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Von den islamischen "Huris"

Stephanos

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Von den Huris, die Weintrauben sind und deren Süße wir im HImmel genießen können...Taz v.10.0.04: Edith Kresta
http://www.taz.de/pt/2004/04/10/a0265.nf/text

"Eine andere Form der Bibel"

War der Islam ursprünglich eine Strömung des Christentums?
Der Koranforscher Christoph Luxenberg sagt: Der Aspekt der Religionsgründung kam erst nachträglich aus politischen Gründen ins Spiel. Ein Gespräch über den Glauben an die Auferstehung und fundamentale Fehlinterpretationen des Korans

INTERVIEW EDITH KRESTA

taz: Herr Luxenberg, Sie führen viele Stellen im Koran auf christliche Wurzeln zurück. Steht denn was zum Osterfest drin?

Christoph Luxenberg: Das Osterfest selbst wird im Koran nicht genannt. Allerdings gibt es drei Koranstellen, die auf Christi Tod und Auferstehung eindeutig anspielen, das sind: Mariensure, Vers 33: "Heil über mich (spricht Jesus) an dem Tag, da ich geboren wurde, an dem Tag, da ich sterben, und an dem Tag, da ich wieder auferstehen werde." Und Sure 3 (Sippe Imran) Vers 55: "Gott sprach: O Jesus, ich werde dich sterben lassen und dich zu mir erheben und dich von (der Schmähung) derer, die (dich) verleugnet haben, reinigen und jene, die dir folgen, über diejenigen stellen, die (dich) verleugnet haben bis zum Tage der Auferstehung." Nach diesem bedeutenden Vers müssten die Muslime eigentlich nicht weniger christlich sein als die Christen selbst.

Sure 5 (die Tafel) Vers 115 bringt ein Zwiegespräch zwischen Gott und Jesus nach dessen Himmelfahrt. Auf die Frage Gottes, ob Jesus den Menschen erzählt habe, dass er und seine Mutter Götter seien, wehrt sich Jesus gegen diesen Vorwurf und schließt in Vers 117 mit den Worten ab: "Ich habe sie (die Menschen) gemahnt, solange ich unter ihnen weilte. Nachdem du mich aber hast sterben lassen, hattest du (nunmehr) die Aufsicht über sie."

Aber die Muslime glauben doch nicht an die Kreuzigung. Oder doch?

Im Koran ist der Tod Christi bezeugt. Dies steht aber in diametralem Widerspruch zur bisherigen Fehlinterpretation der einzigen Koranpassage, in der von der Kreuzigung die Rede ist. In Sure 4 (die Frauen) Vers 157 nimmt der Koran zu der Behauptung der Juden, sie hätten Christus getötet, nach bisherigem Verständnis mit folgenden Worten Stellung: "Dabei haben sie ihn weder getötet noch gekreuzigt, vielmehr (war es ein anderer, der ihm) ähnlich sah." Der scheinbare koranische Widerspruch wird aber aufgehoben, wenn man diese Passage philologisch folgendermaßen versteht: "Dabei haben sie ihn nicht getötet - und insoweit nicht gekreuzigt; vielmehr schien ihnen dies."

Das heißt: Es schien ihnen, als ob sie ihn durch die Kreuzigung getötet hätten. Das "Scheinen" bezieht sich demnach hier auf das "Töten", nicht auf die "Kreuzigung". Dies bestätigt auch die abschließende koranische Aussage des zitierten Verses: "Eigentlich haben sie ihn (durch die Kreuzigung) nicht getötet!" Die philologische Begründung dieses Verständnisses folgt in meiner nächsten Buchpublikation. Bekanntlich hat die Fehlinterpretation dieser zentralen Koranstelle zu einer seit Jahrhunderten andauernden Polemik zwischen Islam und Christentum geführt.

Philologisch Unbedarfte können Ihnen nur schwer folgen.

Deshalb zitieren auch viele meine Arbeit nur aus zweiter Hand.

Sie behaupten letztlich, der Koran sei nur eine andere Form der Bibel?

Was die ursprüngliche Intention des Propheten betrifft, nichts anderes. Der Koran beruft sich immer wieder auf die Bibel. Eigentlich vertritt der Koran teilweise eine orientalische Strömung des Christentums. Denn das, was man heute Christentum nennt, ist im Wesentlichen vom römisch-byzantinischen Denken geprägt.

Und wie viel von der christlichen Mythologie steckt im Koran?

Was Christus und Maria betrifft, ist der Koran bezüglich der wunderbaren Geburt Christi deckungsgleich. Hier herrscht eine Übereinstimmung, die zum Beispiel vom Judentum nicht geteilt wird. Die politische Entwicklung des Islam hat aber zur Ablehnung der Bibel geführt. Nach dem Willen der islamischen Theologen sollte nunmehr der Koran als heilige Schrift die ausschließliche Grundlage der neuen Religion bilden.

Wie kam es Ihrer Meinung nach zu dieser Abkoppelung?

Die historische Entwicklung des Islam zeigt, dass sie politisch bedingt war. Nachdem das arabische Reich sich etabliert hatte, ist wohl das Bedürfnis entstanden, von den Christen, mit denen die Araber in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt wurden, Abstand zu nehmen und eine eigene Religion zu gründen.

Der Islam als arabische Weltanschauung?

Ja. Er sollte gewissermaßen als Ideologie dienen, die ihre Effizienz bei der Bildung eines arabischen Nationalbewusstseins und einer einheitlichen arabischen Sprache und Kultur nachhaltig bewiesen hat. So lässt sich historisch nachvollziehen, weshalb eine Trennung von "Religion und Staat" im Islam - bisher jedenfalls - undenkbar ist, wenn auch eine aufgeklärte muslimische Elite sich verstärkt dafür einsetzt.

Sie haben Ihre Thesen aus Ihrer sprachwissenschaftlichen Forschung entwickelt. Sie behaupten, viele dunkle Stellen im Koran lassen sich durch die "syrisch-aramäische Lesart des Koran" deuten. Wie kamen Sie darauf?

Arabisch wurde sprachhistorisch als älter eingestuft als das Aramäische. Dies erweist sich aber nun als sprachhistorischer Irrtum. Arabisch war vor dem im 7. Jahrhundert entstandenen Koran keine Schriftsprache. Schriftsprache war seit über tausend Jahren davor das Aramäische. Selbst das Wort "arabisch, Araber" ist unarabisch. Im Aramäischen kann es sowohl einen "Wüstenbewohner" als auch einen "Hirten" bezeichnen. Auch die Namen von Mekka und Medina sind aramäisch. Als man die grammatischen Regeln des klassischen Arabisch gegen Ende des 8. Jahrhunderts festlegte, bezog man sich sowohl auf den Korantext als auch auf die angeblich mündlich überlieferte altarabische Poesie, die aber erst im 9./10. Jahrhundert gesammelt und dokumentiert wurde.

Wollen Sie den Koran frauenfreundlicher und hoffähig machen, wenn Sie beispielsweise die schönen Jungfrauen, die die Männer beim glücklichen Einzug ins Paradies erwarten, mit weißen Weintrauben übersetzten? Kritiker werfen Ihnen Prüderie gegenüber der Sinnlichkeit des Korans vor.

Bezeugt ist im Koran nur das Wort "hur". Dieses Wort ist etymologisch aramäisch und bedeutet "weiß". Es gehört viel Phantasie dazu, in den "weißen Weintrauben", die die syro-aramäischen Lexika zuverlässig belegen, vermeintliche "Huris" zu sehen, die die zweifellos nachkoranische arabische Poesie zur männlichen Beglückung ebenso fälschlich besungen hat. Es war gewiss und ausschließlich Männerfantasie, die bei den erträumten "Huris" oder "Paradiesjungfrauen" Pate gestanden hat.

Und wie steht es um das Kopftuch im Koran?

In Sure 24 Vers 31 gibt es eine besondere Passage, auf die man sich bisher zur Rechtfertigung des Kopftuches berufen hat. Diese Stelle habe ich philologisch erörtert. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass es sich hierbei gar nicht um ein Kopftuch, sondern um einen Gürtel handelt. Arabisch wörtlich verstanden, lautet diese Passage: "Sie (die Frauen) sollen ihre ,Chumur' auf ihre ,Taschen' schlagen." Syro-aramäisch aber richtig verstanden, lautet der eigentliche Sinn: "Sie sollen sich ihren Gürtel um die Hüften schnallen." Der koranische Satz erweist sich somit als getreue Wiedergabe einer geläufigen aramäischen phraseologischen Einheit.

Was halten Sie von der Kopftuchdiskussion hier?

Dass man dieses Thema politisch ausschlachtet, stört mich. Gegen das Kopftuch selbst hätte ich nichts einzuwenden. Sollte man eine Lehrerin mit freizügiger Kleidung vorziehen? Jetzt wird man mir wieder Prüderie vorwerfen. Fraglich wird es hingegen, wenn man das Kopftuch als Mittel zu politischen Zwecken einsetzt. Dass dies die Öffentlichkeit hier irritiert, ist verständlich. Das Kopftuch selbst hat nichts spezifisch Islamisches. Es ist Brauchtum, wie es teilweise unter Christen in Orient und Okzident noch fortbesteht.

Sie schreiben unter Pseudonym, wann wollen Sie sich outen?

Ich muss die weiteren Reaktionen abwarten, denn die islamische Welt hat mein Buch noch nicht richtig rezipiert. Die Reaktionen beziehen sich bisher in der Regel auf Medienberichte. Die eigentliche Diskussion läuft erst in Europa.

Fürchten Sie, als Ketzer bedroht zu werden?

Ich weiß nicht, wie darauf reagiert wird, wenn das Buch einmal ins Arabische oder Englische übersetzt worden ist. Die englische Version wird mehr zeigen. Doch die meisten Muslime sind nicht fanatisch. Ich kenne viele Muslime, die brennend daran interessiert sind, ihren Koran richtig zu verstehen. Bei diesen Muslimen habe ich - viel eher als bei manchen Islamwissenschaftlern - die Bereitschaft verspürt, meine Erklärungen zu akzeptieren, weil Sie darin mehr Sinn sehen.

Haben Sie schon einen internationalen Verleger?

Ich stehe mit solchen in Verhandlung.

Was bedeuten Ihre Thesen für den Dialog der Religionen?

Ich sehe darin eine Chance, sie einander näher zu bringen.

Wie weit sind Sie mit Ihrem zweiten Buch?

Ich hoffe, bis Ende des Jahres damit soweit zu sein.

Werden Sie darin Ihre sprachwissenschaftlichen Untersuchungen fortführen?

Ja, ich werde weiterhin einzelne Fallbeispiele darlegen, aber auch größere zusammenhängende Stücke bearbeiten. Zuvor werde ich auf die aramäische Struktur der Koransprache im Detail eingehen. Dies wird zeigen, in welchem Umfang das Arabische vom Aramäischen durchdrungen ist. Das erste Buch wollte nur eine Einführung sein. Das Wichtigste kommt erst.

Und was sagen Sie genauer?

Unter anderem werde ich den ersten zusammenhängenden Abschnitt der Mariensure (Vers 1-33) neu besprechen. Ein weiterer zusammenhängender Text wird sich auf die Person des Propheten beziehen. Die syro-aramäische Sprachanalyse wird darin Details offenbaren, die manche Angaben aus der Biografie des Propheten bestätigen werden. Mit weiteren Überraschungen kann gerechnet werden.

taz Nr. 7331 vom 10.4.2004, Seite 21, 329 Interview EDITH KRESTA
 
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Stephanos

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Weiteres von den Huris...

?Huris? als Weintrauben....

Unter dem Pseudonym Christoph Luxenberg hat ein deutscher Wissenschaftler eine »syro-aramäische Lesart« des Koran erarbeitet, die ein neues Verständnis vor allem der »dunklen Stellen« des Koran vorschlägt. Nach der islamischen Überlieferung enthält der Koran die unter dem dritten Kalifen Osman bis 656 nach Christus schriftlich fixierten Offenbarungen des Propheten Mohammed. Als erstes in arabischer Sprache verfasstes Schriftstück gilt der Koran auch als Begründer der arabischen Sprache. Für die islamische Theologie wurde er zum heiligen Buch, in dem sich der Wille Allahs definitiv manifestiert. Einige Textstellen im Koran haben allerdings von Beginn an den Gelehrten in der arabischen Welt und später auch im Westen Kopfzerbrechen bereitet. Bislang war es nicht gelungen, für diese »dunklen Stellen« ein überzeugendes Verständnis zu finden, auch nicht von arabischen Philologen.
Diese Verständnisprobleme hängen mit den Eigenheiten der arabischen Sprache zusammen. Um einen Text eindeutig zu verstehen, muss er so genannte »diakritische Punkte« enthalten, die erst die Konsonanten eindeutig festlegen, sowie Vokalzeichen. Beides wurde jedoch erst später in der Sprachentwicklung gesetzt. Das ursprüngliche Koran-Arabisch kannte nur ein Konsonantengerüst. Daher ist es offen für unterschiedliche Interpretationen.
*
Das Beispiel Christoph Luxenberg zeigt, wie vielschichtig die islamische Welt ist. Auf jeden Fall steckt ein tieferes Verständnis der gemeinsamen Wurzeln von Christentum und Islam noch in den Kinderschuhen.
Im April erscheint die zweite, erweiterte und überarbeitete Fassung von
Christoph Luxenberg, Die Syro-aramäische Lesart des Koran. Verlag Hans Schiler, 336 Seiten, Euro 29,90.
*
Artikel in Publik-Forum Heft 07/2004; zu erreichen uenr
www.publik-forum.de
*
Die Weintrauben des Paradieses
Kritische Analyse des Koran: Die gemeinsamen Wurzeln von Christentum und Islam sind stärker als bisher vermutet.

Von Claudia Mende

Eine Flut von Büchern über den Islam ist auf dem Markt. Nur selten beschäftigen sie sich allerdings mit der Grundlage des Glaubens, mit dem Koran selber. Eine textkritische Arbeit über das heilige Buch der Muslime sorgt derzeit international für große Aufmerksamkeit, weit über die Fachkreise der Islamwissenschaft hinaus.
Unter dem Pseudonym Christoph Luxenberg hat ein deutscher Wissenschaftler eine »syro-aramäische Lesart« des Koran erarbeitet, die ein neues Verständnis vor allem der »dunklen Stellen« des Koran vorschlägt. Nach der islamischen Überlieferung enthält der Koran die unter dem dritten Kalifen Osman bis 656 nach Christus schriftlich fixierten Offenbarungen des Propheten Mohammed. Als erstes in arabischer Sprache verfasstes Schriftstück gilt der Koran auch als Begründer der arabischen Sprache. Für die islamische Theologie wurde er zum heiligen Buch, in dem sich der Wille Allahs definitiv manifestiert. Einige Textstellen im Koran haben allerdings von Beginn an den Gelehrten in der arabischen Welt und später auch im Westen Kopfzerbrechen bereitet. Bislang war es nicht gelungen, für diese »dunklen Stellen« ein überzeugendes Verständnis zu finden, auch nicht von arabischen Philologen.
Diese Verständnisprobleme hängen mit den Eigenheiten der arabischen Sprache zusammen. Um einen Text eindeutig zu verstehen, muss er so genannte »diakritische Punkte« enthalten, die erst die Konsonanten eindeutig festlegen, sowie Vokalzeichen. Beides wurde jedoch erst später in der Sprachentwicklung gesetzt. Das ursprüngliche Koran-Arabisch kannte nur ein Konsonantengerüst. Daher ist es offen für unterschiedliche Interpretationen.
Luxenberg ist kein Islamwissenschaftler sondern Semitist, also Fachmann für alte orientalische Sprachen. Für die Islamwissenschaft ist er ein Außenseiter, aber wie so oft kommen neue Anregungen von außerhalb des Fachgebiets. Sein Ziel lässt sich mit dem der historisch-kritischen Methode aus der Bibelwissenschaft vergleichen: Luxenberg will den Koran in seinem historischen Kontext verstehen. Er liest ihn aus einem neuen Blickwinkel, indem er die Einflüsse der aramäischen Sprache auf den Koran prüft.
Auf diese Weise kommt er zu einem neuen Verständnis einiger Textstellen. Am spektakulärsten ist sicherlich seine Neudeutung der »Huris«, der so genannten »Paradiesjungfrauen«, aus Sure 44, 54 und 52, 20 als »weiße kristallklare Weintrauben«, die aus der christlichen Paradiesvorstellung entnommen sind (siehe Interview).
Aramäisch, eine semitische Schwestersprache des Arabischen, wurde auf der Arabischen Halbinsel im 7. Jahrhundert, zur Zeit Mohammeds, gesprochen und geschrieben. Viele der Aramäisch sprechenden Araber waren damals Christen und nahmen an der christlichen Liturgie, am Gottesdienst teil.
An diesem Punkt von Luxenbergs Arbeit wird es spannend auch für Christen. Denn nach Luxenberg handelt es sich beim »Ur-Koran« um Texte aus der christlichen Liturgie, die über syrische Christen auf die arabische Halbinsel gelangt sind. Dieser »Ur-Koran« sei ein Lektionar, ein Textbuch für den christlichen Gottesdienst gewesen. »Der Grundstock des Koran ist christlicher Herkunft«, sagt Luxenberg, »er wurde nach und nach ergänzt. Der Kontakt zu dieser christlichen Liturgie ging später verloren.« Erst danach grenzte sich die neu entstehende, islamische Religion scharf von den Christen ab. Mohammed selbst wollte, in Luxenbergs Sichtweise, gar keine neue Religion begründen. Christentum und Islam haben, so Luxenbergs These, wesentlich stärkere gemeinsame Wurzeln, als bisher angenommen.
Luxenbergs Ansatz ist nicht völlig neu in der Orientalistik, doch er kommt in eine Zeit, in der es lebensgefährlich sein kann, den Koran kritisch zu deuten. Wer den Koran kritisch analysiert, muss mancherorts in Arabien um sein Leben fürchten. Faruq Foda, ein ägyptischer Gelehrter, wurde vor Jahren auf offener Straße deshalb erschossen.
Mit seinem Anliegen trifft Luxenberg sich mit liberalen, reformorientierten Gelehrten in der arabischen Welt. »Ich will den Koran angemessen verstehen«, so umreißt er seinen Ansatz, »und freilegen von Dogmen, die man sich später ausgedacht hat, wie zum Beispiel, dass jedes Wort von Gott stammt.«
Solche textkritische Arbeit am Koran ist ein Politikum in der arabischen Welt, weil sich dort sowohl Machthaber wie auch oppositionelle Islamisten mit Worten aus dem Koran rechtfertigen. Die Gefährlichkeit seiner Arbeit ist Luxenberg bewusst, deshalb hat er auf Anraten muslimischer Freunde ein Pseudonym gewählt. Erfreulicherweise hat die akademische Welt des Orients seine »syro-aramäische Lesart« mit Interesse aufgenommen. »Viele Muslime sind sehr interessiert daran, die ?dunklen Stellen? im Koran besser zu verstehen«, betont der Autor. Sie schätzen den Respekt vor dem Text und der Überlieferung sowie Luxenbergs Bemühen, ihn richtig zu verstehen.
Interessanterweise ist es gerade der schiitische Islam, der für neue Deutungen offen ist. »Schiiten haben eine andere Perspektive als Sunniten, weil bei ihnen das ?Tor der Korandeutung? offen bleibt«, erklärt Luxenberg. »Sie haben meinen Ansatz sehr offen aufgenommen, weil es bei ihnen immer wieder neue Deutungen gibt. Bei den Sunniten dagegen steht die einmal gefundene Deutung fest.« So hat eine schiitische theologische Zeitschrift in Beirut den Text eines Vortrages von Luxenberg anlässlich eines Symposions der Konrad-Adenauer-Stiftung in Beirut abgedruckt und positiv bewertet.
Das Beispiel Christoph Luxenberg zeigt, wie vielschichtig die islamische Welt ist. Auf jeden Fall steckt ein tieferes Verständnis der gemeinsamen Wurzeln von Christentum und Islam noch in den Kinderschuhen.
Im April erscheint die zweite, erweiterte und überarbeitete Fassung von
Christoph Luxenberg, Die Syro-aramäische Lesart des Koran,
Verlag Hans Schiler, 336 Seiten, Euro 29,90.
*
 

scilla

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hallo stephanos!

es könnte sein,
daß die Beerdigung Cäsars das Vorbild für die Passionsfestspiel abgeliefert hat
(die Therie stammt von CAROTTA)
es könnte sein
daß die Zeitrechnung des frühen Mittelalters falsch ist
(die Theorie stammt von ILLIG)

beides zusammengenommen würde bedeuten
der ISLAM ist ein christlicher Splitter,
der sehr erfolgreich Ost-Rom bekehrt hat
so erfolgreich
daß sich Ost-Rom und West-Rom zusammengesetzt haben
um die Geschichte zu fälschen
(West-Rom hatte als Motiv wohl die Christianisierung der Germanen)

betroffen ist der Zeitraum 600 bis 900 nach Christi Geburt
 

Joost

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AW: Von den islamischen "Huris"

?Huris? als Weintrauben....

Ja, genau!

Das habe ich auch gelesen.

Diese "groß-äugigen Huris" sind in Wahrheit groß-beerige Weintrauben - als Zeichen der Fülle.

Da wern's schauen, die Herren Selbstmordattentäter, wenn's im Himmel statt der 72 Jungfraun dann eine nette Obst-Schale vorfinden!

:zauberer2
 

WolfgangG

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AW: Von den islamischen "Huris"

Wahrscheinlich sind im mohammedanischen Himmel aufgrund der vielen Selbstmordattentäter die Jungfrauen knapp geworden. Jetzt gibt es halt nur mehr Weintrauben um die Wartezeit bis genügend neue Jungfrauen eingetroffen sidn zu verkürzen.
:clown2:
 

Joost

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AW: Von den islamischen "Huris"

Übrigens, eine Frage:

Was glauben wohl die weiblichen Attentäter, was sie im muslimischen Himmel erwartet?

:confused:
 
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moebius

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AW: Von den islamischen "Huris"

Das kommt wahrscheinlich auf ihre sexuellen Neigungen an ...:schaukel:
 
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