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nachträgliche Isolation von Häusern

Dieses Thema im Forum "Umweltschutz" wurde erstellt von scilla, 21. Juli 2011.

  1. scilla

    scilla Well-Known Member

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    die Welt berichtet
    http://www.welt.de/finanzen/immobil...himmel-Daemmplatten-koennen-krank-machen.html

    daß in einigen Gebieten der USA (Oregon, North Carolina) Dämmplatten, die auf den alten Verputz geklebt werden, wie das in Deutschland üblich ist, verboten sind

    es geht um den Taupunkt
    wenn feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft,
    dann schlägt sich der Wasserdampf aus der Luft auf der Oberfläche nieder
     
  2. erichs

    erichs New Member

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    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    Seltsame Meldung. Falschmachen kann man immer was, aber ich hab noch nie von einer vermehrt auftretenden Schimmelbildung bei gedämmten Häusern gehört.
    Schimmel tritt übrigens sehr oft auf kalten, also schlecht gedämmten Wänden auf, weil sich dort eben das Wasser niederschlägt.
     
  3. scilla

    scilla Well-Known Member

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    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    nachträgliches Isolieren rechnet sich kaum
    die Kosten gehen schnell in die tausende und die Ersparnis beträgt pro Jahr vielleicht 100 Euro

    allein das Wohlbefinden in einem ehemals kalten Zimmer verbessert sich

    wenn dadurch aber der Schimmel auftaucht, ist es auch wieder schlecht
     
  4. scilla

    scilla Well-Known Member

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    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    bei Innendämmung wird die Wand kälter

    bei Außendämmung werden die sonnenexponierten Wände kälter
     
  5. erichs

    erichs New Member

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    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    Innendämmung ist sowieso sehr heikel und sollte möglichst vermieden werden. Das ist der klassische Fall, wo der Taupunkt in das Mauerwerk gezogen wird und das Wasser eben mitten in der Mauer kondensiert.
    Das Beste ist immer noch regelmäßiges Lüften und eventuell ein Hygrometer zur Kontrolle der Raumluftfeuchte.

    Das sich nachträgliche Dämmung nicht lohnt, wundert mich. Hier in Wien gibt es eine massive Kampagne zur nachträglichen Isolierung von Altbauten. Zumindest stimuliert das das Baugewerbe und ist eine Investition in die Zukunft, da Energie ziemlich sicher zunehmend zur Mangelware wird.
     
  6. dissidentin

    dissidentin Active Member

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    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    ha - mal ein thema, bei dem ich mit ein bißchen fachwissen aufwarten kann :)

    hab jahre lang in der branche gearbeitet und kann dem zustimmen, dass nach nachträglicher dämmung von häusern und einbau von kunststoffenstern vermehrt schimmel auftritt.

    in neunzig prozent der fälle stellt sich das aber als ungewöhnungs- bzw. lüftungs-/heizproblem heraus, sprich, die bewohner konnten sich nicht so leicht auf das veränderte wohnungsklima einstellen und lüfteten halt so wie früher, oft sogar nur mit gekippten fenstern, was früher vielleicht nix ausmachte, aber bei ner guten dämmung giftig werden kann. die heizung kann man sich auch nicht komplett sparen, nur weil das haus jetzt dichter ist, was aber viele meinen. mag zwar trotzdem wärmer sein, aber der luftaustausch ist bei ner dämmung sehr wichtig.

    die anderen zehn prozent konnten tatsächlich als kältebrücken, bauliche mängel oder über wassereintritt von außen identifiziert werden.

    bei schlecht gedämmten häusern tritt schimmel nur dann auf, wenn man nicht genügend heizt und lüftet, v.a. im schlafzimmer, weil der mensch bis zu zwei literin der nacht kondenzwasser bildet. bei sandstein und holzfenstern wiederum tritt eher selten schimmel auf, auch wenn man es mit dem lüften nicht ganz genau nimmt, weil durch das material mehr luftaustausch stattfindet.

    am schlimmsten ists in ungedämmten nachkriegsbauten heizung zu sparen sowie auch nicht zu lüften. die werden schnell zu schimmelburgen.

    zwanzig grad raumtemparatur und dreimal am tag für zehn minuten stoßlüften (nicht die ganze zeit das fenster auflassen, dass es nicht auskühlt) und man braucht weder bei nem ungedämmten, noch bei nem vollgedämmten haus was befürchten (außer es liegen besagte baumängel oder kältebrücken vor).

    die heizung sollte man zudem auch tagsüber, wenn man in die arbeit geht, nicht komplett abstellen, sondern die temparatur einigermaßen konstant halten. das spart auch mehr heizkosten, als wenn man sie ausmacht, weil sonst auch der raum auskühlt und immer wieder von neuem aufgeheizt werden muss, weshalb die heizung mehr pushen muss bis sie die temparatur erreicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2011
  7. Eulenspiegel

    Eulenspiegel Well-Known Member

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    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    Wozu dämmen, wenn in der kommenden Warmzeit es eh sehr warm wird? Ist das nicht vollkommen sinnlos?
    Werden Außendämungen nicht hinterlüftet so faulen sie meist ab, weil die Kondesebene dann auf dem alten Putz oder Mauerwerk liegt. Besonderes betroffen davon sind die Regenseiten des Gebäudes; Hauptwetterseite.
    Ein Windfang vor dem Treppenhaus und die Wäremedämmung des Daches sind, effektive Maßnahmen.
    Gebäude aus Mehrschichtenwänden wie zB. Plattenbauten lassen sich hingegen Problemlos nachträglich zusätzlich von außen dämmen.
    Am einfachsten und preiswertesten ist jedoch die Dämmung des Menschen selbt.
     
  8. erichs

    erichs New Member

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    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    Das stimmt, Plattenbauten sin von der Idee her eine tolle Sache mit leider ziemlich schlechtem Ruf und im Winter genügt es, einen Raum zu heizen und sich eventuell einen Pullover anzuziehen.
     
  9. Eulenspiegel

    Eulenspiegel Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. August 2009
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    2.435
    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    Leider sind unsere Wohnungsunternehmen strikt gegen Energieeinsparung, denn trotz Dämmung und Klimaerwärmung senken sie nicht die Wärmeabnahme bei den Energieversorgern, obwohl es ohne zu heizen allein durch die Heizungsrohre schon ca. 24°C in der gesamten Wohnung sind!

    Die Verbandelung der Wohnungsunternehmen mit der Stadt wirkt da verheerend. So werden über die Kostenumlegung zwangsweise die Mieter zur Subventionierung der städtischen Wärmeversorger verdonnert. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung findet nicht statt und die Gerichte haben sich gegen die welche Energie einsparen verschworen. Die Wohnungen werden übererheizt. Zu DDR-Zeiten waren es während der Heizperiode höchstens 21°C in der Wohnung und das wenn man alle Heizkörper voll aufdrehte.

    Ich finde die Heizenergieabrechnung müßte wie die wie Elektroenergieabrechnung erfolgen, nur dann spart wirklich jeder Geld.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juli 2011
  10. scilla

    scilla Well-Known Member

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    Beiträge:
    6.483
    AW: nachträgliche Isolation von Häusern

    Heizkosten würden erst dann gespart, wenn durch die Isolation die Heizperiode verkürzt oder die Heizung gedrosselt werden könnte

    eine Strickjacke weniger läuft dem Energiesparen entgegen

    wenn das tatsächlich so eintritt, müsste man von Gesetz wegen die Konstruktion ändern und eine Hinterlüftung (oder eine Lehmschicht als Feuchtigkeitsspeicher?) einbauen

    • eine hinterlüftete Fassadenbegrünung wächst entlang von Drähten die im Abstand von 30 (?) cm gespannt sind
    • die inzwischen unerwünschten Eternitplatten sind ebenfalls hinterlüftet
    • die beste Hinterlüftung bietet ein Wintergarten (durch den Treibhauseffekt wird sogar geheizt)
     

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