ok zum einen frage ich mich, wie ich dieses zitat umformulieren kann, damit es jeder versteht (inklusive mir ^^)
Das freut mich aber

So einen einzelnen verschwurbelten Satz kann ich ja wenigstens mal auseinander dividieren und in seine Einzelteile zerlegen. Dann möchte ich aber auch wissen, was Du davon in Deiner Arbeit verwendet kannst und wie es benotet wurde.
"Nach Bollnow findet das Phänomen "Bildsamkeit" im Modus "existentieller Eigentümlichkeit" keinen Platz,
Was ist Bildsamkeit" ?
Was verstehst Du unter "existentieller Eigentümlichkeit"?
Das sind doch Wortungetüme, bei denen ich schon allein vom Lesen Kopfschmerzen bekomme. Echt grausam und vermutlich nur dazu geeignet Studenten mit der eigenen Hilflosigkeit zu konfrontieren. Was ja auch in Deinem Fall durchschlagenden Erfolg hatte.
"Warum einfach,
wenn es auch umständlicher geht?"
Frage meiner Ma

Wie jeder gebildete in diesem christlichen Abendland weiß, gründet das Christentum seinen Glauben auf dem alten Testament, welches mit der Genesis seinen Ursprung hat und dort finden sich zwei Schöpfungsgeschichten.
Die erste ist
hier Gen 1- 2,3 nach zu lesen und die zweite
hier Gen 2,4 - direkt daran.
In der ersten Erzählung steht:
Gen1,27 "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau."
In der zweiten Erzählung steht:
Gen 2,7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
Beides sind Erzählungen und eben Mythen wie sich der Mensch seine Entstehung in einer bestimmten Zeit und unter bestimmten Lebensumständen vorgestellt hat.
Für mich ergänzen sich diese Bilder und Vorstellungen und brauchen ihre Übersetzung in die heutige Zeit.
Und damit ergibt eben das Bilderverbot, welches einem ganzen Volk nach dem Auszug aus Ägypten aufgegeben wurde seinen Sinn, denn ab dem Moment wo ich mir ein Bild mache und ihm gleichzeitig eine eigene Erkenntnis verbiete wird die Entwicklung in Liebe unterbrochen und ich habe wieder nur Sklaven die dem goldenen Kalb (lies dem Kapitalismus, der Materie dienen) das gesunde Leben verlangt aber Wachstum von einem Samenkorn bis zu einem großen Baum und kann eben nur gefördert werden.
es vermag "nur" den Modus der "Uneigentlichkeit" zu berühren,
Ja sobald ich mir ein Bild gemacht habe, oder eben nach dem Bild meiner Erzieher, Eltern und Lehrer geformt wurde trifft die Schwarze Pädagogik zu und der Mensch wird zu seiner Unkenntlichkeit verformt, was ja Hannah Arendt auch so gut in der Banalität des Bösen beschrieben hat. Ebenso aber auch Erich Fromm in seinem Buch
"Die Seele des Menschen und ihre Fähigkeit zum Bösen wie zum Guten
".
weshalb die Bildung und Formung zu einer "untergeordneten Angelegenheit", einer Veranstaltung, "die am tiefen Wesen des Menschen vorbeigeht und kaum den hohen Namen einer Erziehung verdient"
Ja heute kann wohl eher auch besser von Begleitung und Beobachtung gesprochen werden. Die sorgsame Aufmerksamkeit darauf weder die eigene Würde zu untergraben, und es als Erwachsene keinem anderen zu gestatten.
Dies bedarf der sorgsamen Beobachtung der Realität, denn was in eine Kinderseele gesät wurde bringt heute seine Frucht.
Das Wort
"Erziehung"habe ich gelernt sehr in Frage zu stellen, vor allen Dingen wenn ich dem Wachstum und dem Reifungsprozess den Vorrang gebe.
Wer versucht an dem Gras zu ziehen, damit es schneller wächst, kürzt es nur.
Ich bin einem Erziehungsprozess entwachsen in dem ich den Eindruck gewonnen habe schon in der Wiege Abitur (Matura) haben zu müssen und als ich es oder so etwas ähnliches hatte war es auch nicht gut.
Ich bin allerdings stur dabei geblieben, dass was ich als das jeweils richtige erkannt habe zu tun. So habe ich etwas für meine Zufriedenheit getan und Schritt für Schritt meine Angst vor Menschen, dem Tod wie dem Leben abzulegen und immer mehr die Banalität des Guten etabliert.

rg