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Der Mensch- früher und heute

Original geschrieben von Nina
Meiner Meinung ist es in jedem Menschen fest verankert.
Was ist fest verankert? Die Monogamie? Warum sterben so viele Lieben?
Egal wie Eltern ihre Kinder erziehen, es kann sein dass sie ganz und gar anders werden als sie, evtl. sogar genau das Gegenteil von ihnen.
Das hat oft was mit elterlicher Überdominanz (und Unterdrückung des Kindes) zu tun. Daraus entwickelt sich der kindliche Wunsch: Ich will aber anders sein! Schön, dass es dann wenigstens anders werden DARF!
Es könnte sein, dass ein Kind, dessen Eltern in einem richtigen Harem gelebt haben, später mal heiratet und 50 Jahre mit ein und demselben Mann zusammenlebt.
Könnte auch sein, dass ein Kind aus einer Mormonen-Familie sich später ein Harem zulegt oder zeit seines Lebens von Blütenpolle zu Blütenpolle fliegt... :D

Gysi
 
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Was ist fest verankert? Die Monogamie? Warum sterben so viele Lieben?
Nein, nicht nur die Monogamie, so wie der Mensch mal später leben wird, bzw. was Beziehungen anbelangt. Es hat etwas mit dem Charakter zu tun, der eine möchte lieber jemanden ganz für sich alleine, ein anderer etwas ganz anderes.
Warum so viele Lieben sterben, da denke ich, dass viele von Anfang an gar nicht richtig zusammenpassen, sie aber denken dass schaffen wir und irgendwann geht es dann doch nicht. Es gibt viele Paare, die völlig ausgebrannt auseinandergehen, sie hätten sich schon viel früher trennen müssen.
Und es gibt m.M. viele Lieben die kaputtgehen bei Paaren, die sehr gut zusammenpassen, aber die nicht an ihrer Beziehung gearbeitet haben. Sie haben vieles einfach so hinschleifen lassen bis irgendwann mal die Luft raus war und nur noch Langeweile übriggeblieben ist. Es gibt viele Beziehungen, in denen sich einer oder beide einfach gehenlassen, irgendwann ist derjenige nicht mehr attraktiv für den anderen und dann wird sich umgeschaut. Attraktiv nicht nur von der Optik, auch so, es wird nicht mehr richtig miteinander gesprochen, alles ist nur noch öde. Das ist ja die Kunst und ich kenne viele die es schaffen, dass sie lange zusammenbleiben und trotzdem irgendwie noch genug Feuer haben und zusammenhalten! Vermutlich bleiben Menschen, die sehr viele Gemeinsamkeiten haben und etwas zusammenmachen länger zusammen, es muss etwas sein was sie verbindet. Die Arbeit, Hobbys, irgendwelche Interessen an denen beide sehr hängen. Oder ein gemeinsames Schicksal oder gemeinsame Ziele.
Ich vermute bei Menschen, bei denen jeder ein ganz anderes Leben führt und ein eigenes, die sich zwar lieben, aber dass sie evtl. eher wieder auseinandergehen können, weil sie nicht so viel verbindet. Weil die grosse heisse Liebe am Anfang wird so oder so mal weniger, aber es bleibt dann eine andere Liebe, die verbindet und wenn die Gemeinsamkeiten da sind, bleiben sie vielleicht zusammen im Gegensatz zu denjenigen die sie nicht haben. Wenn bei denen der grosse Liebesrausch verklungen ist, denken sie das wars jetzt und suchen woanders den nächsten, immer rastlos auf der Suche sozusagen (meine Vermutungen).

Könnte auch sein, dass ein Kind aus einer Mormonen-Familie sich später ein Harem zulegt oder zeit seines Lebens von Blütenpolle zu Blütenpolle fliegt...
Ja klar oder so.
 
Ganz früher;) ging es womöglich nur ums Überleben und da bot sich die Form des Zusammenlebens eben so an. Ob da überhaupt romantische Gefühle im Spiel waren, keine Ahnung. Vielleicht hat ja der Mann einfach die Frau an den Haaren gepackt und sie geschwängert, wer weiss. In der Gruppe wusste jeder was zu tun war und fertig war die Kiste. Sie haben es möglicherweise auch nicht immer leicht gehabt und hatten mit Kriege anderer Gruppen, Kälte, Krankheiten oder Hunger zu kämpfen manchmal, aber irgendwie alles in allem war vieles möglicherweise unkomplizierter als heute.
Aber man kann die Zeiten nicht mehr zurückdrehen, die Menschen haben sich über so viele Jahre weiterentwickelt, es gibt verschiedene Kulturen und auch eine ganze Menge Annehmlichkeiten, worauf die meisten nicht mehr verzichten möchten. Das ist alles so selbstverständlich geworden, der Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus dem Hahn und die Heizung hat einen Thermostat zum Aufdrehen, das Geld aus dem Automaten. Man muss dafür arbeiten und manche sehr hart, zwar nicht mehr mit der Keule und Wurfgeschossen, sondern viele geistig, es ist manchmal zu überlegen was letztendlich schwerer ist. Es gibt viel Gewalt und Aggressionen in unserer Gesellschaft, wenn manche Männer mehr körperlich arbeiten und weniger Alkohol trinken würden, wäre es sicherlich besser für manche Frauen und Kinder. Mag sein dass es für manche Frauen auch zutrifft.
 
Original geschrieben von Nina
Aber man kann die Zeiten nicht mehr zurückdrehen, die Menschen haben sich über so viele Jahre weiterentwickelt,

Liebe Nina, das stelle ich entschieden in Abrede.

Stell dir zwei Gruppen vor: 10 Männer und 10 Frauen. Beide Gruppen sind textil so verhüllt, dass man ihr Geschlecht nicht erkennen kann und ihre Stimmen technisch derart verzerrt, dass du auch aus den Stimmlagen keine Geschlechtszugehörigkeit heraushörst.

Wetten, dass es dir innerhalb von Minuten problemlos gelingt zu bestimmen, welche Gruppe männlich und welche weiblich ist? ;)

Der Mensch an sich hat sich nicht viel verändert, seit er vom Baum runter ist. Sicher, seine Sprache ist geschliffener, seine Manieren besser geworden. Aber seine hormonspezifischen Verhaltensweisen haben sich nicht geändert. :rolleyes:

Und da sprichst du von Weiterentwicklung???? :confused: :D

Konfuzi
 
Hallo Konfuzi!
An anderer Stelle hatte ich den Thread "Instinkte" aufgemacht.
Bei anderen Menschen, die ich nicht so gut kenne, habe ich mir angewöhnt, auf ihre Körpersprache zu achten. Es können manche Menschen sonstwas erzählen, die Körpersprache lügt nie.
Manchmal ist es schade, dass Menschen sich so weit entwickelt haben, sie sind insgesamt "geschliffen", vieles Natürliche wurde ihnen einfach abtrainiert.
Es wäre schön, wenn jeder immer so sein würde, wie er wirklich ist, wenigstens in der Freizeit.
Ich bin auf dem Land grossgeworden, bei den Menschen war es dort so. Wenn andere mal schlecht draufwaren hat man es gemerkt, bzw. gehört:D in der Nachbarschaft, aber wenn sie zu einem nett waren war es tatsächlich so. Dort hat sich nie ein Mensch verstellt, jeder war so wie er war und fertig.
Seit vielen Jahren lebe ich in der Stadt und die Menschen sind ganz anders.
lG
 
Original geschrieben von Nina
Meine Vermutung ist, dass Männer und Frauen verschieden lieben. Ein Mann kann Liebe und Sex trennen. Er kann Sex haben mit anderen Frauen, null problemo, aber er liebt doch nur seine Frau zu Hause (vom Herzen). Sex ist bei ihm nicht Liebe, sondern ein körperlicher Akt, mehr nicht. Eine Frau liebt den anderen wenn sie mit ihm Sex hat oder verliebt sich in ihm. Deshalb sind wahrscheinlich Seitensprünge eher selten, wenn sie einen Mann hat den sie liebt. Wenn sie zu Hause einen Mann hat den sie nicht mehr liebt, sind Seitensprünge weil sie evtl. einen neuen Mann kennenlernen will oder eine Beziehung schon mit ihm hat oder weil sie einfach nicht zufrieden ist. Ich vermute eher dass eine Frau die Liebe sucht als den Sex. Das ist aber nur eine Vermutung, ob es stimmt weiss ich nicht, vielleicht bin ich ja auch von mir selber ausgegangen:cool: .

@Nina: Die emanzipierte Frau, meine ich, kann Liebe und Sex ebenfalls trennen. Und fliegt nach Jamaika, um ein bißchen Spaß zu haben. Seitensprünge sind typisch männlich? In der Tierwelt sucht sich das Weibchen die bestmöglichen Gene. Daneben einen Vater für die Aufzucht, der nicht mit dem leiblichen Vater identisch sein muß: also, die perfekte Trennung von Sex und Liebe! Angeblich ist eine gewisse Quote bei Menschen ebenfalls da. Ich glaube allerdings schon, daß bei Frauen meistens Gefühl im Spiel ist, wenn sie untreu werden. Kennst Du das Buch „Ich habe einen Liebhaber“ von M.Rellin?

Rudi

(Übrigens: die importierten Asiatinnen fügen sich??? Doch eigentlich nur für kurze Zeit, bis sie einen Job an der Supermarktkasse und eigenes Geld haben. Dann ist es selbständig, das „willenlose Kuschelweibchen“...)
 
Hallo Rudi!
Nein, das Buch kenne ich (noch;)) nicht.

Vermutlich gehört sehr viel Mut dazu einen Liebhaber zu haben. Immerhin muss man ja seinen Mann anlügen und wenn es rauskommt gibt es eine fette Scheidung.
Aber lieber ein Ende mit Schrecken...

Mag sein, dass es Menschen gibt, die einen Lover haben, die Kinder vom anderen Mann sind als vom eigenen, Menschen die sich von morgens bis abends anlügen, sich überall die Rosinen aus dem Kuchen picken und dabei lustig und vergnügt in den Tag hineinleben und sich nichts dabei denken. Aber dafür muss man der Typ sein, das kann nicht jeder!

Dann lieber einen Schlußstrich unter die Beziehung ziehen, wenn es nicht mehr geht, meine Meinung.
lG
 
Nina, das Buch solltest Du ruhig mal lesen. Darin berichten selbstbewußte Frauen - ohne Voyeuren gerecht zu werden -davon, wie sich 2 Liebesbeziehungen unter einen Hut bringen lassen. Wie sie aufblühten und neue Entwicklungsmöglichkeiten entdeckten. Aber ohne eine Familie oder gewachsene Freundschaft, die keine sexuellen Bestandteile mehr besaß, leichtfertig zu opfern. Inzwischen gibt es ein zweites Buch, in den die Liebhaber von ihrer Seite berichten. Habe ich aber noch nicht gelesen...
 
Wenn Kinder da sind und die Familie nicht auseinanderbrechen soll, weil die Kinder darunter leider müssten, ist es für eine Frau wahrscheinlich besser wenn sie, bevor sie seelisch verkümmert, sich einen Liebhaber sucht.
Aber eine Frau, die verheiratet ist und keine Kinder hat, braucht meiner Meinung so einen Spagat nicht machen. Sie kann ihre sieben Sachen zusammenpacken und geht.
Vielleicht findet sie selber einen Mann mit Familie, oder falls es noch nicht zu spät ist, bekommt sie selber noch eines.
Oder sie richtet sich mit ihrem neuen Partner das Leben so ein, wie es beiden gefällt.
Der Ex- Mann ist dann auch endlich frei, die Richtige zu finden fürs Leben. Und bei der Scheidung steht er nicht schlecht da, weil er für niemanden Unterhalt zahlen muss.
lG
 
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hallo nina, dieser thread ist super intressant. wenn ich so einblicke, kann ich nur sagen, daß, wenn die frau mit ihrem leben/umständen zufrieden ist sich nichts neues sucht, hier und da vielleicht mal eine sehnsucht auftaucht. aber träumen tut ja jeder mal. ist eine bestimmte unzufriedenheit da, wird sie ebenfalls eine suchende sein, wie der mann auch. nur ob sie ihr vorhaben realisieren wird, indem sie einen anderen partner sucht oder annimmt, kommt wohl weniger vor, als bei den männern. die frau ist ja in diesen dingen eher die leidtragende, wenn sie kinder hat. sie muss sich nicht abhängig machen, ist aber meistens in eine abhängigkeit reingedrängt, weil eben die erziehungslast von kindern meist bei ihr liegt. wie auch in dem monogam-thread gesagt: wenn sich beide einig werden/sind kommt das gefühl auch nicht auf, einen anderen partner zu suchen. vielleicht ist es heute einfach so, daß man durch die eigenschaften: besitz, eifersucht, festhalten und binden nicht davon wegkommt, nur einen partner zu haben. würde man bedingungslos lieben, so würde man weder dem partner etwas mißgönnen, noch sich selbst. aber so lange o.g. eigenschaften fest verankert sind, wird die partnerschaft für viele der goldene käfig bleiben.

lieben gruss
lacu
 
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