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Deutschland und der Euro

EarlyBird

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Beiträge
28.942
Eurovisionen
US-Ökonomen fordern den Austritt Deutschlands aus dem Euro
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 19.07.15 01:02 Uhr | 2 Kommentare
Prominente US-Ökonomen sehen im Austritt Deutschlands die einzige Chance für die nachhaltige Lösung der Euro-Krise. Sie glauben, dass die Rückkehr zu D-Mark Deutschland und der Rest-Eurozone nützen würde. Mit Ben Bernanke hat sich auch der frühere Chef der US-Notenbank in diese Richtung geäußert. Die letzten Tabus in der Euro-Debatte fallen.

http://deutsche-wirtschafts-nachric...rdern-den-austritt-deutschlands-aus-dem-euro/

Irgendwie witzig, wenn diejenigen gute Ratschläge geben, bei denen wirtschaftlich und vor allem menschlich die Kacke noch viel mehr am Dampfen ist, als bei uns!

 
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Lassen wir einmal Volker Pispers außer acht und denken wir an das Sprichwort von den Menschen, die den Splitter im Auge des anderen bemängeln und dabei vollkommen den Balken im eigenen übersehen.


Das ist die Kurzfassung, ja! ;)
Wobei wir uns durchaus an der eigenen Nase fassen müssen.
Ich finde aber, dass Pispers etwas Wichtiges sagt.
Nämlich, dass wir uns mal hinsetzen müssen und uns überlegen, was wir wollen.
Der Kapitalismus hat ja nicht nur bei uns versagt.
Was mich wundert - es wird praktisch nicht über die veränderten Bedingungen gesprochen, die die zunehmende Arbeitslosigkeit ja verursacht haben.
Also Technik und Automatisierung.
Es ist doch traurig, wenn man Menschen quasi abschafft, nur weil nicht mehr so viele zum Arbeiten gebraucht werden.
Wir brauchen ein neues System - ein System der freiwilligen Arbeit und der Nachhaltigkeit, statt unendlichem Wachstum.
Die Währung wieder zu wechseln, bringt da genau nichts!
 
Das ist die Kurzfassung, ja! ;)
Wobei wir uns durchaus an der eigenen Nase fassen müssen.
Ich finde aber, dass Pispers etwas Wichtiges sagt.
Nämlich, dass wir uns mal hinsetzen müssen und uns überlegen, was wir wollen.
Der Kapitalismus hat ja nicht nur bei uns versagt.
Was mich wundert - es wird praktisch nicht über die veränderten Bedingungen gesprochen, die die zunehmende Arbeitslosigkeit ja verursacht haben.
Also Technik und Automatisierung.
Es ist doch traurig, wenn man Menschen quasi abschafft, nur weil nicht mehr so viele zum Arbeiten gebraucht werden.
Wir brauchen ein neues System - ein System der freiwilligen Arbeit und der Nachhaltigkeit, statt unendlichem Wachstum.
Die Währung wieder zu wechseln, bringt da genau nichts!

Natürlich bräuchten wir ein neues System. Aber wer sollte das wie schaffen ?
Ich schrieb schon einmal, daß der Kapitalismus nach wie vor lebt, daß er aber ein anderes Gesicht hat.
In meiner jugendlichen "roten Phase", dachte ich "wenn wir einmal alles haben, dann hat de Kapitalismus ausgespielt".
Damals habe ich aber nicht mit der immer wieder angefachten Gier der Menschen gerechnet.
So traurig es auch sein mag, solange man aus dem Sozialtopf schöpfen kann, wird sich auch nichts ändern.
Die Medien erledigen dann den Rest.
 
Natürlich bräuchten wir ein neues System. Aber wer sollte das wie schaffen ?
Ich schrieb schon einmal, daß der Kapitalismus nach wie vor lebt, daß er aber ein anderes Gesicht hat.
In meiner jugendlichen "roten Phase", dachte ich "wenn wir einmal alles haben, dann hat de Kapitalismus ausgespielt".
Damals habe ich aber nicht mit der immer wieder angefachten Gier der Menschen gerechnet.


Es sind doch nicht alle Menschen gierig und man kann die Gier auch auf andere Dinge als Geld richten - zB Sammlungen!
Am schlimmsten wirkt es sich mE aus, wenn die, die eh schon Macht haben, nach immer mehr Macht gieren.
Es ist zwar nur eine Scheinmacht, denn sie funktioniert nur, wenn die meisten Menschen "mitspielen", weil sie an ihre eigene Ohnmacht glauben.


So traurig es auch sein mag, solange man aus dem Sozialtopf schöpfen kann, wird sich auch nichts ändern.
Die Medien erledigen dann den Rest.


Ja - so Sachen wie ungeniertes Bedienen aus Steuergeldern für Prestigeobjekte, Bankenrettungen etc.
Steuergelder, die an sich für Infrastruktur, Bildung, Kultur, Altersversorgung etc gedacht sind.
 

Welche Gesellschaft wollen wir ?

EarlyBird schrieb:
[...]
Ich finde aber, dass Pispers etwas Wichtiges sagt.

Nämlich, dass wir uns mal hinsetzen müssen
und uns überlegen, was wir wollen.

Der Kapitalismus hat ja nicht nur bei uns versagt.

Was mich wundert - es wird praktisch nicht
über die veränderten Bedingungen gesprochen,
die die zunehmende Arbeitslosigkeit ja verursacht haben.

Also Technik und Automatisierung.
...
... und Globalisierung;

das heißt Auslagerung von Arbeitsplätzen in Länder
mit extrem niedrigen Sozial- und Umwelt-Standards.

Der bereits angesprochene Wachstums-Fetischismus komplettiert
quasi die Inventur der Problemzonen unserer Gesellschaft.

Na gut, man könnte natürlich
auch noch über den Verfall der Moral klagen. :)

Volker Pispers meinte,
Kapitalismus heiße teile und herrsche, ... Dividende et impera!

DWN schrieb:
[...]
Mody kommt in seinem Vorschlag interessanter Weise zur selben
Schlussfolgerung wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
im Jahr 1994:
Er sieht eine Währungsunion Deutschlands mit den Niederlanden,
Österreich, Belgien und Finnland als Möglichkeit,
damit der Rest-Euro noch stärker abwerten könnte
und damit die Produkte des Südens wettbewerbsfähiger würden.

Der entscheidende Unterschied zum Schäuble-Ansatz:
Frankreich sollte demnach im Euro bleiben
und nicht dieselbe Währung haben wie Deutschland.
[...]
So ein Nord-Euro wurde übrigens auch von der AfD vorgeschlagen.

Ob allerdings auch Belgien im Nord-Euro mitmachen soll,
bin ich nicht so felsenfest überzeugt.


> Das musste auch einmal in aller Klarheit gesagt werden. <

 
Welche Gesellschaft wollen wir ?


... und Globalisierung;

das heißt Auslagerung von Arbeitsplätzen in Länder
mit extrem niedrigen Sozial- und Umwelt-Standards.

Der bereits angesprochene Wachstums-Fetischismus komplettiert
quasi die Inventur der Problemzonen unserer Gesellschaft.

Na gut, man könnte natürlich
auch noch über den Verfall der Moral klagen. :)

Volker Pispers meinte,
Kapitalismus heiße teile und herrsche, ... Dividende et impera!


So ein Nord-Euro wurde übrigens auch von der AfD vorgeschlagen.

Ob allerdings auch Belgien im Nord-Euro mitmachen soll,
bin ich nicht so felsenfest überzeugt.


> Das musste auch einmal in aller Klarheit gesagt werden. <


Ja, Globalisierung, aber auch Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Geschichte, Geldwesen, Regulierungswahn, sonstige psychische Faktoren.....
Es ist komplex.
 

Sollte auch Belgien in eine "Nord-Euro" Zone eingebettet werden ?

Die Entwicklung der belgischen Staatsschuldenquote ist eher
mit Italien vergleichbar als mit Finnland oder Deutschland;
sie lag schon lange vor der weltweiten Finanzkrise
recht deutlich über der Maastricht-Grenze von 60 %.

Belgische Staatsschuldenquote in Prozent des BIP:
Code:
1990  125,5 %

1995  129,8 %
 
2000  107,7 %

2005   94,7 %

2006   90,7 %

2007   86,8 %

2008   92,2 %

2009   99,2 %

2010   99,5 %

2011  102,0 %

2012  103,8 %

2013  104,4 %

2014  106,5 %
Datenquelle:
Bericht des österreichischen Staatsschuldenausschusses / Fiskalrates
basierend auf Meldungen an die Europäische Kommission.


> Das musste auch einmal in aller Klarheit gesagt werden. <

 
Unverblümt:

"Alessio Rastani: Nicht die Regierung beherrscht die Welt, Goldman Sachs beherrscht die Welt


Der Brite Alessio Rastani hat mit einem dreiminütigen Interview beim englischen Fernsehsender BBC die Welt in Aufruhr versetzt. Grund dafür waren nur wenige Sätze des Börsenhändlers. Aber die haben es in sich.

Alessio Rastani in einem BBC-Interview: „Für mich ist es die EURO-Rettung unwichtiger Kram. Ich bin Börsenhändler, wenn ich eine Chance sehe Geld zu machen dann mache ich das. Die meisten Börsenhändler interessieren sich nicht dafür wie wir die Krise lösen, unser Job ist es damit Geld zu verdienen. Jetzt ist nicht die Zeit für Wünsche, zu denken, dass die Regierung die Sache in den Griff bekommt, denn nicht die Regierung beherrscht die Welt, Goldmann Sachs beherrscht die Welt, denen ist das Rettungspaket vollkommen wurscht.“"

http://pressejournalismus.com/2015/...t-die-welt-goldman-sachs-beherrscht-die-welt/
 
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Unverblümt:

"Alessio Rastani: Nicht die Regierung beherrscht die Welt, Goldman Sachs beherrscht die Welt


Der Brite Alessio Rastani hat mit einem dreiminütigen Interview beim englischen Fernsehsender BBC die Welt in Aufruhr versetzt. Grund dafür waren nur wenige Sätze des Börsenhändlers. Aber die haben es in sich.

Alessio Rastani in einem BBC-Interview: „Für mich ist es die EURO-Rettung unwichtiger Kram. Ich bin Börsenhändler, wenn ich eine Chance sehe Geld zu machen dann mache ich das. Die meisten Börsenhändler interessieren sich nicht dafür wie wir die Krise lösen, unser Job ist es damit Geld zu verdienen. Jetzt ist nicht die Zeit für Wünsche, zu denken, dass die Regierung die Sache in den Griff bekommt, denn nicht die Regierung beherrscht die Welt, Goldmann Sachs beherrscht die Welt, denen ist das Rettungspaket vollkommen wurscht.“"

http://pressejournalismus.com/2015/...t-die-welt-goldman-sachs-beherrscht-die-welt/

So, so und mir hast du nicht glauben wollen.
Dabei hat doch der Kabarettist Pelzig auf seiner Tafel
die genauen Verbindungen aufgezeigt.
 
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