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Werden die Menschen sich freiwillig in "die Matrix" begeben?

kann ich mir auch vorstellen, dass man sich irgendwann in eine Scheinwelt flüchtet, wenn es ausserhalb der Matrix zu trübselig ist.

Der österreichische SF-Romanautor Herbert W. Franke hat dergleichen bereits 1970 (!), als man sich Computer, wie wir sie heute haben, nicht einmal vorstellen konnte, schon vorher gesehen: In dem SF-Roman Zone Null sitzen Menschen in ihren "Wohnwaben", spielen die ganze Zeit nur Videospiele und werden mit allen Waren des täglichen Bedarfs beliefert.
So ist es noch nicht ... aber fast.

Richtig, es sind die Menschen. Wie Mark Zuckerberg und Meta. Seine Begründung der Namensgebung deutete schon darauf hin: Der nächste Level der sozialen Medien wird zwangsläufig die virtuelle Realität sein.

Sollte es mal solche Maschinen geben die uns derartiges ermöglichen werden wir sehr gerne in solchen Welten leben.

Man kann eben aus all dem ableiten, dass die Entwicklung geradezu zwangsläufig auf eine Art Matrix hinauslaufen wird, insofern die Menschheit nur lange genug überlebt und noch dazu die Hochtechnologie. Die Menschen kleben schon jetzt an ihren Bildschirmen, sei es das Smartphone, der Laptop oder der Fernseher. Das alles ist ja schon eine Matrix, nur eben noch eine in den Kinderschuhen. Aber wenn man sich den Fortschritt in Sachen "realistische virtuelle Welten" (siehe Unreal Engine V) anschaut, wird das in Zukunft noch ganz andere Dimensionen annehmen. Obwohl ich Videospiele liebe, werde ich nicht den Schritt machen, VR-Brillen zu benutzen, weil mir das schon zu sehr in die Richtung einer Matrix geht, obwohl ja dabei immer noch nur zwei Sinne, also das Sehen und das Hören einbezogen sind. Ich habe viele Erfahrungsberichte gelesen, wo selbst erfahrene Zocker sagten, dass man nach einer mehrstündigen Session damit komplett desorientiert ist. Das Problem ist, dass das Unterbewusstsein solche virtuellen Erlebnisse als real abspeichert, sobald sie einen gewissen Grad an Realität erreichen. Und ich denke, dass wir auf diese Art mit der Salamitaktik in die Matrix geführt werden sollen. Die VR-Brillen werden schon bald mit etwas neuem ersetzt werden, was alle fünf Sinne mit einbezieht. Und spätestens die Unreal Engine VII wird "lebensechte" Umgebungen simulieren können. Ich denke, da ist es nicht mehr weit, bis wir uns in einer virtuellen Umgebung wiederfinden werden, ohne es zu merken.
 
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Ja, fiktive Welten gab es schon immer. Aber was es noch nie gegeben hat, sind "lebensechte" fiktive Welten. Ein Roman ist leicht als fiktive Welt erkennbar, ein Film ist schon realistischer aber der ganz große Sprung wird dann gemacht, wenn der Film interaktiv wird a.k.a. Videospiele. Auch die gibt es natürlich schon lange. Ich habe Anfang der 90er mit Videospielen angefangen. Damals haben wir 2D Jump´N´Runs und ähnliches gespielt und das war das höchste der Gefühle. Heutzutage kann man sich in riesige Open World Games begeben, die damals wie ein Traum aus ferner Zukunft erschienen sind. Niemand hat das für möglich gehalten, alleine schon die nötige Rechenpower schien utopisch. Mittlerweile ist das alles Standard. Die Technologie entwickelt sich außerdem immer schneller weiter und wird vielleicht irgendwann exponentiell Fortschritte machen - was dann passieren wird, steht sowieso in den Sternen, Stichwort "technologische Singularität". Wie wird eine Unreal Engine 10 aussehen, die von einer AI erschaffen und direkt über die Sinneswahrnehmung eingespielt wird, nicht mehr über einen Bildschirm oder eine VR-Brille. Glaubst du wirklich, dass das so utopisch ist? Ich denke es ist sehr voraussehbar, dass es noch zu unseren Lebzeiten interaktive virtuelle Welten geben wird, die von der Realität nicht mehr zu unterscheiden sein werden. Das kann man nicht mit dem Lesen eines Romans oder dem Anschauen eines Films vergleichen und auch nicht mehr mit heutigen Videospielen. Es könnte sich durchaus zu einer Matrix entwickeln, in Kombination mit dem Nachfolger des derzeitigen Internets, wie auch immer der aussehen wird.
Deine Welt und meine Welt unterscheiden sich so gravierend voneinander, dass du keinen Zugang zu meiner Welt zu haben scheinst und ich keinen Zugang zu deiner Welt anstrebe; dazu fehlen mir die dazu nötigen pubertären Anlagen und vermutlich auch noch viele andere.
Für das Dystopische bist du zuständig und es gehört alles zusammen, auch deine Interessen - früher und heute.
In meiner Welt ist auch nicht alles optimal, aber ich habe gelernt, aus dem Positiven die Kraft zu schöpfen, die ich brauche, um das Negative abzuwehren und wenn das nicht möglich ist, es wenigstens besser zu ertragen.
Nur so viel vielleicht: aus der virtuellen Welt haben nur solche Probleme zu fliehen, die schon Probleme mit der realen Welt hatten und nur deshalb in die virtuelle Welt geflohen sind. Die Matrix tragen sie längst mit sich, gleichgültig wo sie sich befinden.
 
Man kann eben aus all dem ableiten, dass die Entwicklung geradezu zwangsläufig auf eine Art Matrix hinauslaufen wird, insofern die Menschheit nur lange genug überlebt und noch dazu die Hochtechnologie.
Ja, klar. Wenn es technologisch machbar wird, wird es passieren.
Aber wie gesagt: Das wird nicht wie im Film Matrix indem Menschen in eine solche unbewusst "eingesperrt" werden. Sondern die Menschen
werden es ganz bewusst mit hoher Dringlichkeit anstreben. Kein kostenloses eingesperrt sein. Das wird was kosten und die Menschen werden gerne dafür bezahlen.
Wer jetzt in einem besseren Gartenhaus lebt, kann dort in einem Palast leben. Als Beispiel.
 
Aber zum Thema, dass man freiwillig in die Matrix geht, wenn man sie kennt, dann fällt mir Neo ein, der dies nur tat, um auch wirksam für Veränderungen dann eingreifen wollte. Aus reinen Vergnügungsgründen oder zur Ablenkung wäre dann eigentlich ein totaler Fehlschuss, die Matrix aufzusuchen. In der Zeit wird man vom Eigentlichen abgelenkt, die Realität zu sehen und zu verändern.
Diese virtuelle Realität wäre auch eine Realität. Ich sehe nicht warum man die schlecht reden sollte.
Was ist an der "physischen Realität" so viel besser?
Sie ist Voraussetzung für die Virtuelle (und damit auf jeden Fall Wert sich damit zu beschäftigen), aber sonst?
Ist es nicht sogar eher so das wenn man dogmatisch die "physische Realität" in den Himmel lobt und versuchen würde die Träume in der physischen Realität umzusetzen (was mitunter sogar oft zum scheitern verurteilt ist) man vom Eigentlichen abgelenkt wäre.
Nämlich das man damit eine Ressourcenverschwendung betreibt die die Lebensgrundlage, die Grundlage der Träume, zerstört.
 
kann ich mir auch vorstellen, dass man sich irgendwann in eine Scheinwelt flüchtet, wenn es ausserhalb der Matrix zu trübselig ist.
Dazu ist mir noch was eingefallen was ich im Film Matrix schon immer für total schräg gehalten habe.
Auch die Matrix kann (laut Film) zu trübselig sein.
Mr. Smith erklärt Morpheus das die erste Matrix ursprünglich als perfekte Welt für Menschen designt war, in der es
kein Leid geben sollte und alle Menschen glücklich sein sollten. Angeblich war es eine Katastrophe weil die Menschen
es nicht akzeptiert haben weil ganze Ernten ausfielen.
Ok, das ist der Versuch des Films zu erklären warum die Matrix nicht einfach viel besser designt wurde, aber
"ganze Ernten fielen aus" ... der Mensch als Erntehelfer soll die perfekte Welt für Menschen sein? Echt?
Wozu soll ein mühsames Ernten von Nahrungsmitteln in einer virtuellen Welt gut sein? Ist doch ein schlechter Scherz.

Auch hier im Thema habe ich das Gefühl das Menschen nicht wirklich verstanden haben welch großartige Möglichkeiten eine
"reale Matrix" bieten würde.
 
Diese virtuelle Realität wäre auch eine Realität. Ich sehe nicht warum man die schlecht reden sollte.
Was ist an der "physischen Realität" so viel besser?
Sie ist Voraussetzung für die Virtuelle (und damit auf jeden Fall Wert sich damit zu beschäftigen), aber sonst?
Ist es nicht sogar eher so das wenn man dogmatisch die "physische Realität" in den Himmel lobt und versuchen würde die Träume in der physischen Realität umzusetzen (was mitunter sogar oft zum scheitern verurteilt ist) man vom Eigentlichen abgelenkt wäre.
Nämlich das man damit eine Ressourcenverschwendung betreibt die die Lebensgrundlage, die Grundlage der Träume, zerstört.
Die physische Realität kennt den evolutionären Wettbewerb, den Genuss und die Qual von Arbeit und Gelingen oder schmerzhaften Misserfolg samt innewohnender Weiterentwicklung zu was auch immer. Die virtuelle Welt wurde schon oft in der SF- oder phantastischen Literatur thematisiert. Meist dystopisch betrachtet, unweigerlich in die Degeneration führend, Manchmal aber auch als Chance zum Überleben, wider das unabänderliche Streben zur Entropie beschrieben.
Mir persönlich schwant, dass Zuckerberg mit Meta eine Büchse der Pandora öffnen will. Maximaler Profit, maximale Kontrolle, maximales Glück. In Stephensons letztem Meisterwerk, Corvus, in welchem es vornehmlich um ein regelrecht virtuelles, durch Computer generiertes (Über-) Leben nach physischem Tod geht, wird auch die nähere Zukunft sozialer Konstrukte ersonnen. Dabei zeichnet sich eine vorwiegend von Reichtum und Bildung bevorzugte Elite ab. So könnte es auch mit Meta enden, eine darin ruhiggestellte Masse, die den materiellen Interessen der Eliten dient.
 
Dazu ist mir noch was eingefallen was ich im Film Matrix schon immer für total schräg gehalten habe.
Auch die Matrix kann (laut Film) zu trübselig sein.
Mr. Smith erklärt Morpheus das die erste Matrix ursprünglich als perfekte Welt für Menschen designt war, in der es
kein Leid geben sollte und alle Menschen glücklich sein sollten. Angeblich war es eine Katastrophe weil die Menschen
es nicht akzeptiert haben weil ganze Ernten ausfielen.
Ok, das ist der Versuch des Films zu erklären warum die Matrix nicht einfach viel besser designt wurde, aber
"ganze Ernten fielen aus" ... der Mensch als Erntehelfer soll die perfekte Welt für Menschen sein? Echt?
Wozu soll ein mühsames Ernten von Nahrungsmitteln in einer virtuellen Welt gut sein? Ist doch ein schlechter Scherz.

Auch hier im Thema habe ich das Gefühl das Menschen nicht wirklich verstanden haben welch großartige Möglichkeiten eine
"reale Matrix" bieten würde.
Die Matrix beherbergt agierende Bewusstseine, die durch einen physischen Körper generiert werden. Die müssen ja am Leben erhalten werden.
 
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Die Matrix rückt näher. Derzeit befinden sich die ersten Computerspiele mit (nahezu) lebensrealistischer Grafik in der Entwicklung. Hier ein besonders beeindruckendes Beispiel:

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This new game has real life graphics...

This is the most realistic game ever. Unrecord is a new tactical shooter FPS game on Unreal Engine 5 which looks real. Interesting mechanics in this one, let's take a look!

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