Bei diesem Thema überfällt mich meine Erinnerung: schon 1951 wurde die "Montanunion, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, EGKS" gegründet und gleich tot gesagt. Dann kam die EWG, auch als Ende der europäischen Geschichte gesehen, was zur Gründung der EFTA als rettendes Gegenstück gewertet worden war. In der EFTA waren in erster Linie neutrale bzw. neutralistische Staaten wie Schweiz, Norwegen, UK, Dänemark aber auch Jugoslawien oder sogar Indien als Idee vorgesehen. Die Realisten UK und Dänemark haben sich zurückgezogen und sind der EWG beigetreten, die Schweiz war von Anfang an nicht Mitglied des EWR und hat einfach in langer Voraussicht mit allen wichtigen Staaten bilaterale Verträge geschlossen, sodaß sie defacto wie ein Mitglied der heutigen EU agieren kann und muß aber nicht mitreden und -beschließen kann. Die Schweiz dient als exklusiver "Tresor für Vermögen und Kapital" in der Welt. Verkürzt könnte man sagen, "die Schweiz entscheidet über das Vermögen (Glencor, Black Rock), die USA über die it-Kommunikation (Silcon Valley), Russland unter Putin schickt uns bewaffnete Unruhe, damit die USA und China ihre Spielchen auf der übrigen Welt treiben können, und wir, die EU, bemühen uns, keine Rolle zu spielen aber gleichzeitig die Betriebs-software gratis der Welt zu liefern".
Wir Europäer sind in unserem System ständig unzufrieden aber gleichzeitig würden rund um die Welt die meisten Menschen in der EU gerne leben. Kaum daß Ungarn, Slowaken, Tschechen, Bulgaren etc. Die Vorteile und Stützen den EU genießen können, machen sie sich damit wichtig, die Entscheidungen der Gremien zu behindern.
Das geht den Kernländern der EU inzwischen gründlich auf die Nerven, was dazu führen wird, daß die alte Idee „EU der zwei Geschwindigkeiten“ wird wieder aufgegriffen. Österreich wird dann wohl in der Dritten Welt landen