• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Book ohne Demand - Der kulturelle Niedergang?

AW: Book ohne Demand - Der kulturelle Niedergang?

... um mal wieder ernsthaft auf den Titel des Threads zurückzukommen; Book on Demand ist sicher nicht der Weg in den kulturellen Niedergang, wohl aber das, was etablierte Verlage an geistigem Schrott auf den Markt werfen. Es gibt z.B. eine Seite "www.vorablesen.de", auf der man Neuerscheinungen einsehen kann - aber mich hat noch kein einziges Buch auf dieser Seite gereizt, es wirklich zu lesen...
Dann waren sie auch nicht für Dich gedacht und geschrieben und Du hast schon die Gabe der Unterscheidung zu gebrauchen gelernt.

.Auch was in Bestseller-Listen steht (und was Dennis Scheck in seiner Sendung "druckfrisch" oft genüsslich verreißt) ist haarsträubender Unfug.
Was hat dieser Mann davon, etwas genüsslich zu zerreißen ist er ein Wolf?

.Und die andere Seite des "kulturellen Niedergangs" ist sicher die, dass ohnehin immer weniger Leute lesen (nämlich Vernünftiges); wenn ich in eine Wohnung komme und sehe dort kein einziges Buch, packt mich das große Entsetzen...
Was erwartest Du? Es gibt eben Leute, die sind ohne Bücher aufgewachsen, weil die Eltern noch Analphabeten waren, zu mindestens die Mütter, die noch nie eine Schule von innen gesehen haben. Trotzdem nach bestem Wissen und Gewissen die gute Mütter sind. Das ist eine Frage von Generationen, in der sich ein Bildungsdefizit ausgleichen kann.
.Eine Menschheit, die nicht mehr liest (d.h. den Vorrat an Vernunft nutzt und weitergibt), ist sicher dem Untergang geweiht...
Mir graut eher vor Leuten, die alles gelesen haben und ohne Gefühle sind. Die sind nämlich wirklich das Furchtbarste vom Furchtbaren.
Ich bleibe dabei, das Gefühl und Verstand zur Vernunft führt. Die Gefühle mit dem Verstand in Einklang zu bringen, davon sind wir in dieser einen Welt noch ziemlich weit weg. Da gibt es noch eine Menge zu tun.

:liebe: :geist: :schaf: rg​
 
Werbung:
AW: Book ohne Demand - Der kulturelle Niedergang?

Um die Buchhändler mache ich mir keine Sorgen; wenn man bedenkt, dass 30-40% des Ladenpreises eines Buches Buchhändlerrabatt sind, verdient diese Gruppe am Werk eines Autoren am meisten.

Verlage machen heute den größten Teil ihres Geschäftes mit den sog. Nebenrechten (Zweitverwertung / Übersetzungen / Verfilmung usw); deshalb hat es ja ernsthafte Literatur (vor allem Lyrik und kurze Prosa) so schwer; lieber geht man den Weg der internationalen Bestselleritis mit.

Wer wirklich Probleme hat, das sind einzig und allein die Autoren selbst, die hinter den Massenwaren kaum noch wahrgenommen werden und deren Werke (ich meine ernsthafte Autoren) in immer kleinere Auflagen gepresst werden, von denen keiner leben kann.
 
Zurück
Oben