1. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Die Frage nach dem Ursprung

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Technik" wurde erstellt von sontyp, 1. September 2018.

  1. sontyp

    sontyp New Member

    Registriert seit:
    1. September 2018
    Beiträge:
    1
    Werbung:


    "Der Ursprung aller Materie ist der Raum!"
    "Dann ist der Ursprung allen Denkens die Sprache!"
    "Heureka!"

    Multiversum, Quantenmechanik, String-Theorie, Dunkle Materie. Die Suche nach der Logik im Chaos.

    Dunkle Materie ist eine schwer begreifbare Kraft, die wir trotzdem mathematisch erklären können obwohl wir uns nicht einmal sicher sind ob diese Kraft tatsächlich existiert. Es muss eine Kraft geben, aber ob diese auch unseren Vermutungen entspricht lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen. Auch die Quantenmechanik oder die String-Theorie sind hochkomplexe Erklärungen für physikalische Prozesse die der Wissenschaft Fragen aufgeben.

    Um die Versuche der Physik und der Mathematik eine "Weltformel" zu ergründen verstehen zu können muss man sich die Grundlagen dieser Wissenschaften vor Augen führen. Wissenschaft ist eine Kunst der Logik. Logik ist für die meisten Menschen die Fähigkeit aus Fakten Schlussfolgerungen zu ziehen, die den Tatsachen am ehesten entsprechen und möglichst objektive Lösungen für ein Problem bieten.

    Versucht man also mit diesem Ansatz zum Beispiel dem Urknall auf die Schliche zu kommen lassen sich Theorien aufstellen, die man dann versucht über Experimente zu belegen. Das beste Beispiel ist der Teilchenbeschleuniger CERN. Es zeigt sich also da gibt es eine bestimmte Vorgehensweise, die allgemein anerkannt wird - kurz gesagt: der man glauben schenken kann.

    Geht man also zum sogenannten Urknall zurück werden die physikalischen Gesetze scheinbar ausser Kraft gesetzt, es entstehen immer neue Theorien, die versuchen die vorangegangen Schlussfolgerungen neu zu interpretieren. Der Zeitpunkt Null lässt sich noch nicht rekonstruieren, trotz jahrelanger Bemühungen.
    Die Entropie des Universums ist ein Mysterium, lässt sich jedoch einfach ausdrücken: Alles strebt nach Chaos. Einer Zustandsänderung. Egal welcher.

    Für mich stellt sich hier die Frage ob der Zeitpunkt Null überhaupt mit der Sprache der Logik erklärbar ist. Eine unvorstellbare Kraft hat unser Universum geschaffen, das lässt sich aus den wilden Theorien der Physiker auf jeden Fall schlussfolgern. Es ist schwer sich vorzustellen, dass aus dem Nichts ein Universum entstehen kann. Aber dieses Nichts ist meiner Ansicht nach nur das Ende der Sprachmittel derer wir uns bedienen um diesen Vorgang zu beschreiben.

    Vielleicht hilft eine philosophische Betrachtung hier aus: Was war zuerst, das Huhn oder das Ei?

    Diese Frage lässt sich nicht abschließend klären, bzw man kann verschiedene Interpretationen dazu finden aber letzten Endes geht es um das Zerwürfnis der Antwortmöglichkeiten die sich gegenseitig bedingen. Das schafft eine endlose Argumentationskette: im Huhn entsteht das Ei und im Ei entsteht das Huhn.

    Ich denke diese Frage entbehrt sich eigentlich der Antwort, denn beides ist Leben. Und das Leben lässt sich nicht so einfach erklären.
    Ein Versuch ist es wert: das Leben ist.
    Diese drei Worte reichen schon aus, nur der Mensch fragt da nach wie es ist oder was es ist.

    Wir bedienen uns gerne der Bezeichnung Zufall für so manche Dinge, die uns im Leben passieren und erklären uns dann wie unwahrscheinlich es ist, dass dieses oder jenes mit dem ein oder anderen zusammenhängt. Wahrscheinlichkeitsrechnung ist ein mathematisches Prinzip, welches uns innewohnt, denn wenn wir in einer Situation Risikofaktoren abwägen müssen fragt sich unser Gehirn nach dem wahrscheinlich besten Ausweg und trifft eine Entscheidung nach den Gesetzen der Natur und der Physik.

    Nun kann man dies auf zwei Arten erklären: mit der Logik, also der Wahrscheinlichkeitsrechnung oder mit Emotionen, Intuition. Wir sagen dann so etwas wie "es war so ein Bauchgefühl". Oder aber: "das da in dem Moment ein Auto kommt hätt ich nicht gedacht".
    Je nachdem, welcher Typ Mensch man ist erklärt man sich die Welt auf unterschiedliche Art und Weise. Und genau eine solche Differenzierung wird auch den technischen Fortschritt unserer Zeit antreiben: das Individuum bietet haufenweise schöpferisches Potenzial welches durch die unflexiblen gesellschaftlichen Konstrukte unserer Zeit gebremst wird.

    Die Fragestellung um den Ursprung des Universums wird sich in den kommenden Jahren nicht beantworten lassen, einer Antwort werden wir erst näher kommen wenn die Grundsprachen der Logik und der Emotion in einem System der Harmonie miteinander kommunizieren.
    Derzeit arbeiten diese Grundsprachen gegeineinander und schaffen einen ewigen Widerspruch, der sich in unserer Gesellschaftsstruktur und unserem Alltag abbildet. Wir nehmen dies wahr indem wir z.B. erkennen: Auto fahren schädigt die Umwelt, trotzdem tun wir es ohne ein schlechtes Gewissen darüber zu haben.
    Solche Phänomene gibt es viele und sie sind meiner Meinung nach äquivalent zu einigen mathematischen Problemen der Physik.

    Die Unbekannten der Mathematik definieren einen Lösungsweg um ein Problem, wie Beispielsweise einen Widerspruch, zu lösen. Emotionen beeinflussen unser Denken und unser Denken beeinflusst die Emotionen, uns ist unbekannt was zuerst seinen Einfluss nahm. Um dieses ursprüngliche Problem zu lösen ist also die Fragestellung selbst entscheidend. In unserem Fall wäre dies also die Sprache mit der wir ja die Frage stellen.

    Programmiersprachen sind eine Adaption zu mathematischen Problemen. Die theoretische Grundlage bietet meist die Sprache der Mathematik, daraus ergeben sich weitere Zweige wie zum Beispiel die Physik, daraus wiederum vieles in der Chemie und so weiter.

    Der Binärcode ist die mächtigste Waffe derer sich Menschen bedienen können um herauszufinden woher wir kommen und wohin die Reise geht. Es ist die einfachste Sprache, die man sich vorstellen kann. Sie besteht aus einem Teil und einem anderen Teil. Aus einem einzigen Unterschied, der zwei Zustände beschreibt.
    Damit kann man alles beschreiben, denn letztlich besteht alles nur aus einem Teil.

    Durch diese grundlegende Sprache wäre es möglich den gesamten Geldfluss der Erde zu analysieren und so zu steuern, dass jeder Mensch auf dieser Welt jeden Tag den gleichen Betrag erhält. Dies lässt sich durch verschiedene technologische Ansätze bereits heute realisieren, das Problem ist nur dass dies keiner für möglich hält.

    Um zu verstehen wie das funktionieren könnte muss man sich vor Augen führen, dass unser Geldsystem eine ganz eigene Sprache spricht. Jenseits von Moral oder Ökologie. Sie folgt ganz einfachen Prinzipien und im Binärcode ausgedrückt würde sie am liebsten die ganze Zeit nur "1" sagen. Mehr zu mehr.
    Mehr nicht. Dieses einfache Grundprinzip könnte man, wenn die Banken und Staaten etc dies für sinnvoll erachten, leicht dezentralisiert lenken und über eine einfache Soll Definition den Fluss umleiten. Einfacher ausgedrückt würde man dem Geld sagen: 100% ist nicht das beste, sondern je nach Fall auch mal 1%.

    Wenn der Fall sich selbst definiert in einem global einheitlichen System und zwar darüber welchen Wert er im Bezug auf die Anzahl aller Fälle hat, so weiß jeder andere Fall welchen Wert er diesem Fall beimessen muss.

    Über die Blockchain-Technologie lassen sich solche Definitionen nachvollziehbar abbilden und speichern. Um ein Projekt mit dem Ziel der Gleichverteilung der Finanzmittel umzusetzen müsste zuerst die Gesellschaft umdenken. Denn es würde niemand sagen, dass es sich mit etwas mehr als 100€ am Tag nicht gut leben lässt.
    Aber dass man das gesamte Geld gleichmäßig verteilt, nein dass sei ein Ding der Unmöglichkeit.

    Wie heißt es doch so schön: Zeit ist Geld, vielleicht sollte man denen im CERN das mal sagen, dann können sie aufhören danach zu suchen. Aber das werden die wohl selbst dann nicht verstehen.
    Schließlich ist der Zusammenhang ja sehr weit hergeholt. Zum besseren Verständnis: Zeit ist wie Geld eine Sprache.
    Geld ist jedoch eine Tochter der Mathematik und Zeit wohl eher eine Sache unseres Bewusstseins.
    Und unser Bewusstsein wird durch unsere mathematischen Erkenntnisse geprägt, es nimmt Einfluss auf mein Denken, wenn ich zum Beispiel weiß, dass es soetwas wie Schwerkraft gibt.

    Auf die gleiche Weise beeinflusst das Geldsystem unseren Glauben schon von kleinauf und später unsere Fähigkeit Zusammenhänge wahrzunehmen. Denn Geld ist reine Mathematik: Mehr!. Wir werden uns technologisch nicht in die richtige Richtung entwickeln, wenn weiter zum Erhalt der Konsumgesellschaft entscheidende Geldmittel aufgebracht werden.

    Es gibt genug plausible Ideen in der Forschung, es mangelt meist an wirtschaftlichem Interesse diese umzusetzen. Die entscheidende Idee wird erst aufkommen, wenn der große Teil der Wissenschaft, der momentan zur Gewinnsteigerung einiger Unternehmen dient so umfunktioniert wird, dass er den Menschenrechten und deren Erhaltung dient.

    Wie auch immer. Lösungen sind vorhanden für so ziemlich jedes Problem dieser Welt, nur nicht für eines: den Urknall. Und gerade hier steckt auch der literarische Teufel im Detail. Was birgt wohl der Urknall: Trauer oder Heiterkeit?

    Vielen Dank fürs Lesen und um die Details nicht zu vergessen wünsche ich euch eine angenehme Zeit.
     
  2. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. Januar 2014
    Beiträge:
    9.152
    Ort:
    Münster
    Sontyp, die Frage nach dem Ursprng des Universums beantwortet sich recht leicht, wenn man sich klar macht, dass es vor unsterem Universum schon einmal ein Universum gab... Wo bitte ist da das Problem? Wir befinden uns einfach nur auf dem Grund eines Schwarzen Lochs... Das ist das ganze erleuchtete Geheimnis... Mein voller Ernst... Denk vielleiht mal darüber nach...
     
  3. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

    Registriert seit:
    29. August 2018
    Beiträge:
    1.884
    Muss man nicht erst den Begriff des Sprungs klären bevor man sich dem Ursprung nähern kann?
     
  4. Marco22

    Marco22 Well-Known Member

    Registriert seit:
    27. Dezember 2016
    Beiträge:
    2.104
    Ort:
    Im Universum, wo die Raumzeit Hiebe verteilt !
    Und wie entstand jenes Universum, welches vor unserem da gewesen sein soll ? Antworte bitte nicht in deiner Logik, vor diesem sei ebenfalls eins da gewesen, dies führt zu einem infinitifen Regress !

    Der Schreiber
     
  5. PlacidHysteria

    PlacidHysteria Well-Known Member

    Registriert seit:
    5. März 2017
    Beiträge:
    1.856
    Ort:
    In einer Kryokapsel auf einem Rau(m)schschiff
    Alles kam vom Nichts :blume2:
     
  6. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    12.266
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Werbung:


    Verstehe ich überhaupt nicht wie man so etwas sagen kann!

    Warum sollte der "kommende" Ursprung des Universums nicht schon in den letzten 10.000 Jahren durch die EINE Wissenschaft, die jedes Wissen schafft, ganz insgeheim – zum Beispiel als auto-systemisches Faktotum – sozusagen als "universales Mädchen für Alles und Pralles" - längst geklärt worden sein?....:D ... :rolleyes:...:cool:
     
  7. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. Januar 2014
    Beiträge:
    9.152
    Ort:
    Münster
    Weeil das kommende Universum nur aus diesem Universum entstehen kann und sonst gar nicht... Aber danach sieht es im Augenblick nicht aus...
     
  8. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    12.266
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Auch das ist längst geklärt.....
    Dann klär weiter....
     
  9. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

    Registriert seit:
    29. August 2018
    Beiträge:
    1.884
    Das menschliche Bewusstsein und seine Fähigkeiten sind zu begrenzt, um valide Aussagen zu dem machen zu können, was nach dem Tod geschieht und was vor der Geburt unserer Welt war bzw ob und wie sie zustande kam. Schuster, bleib bei deinen Leisten!
     
  10. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    12.266
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Was aber nicht unbedingt heißen soll, dass sich der Mensch deshalb mit " in-validen " Aussagen begnügen muss, denn jeder Mensch verwandelt sich, wenn der Körper abgelegt wurde... Rebirthing-Erlebnisse sind möglich....
    Gott sei Dank!
    Was aber nicht unbedingt heißen soll, dass der Mensch in seiner Zeit-und Raumbegriffsvorstellung auf ewig in einem so gar nicht vorbestimmten "Gedankenleistenbruch" verharren muss.

    Jeder Mensch lebt seine eigene Welt und knapp 8 Milliarden Menschen teilen sich dabei ein Universum.

    Die Zeit ist und bleibt auf ewig ein doppelt logisch exaktes Anti-Paradoxon einer Enantiodromie von Gegenläufigkeiten.
    Der Raum ist und bleibt ein auf ewig unerfüllter Inhalt im erfüllten Aushalt und ökonomisch höchst effizientem Haushalt.

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2018
    Egocentauri gefällt das.
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden