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Zeit

Richtig.

Dass die Zeit objektiv verginge, hat Einstein in seiner Theorie negiert, und Messungen bzw Beobachtungen geben seiner Theorie recht.
Die Begriffe Veränderung und Zeit, aber auch Konstanz und Zeit sind untrennbar miteinander verbunden. So wie die Begriffe Energie, abgeschlossenes System und der Energieerhaltungssatz.

Die Relativitätstheorie kennt keine Veränderung. Das Raumzeit-Kontinuum ist ein vierdimensionaler statischer Block in dem das Schicksal des Universums vom Urknall bis zu seinem Ende vorgegeben ist. Objektiv betrachtet gibt es in dieser Theorie auch keinen Unterschied zwischen Raum und Zeit. Der Eindruck,dass die Zeit vergeht, wird laut Experten des Faches durch unser Bewusstsein hervorgerufen, das fortlaufend dreidimensionale Schnitte durch die Raumzeit erzeugt. Auf diese Art leben wir (bewusst) in einer dreidimensionalen Wirklichkeit, die sich von Augenblick zu Augenblick verändert obwohl wir uns „in Wirklichkeit“ durch das Kontinuum bewegen und nur fälschlich glauben am selben Ort geblieben zu sein.

Man könnte diese schrägen Folgerungen auch als Science-Fiction betrachten, wäre da nicht der Umstand, dass die Meisten von uns sich fast jeden Tag von der Richtigkeit dieser Theorie überzeugen können. Die Erfinder des GPS-Systems lagen anfangs meilenweit von der tatsächlichen Position des Empfängers entfernt. Erst die relativistische Korrektur der Atomuhren in den Satelliten aufgrund der unterschiedlichen Gravitationsfelder ermöglichte eine genaue Positionsbestimmung und damit auch die Realisierung unserer Navis im Auto.

Aber zurück zu unserem Thema: Zeit ist Veränderung und Veränderung, zumindest was unser Bewusstsein betrifft, von Erinnerung abhängig. Wir erinnern uns an die Preise der Lebensmittel von gestern und stellen fest, dass die Inflation wieder zugeschlagen hat. Wir leben ständig in der Gegenwart, das Vergangene ist nicht mehr wirklich, das Zukünftige noch nicht. Wir erinnern uns stets „jetzt“. Rene Descartes, der durch fortgesetzten Zweifel schließlich der unbezweifelbaren Wahrheit auf die Spur kommen wollte, hat es pointiert auf den Punkt gebracht, er schreibt: „ich kann meiner Erinnerung nicht trauen, es könnte auch ein böser Geist mich vor einem Augenblick mit all meinen Erinnerungen erschaffen haben und ich würde es nicht einmal bemerken“. Wie könnten wir dieses Argument entkräften ?
 
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...hier ein schlechter bzw. ein "schlächter" Vergleich, denn Knochen sind zum abnagen da für jene, denen man "einfach so" einen Knochen da hinwirft.

So etwas nenne ich als Künstler der feinsinnigen Sprache ganz konkret Dadaismus.

Und selbst die von Ihnen kreativlos hier zum abknabbern hingeworfene Binsenwahrheit: "Zeit ist Veränderung" geht dabei nur dann nicht in die Binsen, wenn Veränderung (nahe zugleich) mit Verwandlung einhergeht.

Denn "wer mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit" und das Gehen verändert sich dabei überhaupt nicht selbst, sondern immer nur die Schrittfolgen.

Diese Schrittfolgen sind ganz streng in 3 + (3+1) = 7 getaktet, welche quantenlogisch sogar sinnvoll wie Siebenmeilenstiefeln anmuten.

Aber "Der gestiefelte Kater" ist für Sie ohnehin nur ein Märchen und mit Märchenerzählern wollen Sie nichts zu tun haben. Schon klar.

Sie tun mir leid, denn an Ihnen ist eine "ganze Kindheit" verloren gegangen und in Wirklichkeit jammern Sie ständig hier im Forum einer sprachlich offenbar gut versteckten "Frenilen Starkariere" nach, was auch immer Sie darunter subsummieren wollen!

Jetzt habe ich Ihnen aber einen kleinen, aber auch sehr großen Knochen ins SEIN hineingeworfen und komme mir da so aberwitzig vor wie im Gewand von Heidegger sich derselbige erlaubte, zu seiner Zeit über SEIN und ZEIT herzufallen...... Ist doch wahr!

Bernies Sage (Bernhard Layer)

Ich muss Dir nicht leid tun. Mir aber tut es leid, sollte ich Dich beleidigt haben und ich möchte mich in diesem Fall in aller Form bei Dir entschuldigen.

Deine Wort-Schöpfungen und impliziten Anspielungen gefallen mir sehr gut, Poesie auf hohem Niveau.

Was allerdings soll ich damit anfangen,wenn ich eine Diskussion über die Rätselhaftigkeit der Zeit führen will ? Ein Titel von Heideggers Werk reicht dafür nicht aus, da müssten wir schon über den Unterschied von „Sein“ und „Seiendem“ reden und was das Alles mit der Zeit zu tun hat.
 
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Die Relativitätstheorie kennt keine Veränderung. Das Raumzeit-Kontinuum ist ein vierdimensionaler statischer Block in dem das Schicksal des Universums vom Urknall bis zu seinem Ende vorgegeben ist.
Pardon? Statisch? Die Relativitätstheorie revolutionierte die Physik doch gerade damit, dass sie mit jener Vorstellung, dass Raum und Zeit statische und unbeeinflussbare Bühnen des Weltgeschehens wären, aufgeräumt hatte.
Objektiv betrachtet gibt es in dieser Theorie auch keinen Unterschied zwischen Raum und Zeit.
Das ist unrichtig. Sie erkannte Raum und Zeit als Teile der Raumzeit. Aber dass es keinen Unterschied zwischen Raum und Zeit gäbe, hat sie nie behauptet. Ähnlich wie man Kopf und Schwanz als Teile des Hundes erkannte. Das heißt aber nicht, dass es keinen Unterschied zwischen Kopf und Schwanz geben würde.
Der Eindruck,dass die Zeit vergeht, wird laut Experten des Faches durch unser Bewusstsein hervorgerufen, das fortlaufend dreidimensionale Schnitte durch die Raumzeit erzeugt. Auf diese Art leben wir (bewusst) in einer dreidimensionalen Wirklichkeit, die sich von Augenblick zu Augenblick verändert obwohl wir uns „in Wirklichkeit“ durch das Kontinuum bewegen und nur fälschlich glauben am selben Ort geblieben zu sein.
In einer dreidimensionalen Räumlichkeit, die sich empirisch durch die vierte Dimension, die Zeit, bewegt.
Der selbe Ort ist dabei eine Illusion bzw eine Folge der subjektiven Wahrnehmung. Auch wenn ich vor 5 Minuten am selben Sessel gesessen habe, dann bin ich am selben Ort nur bezogen auf meine unmittelbare Umgebung. Der Sessel aber hat sich wie der Rest der Erde dabei rund um die Sonne bewegt, und die Sonne selbst in der Galaxis, und die Galaxis insgesamt steht auch nicht still. So viel zum "selben Ort". Einstein hat auch gezeigt, dass es überhaupt keinen objektiven "selben Ort" zu verschiedenen Zeiten gibt. Raum und Zeit sind relativ, es gibt keine allumfassenden, objektiven Bezugspunkt. Daher auch die Bezeichnung RELATIVITÄTStheorie.
Man könnte diese schrägen Folgerungen auch als Science-Fiction betrachten, wäre da nicht der Umstand, dass die Meisten von uns sich fast jeden Tag von der Richtigkeit dieser Theorie überzeugen können. Die Erfinder des GPS-Systems lagen anfangs meilenweit von der tatsächlichen Position des Empfängers entfernt. Erst die relativistische Korrektur der Atomuhren in den Satelliten aufgrund der unterschiedlichen Gravitationsfelder ermöglichte eine genaue Positionsbestimmung und damit auch die Realisierung unserer Navis im Auto.
Dass diese Korrekturen durchgeführt worden sind, ist richtig - und die Korrektur umfasst beide Aspekte der Relativitätstheorie, sowohl der speziellen, die den langsameren Zeitablauf auf Grund der Geschwindigkeit der Satelliten berücksichtigt sowie den Aspekt der allgemeinen Relativitätstheorie, der den von dir erwähnten Einfluss der geringeren Gravitation im Orbit berücksichtigt, die die Uhren der Satelliten schneller laufen lässt. Wann diese Korrekturen vorgenommen worden sind, weiß ich jetzt aber nicht - würde mich aber wundern, wenn diese erst nachträglich statt gefunden hätten, da die Relativitätstheorie ja schon geraume Zeit vor jeglicher Raumfahrt bekannt war. Aber wie gesagt, ich weiß es nicht.
Aber zurück zu unserem Thema: Zeit ist Veränderung und Veränderung, zumindest was unser Bewusstsein betrifft, von Erinnerung abhängig. Wir erinnern uns an die Preise der Lebensmittel von gestern und stellen fest, dass die Inflation wieder zugeschlagen hat. Wir leben ständig in der Gegenwart, das Vergangene ist nicht mehr wirklich, das Zukünftige noch nicht. Wir erinnern uns stets „jetzt“. Rene Descartes, der durch fortgesetzten Zweifel schließlich der unbezweifelbaren Wahrheit auf die Spur kommen wollte, hat es pointiert auf den Punkt gebracht, er schreibt: „ich kann meiner Erinnerung nicht trauen, es könnte auch ein böser Geist mich vor einem Augenblick mit all meinen Erinnerungen erschaffen haben und ich würde es nicht einmal bemerken“. Wie könnten wir dieses Argument entkräften ?
Das kann man nicht entkräften, und diesen Gedanken findet man in mehrerlei Formulierungen, siehe auch https://www.philoclopedia.de/2014/04/03/zitat-quitzlipochtli/

Der Punkt aber ist, dass die Aussage, unsere Realität wäre ein Spaß des bösen Geistes -man sieht es auch an der Unüberprüfbarkeit- keine praktische Relevanz hätte. Was würde sich tatsächlich daran ändern ? Was solle man auf Grund dessen tun und was nun unterlassen ?
Insofern reine geistige Onanie.
 
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