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Gesunde Ernährung, ein Glaube?

AW: Gesunde Ernährung, ein Glaube?

Hallo Sinus!

Ein toller, differenzierter Beitrag, der die Komplexität "Ernährung" auf den Punkt bringt.
Zur "kulturellen und logistischen" Prägung in bezug auf Nahrung kommt auch noch eine individuelle hinzu.
Die lässt den einen Menschen z.B. Milch sehr gut vertragen und verwerten, den anderen nicht. Lactoseintoleranz ist weiter verbreitet, als man denkt.
Deshalb sind Milch und Milchprodukte aber nicht generell zu verteufeln.

Die "natürliche" Wachsschicht auf Äpfeln ist mir auch neu!
Ich dachte immer, das kommt von der Chemie!

Wieder was dazu gelernt :zunge3: !

LG
Cosima :blume1:
 
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AW: Gesunde Ernährung, ein Glaube?

Hi,
bin im großen und ganzen mit dir einer Meinung...schiebe nur ein kleines "aber" hinterher...
Auch bei Tieren: Man liest immer wieder, dass Tiere in der Freiheit und in ihrem Heimatland das und das verzehren. Aber das kann man eben NICHT gleichsetzen mit der Situation, dass sie meist 1. in Gefangenschaft leben und 2. in einer ganz anderen Umebung, Kultur, etc.
Dabei spielen auch Stressfaktoren eine Rolle.

Der Stressfaktor spielt nicht nur eine Rolle, sondern womöglich die Hauptrolle.
Nehmen wir die Tiere in zoologischen Gärten, diese stehen i.d.R. alleine aufgrund ihrer Haltungsbedingungen unter Dauerstress.
Der Verdauungsapparat ist doch der gleiche, egal ob Natur oder Gefangenschaft, lediglich die Stressreaktionen verhindern eine gesunde Verdauung bzw. die ideale Verwertung der Nahrung.
Wenn ein natürliches Lebensmittel, einem Tier in Gefangenschaft Probleme bereitet (Durchfall etc) in der Natur aber nicht, dann muss der Mensch den künstlichen Lebensraum noch natürlicher gestalten und nicht die natürliche Nahrung durch Ersatznahrung austauschen.

Meine Hunde erhalten "natürliches Futter" nämlich zu 80% rohes Fleisch, Innereien und Knochen, von Rind, Geflügel und Wild...die kennen keine Unverträglichkeit und keinen Durchfall, sondern sind kerngesund.

Ich wage mich, in den Raum zu werfen, dass auch beim Menschen viele Unverträglichkeiten eher an den schlechten Rahmenbedingungen (Stress, falsche Zubereitung etc.) liegen und nicht am Nahrungsmittel selbst.
 
AW: Gesunde Ernährung, ein Glaube?

Dass Stress ungesund sei, verwendest du hier als Allgemeinerkenntnis. Im Thread über Stress als allgemeine Menschen belastende Größe wurde beherzt argumentiert, dass es sog. „positiven Stress“ gäbe und dieser nützlich sei, für die Gesundheit (mithin Arbeiter und Schüler antreibt, profitabler macht). Das Denken verwendet die Inhalte des Denkens so wie es die Absicht vorgibt. Scheint mir.

Meine Hunde erhalten "natürliches Futter" nämlich zu 80% rohes Fleisch, Innereien und Knochen, von Rind, Geflügel und Wild...die kennen keine Unverträglichkeit und keinen Durchfall, sondern sind kerngesund.

Hunde in Deutschland erhalten Hundeschule in kleinen Gruppen privat bezahlt (Privatschule)...und bekommen ausgewogene und best mögliche Ernährung. Kinder armer Eltern bekommen Industriefutter und Hauptschule.

Solange wir argumentieren und „denken“ können, brauchen wir nichts sehen und verändern.
Vielen Dank für diese Demonstration, liebe Salem.

Viele Grüße
Bernd
 
AW: Gesunde Ernährung, ein Glaube?

Hallo Sinus!

Ein toller, differenzierter Beitrag, der die Komplexität "Ernährung" auf den Punkt bringt.
Zur "kulturellen und logistischen" Prägung in bezug auf Nahrung kommt auch noch eine individuelle hinzu.
Die lässt den einen Menschen z.B. Milch sehr gut vertragen und verwerten, den anderen nicht. Lactoseintoleranz ist weiter verbreitet, als man denkt.
Deshalb sind Milch und Milchprodukte aber nicht generell zu verteufeln.

Die "natürliche" Wachsschicht auf Äpfeln ist mir auch neu!
Ich dachte immer, das kommt von der Chemie!

Wieder was dazu gelernt :zunge3: !

LG
Cosima :blume1:

Hallo Cosima,

Du hast mich zwar nicht angesprochen, aber ich möchte eines klarstellen. Lactoseintoleranz hat nichts mit vertragen zu tun. Lactoseintoleranz ist vollkommen natürlich bei Säugetieren.
Ob Säugetiere Lactaseenzyme, die im Dünndarm erzeugt werden und die zum aufspalten von Milch gebraucht werden, auch im Erwachsenenalter produzieren, hängt von der Klimazone ab in der sie leben.
Je wärmer, desto mehr Intolerante. In Äquatornähe liegt sie bei fast 100 %.
In Mitteleuropa waren es vor 20 Jahren "nur" 20 %. Mittlerweile sind wir bei fast 40%, Tendenz steigend.
Das liegt an der Klimaveränderung. Es gibt immer mehr Sonnentage und der Körper ist ganz einfach nicht mehr auf das Kalzium in der Milch angewiesen. Er holt es sich über das Vit D, welches durch die Sonne in Kalzium umgewandelt wird.
Was ich damit sagen will ist, daß Lactoseintoleranz nichts mit gesunder Ernährung zu tun hat.
Im Gegensatz zu Fructoseintoleranz, an der erschreckend viele Kinder leiden. Im wahrsten Sinne des Wortes und die lt. Meinung von Ärzten durch zuviel Zufuhr von Fructose ausgelöst wird.
"Die gesunde Süße aus Früchten" ist demzufolge ungesund.

Bei den Äpfeln, die im Supermarkt angeboten werden, ist die Wachsschicht in den meisten Fällen "chemisch". Sie werden zusätzlich gewachst, damit sie länger frisch bleiben.

lg.eule
 
AW: Gesunde Ernährung, ein Glaube?

Was ich damit sagen will ist, daß Lactoseintoleranz nichts mit gesunder Ernährung zu tun hat.
Das habe ich auch nicht gemeint, liebe Eule!
Ich wollte damit deutlich machen, dass sich Ernährung ganz unterschiedlich auswirken kann. Lactoseintoleranz nannte ich als Beispiel.
In diesem Fall ist das "gesunde Glas Milch" eben nicht gesund.
Dazu kommen noch Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel, die viele Menschen plagen.
Schon deshalb ist die "gesunde Ernährung" ein weites Feld.
Die Ursachen von Intoleranzen und Allergien sind nochmal ein Kapitel für sich.

LG
Cosima :blume1:
 
AW: Gesunde Ernährung, ein Glaube?

Die Ursachen von Intoleranzen und Allergien sind nochmal ein Kapitel für sich.
Schon vor mehr als 5 Jahren wollte ich wegen eines Hautausschlages einen Allergietest machen. Die - renommierte - Hautärztin sagte mir (damals), es gäbe derzeit 2300 Allergien. Wir haben den Ausschlag dann intuitiv, aber dennoch erfolgreich in ein paar Wochen weggebracht.

Liebe Grüße

Zeili
 
AW: Gesunde Ernährung, ein Glaube?

Ich denke, dass es nicht DIE ultimative gesunde Ernährung gibt.
Der Menschliche Körper passt sich seiner Umgebung an und auch dem was er an Nahrung zugeführt bekommt. (Beispiele hierfür wurden ja schon aufgeführt) Natürlich kann hier und da mal eine Allergie, Mangelerscheinung auftreten. Aber insgesamt würde ich, mein subjektives Empfinden, sagen der Körper zieht sich aus dem was er zugeführt bekommt, die Stoffe die er braucht um zu funktionieren. Klar wenn ich mich sehr einseitig ernähre ist das nicht möglich.
Ich persönlich ess einfach was mich gerade anlacht und bin kerngesund damit.
Man muss eigentlich nur auf seinen Körper hören. Der sagt einem schon was er braucht, wenn er nicht schon zu sehr an Geschmacksverstärker gewöhnt ist, denn die tricksen den Körper aus.

gruß Munchkin
 
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AW: Gesunde Ernährung, ein Glaube?

Na ja,
ich glaube schon, dass wir mit unserer Nahrung auch jede Menge Ungutes aufnehmen, selbst mit biologisch einwandfreier, denn auch die wird vom allgemeinen Regen benetzt und vom Grundwasser gespeist, wenn auch im Idealfall nicht chemisch gedüngt.
Ich sage "Idealfall", weil ich dem ganzen Biokram misstraue.
Und selber anbauen kann und will ich meine Nahrung nicht.
Ein paar Grundregeln halte ich auf jeden Fall ein - zur Schadensbegrenzung.
Nicht zu viel Süßes, weißes Mehl und weißen Zucker, viel Gemüse und Obst.
Außer Kaffee und Wein in Maßen keine weiteren Genussmittel, und ich rauche nicht.
Zum Glück bin ich auch kerngesund!
Trotzdem beschleicht mich auch ab und zu ein Unbehagen, wenn ich z.B. lese, bei einer Überprüfung der Supermärkte hätte man bei 95 Prozent der Salatköpfe - auch denen, die mit "Bio" ausgezeichnet waren, festgestellt, dass sie sehr hoch mit Pestiziden belastet sind.
Dann weiß ich immer nicht, ob ich einfach zu naiv bzw. zu faul bin, weil ich nicht tiefer in die Materie einsteige oder ob es klug ist, dass ich es nicht tue.

Ich möchte dazu sagen, dass ich mich täglich mit der Ölziehkur entgifte.
Die ist zwar umstritten, aber ich fühle ich sehr gut dabei!
Wer sie nicht kennt, googele bitte, ich bin im Moment zu faul, die Methode hier vorzustellen!

LG
Cosima :blume1:
 
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