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Zum aktuellen Stand der Robotik

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Technik" wurde erstellt von Walter, 24. Februar 2016.

  1. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    3. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.157
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    Das Video von Boston Dynamics zeigt den aktuellen Stand ihrer Roboter-Forschung. Der Roboter kann jetzt selbständig über unebenes, rutschiges Terrain gehen und ist in der Lage, Instabilitäten sofort auszugleichen bzw. wieder aufzustehen, wenn er umgeworfen wurde:


    Ungefähr in der Mitte des Videos dachte ich mir: was, wenn sich jetzt der Roboter dem Mann zuwendet, und ihn wegen der ständigen Störungen ohrfeigt?

    Wann wird es soweit sein, dass Roboter uns ebenbürtig werden oder uns überholen an intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten? In ein paar Jahrzehnten?
     
    Janus und FreniIshtar gefällt das.
  2. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. September 2014
    Beiträge:
    1.688
    >Erschreckend auch, weil sosehr faszinierend!
     
  3. hylozoik

    hylozoik Well-Known Member

    Registriert seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    17.957
    Ort:
    in-meiner-welt.at
    Das Video ist erschreckend - wie von Amazon & Waffenindustrie (?) gesponsert?

    FYI:


    Neuer russischer Kampfroboter mit Maschinengewehr und Granatwerfer im Test - YouTube
    http://www.spiegel.de/video/russischer-kampfroboter-robo-minirex-im-werbevideo-video-1639078.html
    Aufnahme vom 21.04.14.
    Original:


    Der Terminator naht:
    Staaten beginnen, Kampfroboter zu entwerfen | 3sat [14.02.2014]
     
  4. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. März 2004
    Beiträge:
    11.074

    Eine Art Beklemmung wird dadurch ausgelöst, dass der Roboter durch seine Form und seine Art der Bewegung an einen Menschen erinnert. Sähe er wie ein Fahrzeug aus (wie beispielsweise beim Kampfroboter) wird der soziale Instinkt nicht angesprochen. Sieht etwas wie ein Mensch aus und bewegt es sich auch so, löst das Gefühle aus und man unterstellt diesem Etwas automatisch menschliche Züge (wie die Annahme, das Ding könnte sich durch die Eingriffe des Menschen irgendwie gestört fühlen).
    In einzelnen Aspekten/Fähigkeiten sind Roboter schon jetzt einzelnen Menschen überleben. Schachroboter könnten jeden Menschen im Schach besiegen, und man kann Roboter bauen, die tonnenschwere Lasten heben. Aber, diese Überlegenheit betrifft immer nur einen oder wenige Aspekte. Ein Schachroboter wird kaum in einem Malwettbewerb, ein Lastenheberoboter kaum im Zehnkampf oder beim Kreuzworträtsel bestehen können.

    Nimmt man den Mensch als Maßstab, wird es wohl keinen Roboter geben können, der dem Menschen in allen Belangen überlegen ist. Dabei müsste man nämlich auch die Fähigkeit zur Selbstreproduktion und Selbstreparatur, das Immunsystem etc einbeziehen. Und das Ganze auf weniger als 100 Liter Volumen und weniger als 100 kg.
    Auf Kosten der Unzahl an "restlichen Eigenschaften" wird sich aber für jede der einzelnen Eingeschaften ein Roboter bauen lassen, die einzelnen Menschen überlegen sind.
     
  5. lympho

    lympho Member

    Registriert seit:
    24. Februar 2016
    Beiträge:
    88
    Als ersten Beitrag im Vorfeld meiner fremdverschuldet B-zellular lebensbedrohenden Problemlage, was sich mir
    als ehemaliger Ing. (Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Softwareentwicklung, Automatisierung) zu Robotik erschloss:
    unsere Zellen sind höchstentwickelte hardwarecodierte Roboter mit dem Betriebssystem des Lebens.
    Bekommen wir sie in den Griff, resultiert die Lebenserwartung aus DNA-Regeneration.

    Robotische Mechanik hingegen kann unsere manuellen Tätigkeiten komplett übernehmen.
    Das wird verzögert, weil es nicht in die mittelalterlichen Wertschöpfungsstrukturen passt.
    Nicht mehr manuell agierende Menschen, die mit Robotik und Digitalisierung hochwertige Produkte
    entwickeln und herstellen, das funktioniert nicht mit den einschlägigen Gesetzen.
     
  6. Neugier

    Neugier Well-Known Member

    Registriert seit:
    29. März 2004
    Beiträge:
    3.573
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    Sorrow Fiction.

    Einen ungefähren Anhaltspunkt für diese Abschätzung
    könnte ein Vergleich der Dichte an Schaltelementen liefern.

    Im menschlichen Hirn haben wir die Größenordnungen
    von 10^11 Neuronen in einem Volumen von 10^3 cm³.

    Das ergibt eine Dichte von 10^8 Neuronen pro cm³.

    Ein Memory-Stick mit einem Volumen von einem Kubikzentimeter
    hat derzeit eine Speicherkapazität von rund 10^11 Bits
    (entspricht ungefähr 16 Gigabytes).

    Die Dichte an Schaltelementen ist also heute schon
    bei den technischen Elementen um den Faktor 1000 höher
    als bei den biologischen Elementen.


    Das nächste wichtige Kriterium ist die Anzahl
    möglicher Verknüpfungen der Schaltelemente.

    Bei diesem Kriterium hat die biologische Variante
    mit rund 10^14 Synapsen derzeit noch deutlich die Nase vorn.

    Allerdings sind schon Chips mit künstlichen neuronalen Netzen
    in Entwicklung, die auch diesen Vorsprung schmelzen lassen.

    Es dürfte also nicht mehr gar so lang dauern,
    bis dieser Vorsprung eingeholt ist,
    vielleicht sogar weniger als ein Jahrzehnt.


    > Das musste auch einmal in aller Klarheit vermutet werden. <

     
  7. 5Zeichen

    5Zeichen Well-Known Member

    Registriert seit:
    20. Oktober 2010
    Beiträge:
    10.945
    Sehr richtig. Menschen, die den Robotern beim arbeiten zuschauen, müssen nämlich verhungern, denn es gilt das steinzeitliche ethische Gesetz: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."
    Dabei mögen Roboter unser Essen gar nicht und machen sich auch nichts aus Geld.
     
  8. lympho

    lympho Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    88
    Eben das Mittelalter abstellen und mit Robotik profitmaximierend anbieten.
    Arbeitgeber der Anbieter sind die immer alles bezahlenden Nachfrager.
    Das ist Marktwirtschaft, die beste Erfindung der Moderne.
    Anbieter sind immer auch Nachfrager.
    Je lukrativer angeboten wird, desto kaufkräftiger wird immer Anspruchsvolleres nachgefragt.

    Unser Essen besteht aus Molekülen, die sich biorobotisch synthetisieren lassen.
    Roboter benötigen Strom, den es von der Sonne unbegrenzt im All abschöpfbar gibt.
    Wir stecken leider noch tief im Mittelalter, was auch das globale Elend herstellt.
     
  9. hylozoik

    hylozoik Well-Known Member

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    cannonier gefällt das.
  10. vitella

    vitella Active Member

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    Beiträge:
    503
    irgendwie unheimlich, aber als er ihm das Paket weg schob und ihn umwarf hat er mir fast leid getan.
    ich kann mir vorstellen, dass die irgendwann in den Krieg ziehen, dann müssen wir uns mit nem Schraubenzieher schützen, oder so....
     

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