Die Heilungen Jesu auf der Erde sind eine Erfüllung von Jesaja
Jesaja 53 und Matthäus 8
Jesaja 53,4 sagt:
„Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.“
Matthäus wendet das direkt auf Jesu Heilungsdienst an:
„Er trieb die Geister aus mit einem Wort und heilte alle Kranken, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: ‚Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheiten hat er getragen.‘“ (Matthäus 8,16–17)
Das heißt: Jede Heilung, die Jesus tat, war ein Zeichen: Der leidende Gottesknecht ist da.
Jesaja 35 / 61 und Lukas 7
Jesaja 35,5–6:
„Dann werden der Blinden Augen aufgetan und der Tauben Ohren geöffnet. Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch …“
Als Johannes der Täufer fragt, ob Jesus der Messias ist, antwortet Jesus:
„Blinde sehen wieder, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, und Taube hören, Tote stehen auf, und Armen wird das Evangelium gepredigt.“ (Lukas 7,22)
Jesus kann heilen, und er tut es auch, aber nicht jeder Kranke wird automatisch gesund. Schon im Neuen Testament nach Jesu Himmelfahrt bleiben manche krank, obwohl sie gläubig sind, z.B. Paulus hatte einen „Pfahl im Fleisch“ (2. Korinther 12,7–9), den Gott trotz Gebet nicht wegnahm – und Paulus lernte Gottes Gnade darin kennen. Oder Timotheus mit seinen häufigen Krankheiten (1. Timotheus 5,23).
Jesus heilt wirklich. Aber er ist kein „Automat“ – er handelt weise, souverän, mit ewiger Perspektive. Das zeigt: Gottes Wille ist nicht immer sofortige Heilung.
Jesu Heilungen sind ein Vorgeschmack auf das Reich Gottes, wo es einmal heißt: „… und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein …“ (Offenbarung 21,4)
