1. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Klimawandel

Dieses Thema im Forum "Umweltschutz" wurde erstellt von Claus, 17. März 2006.

  1. Claus

    Claus New Member

    Registriert seit:
    5. August 2005
    Beiträge:
    3.673
    Ort:
    Norddeutschland
    Werbung:


    http://www.nasa.gov/vision/earth/environment/ice_sheets.html

    diese Studie kommt zu dem Schluß, daß der Anstieg des Meeresspiegels nicht so dramatisch verlaufen wird, wie in vielen furchterregenden Prognosen vorausgesagt.

    Zwar ist die Klimaerwärmung eine unumstößliche Tatsache, auch das Abschmelzen der riesigen Gletscher an den Küsten von Antartica und Greenland, aber:

    es haben auch die Schneefälle im Innern der Polargebiete erheblich zugenommen und dadurch ist der Eispanzer im Landesinnern dicker geworden.

    Trotzdem sollten die Amis nicht weiterhin so viele spritsaufende große Autos fahren,
    und die deutschen sollten ihre Kernkraftwerke nicht abschalten,
    wir müssen den CO2 – Ausstoß vermindern, weil er dazu beiträgt, das Klima zu ruinieren!

    meint claus
     
  2. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. März 2004
    Beiträge:
    11.177
    mmmmmja

    es ist nicht sicher, wie sich das klima wandeln wird
    ist aber auch logisch, denn wie soll man langfristige, exakte vorhersagen treffen, wenn es nicht einmal geilngt, was wetter einige tage vorherzusagen
    wetter und klima sind von derlei vielen faktoren abhängig, dass man nur grobe schätzungen machen kann, keinesfalls exakte vorhersagen

    was aber sicher ist:
    das klima wird sich ändern, egal ob mit oder ohne menschliche aktivitäten
    das klima hat sich immer geändert und wird es wohl auch weiterhin tun

    global betrachtet ist es ziemlich egal, wieviel die amis oder die menscheit als ganzes verheizt, denn letztendlich wird sowieso ein großteil der fossilen brenntosffe verbraucht werden, wenn es nicht reale alternativen gibt
    ob das nun in den nächsten 20 oder 200 jahren passiert ist in globalen maßstäben völlig powidl
    außerdem: alle fossilen brennstoffe waren, bevor sie zu solchen wurden, teil des kohlenstoffkreislaufes !
    wenn sie der mensch verheizt, macht er nur die vorgänge rückgängig, die zu der entstehung jener brennstoffe geführt haben
    die meisten pflanzen, vor allem wälder, würden sich "freuen", wenn jener kohlenstoff wieder für sie erreichbar wird

    das klima, die umwelt oder die erde werden nicht ruiniert
    alles wird weiterhin existieren, und die natur stellt sich auf das ein, was kommt...egal, was es ist
    für den menschen sieht es allerdings anders aus
    steigt der meeresspiegel, ist der mensch das einzige lebewesen, den dies stört

    so sind alle umweltschutz- oder ähnliche maßnahmen nicht aus der verantwortung gegenüber der natur zu sehen, sondern aus verantwortung gegenüber der menscheit

    lg,
    Muzmuz
     
  3. Claus

    Claus New Member

    Registriert seit:
    5. August 2005
    Beiträge:
    3.673
    Ort:
    Norddeutschland
    kann ich nur unterstreichen.
    Und nach wie vor suchen wir nach den Ursachen, die wohl kosmischer natur sind.
    Wie sonst lassen sich die eiszeiten erklären?

    Wenn auch der anthropogene CO2-ausstoß die gegenwärtige Warmzeit verstärkt und man gegensteuern sollte,
    weil er die Menschheit in Verlegenheit bringt,
    wird es die Biosphäre nur von einem Gleichgewicht in ein anders bringen.

    als vor 1000 Jahren auf grönland (und wohl auch global) das Klima sehr viel milder war als heute, hatte es keine menschengemachte Ursache und schlug sogar bald ins Gegenteil (die „kleine Eiszeit“) um,
    Hungerkatastrophen waren die Folge.
    Damals hate man nichts dagegenzusetzen.

    Gegen eine Eiszeit könnte man heute rechtzeitig mit einer vielzahl von Kernkraftwerken (Fusion) angehen,
    gegen eine Warmzeit mit Flutkatastrophen nur mit einer drastischen reduzierung der Besiedlung in Flußdeltas (Bangla Desh)und flachen Inseln (endlich die Bevölkerungsexplosion stoppen!)
    oder: Bewässerung der Wüsten in Australien und Afrika und Umsiedlung.

    meint Claus
     
  4. chaosbarthi

    chaosbarthi New Member

    Registriert seit:
    8. März 2006
    Beiträge:
    103
    Ort:
    Norddeutschland
    Hallo @all,

    Muzmuz, wie recht du hast... "Der Schlag eines Schmetterlingsflügels im Amazonas-Urwald kann einen Orkan in Europa auslösen." ( Edward N. Lorenz), vgl.: Schmetterlingseffekt/wikipedia

    Umso wichtiger ist es, auf das zu achten, was weitaus schwerwiegendere Folgen haben könnte, oder?

    :) LG chaosbarthi
     
  5. Hartmut

    Hartmut Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    3.007
    Ort:
    Greifswald
    Hallo chaosbarthi,

    Nun, dieser Pessimismus ist wirklich übertrieben. Zwar kann man das Wetter in den nächsten zwei Wochen immer noch nicht voraussagen, aber die Schmetterlinge sind gewiss nicht daran schuld.

    Was der amerikanische Meteorologe E. Lorenz studierte, war ein vereinfachtes Modell der atmosphärischen Konvektion. Im Grunde entdeckte er dabei Einsichten erneut, die seit ca. 100 Jahren bekannt sind (z.B. durch Poincaré).

    Der Schmetterlingseffekt wird bei allen möglichen Gelegenheiten zitiert, um zu betonen, dass die Wirkungen kleiner Störungen und damit das Verhalten des ganzen Systems prinzipiell unvorhersagbar seien. Das mag im Einzelfall zutreffen. Aber, soweit es um makroskopische Grössen geht (Mittelwerte) ist das chaotisches Verhalten der Mikroobjekte kein Hindernis für die Vorhersagbarkeit. Auch die Moleküle z.B. in einem Luftballon verhalten sich schliesslich chaotisch! Und wenn der Ballon platzt, liegt es nicht am Chaos. Vom chaotischen Verhalten der Moleküle in unserem Körper will ich lieber schweigen ...

    Der Schmetterlingseffekt ist m.E. eher etwas für die Journalisten, welche die Leute gern ängstigen.

    Gruss
    Hartmut
     
  6. Fenrir

    Fenrir New Member

    Registriert seit:
    23. Juni 2006
    Beiträge:
    13
    Werbung:


    Beruht "chaotisches" verhalten nicht viel eher auf einer ordnung, die sich unserem kenntnisstand entzieht und wird im laufe der zeit das chaos nicht doch noch vorhersagbar?

    Wenn wir den verlauf der geschichte betrachten so müssen wir zum schluss kommen, dass vieles als geheimnisvoll angesehen wurde, was sich dem damaligen kenntnisstand entzog - dies besitzt heute noch gültigkeit und vorhersagen bezüglich gewisser phänomene sind nur eine frage der zeit und nicht eine frage der machbarkeit.

    Der klimawandel an sich sollte nicht länger eine frage sein, sonder viel mehr wie wir damit umzugehen gedenken. ;)

    gruß an alle
     
  7. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. März 2004
    Beiträge:
    11.177
    hallo,

    die formeln für die einzel-events sind durchaus bekannt
    das problem bei chaotischen systemen ist die unzahl jener events und
    die genauigkeit der kenntnis der anfangsbedingungen
    die fehler in der kenntnis der anfangsbedingungen potenziert sich und "überschwemmt" das system, sodass das genaue ergebnis unvorhersagbar wird
    man kann noch statistische aussagen mit gewissen wahrscheinlichkeiten treffen, aber für mehr reichts nicht

    ein beispiel: wenn man einen physikalisch perfekten billardtisch hat und einen physikalisch perfekten stoß macht, dann gehen beide perfektionen nur bis zu einem bestimmten maß gemäß der heysenberg'schen unschärferelation
    das heißt, der perfekte stoß ist nicht perfekt vorhersagbar, sondern hat eine gewisse zufallsstreuung
    jede bandenberührung, bei der rein mathematisch ein- und ausfallswinkel gleich groß sein müssten, vergrößert tatsächlich diese streuung in den richtungen
    nach der 12. bandenberührung beträgt der streuungswinkel >360°
    das heißt, die richtung, die die kugel nach der 12. bandenberührung hat, ist völlig unvorhersagbar
    da helfen keine genaueren formeln und auch keine genaueren messungen...die vorherbestimmung ist eine physikalische unmöglichkeit
    hier sind es nur 13 ereignisse (1 stoß und 12 bandenberührungen), die eine vorhersage unmöglich machen
    beim lotto sinds viele, viele mehr, und beim wetter wahrscheinlich noch um etliche zehnerpotenzen mehr

    grobe aussagen mit hoher trefferwahrscheinlichkeit kann man natürlich treffen
    (z.b. z.b. in vorarlberg regnet es, und es herrscht westwind, also wird es mit großer wahrscheinlichkeit in einigen stunden in tirol regnen; aber vieviele regentropfen am landecker kirchplatz zwischen 13:42 und 13:47 auf den boden treffen, wird sich nie und nimmer im voraus berechnen lassen)

    lg,
    Muzmuz
     
  8. Claus

    Claus New Member

    Registriert seit:
    5. August 2005
    Beiträge:
    3.673
    Ort:
    Norddeutschland
    AW: Klimawandel

    Selbst wenn wir akzeptieren, daß die Klimaveränderung anthropogen ist und unser Verhalten darauf einstellen, dann ist die Zukunft düster.

    Länder, die sich die teureren, alternativen Energiequellen nicht leisten können. werden sich wegen eines abstrakten Konzeptes wie der "Klimaerwärmung" nicht davon abhalten lassen werden, ihren Ländern zum so dringend nötigen Wirtschaftswachstum zu verhelfen. Und dafür gibt es einfach keinen billigeren, einfacheren Weg als über das Erdöl. Wer die Wahl hat zwischen einem Leben in Armut, in Extremfällen gar dem Verhungern auf der einen, und dem Verbrennen von Öl auf der anderen Seite wird seine Wahl schnell getroffen haben. Die Gebildeten werden es - wie heute im Westen - mit schlechtem Gewissen tun, den anderen wird es egal sein. Die Erdölförderländer werden es sich zudem nicht nehmen lassen, nach dem Verlust der besten Kunden im Westen neue Abnehmer für ihr wichtigstes Exportprodukt zu finden. Die Millarden Barrels von Erdöl, die durch einen auf erneuerbaren Energien und Atomstrom umgestiegenen Westen frei werden, werden nicht ungenutzt im Boden liegen bleiben.

    Der Abbau der einseitigen Abhängigkeit vom Erdöl und die Diversifikation der Energieversorgung in die erneuerbaren Energiequellen ist richtig und wichtig - doch die Klimaerwärmung wird es nicht aufhalten, so lange es auf der Welt Menschen gibt, die von der Hand den Mund leben müssen.

    Der Planet Erde kann nicht so viele Menschen tragen, die den Anspruch auf ein Minimum an Energiekonsum haben, wie es ein durchschnittlicher Europäer versteht.

    Das Problem ist die Übervölkerung.
    Nicht nur der Ruf nach Energie sparen, sondern vor allem der nach weniger Kindern in den Problemgebieten sollte uns wichtig sein!
    (China ist da beispielhaft).

    Leider sind aber die Rufer nach Sonne und Wind auch diejenigen, die die Kernenergie ablehnen und erst recht Maßnahmen zur Eindämmung der Bevölkerungsexplosion.

    Claus
     
  9. Himeros

    Himeros New Member

    Registriert seit:
    12. September 2006
    Beiträge:
    46
    AW: Klimawandel

    Was wären denn die Alternativen zum Bevölkerungswachstum?

    # eine verantwortungsvolle Bildungspolitik
    # eine standartisierte Gesundheitspolitik (Hygiene, Wasser, Nahrung)
    # ausreichend Arbeit
    # eine vernünftige, menschenwürdige ethische Grundsatzpolitik


    Was wären denn die Alternativen zur ölabhängigen Weltwirtschaft?

    # die Verwendung alternativer Energiequellen für Heizen und Treibstoffe
    # die Verwendung "natürlicher" Rohstoffe für die Chemie und Grundstofferzeugung
    # eine ökologisch orientierte Landwirtschaft
    # die Lösung der Religionskonflikte, da die fossilen Energieträger überwiegend in nichtchristlichen Weltgegenden lagern ...

    # last but not least ein Ersatz für unser auf Inflation basierendes kapitalistisches Weltwirtschaftssystem

    ... willkommen in der Zukunft ;)
     
  10. Claus

    Claus New Member

    Registriert seit:
    5. August 2005
    Beiträge:
    3.673
    Ort:
    Norddeutschland
    AW: Klimawandel

    China hat es vorgemacht

    Kernenergie, was sonst?
    für die nächsten 50 Jahre Fission, dann Fusion.

    ... willkommen in der Zukunft :)
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden