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Lösung für das Sisyphos Problem

Dieses Thema im Forum "Philosophie Allgemein" wurde erstellt von kannimo, 7. Juni 2018.

  1. kannimo

    kannimo New Member

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    7. Juni 2018
    Beiträge:
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    Hallo,

    habt ihr mal darüber nachgedacht, wie Sisyphos aus seinem Dilemma entkommen könnte, ohne dabei die Regeln zu brechen? Ich hätte hier eine ziemlich naheliegende Antwort:

    Jedes Mal, wenn er ganz oben ankommt und der Stein schon wieder am runterrollen ist, nimmt er ein paar Felsbrocken vom Gipfel mit runter und legt sie ganz unten an die Stelle, wo der Stein hingerollt ist.

    Irgendwann dann ist der Berg eingeebnet und der Stein liegt immer oben.

    -_-

    Hier gelesen: https://www.amazon.de/Die-Philosophie-rekursiven-Denkens-postmodernen-ebook/dp/B07DC1R1ZX/

    Was haltet ihr davon?
     
  2. Nyan Cat

    Nyan Cat Well-Known Member

    Registriert seit:
    14. September 2012
    Beiträge:
    8.013
    Der Stein wird sich sowieso abnutzen und ist irgendwann ganz verschwunden. :)
     
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  3. kannimo

    kannimo New Member

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    Na, das wäre ja noch schlimmer. Dann wären nämlich Teile des Steins auf dem Weg nach oben zerstreut und er müsste die Einzelteile bzw. Körner alle aufsammeln und nach oben schleppen. Die Aufgabe würde sich potenzieren.

    Was ich mich frage ist, warum es keine philosophischen Ableitungen dazu gibt. Die Situation wird ja immer als ausweglos dargestellt und Camus interpretierte die Unausweichlichkeit der Lage als Zustand, in dem man letztlich trotzdem glücklich sein kann - bzw muss, da es ja keinen Ausweg gibt und daher keine Erlösung davon. Das Abtragen des Berges dagegen zeigt, dass es da eine ganz andere Dimension gibt, die völlig vernachlässigt wird, die aber durchaus potent ist in ihrer Interpretationskraft.
     
  4. Nyan Cat

    Nyan Cat Well-Known Member

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    Es gibt immer eine Option. Du kannst auch aus einem Raum ohne Türen und Fenster einfach hinausgehen, wenn du ein Wesen bist, das sich in einer 4. räumlichen Dimension bewegen kann.

    Es geht wohl mehr um menschliche Beschränktheit, also dass man gewisse Umstände akzeptieren muss, die man nicht ändern kann. Das heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem ein angenehmes Leben haben kann.
     
    Sysiphos und kannimo gefällt das.
  5. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

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  6. kannimo

    kannimo New Member

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    Wenn... was aber wenn nicht? Bleibt dann nur noch der Eskapismus?

    Was mir an der Lösung gefällt, ist dass sie keine der impliziten Regeln verletzt, sondern das Problem als Aufgabe versteht. Das vorgeblich angenehme Leben mit der Akzeptanz des Problems wird damit zur Ignoranz der veränderbaren Umstände - bzw. der Aufgabe, die es zu lösen gilt. Den Berg nicht abtragen ist in der Perspektive gleichzusetzen mit Prokrastination, da die Aufgabe nicht von selbst verschwindet.
     
  7. Nyan Cat

    Nyan Cat Well-Known Member

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    Nicht unbedingt. Du solltest parallel dazu immer nach einer Lösung des Problems suchen. Niemals aufgeben, aber sich trotzdem mit dem Problem arrangieren, so lange es besteht, halte ich für die beste Strategie.

    Oft wird nach Jahren erst eine Lösung gefunden, z.B. weil man sich erst entsprechende Fähigkeiten aneignen musste. :)
     
  8. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

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    19.054
    So sollte man nicht mit lehren Händen gehen,was Sisi....aber macht,oder war der Weg umsonst:schritt:
     
  9. Benjamin

    Benjamin Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.267
    Ort:
    Steiermark
    Was wenn der Berg aus reinem Granit besteht, und nicht abtragbar ist?
     
  10. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
    Beiträge:
    19.054
    Hierfür gibt es die idee des Werkzeuges,außerdem höhlt jeder Tropfen den Stein.
    Ob Sisyphos Zeitdruck hat,wäre dann wohl noch zu fragen:)
     
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