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Vertragsbruch als Regel ?

Achtung, Achtung, hier herrscht ein ernsthaftes Lachverbot:
Vertragsbruch ist keine Regel - und eine "weibliche Regel" schon gar nicht!

Berny,
ich frage mich immer öfter, ob für das Problem der Griechen das Faktum einer gemeinsamen Währung wirklich einen so hohen Stellenwert hat.
Das Faktum einer gemeinsamen Identifikation mit einer Währung ist umso größer einzuschätzen, als man selbstverständlich 'faktisch zur Sicherheit' auch dazu gehören möchte, dies aber dann schon ein 'taktisches Überfaktum' erfordert - was andererorts zu garantieren wäre, - sei es vertraglich und/oder gesetzlich.

Also, wenn das kein höchst attraktives Modell zum andererorts 'Geld ver-dienen' ist, dann fresse ich ich einen schornsteinfegerhaften Glücksbringerbesen aus Marzipan - natürlich völlig 'unverdient'!

Die Rangordnung eines Stellenwertes ‚ um die Probleme anderer zu erkennen‘, vermögen diejenigen am besten zu schätzen, die davon leben, vorrangig den fremden Wert des Interesses vom eigenen Wert des Interesses abzuschotten.

Wem es gelingt, das handelbare Geld derart "privat" zu halten, dass er damit sogar ganze Staaten und ihre Rechtsordnungen sich kaufen kann, warum sollte der sich an einem rechtlich einseitigen Abgabensystem ohne jede Gegenleistung beteiligen?

Der stabile Stellenwert unserer gemeinsamen Markt-Währung (hier: EURO) ergibt sich aus einem ungeschriebenen (Be-)Währungspatent, eine automatische Geldwertsteuerung mit eingebautem Selbstvalidierungseffekt und Autokorrektiv dem „freien Markt“ zu überlassen und dafür sorgen zu lassen (und Sorgen SEIN zu lassen), damit eine gemeinsame Währung niemals hinterfragt werden sollte.

Die Initiatoren des Euros haben dies gewusst und einen Austritt aus der Währungsunion deshalb vertraglich ausgeschlossen. - Und spätestens wenn ihr bis hierher gelesen und es verstanden habt, wisst ihr es auch!

Insofern verstehe ich nicht das Bild, welches hier der Öffentlichkeit überwiegend bewusst fälschlich so vermittelt wird, als könne man nicht in die Zukunft nicht abgeschlossener Verträge sehen und die Konsequenzen von möglichen Vertragsverletzungen auch nicht sicher abzuschätzen vermögen.

Allenfalls ist, wie ich schon verlässlich (von allen 'bösen' Geistern verlassen) andererorts ausführte, nur ein taktischer *Pseudo-Grexit* möglich, nämlich im 'SO TUN ALS OB', - mit Abkzg: *SO-TAO* als SO bekannte Ur-Weisheit!

Wo der Handlungsspielraum immer kleiner wird, wird der Denkspielraum, in verschiedenen Sprachen 'vordenken' müssend, immer größer.

Ich meine, dass die Griechen diese einmalige Chance nicht verstreichen lassen sollten, erstmals auf der Welt eine demokratische, öffentlich-rechtliche Parallelgeldwährung neben dem bestehenden Euro - von ELA zu EULA (als Nachfolger-EULE) wenigstens anzudenken versuchen - und die ersten Anfänge scheinen schon gemacht, großen Widerständen zum Trotz!

Die Elite der Spitzenforscher in Griechenland wäre im eigenen Land vermutlich längst arbeitslos, würden sie solche 'übermodernen' Gedanken, wie ich sie hier - salopp aber seriös - vertrete, (als sich selbst erkennender "Hobby-Indianer mit pfeilgeldphilosophischem Ansatz") in einem Realmodell unter Einschaltung der Öffentlichkeit aufzugreifen versuchen.

Sicher wäre es nur ein kleiner Schritt für Griechenland, aber ein großer (Gedanken-)Schritt für ein neues Selbstverständnis von "bürgerpatentem" Parallelgeld zum Euro, welches gewährleisten sollte, den Stellenwert dieser einmaligen *Weltkunstwährung* gar nicht mehr 'hinter dem Rücken des Marktes' in seinem Außenverhältnis gezielt zu diskreditieren, weil ja dabei ein interessantes 'Schadenersatzgeld in einer Vertrauenswährung' (nahezu) SOFORT fällig werden müsste......

Derzeit versuchen weltweit mächtige Interessengruppen ein gigantisches Milliardengeschäft damit zu verbinden, die zu erwartenden Kosten so ins „real Uferlose“ zu treiben, damit so etwas wie ein rettender *Marshall-Plan* umgesetzt werden kann, natürlich in erster Linie zur Rettung der weltweit hoch vertrauensgefährdeten ultra-reichen Geldbesitzer, die sich zu Recht Sorgen machen müssten, falls ihr gigantisch angehäuftes Buchvermögen in Zukunft nicht mehr „real“ über die rechtlosen Steuerzahler vollkommen rückversicherbar wäre, - da müsste man ja glatt den langfristigen Eintritt in eine negative Zinswirtschaft mit vollkommen neuen Realitäten befürchten!

Das Problem der griechischen Staatshaushaltslenker ist doch schlicht und ergreifend, dass sie (wiedereinmal, wie schon etliche Male davor) so viel mehr Geld ausgegeben als eingenommen haben, dass ihnen niemand mehr Geld borgen will.
Nein, das stimmt SO überhaupt nicht, denn es stehen bereits sehr potente Geldgeber in der alternativen Warteschlange in den Startlöchern - in weitgehend sich privat und anonym dem Selbstschutz sich verpflichtet wohl habender und wohlhabenden Geldschnäppchenjägervereinigungen.

Ja, tatsächlich, wie öffentlich bekannt wurde, was aber meines Erachtens nicht in aller Öffentlichkeit hätte bekannt werden dürfen, will Frau Lagarde vom IWF den Griechen erst dann weiteres Geld von der Weltbank geben, wenn gewisse Vorbedingungen zwischen den Verhandlungen der EU mit Griechenland erfüllt sind.

Vorbehaltslos ist derzeit nur der ELA-Zwischenkredit, welcher der griechischen Notenbank erlaubt dafür zu sorgen, dass den Griechischen Banken das stark nachgefragte Bargeld nicht ausgeht.

Dabei ist es doch nahezu belanglos, in welcher Währung viel zu viel ausgegeben wurde.
Nein! - Für diese missverständliche 'Feststellung' vermag ich ich überhaupt kein 'selbsttragendes' Verständnis aufbringen, denn keinesfalls darf und sollte man 'Währung ausgeben' mit 'Geld ausgeben' verwechseln!

In der Regel muss das Geld in einer Währung am Markt 'konvertierbar' sein, also in Wechselkursen der Austauschbarkeit in verschiedenen Handelswerten in 'Einstiegskursen' zugänglich sein, um überhaupt gehandelt werden zu können. - Dies ist derzeit hinter den Kulissen so in Vorbereitung, dass ganz neuartige Wortformulierungen nötig werden könnten - sozusagen bildhaft in einer neuen Art von höchster neuro-wissenschaftlich fundierter Produktqualität, die mich in meiner hier selbstdisziplinarisch geforderten Humorlosigkeit doch tatsächlich geldphysikalisch an "Schrödingers Katzenstreu" erinnern!

Du weißt doch ganz sicher Neugier, wie eine 'Staatsenschuldung' funktioniert?

Doch was Du sagst, das erweckt bei mir den hoffentlich falschen Eindruck, dass bei Dir jede beliebige Währung ein geldreligiöses Dogma sei, welches man gegebebenfalls 'exakt' abschotten sollte?

Nicht einmal im Traum würde ich mir eine 'so nicht' genannte GAfD (=Geldabfallpartei für Deutschland) in angedachter oder gar angelachter Geldpolitik vorstellen können, hierdurch auch noch so nebenbei eine neue Art von 'Geldrassismus' gutheißen zu sollen.

Das Problem der Griechen würde die Stabilität des Euro überhaupt nicht tangieren, wenn nicht einige Politiker mit recht zweifelhaften Intentionen beschlossen hätten, die Schulden der Griechen defacto in Schulden aller Euro-Länder umzuwandeln.

Du spielst sicher auf die 'Bail-out-Klausel' an, die besagt dass ein EU-Mitgliedsstaat nicht direkt für die Schulden eines anderen Staates haften darf, aber wie wir ja alle sehen dürfen, haben sich damit schon die nationalen und die supranationalen Gerichte befasst und im Grundsatz eine - um es mit meinen eigenen Worten zu sagen - "Zwischenrechtliche Zwischenstaatenlösung" für zulässig erachtet, wobei den jeweils nationalen Gerichtshöfen noch nicht einmal - in den Details der jeweilige Rechtsrahmen von national entsprechenden Ausgestaltungsmöglichkeiten - streitig gemacht werden musste.

Die positive Frage die sich mir stellt, die ist doch, inwieweit Griechenland seinen eigenen Weg in Europa gehen kann ohne seine supranationalen Handelspartner unnötig - im großen Geld - übermäßig vertragsfrei zu belasten und ohne dass das Volk in seiner bargeldorientierten Kleingeldphilosophie national unisono teilhaberisch rechthaberisch "von oben her nach unten" absolut einzuschränken, denn das wäre unzulässig!

Denn wo Handelsbeziehungen untereinander bestehen, da bestehen auch Kreditverträge untereinander und das Übereinanderherfallen ist in der Öffentlichkeit kein gutes Zeichen von Diplomatie, ganz im Gegenteil, ich finde sogar, dass dies Konsequenzen haben sollte, nämlich dort, wo dies rechtlich auch zwingend geboten wäre, um es hier mal vorsichtig zu sagen.

Denn nur rechtmäßig erlangte Kredite vermögen auch rechtmäßig durch Umschuldung getilgt werden können!
In Deutschland ist es dank einer hier unverzichtbar notwendig gewordenen Geldwäschegesetzgebung durch weisungsgebundene Staatsanwaltschaften üblich, dass ein zweifelhaftes Geld "rein gewaschen" werden darf, damit insbesondere die Gerichte weitgehend durch die Nichtweiterverfolung von Straftaten, die auf Straftaten aufbauen könnten, bereits in der künftigen Möglichkeitsform 'gutgläubig' ausgeschlossen werden sollen,..... jedenfalls dort, wo kein Ankläger ist, soll auch kein Richter tätig werden.....

Zunächst einmal ist es ganz normal und stellt eine Vertrauensschutzpflicht dar, dass Verträge (von denen, die sie für Andere gemacht haben!) 'bedient' werden sollten, (= Pacta sunt servanta).

Aber ebenso scheint es möglich und geboten, zu berücksichtigen, was eventuell rein juristisch in sehr unterschiedlichen Rechtsfolgen eintreten könnte, falls rechtlich etwas zutrifft, was eine Verpflichtung entfallen ließe: "Unmögliches kann und muss nicht geleistet werden" (=ultra posse nemo obligatur).

Dies könnte mich, wäre ich ein phantasiereich verspielter Denker, was hier nicht zutreffen soll, märchenhaft an einen sym-dia-bolischen Rattenschwanz von 'Geld-Ratenfänger von Hammeln' erinnern - oder so ähnlich.

Alle ungelösten Geldfragen, sofern überhaupt in der öffentlichen Diskussion zulässig, werden beantwortet werden durch die ..........

......"Sprache des Marktes und seiner Selbstbeteiligung am Gewinn und Verlust eines Nullsummenspieles seiner Erwartungshaltungsvorwegnehmer".

Also sprach Bernie:

Die Krise weht wie ein frische Brise im säuselnden Aufwind
Im Abwind wartet schon die mauschelnde Auffanggesellschaft.
 
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