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Süßer Nektar

AW: Süßer Nektar

Céline schrieb:
Ich hätte in diesem Zusammenhang eine Frage:
Sieht der Patient in D überhaupt die Arzt-, Spital-, Medis-...rechnungen oder werden die Kosten direkt mit der Versicherung abgerechnet?

Nur auf diesen Aspekt, also nicht zum gesammten Thema, hier für dich Céline die Antwort:

Als Kassenpatien (also Versicherter in einer gesetzlichen Krankenkasse), rechnen sowohl die Ärzte als auch die Krankenhäuser direkt mit den Versicherungen ab. Du bekommst nichteinmal einen Durchschlag der Abrechnung.

Als Privatversicherter bekommt der Patient die Abrechnungen, sowohl die der Ärzte als auch die des Krankenhauses, der Patient leitet sie weiter an seine private Versicherung. Da bekommst du aber oft keinen Durchschlag, sondern eher einen Schlag.
Nicht nur, dass in vielen Fällen sehr phantasiereich abgerechnet wird, es besteht für die Privatversicherten ein anderer großer Nachteil: er wird länger im Krankenhaus behalten als ein gesetzlich Versicherter. Ausserdem muß man höllisch aufpassen was einem alles an Untersuchungen aufgebrummt wird - manchmal unnötigerweise.
Fazit: das ganze Abrechnungssystem ist reformbedürftig - aber die heiligen Küche unseres Gesundheitssystem haben meines Erachtens nicht zu befürchten, dass sich an ihr Recht etwas ändern wird.
 
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AW: Süßer Nektar

Danke Miriam, so ungefähr dachte ich es mir. Der Patient weiss also meist nicht mal, was er kostet und wüsste/weiss er das, würde er sich eh nicht wehren, weil er sich nicht traut. Das ist doch aber der Ursprung der Kostenexplosion.
Würde man schon direkt beim Spezialisten verlangen, nicht nochmals "den Fuss" röntgen zu lassen, wenn bereits Bilder beim Hausarzt gemacht wurden...würde man sich nicht nochmals eine elastische Binde verschreiben lassen, wenn man zu Hause bereits einen Karton voll davon hat... und würde man der KK sagen, dass auf der Rechnung Positionen berechnet wurden, die dort nichts zu suchen haben, damit sie beim Spital intervenieren kann...könnte eine Unmenge Geld eingespart werden. Dazu müsste sich der Patient informieren, am besten bevor er Patient wird, denn oft fehlt dann auch die Kraft dazu.
Die Konsequenz wäre aber vielleicht, dass etliche Spitäler oder auch Arztpraxen schliessen müssten, weil sie nicht mehr rentabel wären und der Patient nicht mehr "um die Ecke" behandelt werden könnte, was bei ihm wieder zum Protest führte...
Ich kritisiere das System auch, aber es ist schon wichtig, dass man bei sich beginnt und schaut, was kann ich beitragen, mindestens bei den kleinen Wehwehchen. Aber ich will kein Wort zum Sonntag schreiben *loool*.

Als Privatpatientin weiss ich z.B., was nur die Geburten kosteten. Die Zwillinge, die noch gar keine Prämie bezahlten, waren extrem kostspielig, weil sie fast noch einen Monat nach der Geburt im Spital betreut werden mussten. Man hätte sie sogar noch gern länger behalten wollen, aber wir waren uns sicher, es zu schaffen, auch wenn es nicht ganz so einfach war. Sie waren gesund(!), nur eben anfangs noch nicht so bereit zu atmen und zu essen wie es sich gehört. Ich war ebenfalls gesund, aber das Spital wollte auch mich länger behalten. "Mindestens noch über das Wochenende", sagte damals der Chefarzt. "Ja, wahrscheinlich!" war mein Kommentar dazu. Ausgerechnet über das Wochenende, an den Wochenenden passiert doch im Spital überhaupt nichts, keine Untersuchungen, keine Behandlungen, keine Therapien, nur Notfalldienst. Man kassiert nur die Tagespauschale (und die war mit einem Hotelzimmer mit VP der Luxusklasse vergleichbar, nur das Essen und die Getränke nicht *lol*). (Leere Betten belasten die Krankenhäuser extrem.) Also entliess ich mich bereits am Freitag morgen. Es war natürlich in meinem Interesse, aber es sparte der Versicherung einen 4-stelligen Betrag. Und es war für mich doch wesentlich umständlicher und zeitraubender nach Hause zu gehen und täglich wieder in die Klinik zu fahren als dort auf Kosten der Versicherung zu bleiben. Die Klinik hätte das bestimmt noch eine ganze Weile "begründen" können. Wenn ich die Kosten der zwei Geburten zusammenzähle, jammere ich über die Prämien nicht, denn sie kosteten mehrere Jahresprämien. Unsere Medizin ist zu teuer, dort muss man wohl ansetzen. Die Frage ist, ob wir es wohl überhaupt wollen. Aber muss beinahe jedes Krankenhaus alle Anwendungen anbieten? So brutal das für schwer Kranke ist, will man wirklich die Kosten senken, werden wir uns davon verabschieden müssen.
Und Miriam, ich hab sehr wohl das Gefühl, es gehört zum Thema und zum "akademischen Schlaf", also mach dir nur keine Sorgen :) .
 
Leckerlis auch für Ärzte

Unsere Medizin ist zu teuer, dort muss man wohl ansetzen. Die Frage ist, ob wir es wohl überhaupt wollen. Aber muss beinahe jedes Krankenhaus alle Anwendungen anbieten? So brutal das für schwer Kranke ist, will man wirklich die Kosten senken, werden wir uns davon verabschieden müssen.

Bin weder Akademiker noch unausgeschlafen, wollte aber das Thema noch einmal umoperieren, indem ich an die Ärzte denke.
Warum wird man Arzt? Warum entscheidet man sich dazu, in Ohren, Mägen, Anni *g*, Herzen usw. rumzufummeln, das macht doch den wenigsten von Natur aus Spaß?!
Nun ja. Wegen den Leckerlis, dem guten EInnahmemöglichkeiten, oder nicht? Ein Gesundheitssystem, bei dem Ärzten Durchschnittslohn gezahlt wird, ist kaum vorstellbar und wer wäre da so vermessen, die Moralkeule zu schwingen und zu behaupten, das müsse alles aus schönem Idealismus funktionieren.
Doch geht man an die Einnahmen der Ärzte ran, wird es für das System prekär, im Krankenhaus arbeiten viele Ärzte schon seit Jahren über das Zumutbare hinaus, der Streit um die 24-Stunden-Dienste zeigte, dass hier eine korrekte Handhabe kaum zu finanzieren ist. Und in D drohen jetzt schon angeblich bestimmten Regionen die UNterversorgung.
Die Ärzte verteidigen sich und um Geld reinzubringen, wenden sie sicher manchmal unredliche Methoden an, wobei ich gar nicht weiß, ob sie vom Verschreiben unnötiger Medikamente direkt ;) profitieren, oder von überlangen Bettzeiten.
Wie dem auch sei, das Gesundheitssystem - oder sollte ich Krankheitssystem sagen - ist vom Thema Geld extrem durchsetzt, weil eben sich niemand gerne mit Krankheit beschäftigt. Das Geld organisiert, motiviert und strukturiert ein System, von dem alle abhängen und über das alle jammern.
Das Gefühl für Solidarität allein kann scheinbar nicht reichen, um die Krankheitsversorgung zu sichern, obwohl ich mir manchmal schon wünschte, dass klar wird, dass im Endeffekt alle in einem Boot sitzen, gerade bei diesem Thema.
 
AW: Süßer Nektar

Robin, ich habe es vielleicht nicht klar rübergebracht. Obwohl mein Verhältnis zu den Aerzten eher als gestört betrachtet werden kann *lol*, wollte ich sie (und schon gar nicht die deutschen, die ich nicht kenne) anschwärzen. Es ging mir primär um die Krankenhäuser als solches. Das sind heute meist riesige Verwaltungsapparate, die vordergründig Geld erwirtschaften wollen, sollen, müssen, also wollen sie auch entsprechend wachsen, die beste, neueste und teuerste Medizin anbieten, um einerseits Patienten und andererseits wieder Kapazitäten unter den Aerzten anzulocken. Die Aerzte darin sind auch nur Angestellte und von diesem System abhängig (abgesehen von den Privatärzten, die nur kommen, um zu operieren, ihre Patienten zu besuchen und ihnen dann gesondert die Rechnung zu präsentieren). Am schlimmsten dran sind die Assistenzärzte. Oft werden sie sogar schlechter bezahlt als die Arztsekretärinnen, die noch dazu geregelte Arbeitszeiten haben. In der Verwaltung dieser Riesen so was wie Solidarität oder andere edle Motive zu suchen, dürfte nicht ganz einfach sein *lol*. Das ist Privatwirtschft pur, da sind auch die Universitätskliniken nicht besser. Da wird der schöne Idealismus, der den jungen Arzt vielleicht noch ziert, sehr bald zerstört. Dem verüble ich nicht, dass er sich bemühen wird, so bald wie möglich, eine eigene Praxis zu eröffnen, in der er dann nur noch für sich wirtschaften kann. Und dann kommt es sicher darauf an, wie sehr er schon vom System verdorben ist oder wieviel seines ursprünglichen Idealismus noch geblieben ist. Aber auch der grösste Idealist will nicht nur heilen, sondern auch noch dabei was verdienen, das ist logisch und auch vollkommen o.k., wollen wir doch alle auch.

Wie bei sehr vielen anderen Fragen sollte ich wahrscheinlich lieber schweigen, wenn ich das D-System nicht oder nur absolut ungenügend kenne. Tschuldigung.
 
AW: Süßer Nektar

Robin, ich habe es vielleicht nicht klar rübergebracht. Obwohl mein Verhältnis zu den Aerzten eher als gestört betrachtet werden kann *lol*, wollte ich sie (und schon gar nicht die deutschen, die ich nicht kenne) anschwärzen.
Und ich wollte nicht, dass du denkst, dass ich dachte, dass du das wolltest :D

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Wie bei sehr vielen anderen Fragen sollte ich wahrscheinlich lieber schweigen, wenn ich das D-System nicht oder nur absolut ungenügend kenne. Tschuldigung.[/QUOTE]
Ach, Papperla- äh Quatsch mit Soßé, man kann das Thema auch ganz allgemein befaseln. Und das Paradox scheint doch darin zu liegen, dass Gesundheit quasi als ein ideeles Gut angesehen wird (sonst könnte man es sich ja nicht andauernd wünschen, ohne neidisch zu werden ;) ), es aber beständig über Geld geregelt wird und geregelt werden muss. Life can be so simple!
Jetzt wissen wir zwar immer noch nicht, was Bernd uns genau sagen wollte, aber es kann ja trotzdem große Kunst gewesen sein.
In diesem Sinne: Gesundheit!

Hatschi-Halef ben Robin
 
AW: Süßer Nektar

Ich glaube fast, ich habe Bernd verstanden!!!

Ihm geht es offensichtlich weniger um den wirtschaftlichen Aspekt, als um den psychologischen.
Ihn scheint zu stören, dass inzwschen auch die "Leckerlis" im Gesundheitswesen Einzug gehalten haben (Bonus der Kassen). Dass wir, nur um in den Genuss der versprochenen Euro zu kommen, auf liebgewordene Hobbys wie Bunjee Jumping, Free climbing oder Apnoe Tauchen verzichten und uns stattdessen impfen lassen, regelmäßig zu Gesundheitschecks und Untersuchungen gehen und uns in Fitness-Studios quälen.

Ist es nicht so, dass wir eben solche "Leckerlis" in Form von Barem brauchen, um etwas für die Gesundheit oder Fitness zu tun?
Okay, wenn diese "Leckerlis" dazu beitragen sollten, dass sich die Volksgesundheit (ich hasse dieses Wort) verbessert und man am Endes des Jahres ein paar Euro bekommt, hat es sich doch gelohnt, oder?

Besser diese Boni auszusetzen, als Kopfgeld auf jeden Raucher.

Im zahnmedizinischen Bereich wird es doch schon seit Längerem so gehandhabt. Wer jedes halbe Jahr zur Vorsorge geht, sich das bescheinigen lässt, kann später mit einem höheren Kassenanteil beim Zahnersatz oder Spezialbehandlungen rechnen, als der, der nur dann zum Zahnarzt geht, wenn er den Mund schon voller Ruinen und schwarzer Stummel hat. Dass der Kassenanteil selbst dann noch zu niedrig ist, muss gar nicht erst erwähnt werden.
Rhona

(Oje,oje, ich befürchte schon, dass Bernd wieder schlecht wird, wenn er meinen Beitrag liest, denn er und ich, so hat er es erkannt, passen nun wirklich nicht zusammen. :schnt: )
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Süßer Nektar

Ist es nicht so, dass wir eben solche "Leckerlis" in Form von Barem brauchen, um etwas für die Gesundheit oder Fitness zu tun?
Okay, wenn diese "Leckerlis" dazu beitragen sollten, dass sich die Volksgesundheit (ich hasse dieses Wort) verbessert und man am Endes des Jahres ein paar Euro bekommt, hat es sich doch gelohnt, oder?

Besser diese Boni auszusetzen, als Kopfgeld auf jeden Raucher.

Im zahnmedizinischen Bereich wird es doch schon seit Längerem so gehandhabt. Wer jedes halbe Jahr zur Vorsorge geht, sich das bescheinigen lässt, kann später mit einem höheren Kassenanteil beim Zahnersatz oder Spezialbehandlungen rechnen, als der, der nur dann zum Zahnarzt geht, wenn er den Mund schon voller Ruinen und schwarzer Stummel hat. Dass der Kassenanteil selbst dann noch zu niedrig ist, muss gar nicht erst erwähnt werden.

Genau, Rhona. Das Bonus-Malus-System ist ja überhaupt nichts Neues. Ich habe auch nichts dagegen, dass ich unfallfrei fahre und dafür nur noch einen wesentlich kleineren Teil der Jahresprämie zu bezahlen habe, auch wenn diese dann und wann erhöht wird. Dass sie erhöht wird, ärgert mich zwar, aber wenn ich die Unfallstatistiken sehe, ist es wieder logisch.

Apropos obligatorische Arztuntersuchungen: Der Abschluss oder Erhöhung einer Lebensversicherung ist ohne eine solche meist/oder überhaupt(?) gar nicht möglich. Der Abschluss einer Zahnpflegeversicherung nur mit gesundem oder saniertem Gebiss möglich. Na und? Wäre ich Versicherungsträger, würde ich das Risiko auch zu mindern versuchen. Das Haus kann ich auch nicht versichern lassen, erst wenn der Dachstuhl brennt.

Ob man das psychologisch angehen kann... man kann alles, aber macht das auch Sinn?
 
AW: Süßer Nektar

von Celine:
Apropos obligatorische Arztuntersuchungen: Der Abschluss oder Erhöhung einer Lebensversicherung ist ohne eine solche meist/oder überhaupt(?) gar nicht möglich.
Wozu brauchst du eine Lebensversicherung. Dein Leben ist damit nicht versichert, nur dein Tod. Und das nichteinmal zu deinen Gunsten.

von Rhona:
Ist es nicht so, dass wir eben solche "Leckerlis" in Form von Barem brauchen, um etwas für die Gesundheit oder Fitness zu tun?
Mit der selben Logik würde ein Mensch nur lernen, wenn er lernen muss oder ein Anreiz dabei ist. Er lernt damit jedoch nicht, er kopiert. Die Lehrerverband rätselt immernoch, wie dieser Satz Richtigerweise auszulegen sei.

Ihn scheint zu stören, dass inzwschen auch die "Leckerlis" im Gesundheitswesen Einzug gehalten haben (Bonus der Kassen).
Stören tut mich eher, dass es die Menschen normal finden. Wahrscheinlich reden sie dabei auch noch von freiem Willen.

Der Anteil an der Zahnersatzzuzahlung ist so verschwindend gering, dass die steigenden „Kosten“, also die Argumente für die Preise das um mehrere Male aufbrauchen werden. Du müsstest also konsequenter Weise auch noch eine Preissteigerungsversicherung abschließen.

Ich finde zweckmäßig, dass die Menschen sich gut versichern. Man kann prima an ihnen verdienen. Was verkauft besser als Angst...allenfalls noch Angst vorm Alleinsein und Sex.

Oje,oje, ich befürchte schon, dass Bernd wieder schlecht wird, wenn er meinen Beitrag liest, denn er und ich, so hat er es erkannt, passen nun wirklich nicht zusammen.

Hmmm, sagen wirs so...ein Liebespaar werden wir so schnell nicht, allenfalls ein Ehepaar.

Bernd
 
AW: Süßer Nektar

Wozu brauchst du eine Lebensversicherung. Dein Leben ist damit nicht versichert, nur dein Tod. Und das nichteinmal zu deinen Gunsten.
Bernd

Du hast doch sicher schon mal davon gehört, dass Lebensversicherungen nicht einzig zum dem Zweck abgeschlossen werden, um die Erben damit glücklich zu machen, oder??
Dass sie für die Meisten zur zusätzlichen Altersversorgung dienen, mit der sie sich eine finanzielle Absicherung für später zusammensparen, weißt du doch, oder? Natürlich profitiert bei unserem vorzeigen Tod die Familie davon, aber das ist doch völlig in Ordnung!

Was dein Kommentar zum Anreiz des Lernens soll, hab ich nicht verstanden.

Für mich besteht der Anreiz des Lernens darin, dass ich als Leckerli einen sehr guten Schulabschluss habe und mir aufgrunddessen jedes Studienfach aussuchen kann. Kann also später einmal den Beruf ausüben, der mir gefällt, und muss nicht, wie so viele Andere, einer Arbeit nachgehen, die mir keinen Spaß macht, keine Perspektiven bietet und das nur, weil ich das "Leckerli" am Ende jedes Schuljahres oder Gesamtschulzeit nicht sah, oder evtl. als nicht reizvoll genug empfand.
Und somit bin ich mal wieder total vom eigentlichen Thema abgekommen....:reden:

Man sollte nicht, so wie du es tust, ständig darüber jammern, dass der Mensch kaum mehr eigenen Willen entwickeln darf, reglementiert, kontrolliert und geködert wird, wenn man ansonsten gerne das Angenehme, das eben diese "reglementierende, kontrollierende und ködernde" Gesellschaft uns trotz allem bietet, nur zu gerne in Anspruch nimmt und jede Möglichkeit, pers. Nutzen aus ihr zu ziehen, voll ausschöpft.

Aber Bernd, ich würde doch nie jemanden heiraten, den ich nicht liebe!!!! :kuss1:

Sorry, dass ich auf deine Argumente ohne Zitierfunktion geantwortet habe, aber irgendwie klappt das heute nicht, oder ich bin einfach zu doof dazu, nicht wahr, Bernd???

Rhona
 
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AW: Süßer Nektar

von Rhona:
Du hast doch sicher schon mal davon gehört, dass Lebensversicherungen nicht einzig zum dem Zweck abgeschlossen werden, um die Erben damit glücklich zu machen, oder??

Dass sie für die Meisten zur zusätzlichen Altersversorgung dienen, mit der sie sich eine finanzielle Absicherung für später zusammensparen, weißt du doch, oder?


Wen sie glücklich machen?
Die Versicherung, wegen dem Überschuss?
Den Insolvenzverwalter und die Gläubiger, bei Auflösung der LV im Insolvezfall oder den Staat, bei Verkauf der LV, zwecks Abwendung des Leistungsbezuges, sprich Abwendung der Auszahlung von Sozi im Armutsfall? Oder den Ehepartner bei Scheidung oder oder oder. Dass du vielleicht auch etwas davon hast, bezieht sich nur auf EINE der Varianten und dann auch nur auf die früher so bezeichnete Kapitallebensversicherung. Sicher ist nur, dass du zahlst. Bei der Risikolebensversicherung zahlst du ein und bekommst nichts. Aber du hast weniger Angst vor deinem Leben. *lächel *

Für mich besteht der Anreiz des Lernens darin, dass ich als Leckerli einen sehr guten Schulabschluss habe und mir aufgrunddessen jedes Studienfach aussuchen kann. Kann also später einmal den Beruf ausüben, der mir gefällt, und muss nicht, wie so viele Andere, einer Arbeit nachgehen, die mir keinen Spaß macht, keine Perspektiven bietet und das nur, weil ich das "Leckerli" am Ende jedes Schuljahres oder Gesamtschulzeit nicht sah, oder evtl. als nicht reizvoll genug empfand.

Genau das meine ich. Du bist frei, wenn du dem Versprechen glaubst und dich darin aufgehoben fühlst. Es ist Denken.

Man sollte nicht, so wie du es tust, ständig darüber jammern, dass der Mensch kaum mehr eigenen Willen entwickeln darf, reglementiert, kontrolliert und geködert wird, wenn man ansonsten gerne das Angenehme, das eben diese "reglementierende, kontrollierende und ködernde" Gesellschaft uns trotz allem bietet, nur zu gerne in Anspruch nimmt und jede Möglichkeit, pers. Nutzen aus ihr zu ziehen, voll ausschöpft.

Ich mag Kasperletheater. Aber die Handlungen der Puppen und deren Stimmen stammen nüch aus dem Inneren der Puppen, sondern aus dem der Puppenspieler.

aber irgendwie klappt das heute nicht, oder ich bin einfach zu doof dazu, nicht wahr, Bernd???
Nein, du bist ganz normal.

Liebe Grüße
Bernd
 
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