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Gesellschaft durch Kontakte...

S

Salem

Guest
Huhu ihr alle,

ich grübel gerade so rum und dabei ging mir durch den Kopf, ob eine Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn die Menschen soziale Kontakte haben.

Über den Rahmen hab ich mir keine Gedanken gemacht, aber ich vermute mal, es macht keinen Unterschied ob man sich die Frage anhand einer Dorfgemeinschaft stellt, mit ein paar hundert Einwohnern oder ob man es vergrößert auf sein eigenes Land oder noch weiter...

In meiner Verwandtschaft gibt es jemanden, den ich als passives Mitglied der Gesellschaft einordnen würde, aufgrund einer damaligen Erkrankung ist er Frührentner und hat sich völlig aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen und auch das Privatleben minimiert: Alle Freundschaften still gelegt, keine Kontakte zu alten Kollegen, trotz finanziell guter Möglichkeiten keine Freizeit-Aktivitäten außerhalb der Wohnung, kein Internet, kein Telefon.

Was wäre, wenn sich der Großteil der Menschen entscheiden würde, in der freiwilligen sozialen Isolation zu leben? Was wären die Konsequenzen daraus -für die Gesellschaft, gäbe es überhaupt welche?
Mal abgesehen von wirtschaftlichen Faktoren wie diesen, dass der komplette Freizeitbereich einbrechen würde und viele Menschen ihre Jobs verlieren.
Wie gesagt kein doll wichtiges Thema, ging mir nur gerade durch den Kopf und ich komme nicht weiter, weil ich es mir gar nicht für mich vorstellen kann vielleicht...

Was meint ihr?
Kennt ihr auch Menschen, die für sich so leben wollen?

Lieben Gruß
Salem
 
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AW: Gesellschaft durch Kontakte...

Was wäre, wenn sich der Großteil der Menschen entscheiden würde, in der freiwilligen sozialen Isolation zu leben? Was wären die Konsequenzen daraus -für die Gesellschaft, gäbe es überhaupt welche?
Mal abgesehen von wirtschaftlichen Faktoren wie diesen, dass der komplette Freizeitbereich einbrechen würde und viele Menschen ihre Jobs verlieren.
Wie gesagt kein doll wichtiges Thema, ging mir nur gerade durch den Kopf und ich komme nicht weiter, weil ich es mir gar nicht für mich vorstellen kann vielleicht...

Was meint ihr?
Kennt ihr auch Menschen, die für sich so leben wollen?
Hallo !

Ehrlich gesagt, neige ich auch dazu, zur Deckung meiner Bedürfnisse, Erfüllung meiner Wünsche und Lösung meiner Probleme es einmal lange ohne fremde Hilfe zu versuchen.

Wahrscheinlich hängt dies auch damit zusammen, in wie großer Gesellschaft man die ersten Jahre seines Lebens verbrachte: Waren da omnipräsente Elternteile, Geschwister, war man ein Einzelkind, waren die Eltern selten hier oder war man sogar ein Scheidungskind mit wenig Kontakten !?

Praktisch gesehen kann man natürlich - zumindest in der Zivilisation - sehr schwer ohne Kontaktwilligkeit bestehen, knüpfen wir gerne Kontakte, ist das nur ein Vorteil. Ich denke hier vor allem an die notwendigen Kontakte: früher oder später kommen wir ohne Arzt, Rauchfangkehrer (Schornsteinfeger), Müllabfuhr und diversen Handwerkern nicht aus, auch nicht ohne den Handel, bei dem ja auch vorwiegend Menschen dahinterstehen. Alle unselbständigen Erwerbstätigen brauchen natürlich einen Arbeitgeber und/oder eine Sozialversicherung. Religiöse Menschen brauchen oft eine Bezugsperson in einer Kirchengemeinschaft. Viele von uns brauchen auch einmal einen Rechtsanwalt in ihrem Leben und sei es nur, um eine Ehe aufzulösen, die wir einfach nicht mehr verkraften.

Abgesehen von den notwendigen Kontakten, verzichten wir auf viel Lebensqualität, wenn wir keine Kontaktfreudigkeit gegenüber dem anderen Geschlecht und/oder zu den schönen Künsten entwickeln.

Punkto zwischenmenschlicher Kontakte müssen wir natürlich auch eine persönliche Entscheidung treffen, ob wir eher viele oberflächliche Kontakte oder wenige innige Kontakte haben wollen.

zur Einsiedelei: Hin und wieder hört man schon von Menschen, die als Einsiedler leben; selten wird aber alles Lebensnotwendige die Natur hergeben, sodass sie - zumindest was die Deckung der Grundbedürfnisse betrifft - auch andere Menschen kontaktieren müssen.

Liebe Grüße

Zeili
 
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