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Bin Ladens Ermordung nach Kant und dem Utilitarismus

AW: Bin Ladens Ermordung nach Kant und dem Utilitarismus

Es stünde der Geisteswissenschaft gut zu Gesicht, wenn sie nicht alles was in der Zeitung steht für bare Münze hält.

Genauso gut könnte man auch das Leben des Donald Duck... aber lassen wir das... eine Ente reicht.
Wenn du nicht nicht verstehst was ich meine, dann lausche doch mal einem Profi der das besser erklären kann:

Dr. phil. Daniele Ganser
http://youtu.be/VhqHf2FzhO4?t=1h35m21s
 
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AW: Bin Ladens Ermordung nach Kant und dem Utilitarismus

Hi,

so würd ichs lösen :

Nach der kantschen Ethik ist jede Handlung erlaubt, die keine primäre oder sekundäre Pflichtverletzung darstellt.

Handlung "Terroristen umbringen" [unter der Annahme, dass Osama ein Terrorist war!!!]

1.) Jeder Staat nimmt sich vor Terroristen umzubringen--> kein Widerspruch--> keine primäre Pflichverletzung
2.) Jeder Staat bringt Terroristen um --> kein Widerspruch --> keine sekundäre Pflichtverletzung

Die Handlung "Terroristen umbringen" ist also pflichtgemäß und damit nach Kant erlaubt. Die Folgen sind ja in der Kant´schen Deontologie egal, da das Schicksal nicht moralisiert werden soll.

LG
 
AW: Bin Ladens Ermordung nach Kant und dem Utilitarismus

Washington ist nicht Afghanistan. Du brauchst im wilden Westen als Mörder schon eine Menge Schuhcreme, wenn du dich in deiner Umgebung dauerhaft verstecken willst...
 
AW: Bin Ladens Ermordung nach Kant und dem Utilitarismus

Hallo liebes Denkforum,

ich muss eine Präsentation halten und hätte da ein paar Fragen.
Nach dem Utilitarimus wäre die Ermordung Osamas ja gerechtfertigt, da sie dem Wohl der Allgemeinheit dient weil er kein ''Schaden'' mehr anrichten kann.
Kant würde doch eigentlich gegen die Ermordung stimmen. Doch im Internet habe ich gelesen, dass Kant für die Todesstrafe war aber es nicht begründet hat. Und in dem Fall von Osama war es ja sozusagen eine ''Todesstrafe''.
Nun weiß ich nicht wie ich aus der Sicht Kants begründen soll:confused:

Würde mich über Antworten sehr freuen :)

Osama hätte auch eingesperrt werden können.

Im Übrigen ist es so, dass laut Völkerrecht eine nicht-kriegsführende Partei liquidiert wurde, ohne gerichtlichen Prozess. Das hat starke Kritik hervorgerufen. Denn die Regierung, die ja eben seine Liquidierung angeordnet hat, hat sich über geltendes Völkerrecht hinweggesetzt, ohne rechtliche Konsequenzen davon zu tragen. Hier greift das Dammbruchargument, dass, wenn wir grundsätzlich sagen, dass das in Ordnung sei, die Regierung nicht nur in Bezug auf Osama so handeln könnte, sondern auch überall sonst. In der Rechtssprache würde man dann von Präsedenzfall reden. Machtmissbrauch wäre somit Tür und Angel geöffnet.

Nun aber zu deiner eigentlichen Frage.
Ich sehe es auch nicht als zwangsläufige Konsequenz einer utillitaristischen Moral, dass die Liquidierung gerechtfertigt wäre.

Kant hätte wohl gesagt, dass man das nicht tun soll. Es kann kein allgemeines Gesetz werden, dass wir Menschen töten, die schlechte Dinge getan haben. Einfach ausgedrückt.
 
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AW: Bin Ladens Ermordung nach Kant und dem Utilitarismus

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Nun aber zu deiner eigentlichen Frage.
Ich sehe es auch nicht als zwangsläufige Konsequenz einer utillitaristischen Moral, dass die Liquidierung gerechtfertigt wäre.
Wenn die ERmorung zur Weltverbesserung beiträgt bzw. möglichst vielen Me4nschen nützt, dann schon. Lässt sich nätürlich schwer verifizieren (überhaupt so ein Problem dieser Strömung )
 
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AW: Bin Ladens Ermordung nach Kant und dem Utilitarismus

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Nun aber zu deiner eigentlichen Frage.
Ich sehe es auch nicht als zwangsläufige Konsequenz einer utillitaristischen Moral, dass die Liquidierung gerechtfertigt wäre.
Wenn die ERmorung zur Weltverbesserung beiträgt bzw. möglichst vielen Me4nschen nützt, dann schon. Lässt sich nätürlich schwer verifizieren (überhaupt so ein Problem dieser Strömung )



Kant hätte wohl gesagt, dass man das nicht tun soll. Es kann kein allgemeines Gesetz werden, dass wir Menschen töten, die schlechte Dinge getan haben. Einfach ausgedrückt.

Kann sehrwohl ein Gesetz werden, siehe mein Post. Es ergibt sich kein Widerspruch aus dieser Handlung --> sie kann allg. Gesetz werden ( einfach ausgedrückt : Jeder kann es denken, jeder kann es tun [ohne Widerspruch]

LG
 
AW: Bin Ladens Ermordung nach Kant und dem Utilitarismus

Hi,

1.) Jeder Staat nimmt sich vor Terroristen umzubringen--> kein Widerspruch--> keine primäre Pflichverletzung
2.) Jeder Staat bringt Terroristen um --> kein Widerspruch --> keine sekundäre Pflichtverletzung

3 Punkte:

1. Was ist der Staat? Eine Person muss sich fragen: Kann meine Handlung ein allgemeines Gesetz werden?
2. Ein Terrorist ist ein Mensch, also Träger einer reinen praktischen Vernunft. Wenn du von Terroristen sprichst, dann sehe ich hier bereits eine Differenzierung, die für Kant unerheblich ist. Ich halte es für sinnvoller von Menschen zu sprechen, die dies oder jenes getan haben.
3. Bei Kant können die Verallgemeinerungen nicht nur nicht denkbar, sondern auch nicht wollbar sein.

Wenn die ERmorung zur Weltverbesserung beiträgt bzw. möglichst vielen Me4nschen nützt, dann schon. Lässt sich nätürlich schwer verifizieren (überhaupt so ein Problem dieser Strömung )

Das kommt darauf an, was unter Weltverbesserung zu verstehen ist. Es kommt auch darauf an, wie du den Utilitarismus ausbuchstabierst.
 
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3 Punkte:


3. Bei Kant können die Verallgemeinerungen nicht nur nicht denkbar, sondern auch nicht wollbar sein.

Deßhalb sag ich ja : 1.) Jeder hat prinzipiell die Möglichkeit dies zu tun (denkbar)
2.) Jeder tut es auch (wollbar)


Das kommt darauf an, was unter Weltverbesserung zu verstehen ist. Es kommt auch darauf an, wie du den Utilitarismus ausbuchstabierst.

stimmt. War mehr so gemeint, dass wenn es eine Weltverbesserung darstellt Bin Laden zu töten und es vielen Menschen nützt, dann ist es (nach Bentham oder Mill) "gut"
 
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