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Lesen lernen

Waldboden

Well-Known Member
Registriert
17. März 2022
Beiträge
331
Um was geht es noch?
Ich denke, es geht noch um eine gewisse Unvoreingenommenheit und einer Fähigkeit den Text erstmal auf sich wirken zu lassen, um die Botschaft im vollen Umfang begreifen zu können.

Ich kommentiere nebenbei im Standard (österreichische Tageszeitung) und da bin ich oft enttäuscht, wenn ich sehe wie viele sich auf einzelne Begriffe scheuklappenmäßig festklammern und dadurch der Botschaft ihren Sinn berauben. Ich denke mir oft: wozu tu ich mir das eigentlich an - wenn die Leut eh nur das lesen wollen, was ihre eigene Meinung bestätigt und dazu ihre Jubelknechte einfordern?

Die Kultur des Ressentiments steht auf ihrem Höhepass. Unzweifelhaft.
 
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KANTIG

Well-Known Member
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21. Mai 2017
Beiträge
13.637
wenn ich sehe wie viele sich auf einzelne Begriffe scheuklappenmäßig festklammern und dadurch der Botschaft ihren Sinn berauben.
Ich weiß jetzt nicht, was Sie mit "Botschaft" meinen.
Mit der Vielfältigkeit der Situationen und Interessen kommen feste Begriffsinhalte nicht mit: Da wird der Begriff "sinnerfassend" relativiert.
 

Muzmuz

Well-Known Member
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15. März 2004
Beiträge
18.967
Um was geht es noch?
Um die gleichzeitige Ausführung von Lesen (die Schrift in Worte zu fassen) und dem Verstehen des Inhaltes.
Wenn jemanden das Lesen selbst schon so vereinnahmt, dass seine gesamte geistige Kapazität dafür benötigt wird,
dann bleibt nichts mehr übrig um auch den Inhalt zu verstehen.

Das heißt, die einzelnen Wort vermag der Lesende sehr wohl zu erkennen und weiß mitunter auch um ihre Bedeutung. Aber der Sinn des
Textes erschließt sich ihm dabei dennoch nicht.
 
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FreniIshtar

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22. September 2014
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8.366
Lesen will gelernt sein. Und wenn man bedenkt, dass viele Kinder bis zum Ende der Grundschule noch nicht sinnerfassend lesen können, was sagt uns das?

Es genügt wohl, wenn man -erfreulicher Weise- beobachten kann, dass
sämtliche Absolventen aus bspw. des Lycee Francais de Vienne oder
aus verschiedenen International Schools, dass also dort die Kinder sehr
wohl sinnerfassend lesen erlernen konnten "durften" -!
 

denk-mal

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22. Mai 2015
Beiträge
14.056
Lesen will gelernt sein. Und wenn man bedenkt, dass viele Kinder bis zum Ende der Grundschule noch nicht sinnerfassend lesen können, was sagt uns das?
Bildungszerfall!

Der Oberlehrer und Psychologe Josef Kraus (Jg. 49) hielt vor einiger Zeit einen Vortrag
zum Thema Bildungsverfall, in dem er behauptete, der Wortschatz eines Kindes im
frühen Schulalter, habe sich in den vergangenen 30 Jahren fast halbiert.

Diese Behauptung scheint sich mit Studien zu decken, die nachzuweisen versuchen,
dass die Menschen nach jahrzehntelangem geistigem Höhenflug nunmehr
immer dümmer werden. Soweit es Deutschland betrifft.

Es scheint sich auch mit der Beobachtung zu decken, dass die Menschen immer mehr palavern
und schreiben, vor allem auf ihren Smartphones schreiben, aber ihrem Palaver
und Geschreibsel keinen Inhalt mehr gestatten und sich obendrein mit einem
eingeschränkten Wortschatz, Smilies und Symbolen zufriedengeben.

Wer mehr über die Bildungskatastrophe wissen will, braucht sich nur die peinlichen
Auftritte der Schulabbrecher anzusehen, die mittlerweile Deutschland regieren. o_O

https://www.diss-duisburg.de/2020/0...ms-als-chiffre-fuer-den-untergang-der-nation/

https://www.sueddeutsche.de/bildung/josef-kraus-der-patriarch-1.3503754

 
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FreniIshtar

Well-Known Member
Registriert
22. September 2014
Beiträge
8.366
Es war und ist noch immer offensichtlich, dass in Privat-Unternehmen
der Stoff anders beigebracht wird als in öffentlichen Unternehmen!
(und das gilt bspw. bis ins Hochschulstudium: Beispiel Paracelsus-Uni)
"Wieso" benötigt denn ein Kind aus einer International School niemals
Nachhilfe?
-!
Für Nachhilfe in sogenannten "normalen Schulen" wird ein Vermögen
ausgegeben: Von? Von Lehrkräften, die "komischerweise" am Vormittag
ihren Stoff nicht so gut beibringen können - nicht wollen?
-!
 
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