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Höllenerlebnisse bei Nahtoderfahrungen

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Bewusstsein ist in diesem Sinne absolut kein Phänomen, sondern eben ein grundsätzlicher Perspektivenwechsel: dasjenege, für welches die Phänomene sind. Die Tatsache, dass ich durch bloßes Wollen meinen Körper steuern kann, ist höchst erstaunlich, und viel interessanter als die Märchen vom Jenseits und von der Unsterblichkeit. In meinen Augen: Kindermärchen.
Den gegenteiligen Versuch, das bewusste, willentliche Bewegen des Körpers auf Kausalität und Mechanik zurückzuführen, halte ich auch für eine Märchenerzählung. Die reduktionistische Gegenerzählung zur religiösen Phantasterei sozusagen.

Bist du ein Schopenhauer-Anhänger? Deine Worte erinnern mich sehr an seine. Ich liebe Schopenhauers Philosophie, weil sie ein sehr überzeugendes geschlossenes System ist, aber meines Erachtens fehlt ihm der Zugang zur tatsächlichen Metaebene. Wobei das nicht mal stimmt, er hat sich nur bewusst zurückgehalten, weil er immer im Rahmen des alltäglich Erlebbaren bleiben wollte. Ich denke privat hat er viel mehr tatsächliche Metaphysik betrieben als in seinen Büchern.

'Orte, die man von innen her erlebt' ist ein Widerspruch in sich. Das Innen ist kein Ort. Orte gibt es nur draußen in der Welt. Insofern darf man das 'Innen' der Innenwelt natürlich auch nicht wörtlich nehmen, erst recht nicht das 'Welt'. Es ist eine Metapher. Aber ich denke, dein 'Ort' ist genauso metaphorisch gemeint.

Nein, mein Ort ist nicht meta-phorisch gemeint, sondern meta-physisch. Das ist schon ein Unterschied. Ich meine damit geistige Orte in der geistigen Welt.
 
Tatsächlich ist es ein Muster, dass Menschen, die Höllenerlebnisse bei Nahtoderfahrungen haben, im irdischen Leben oft depressiv, ängstlich, hasserfüllt, schuldbeladen etc. sind. Nur im Gegensatz zu dir schließe ich daraus nicht, dass das Ganze eben dann unter "Einbildung" eingeordnet werden muss. Es kann auch bedeuten, dass diese Erlebnisse eine Art Warnung waren, dass im irdischen Leben etwas geändert werden muss.

Nein, es handelt sich keineswegs um "Einbildung", sondern um reale neuronale Prozesse. Nur eben nicht in einem überdimensionalen Sinne, sondern um tiefenpsychologische Aspekte.
Die psychologischen Leichen, die die Menschen in ihrem tiefenpsychologischen Keller vergraben haben, die holen Dich in Deinen schwachen Momenten wieder ein. Wenn Du die Leichen, die in Deinem Keller stecken, nicht hervorholst ... nun, dann kommen sie irgendwann von selbst, und zwar dann, wenn Du schwach bist.

Natürlich handelt es sich um eine Art Warnung, in Deinem Leben etwas zu ändern. Nur sind es nicht übergeordnete Dimensionen, die Dir das befehlen, sondern Dein eigenes Unbewusstes. Nicht sonderlich logisch und in allegorischer Form, aber dennoch ist es Dein Ich, was dies hervorbringt.
 
Nein, mein Ort ist nicht meta-phorisch gemeint, sondern meta-physisch. Das ist schon ein Unterschied. Ich meine damit geistige Orte in der geistigen Welt.
Damit kann ich dann eher wenig anfangen. 'Geistige Welt', 'metaphysisch-geistige Orte': das sagt mir gar nichts. In meinen Augen sind das Phrasen, wie die Zahnfee, der Osterhase.

Ganz anders beim bewussten metaphorischen Wortgebrauch. Da kann es durchaus angebracht sein, von einer geistigen Welt - in Abgrenzung etwa zum Utilitarismus- zu sprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich bin mir sicher, wenn du ein solches Erlebnis gehabt hättest, dann wüsstest du es noch. Ich hatte noch nie ein Erlebnis, das mit den in dem Video beschriebenen Erlebnissen vergleichbar wäre, aber ich hatte vor ca. 20 Jahren schon einmal eine Art Horrortrip ohne Halluzinationen ausgelöst durch zu viel Cannabiskonsum, also eine extreme Panikattacke mit Hyperventilation. Schon das ist eine Sache, die man niemals vergisst, und das ist ja hundert mal harmloser als die Höllenerlebnisse, die manche Menschen bei Nahtoderfahrungen haben.
Menschen können in weit heftigere psychische Ausnahmesituationen kommen, als durch Cannabis möglich ist.
Wie du richtig erkannt hast können bestehende Ängste in psychischen Ausnahmesituationen zu furchtbaren Erlebnissen führen.
Der eher Sorgenfreie hat bei einer Nahtoderfahrung eher eine positivere Geschichte. Licht, Engel usw.
Sei froh das du an dem Tag kein LSD genommen hast.
Sonst könntest du vielleicht auch dein persönliches Höllenerlebnis erzählen. Die Schilderungen von einem Bad Trip auf LSD
wirkten auf mich wie die Hölle.
Aber die Betroffenen haben mit ihrem Erlebnis keine tiefere Wahrheit gesehen, sondern nur zu was bestehende Ängste in psychischen Ausnahmesituationen führen können.
Ähnlich wird es auch bei Höllenerlebnissen im Zuge von Nahtoderfahrungen sein.
 
Es wird viel über positive Nahtoderfahrungen gesprochen, in denen der Betroffene durch einen Tunnel ins Licht schwebt und dort von einer allumfassenden Liebe umhüllt wird etc... Aber wusstet ihr, dass es auch einen kleinen Prozentsatz an Nahtoderfahrungen gibt, die als "Höllenerlebnisse" bezeichnet werden. Das ist natürlich ein sehr unpopuläres Thema, aber es ist nun einmal Fakt, dass es solche Erlebnisse gibt und sie sind für den Betroffenen genau so überwältigend wie die positiven Erlebnisse, nur eben auf eine verstörende Art und Weise.
Man hat allerdings nachgewiesen, dass das Gehirn kurz vor dem Tod Glückshormone ausstößt und die Gefühle und die Bilder, die dann daraus entstehen, sind dementsprechend.
Wie dem auch sei, all das geschieht, während der Mensch noch lebt. Es sind Nahtoderlebnisse, wie der Name schon sagt, und keine Erlebnisse von Toten.
Der Typ mit dem Video ist übrigens ein schlaues Kerlchen. Er hat einen Volltreffer gelandet und hat jetzt 239.000 Abonnenten...
 
Damit kann ich dann eher wenig anfangen. 'Geistige Welt', 'metaphysisch-geistige Orte': das sagt mir gar nichts. In meinen Augen sind das Phrasen, wie die Zahnfee, der Osterhase.

Mir ist klar, dass diese Begriffe für dich schwammig wirken, weil du nicht mit dem Thema vertraut bist. Aber diese Begriffe sind schon sehr genau definiert, man muss die Definitionen nur suchen:

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Die geistige Welt im weitesten und allgemeinsten Sinne umfasst alle übersinnlichen Daseinsbereiche, die über der sinnlich-physischen Welt liegen und zusammenfassend auch als höhere Welten bezeichnet werden. Dazu sind auch die Ätherwelt und die Astralwelt zu rechnen. Im engeren und eigentlichen Sinn ist mit dem Ausdruck geistige Welt aber das Devachan und insbesondere das obere Devachan gemeint, wo die schöpferischen Quellen für alles Geschaffene, d.h. für alles Seelische, Lebendige und Physische entspringen.

Über dem Devachan liegen noch höhere Weltbereiche, zunächst der Buddhiplan, die Welt der Vorsehung, als der Inbegriff des aktiven schöpferischen Lebens. Der darüber liegende Nirvanaplan ist die Quelle allen aktiven Seins. Hier entspringt die Schöpfung aus dem Nichts. Von dort stammt auch der geistige Wesenskern des Menschen, die Monade. Als Folge der luziferischen Versuchung in der lemurischen Zeit stieg die Monade zur irdischen Inkarnation herab und damit bildete der Mensch erstmals individuelles Karma. Nirvana ist in gewissem Sinn die Quelle, aus der das individuelle Karma stammt, und es ist zugleich die Senke, in die hinein es wieder verschwindet und sich auflöst. Über dem Nirvanaplan liegen noch der Parinirvanaplan und der Mahaparinirvanaplan.


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In meinen eigenen Worten, also deutlich einfacher formuliert, würde ich sagen, dass die geistige Welt der Bereich der Wirklichkeit ist, der weder durch die fünf Sinnesorgane, noch durch wissenschaftliche Messungen erkennbar ist. Nur Menschen, die sich entweder in tiefe Meditation begeben können, oder ein Medium sind, oder, was das seltenste ist, geistige Seher sind, können diese Bereiche der Wirklichkeit wahrnehmen. Wir alle können sie allerdings wahrnehmen, wenn wir uns außerhalb unseres physischen Körpers befinden, also zwischen den Inkarnationen und auch dann, wenn der physische Körper sich im Tiefschlaf befindet.

Mein Hauptanliegen ist nebenbei bemerkt, dass die Menschheit endlich ernsthaft anfängt, diese Dinge wissenschaftlich zu erforschen, was die Begründung einer echten Geisteswissenschaft nötig macht.
 
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Die psychologischen Leichen, die die Menschen in ihrem tiefenpsychologischen Keller vergraben haben, die holen Dich in Deinen schwachen Momenten wieder ein. Wenn Du die Leichen, die in Deinem Keller stecken, nicht hervorholst ... nun, dann kommen sie irgendwann von selbst, und zwar dann, wenn Du schwach bist.

Sehr gut formuliert. Das sehe ich genau so. Aber:

Natürlich handelt es sich um eine Art Warnung, in Deinem Leben etwas zu ändern. Nur sind es nicht übergeordnete Dimensionen, die Dir das befehlen, sondern Dein eigenes Unbewusstes. Nicht sonderlich logisch und in allegorischer Form, aber dennoch ist es Dein Ich, was dies hervorbringt.

Das sehe ich naturgemäß ganz anders. Es reicht dafür meines Erachtens schon alleine die Betrachtung von sehr komplexen Träumen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eigene Unterbewusstsein etwas so Außerordentliches hervorbringen kann, wie diese "Hollywood Productions", so hat das Randall Carlson einmal genannt, die uns da jede Nacht präsentiert werden.
 
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