ist und bullshit plappert? Ohne Hirn, nur Phrasen daherpallavert? Was irgendein Hirni in Buechern abgelegt hat?
 
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