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[CYBERCRIME] Cybercrime-Kartelle machen Erpressungen auf neuem Niveau

Im Herbst 2025 sorgten Drohnen über deutschen Flughäfen immer wieder für Störungen. Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stark zugenommen. „Wir gehen in weiten Teilen davon aus, dass diese Drohnen auch von feindlichen Mächten gesteuert sind“, sagte Dobrindt bei der Einweihung eines neuen Drohnenabwehrzentrums im Dezember 2025.
Die Täter würde viele Informationen über Deutschlands Infrastrukturen im Internet finden, sagte Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey dem Deutschlandfunk. Strom- und Gasnetzbetreiber seien rechtlich verpflichtet, ihre Infrastruktur öffentlich zu machen. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beklagte, dass dieses Wissen den Tätern somit „quasi auf dem Silbertablett“ präsentiert würde. „Wir brauchen deshalb eine umfassende und praxistaugliche Neubewertung bestehender Transparenzpflichten“, verlangte der Verband.

Besonders betroffen von Cyberattacken sind Menschen in Führungspositionen. Geschäftsführer erleben laut einer Barracuda-Studie durchschnittlich 57 Phishing-Attacken pro Jahr. IT-Leitungen werden 40-mal jährlich angegriffen. Diese Zahlen zeigen, dass Angreifer gezielt die Personen ins Visier nehmen, die Zugang zu kritischen Systemen oder finanziellen Entscheidungen haben.
Die Methoden sind vielfältig. Beim klassischen Phishing wird versucht, über gefälschte E-Mails an Passwörter oder Zugangsdaten zu kommen. CEO Fraud geht einen Schritt weiter. Hier geben sich Angreifer als Geschäftsführung aus und fordern Mitarbeitende per E-Mail zu dringenden Überweisungen oder anderen Handlungen auf. Leider immer wieder mit Erfolg: So überwies eine Mitarbeiterin einer Innsbrucker Firma im November 2025 basierend auf einer vermeintlichen Mail ihres Chefs 10.000 Euro auf ein ausländisches Konto. In anderen Fällen kann ein solcher CEO-Fraud sogar in die Millionen gehen.
 
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