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Napoelon Bo(u)naparte

psbvbn1

New Member
Registriert
1. Oktober 2006
Beiträge
1.237
hallo, forianer!

da sich ja in den anderen threads im geschichtsforum nichts tut, was ich sehr schade finde, wollte ich ein neues thema eröffnen, das bestimmt großen anklang finden wird, weil die frage in jedem geschichtsunterricht schon einmal aufgetaucht ist und der mann, um den es geht, eine person von weltgeschichtlicher bedeutung ist.
ich möchte nicht mit dem thema das gleiche wie bei "Lenin- Held oder nicht" bezwecken. hier soll einfach nur ergründet werden wie es ein kleiner separatistischer korse geschafft hat, die revolution in seine bahnen zu lenken, um dann als kaiser der franzosen halb europa einzunehmen!

oft wird da im anschluss an seine verdienste die frage gestellt, ob er der überwinder oder der vollender der französischen revolution sei.

für das erste spricht, dass er mit dem caesarentum die auf abschaffung der monarchie endende revolution und ihre egalitären ideale zunichte gemacht hat. außerdem hat er sich wieder sehr auf das militär versteift. er versorgte seine halbe familie mit adelstiteln und herrschaften in den eroberten gebieten, z.b. in rom oder in spanien!

für das zweite spricht u.a. die einführung des code civile und die einigung des volkes unter dem banner der weitertragung der revolution in andere länder europas, was aber als legitimität für das expansionsstreben von napoleon missbraucht wurde.

was meint ihr dazu, forianer?
 
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AW: Napoelon Bo(u)naparte

Tatsächlich denke ich, dass Napoleon sehr fixiert darauf war ein unvergessener, weltlicher Herrscher zu werden. Kurz vor seinem Tod schrieb er ein paar Zeilen über sein Selbstverständnis als Kaiser (mit der darauffolgenden Anerkennung Jesus' als den einzigen großen Kaiser) und der genickbrechende Russlandfeldzug zeigt ja auch, dass er den Sinn für realistisches Maß verloren hatte. Darum halte ich ihn nicht für einen großgeistigen Träger der franz. Revolution und um zu beurteilen in wie fern der Code Civil zur Machtlegitimation/-erhaltung diente bin ich nicht gebildet genug ;).

mfG Ginsi
 
AW: Napoelon Bo(u)naparte

hallo, ginsi!

na, endlich mal einer der sich hier in diesen thread herverirrt! scheint wahrscheinlich nicht spannend genug zu sein (obwohl es das ja ist!)

Tatsächlich denke ich, dass Napoleon sehr fixiert darauf war ein unvergessener, weltlicher Herrscher zu werden.

ja, das machtstreben und das geltungsbedürfnis waren die haupttriebfedern seines raschen aufsteigens, dass er dies überhaupt wollte. in seiner jugend war er noch ganz idealist und unterstützte vehement einen unabhängigen, korsischen staat nach amerikanischem vorbild. diese illusion verwarf er aber ab 1792. jetzt kämpfte er zunächst für die revolution, dann mehr für sich selbst. er hatte schon seit etwa 1798 das ziel, eine caesarenherrschaft aufzubauen. dies schaffte er nur, indem er die französischen bürger, revolutionsmüde, von deren nutzen für die franz. nation überzeugte. deshalb zuerst diese scheinverfasung mit dem konsulatsregime.

nach seinem griff nach der macht in frankreich und dessen befriedung konnte er wieder an die eroberung europas gehen, unter dem banner der verbreitung der revolution dorthin. wer ihm sich widersetzte, wurde ausgeschalten, ob auf politischer oder militärischer art. als russland 1810 die kontinentalsperre gegen england aufhob, wollte napoleon den zaren dazu zwingen mit seiner "Grande Armee", was ja bekanntlich gescheitert ist und den anfang vom ende von napoleons herrschaft bedeutete.
 
AW: Napoelon Bo(u)naparte

hier soll einfach nur ergründet werden wie es ein kleiner separatistischer korse geschafft hat, die revolution in seine bahnen zu lenken, um dann als kaiser der franzosen halb europa einzunehmen!

Erstaunlicherweise ist es nicht selten, dass der Diktaor eines Landes eher auch geographisch aus dem Randbereich des Landes kommt.

Franco und Stalin fallen einem ein.

Nur als Beispiele dieser Theorie - nicht um diese drei nun auch sonst gleichstellen zu wollen.
 
AW: Napoelon Bo(u)naparte

Erstaunlicherweise ist es nicht selten, dass der Diktaor eines Landes eher auch geographisch aus dem Randbereich des Landes kommt.

Franco und Stalin fallen einem ein.

Nur als Beispiele dieser Theorie - nicht um diese drei nun auch sonst gleichstellen zu wollen.

hallo, joost!

stimmt, da gibt es wirklich beachtenswerte häufungen. man nehme nur braunau, auch nicht gerade die weltstadt, mussolini kam aus der tiefsten emilia-romagna!
 
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AW: Napoelon Bo(u)naparte

stimmt, da gibt es wirklich beachtenswerte häufungen. man nehme nur braunau ...

Eben! Wollte es nur nicht so laut sagen ....

Der Betreffende war zunächst österreichicher Staatsbürger - und musste erst mal umständlich eingebürgert werden, um Diktator des Nachbarlandes werden zu können.

:reden:
 
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