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Kant und Einstein und die Zeit

AntonAnthony

Member
Registriert
20. September 2012
Beiträge
113
Die Zeit als - bei Kant - reine Anschauungsform vs. die relative Zeit bei Einstein.

Sowohl Kant, als auch Einstein haben so scharfsinnige, epochale Überlegungen zum "Phänomen der Zeit" propositioniert, dass sie die Wissenschaft und Philosophie tiefschürfend und weitgreifend beeinflusst, dass sie damit jeweils einen neuen Abschnitt ihrer "Denkgebiete" eingeleitet haben.

Frage:
Wie sind beide Theorien noch miteinander vereinbar?

Sehr geneigt fühlte ich mich Kants Gedanken, als sie mir das erste Mal unterkamen, seine Ausführungen schienen (für mich) alle bis dahin so hartnäckigen Unklarheiten zu beseitigen und reinen Tisch zu machen.
Die Berechtigung und Bedeutung der (speziellen) Relativitätstheorie ist allerdings nicht mehr zu leugnen, abzuerkennen, von der Hand zu weisen.​
 
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AW: Kant und Einstein und die Zeit

....
Frage:
Wie sind beide Theorien noch miteinander vereinbar?

....


:ironie: "Schau'n mer mol!" ....:lachen::lachen::lachen:

Für die Klärung des Verhältnisses von Transzendentalphilosophie und Theoretischer Physik sind die :ironie: klugen Physiker auf www.quanten.de zuständig ....:lachen::lachen::lachen:

Von Carl Friedrich von WEIZSÄCKER ganz zu schweigen ....:lachen:
 
AW: Kant und Einstein und die Zeit

Sehr geneigt fühlte ich mich Kants Gedanken,
als sie mir das erste Mal unterkamen,
seine Ausführungen schienen (für mich) alle bis dahin so hartnäckigen Unklarheiten zu beseitigen und reinen Tisch zu machen.
Die Berechtigung und Bedeutung der (speziellen) Relativitätstheorie
ist allerdings nicht mehr zu leugnen, abzuerkennen, von der Hand zu weisen.

Thomas Bernhard,
stell Dir vor, Du hättest KANT noch nie gelesen
und würdest Dir Gedanken zur Zeit machen

1) Periode
periodische Wiederkehr der Jahreszeiten

2) Prozess
denn Prozesse schreiten mit der Zeit voran

3) Phase, Etappe, Marke ...
es gibt ein Hochziel

4) jetzt!
im JETZT kommen Dinge 'niemals, manchmal, immer' vor

5) in der Zwischenzeit
ist die Zeit abzählbar oder überabzählbar (transitiv)
das Inter-ESSE ist empirisch oder ideologisch

6) Zeitempfinden
das Innewerden betrifft die Erinnerung, die Dauer, den besonderen Moment,
dazu die lange oder kurze Weile
(auch die Frist ist mittel, kurz oder lang)

7) Zeitmessung
das Ergebnis hängt von der Geschwindigkeit und der Raumkrümmung ab

8) Augenblick
Mischung aus Wahrnehmung und
Ultrakurzzeit-, Kurzzeit-, Langzeit-Gedächtnis

9) vorher, nachher
(in der Antike: Prometheus, Epimetheus)

10) erstgeboren, zweitgeboren
(Zwitter, Zwilling, Erbe)

11) Typus
Prototyp (angeboren), Statist (ermittelt)

12) Anfang, Ende
(Wieder)Geburt, Tod

........

http://www.textlog.de/33295.html
wenn ich mir den Eintrag 'ZEIT' im Kant-Lexikon ansschaue,
dann ist der Text nahezu unverständlich
 
AW: Kant und Einstein und die Zeit

eine schwierige Frage! Ich gebe zu, dass meine Versuche, Kant diesbezüglich zu verstehen, fehlgeschlagen sind.
 
AW: Kant und Einstein und die Zeit

Ja, ein sehr schwieriger Kanttext.

In Summe würde ich Kant und Einstein hier so beschreiben:
Kant bearbeitet die Frage "Was ist Zeit ?", Einstein eher "Wie verhält sich Zeit ?".

lg,
Muzmuz
 
AW: Kant und Einstein und die Zeit

Ja, ein sehr schwieriger Kanttext.

In Summe würde ich Kant und Einstein hier so beschreiben:
Kant bearbeitet die Frage "Was ist Zeit ?", Einstein eher "Wie verhält sich Zeit ?".

lg,
Muzmuz

Und ich :ironie: würde gerne dazu noch Folgendes anmerken:
1. Meister KANT nähert sich dem Thema Zeit im 18. Jahrhundert im Kontext seiner kritischen Erkenntnistheorie (Transzendentalphilosophie)
2. Meister EINSTEIN nähert sich dem Thema Zeit im 20. Jahrhundert im Kontext seiner Theoretischen/mathematischen PHYSIK und bemerkt, dass seinen Relativitätstheorien (SRT und ART) etwas Wichtiges :ironie: durch die Lappen geht, wofür sein philosophischer Gesprächspartner, Rudolf CARNAP, aber leider zu "dumm" war ...:lachen:

Vgl. dazu ausführlich:

1. www.helmut-hille.de/carnap.html
2. Die philosophischen Reflexionen/Anmerkungen von Carl Friedrich von WEIZSÄCKER in: Zeit und Wissen, München-Wien 1992, S. 81 - 84.​
 
AW: Kant und Einstein und die Zeit

ich ergänze auch noch:

Zeit und Rhythmus

Zeit und Mythos

waren den Menschen der Antike wohlbekannt
 
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AW: Kant und Einstein und die Zeit

Und ich :ironie: würde gerne dazu noch Folgendes anmerken:
1. Meister KANT nähert sich dem Thema Zeit im 18. Jahrhundert im Kontext seiner kritischen Erkenntnistheorie (Transzendentalphilosophie)
2. Meister EINSTEIN nähert sich dem Thema Zeit im 20. Jahrhundert im Kontext seiner Theoretischen/mathematischen PHYSIK und bemerkt, dass seinen Relativitätstheorien (SRT und ART) etwas Wichtiges :ironie: durch die Lappen geht, wofür sein philosophischer Gesprächspartner, Rudolf CARNAP, aber leider zu "dumm" war ...:lachen:

Vgl. dazu ausführlich:

1. www.helmut-hille.de/carnap.html
2. Die philosophischen Reflexionen/Anmerkungen von Carl Friedrich von WEIZSÄCKER in: Zeit und Wissen, München-Wien 1992, S. 81 - 84.​

hilfreicher Hinweis, moebius. Es betrifft ja wieder einmal die Schnittfläche in uns, wo sich Körper und Geist in uns vereinen, das Leben an sich. Es ist also das selbe Dilemma, der Punkt, an dem SRT und QM nicht zusammen passen, bzw. noch nicht. Andererseits wird es dort aber auch bereits heller. Einstein hat offenbar nur die eine Seite beleuchtet und an der Lichtbarriere aufgehört. Er betrachtete sie als Obergrenze, als Skalenende der Zeitachse. Er wusste aber auch, dass es keine natürliche Gerade gibt. Stellen wir uns das Zeitspektrum als X-Achse nun nicht als Gerade vor, die niemals endet (weil unendlich), sondern als liegenden Kreis vor, so wird klar, dass sich die beiden Linien irgendwann, irgendwo im Hintergrund wieder treffen werden, am Ende von Zeit und Raum, bzw. im Nulldurchgang der kosmischen Grundschwingung. Physikalisch betrachtet, stellt somit die Lichtgeschwindigkeit eine natürliche Grenze in der Mitte dar, die von der einen Seite (Materie) nicht erreicht, bzw. überschritten werden kann, und ebenso wenig von der anderen (Geist), denn zur Beschleunigung von Masse auf LG wäre unendlich viel Energie vonnöten, und von oberhalb müssten die Teilchen der "dunklen Energie" unendlich langsam werden. Was physik-theoretisch nicht passt, funktioniert in uns Menschen aber gut, wie wir ja täglich feststellen können. In uns finden beide Welten zu einander. Und ein Bewusstsein, die Wahrnehmung des "Jetzt" gibt es auch. So schwierig ist es doch eigentlich gar nicht. Unsere Wahrnehmung ist, ja sie muss es, an die naturkonstantlichen Bedingungen angepasst. Genauer: den mechanischen Zeitkonstanten unseres Körpers und der Verarbeitungsgeschwindigkeit unserer CPU. All unsere Vorstellungen fußen auf eben diesen Erfahrungen. Wer schon außergewöhnliche Bewusstseinszustände erlebt hat, wie z.B. ich, der weiß, dass es noch andere Ebenen gibt, solche, die frei davon sind. Für mich ist es keine Frage, dass der Geist entweder mit Lichtgeschwindigkeit funktioniert, oder sogar zeitlos, bzw um Größenordnungen schneller.

Gegenwart verstehe ich als wahrgenommenen Istzustand in Summe, als ein emotionales Abbild von Befindlichkeit, frei von gedanklicher Anschauung. Als den momentanen Zustand, geprägt von Art und Quantität der vorherschenden Emotionen.
 
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