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Wie die Realität die Wahrheit verschwinden lässt.

Freiheit

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21. Februar 2007
Beiträge
35
AW: Wie die Realität die Wahrheit verschwinden lässt.

Ich verweise auf den Konstruktivismus, der genau dieses Phänomen beschreibt.

Watzlawik ---> "Wie wirklich ist Wirklichkeit"

Wenn man das Zitat von Descartes verstehen will, so muss man ihm in Kontext sehen. Descartes schreibt das er alles anzweifeln muss und letzten Endes bleiben ihm nur seine eigenen Gedanken. Er selbst erkannte auch, das seine Existenz nur reine Einbildung sein kann, aber es ist das einzige, was uns gewiss ist.

Erkennen wir unser eigenes Dasein nicht an, so verschwinden wir wie ein Hauch von Staub in der Unendlichkeit.
 
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Jing6

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22. Mai 2005
Beiträge
151
AW: Wie die Realität die Wahrheit verschwinden lässt.

Ich denke,für den Teil der Realität, in dem wir leben, stimmt unsere Teil-Wahrheit. Es ist zwar nicht die absolute Wahrheit, aber wir kennen ja auch nicht die absolute Realität.

Ja, und dadurch das wir die gleichen Erlebnisse wie unsere Mitmenschen haben, haben unsere Erkenntnisse eine Berechtigung. Trotzdem bleibt jede Wahrheit nur über einen Teilausschnitt der Welt.

Mit dem Satz "ich denke, also bin ich" kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen.

Auch dieser Satz bescheibt nur einen Teilausschnitt der Welt. "Ich denke also bin ich" bedeutet, dass selbst wenn alles täuschung ist und ich in einer Art Matrix-Computer sitze, meine eigene Existenz bewiesen bleibt. Es muss nämlich jemand da sein, der die ganze Zeit getäuscht wird. Sonst könnte es ja garkeine Täuschung (oder auch Denken) geben.

Die nächste Erkenntnis ist: Es muss auch etwas da draußen geben. Denn wenn jemand getäuscht wird, dann muss es logisch zwingend auch ein etwas geben, dass ihn täuscht. Z.b. eine irgendwie geartete Welt oder einen Matrixcomputer.

Nur wie dieses insgesamt aussieht, was da draußen ist, dass wird für immer im Dunkeln bleiben.

nette Grüße
albert
 

Malik

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Registriert
18. März 2007
Beiträge
75
AW: Wie die Realität die Wahrheit verschwinden lässt.

In Afrika gibt es ein Volk, welches die Farbe Blau nicht wahrnehmen kann.

Dazu direkt kann ich nichts beitragen, aber Wahrscheinlich ist die Entwicklung optischer Wahrnehmung ebenfalls der Evolution unterworfen. D.h. grob gesagt, am Anfang sahen 'wir' weniger farben als heute; gerade genug um z.B. grüne von roten Früchten zu unterscheiden. Blau spielt hier also keine wirkliche Rolle...Was gibt es schon in der Natur, dessen blaue Farbe wir erkennen müssten um zu überleben?
Was den Rest angeht...da kann ich nur zustimmen, aber wenn man sich in unserer heutigen gesellschaft mal umschaut, ist es weniger das wahrnehmen und erkennen Können, als vielmehr der Wille dazu, der hier fehlt, oder getrübt wird.

Malik
 
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koocoo

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20. März 2007
Beiträge
59
AW: Wie die Realität die Wahrheit verschwinden lässt.

Um hier in unserer weltlichen Beschränktheit Watzlawik mit seinem Konstruktivismus zu strapazieren so bestätigt dieser die von dir geschrieben Gedanken.

Doch lasse hier den Gedanken gebaut auf Deepak Chopra bzw. dem Bereich der Methaphysik entspringend zu. Es ist ein Unterschied zwischen dem was wir als Person Wahrnehmen und was wir fähig sind hiervon in unser Bewusst sein abzurufen. Deepak Chopra geht soweit, dass er behauptet und dieser Behauptung kann ich mich mit meinem heutigen Wissens- und Gefühlsstand anschließen, dass alles Gedachte und Erfahrene, alles Wissen im Raum um uns, vorhanden ist. Sollte es uns durch Übung gelingen, die von uns gebauten geistigen Mauern zum Einsturz zu bringen so wird sein was ist - wir werden der Ewigkeit schauen. Das blau wird blau sein und das Gehörte wird das Gehörte sein. Haben wir den Zustand erreicht, das wir uns soweit bewusst sind, das wir die Wirklichkeit um uns erschaffen und zwar die gesamte so werden wir uns als Ursache für das Vermögen der uns umgebenden und der uns auferlegten Beschränkungen selbst erkennen.
 
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