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Privilegien

Privilegien, die man sich durch den Mehrwert der eigenen Arbeit geschaffen hat, haben ihre Berechtigung. Alles andere wäre Gleichmacherei mit den bekannten negativen Folgen.
Zur Bemerkung über die Finanzierung Aufbau Ost doch eine Anmerkung: Die speziell von Ostdeutschen immer wieder aufgestellte Behauptung, der Soli würde wieder nach Westdeutschland zurückfliessen, ist weitgehend sachlich falsch. Tatsächlich wird der grösste Teil rechtswidrig zum Ausgleich der öffentlichen Haushalte verwendet. Diese Mittel dürften nur für Infrastrukturmassnahmen verwendet werden, um die Verhältnisse anzugleichen. Diese rechtswidrige Verwendung beklagt zur Zeit unser Finanminister und fordert Änderung.
Bei all der ostdeutschen Deindustrialisierung wird immer wieder vergessen, dass es eine Menge ostdeutscher Wendegewinner gibt. Wenn man sieht, wieviele sich in DDR-Zeit für ein (vergleichsweise) Butterbrot ein Haus kaufen konnten, das heute ein mehrfaches Wert ist, erkennt man ein deutliches Ungleichgewicht. Erstaunlich auch der relativ neue Fahrzeugbestand im Osten. Noch erstaunlicher, wieviele Autos aus Japan kommen.
Ich habe es erst kürzlich in Görlitz erlebt. Da jammert mir einer vor, es ginge nicht vorwärts in der Region. Er selbst jedoch fährt nach Polen zum Tanken, kauft dort die Dinge des täglichen Bedarfs und versorgt sich mit steuerfreien Zigaretten. Am Ende des Gesprächs steigt er in ein Auto Marke Toyota. Dass man schon zweimal in Mallorca war, versteht sich von selbst.
So hatte ich mir die Verwendung von Fördermitteln nicht vorgestellt.
 
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Jacques schrieb:
Lieber Zeilinger,

Wer oder was ist "die Politik"? Wenn du diesen Satz auf den Nationalstaat beziehst, ....
Politik muss sich m.E. nicht auf den Nationalstaat beschränken. Die von mir bevorzugte Definition von Politik ist: "Die Kunst des Möglichen". Man kann aber auch sagen: "Politik ist die soziale Notwendigkeit, Entscheidungen zu treffen." Zum Unterschied von den schönen Künsten wie Musik, Malerei, Dichtung, Bildhauerei (zum Teil: Schauspielerei) sehe ich die Politik als praktische Kunst.
Dann sehe ich noch politische (geografische) Einheiten: Gemeinden, Bezirke, Kreise, Bundesländer, Staaten, Staatenbünde. Demnach gibt es Gemeindepolitik, Staatspolitik, etc. Man kann die Politik aber auch in Bereiche unterteilen (was ich auf Dauer für seriöser empfinde): Wirtschaftspolitik, Sicherheitspolitik, Sozialpolitik etc., wobei man sagen kann, dass eigentlich alles Sozialpolitik ist, da "sozial" mit gesellschaftlich übersetzt werden kann und sowohl Wirtschaft, als auch Wissenschaft und (schöne) Kunst, Sicherheit etc. zur Gesellschaft gehören.

Liebe Grüße

Zeili
 
mavaho schrieb:
Privilegien, die man sich durch den Mehrwert der eigenen Arbeit geschaffen hat, haben ihre Berechtigung.
Je mehr Umsatz ein Vertreter (auf legale Weise) macht, desto mehr Geld gebührt ihm; wobei nach meinem Empfinden die sogenannte "Provisionsprogression", von zweifelhaftem Wert ist (wie auch die Steuerprogression).

Gruß Zeili
 
Man muss doch deutlich zwischen unternehmerischem und staatlichem Handeln trennen. Leider wird zu oft der Fehler gemacht, an beides die selben Massstäbe anzulegen.
Ein Unternehmer kann mit seinem Eigentum beliebig verfahren, soweit dadurch nicht die Allgemeinheit geschädigt. Hier also Masstäbe wie z.B. Gerechtigkeit anzulegen, ist falsch. So kann ich einem ein höheres Gehalt zugestehen, wenn mir seine Nase besser gefällt als die eines anderen. Insofern kann ich innerhalb des Betriebs jedermann Privilegien zugestehen nach eigenem Ermessen, da die Kosten dafür nicht die Allgemeinheit zu tragen hat.
Staatliches Handeln berührt immer die Allgemeinheit. Hier müssen Gleichheitsregeln beachtet werden. Leider wird dagegen in vielen Bereichen verstossen und Beamte, Politiker oder Verbandsfunktionäre eignen sich Privilegien an, die sich nicht von ihrer Aufgabenstellung her rechtfertigen. Daztu gehört auch der peramente Versuch der Gewerkschaften, sich ein Vertretungsmonopol für die Arbeitnehmer zu sichern und Betriebsräte zu verhindern, die sich ausserhalb der Gewerkschaften in Betrieben organisieren.
 
In der Kürze liegt die Würze ....

Gueldenstern schrieb:
..... ..... ..... ..... ..... ....

Güldi,

das neue 29-Punkte-Programm der SPÖ ist hier aber schon sehr kompakt dargestellt.

Ist der Termindruck beim SPÖ-Parteitag wirklich soooo gross ?
 
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