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Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

koocoo

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20. März 2007
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Zum Einstieg:

Ich wohne in Wien und habe 5 Kinder. Wenn Kinder in Wien aufwachsen sehen sie neben den Gehsteigen, blau, gelb, rot, silber, Reifen, Türen, lauter Teile die zu Fahrzeugen gehören. Sind doch tolle Aussichten.

Die Abgase sind auch schwerer als Luft, somit haben unsere Kleinen einfach mehr von den Autos bzw. Abgaserzeugenden Verbrennungsmotoren.

Gedanke:
Eine Stadt, die ohne die klassischen Verbrennungsmotoren auskommt, und auf Wasserstoff oder Strom setzt.
Eine Stadt in der es keine Autos mehr gibt

Aufschrei!!!!!!!!!

Nachdenken!!!!!!!

Am Beispiel Wien:
Im ersten Schritt wird der Teil des ersten Bezirkes innerhalb der Ringstrasse Autofrei. In einem zweiten Schritt dehnt sich dieser Zustand auf die Bezirke innerhalb des Gürtels und südlich der Donau aus.
Im Schritt drei auf die gesamte Stadt.

Verbrennungstechnologie:
Umrüsten des öffentlichen Wagenparks, inkl. Taxis auf alternative Antriebsmedien.

Strassenverkehr ersetzen:
Es gibt keine Parkplätze für Autos in Wien!
Das Auto wird an zentral organisierten Stellplätzen am Rande von Wien abgestellt und bewacht. Von dort geht es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi weiter.
Ausbau der U-Bahnlinien. Max. Entfernung von einer Wohneinheit zur nächsten Haltestelle öffentliche Verkehrsmittel kleiner gleich 250m.
Güterversorgung: in der Übergangszeit in den Nachtstunden. Folgend Verlagerung auf Schieneninfrastruktur, bzw. an Stadtgrenze Umkopplung auf Fahrzeuge mit Abgasfreier Verbrennungstechnologie.


Die Stadt für die Menschen. Stadt wird Lebensraum.
Luftqualität steigt, Bewegung erhöht das Wohlbefinden.
Sicherheit der Bevölkerung steigt (es bleiben die Beine als Antrieb zur Flucht)
Ruhe kehrt ein.
Wien zeigt was möglich ist

:ola:
 
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invain

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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

Fände ich wunderbar. (noch wunderbarer wenn man mit Graz anfangen würde ;))
In den meisten Autos sitzt, wenn man mal genauer schaut, meist eh nur eine Person, was ich total sinnlos finde agesichts der -meist- fünf Sitzplätze.
Die beste Klimaschutzmaßnahme wäre mal ein SPÜRBARER Ausbau und eine damit einhergehende Verbilligung oder wenigstens Nicht-Verteuerung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Als Finanzierungsquelle hat man jetzt doch eh die erhöhten Steuern auf Diesel und ko. (wenn man sie schon als Ökosteuer verkauft :reden: )
 

Malik

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18. März 2007
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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

Mal ein wirklich gutes Konzept - auch wenn es mich stutzig macht, dass du die Stadt als Lebensraum definierst. Lebensraum... war da nicht was mit Artenvielfalt, oder so
Aber auch hier gilt wieder: Eine einzige Stunde zu handeln, ist mehr wert, als Jahre zu diskutieren.
:ironie: Also hoffen wir einfach mal das beste
 

metropolis71

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30. März 2007
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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

hallo koocoo!

schöne, wünschenswerte utopie, die du da in den raum stellst. doch, wie gesagt, utopie. nicht deswegen, weil ein einzelner(e) nichts zu bewirken vermag (viele große taten und ideen begannen im kleinen, einzelnen), vielmehr deswegen, da es zu viele "grosse" unsicherheitsfaktoren gibt, wie:

# wirtschaft
# politik
# arbeit
# persönliche einstellung der menschen

die wirtschaft - und das nicht nur in wien - lebt vom autofahrer, autofahrer schaffen arbeitsplätze (bzw. stehen in abhängigkeit zum auto), die politik ist zumeist auf der seite derer, die über die mächtigere lobby verfügen (wirtschaft).
die persönliche einstellung des menschen ist auch wesentlich. das auto ist ja des österreichers lieblingsspielzeug, ein statussysmbol (für gewisse menschen auch ein "potenz-symbol). all die vielen "collen"-menschen, würden nur schwer auf das auto verzichten. ausserdem sind noch viele menschen bereit, recht hohe preise für treibstoff zu bezahlen. in meinem bekanntenkreis z.b. befinden sich recht viele, die bereit wären, bis zu 5,-- € für ein liter treibstoff zu löhnen.
und da wäre auch noch der öffentliche verkehr. solche aktionen wie die kürzlich angekündigte erhöhung der fahrkarten-preise fördern nicht wirklich den umstieg auf öffis.

ich will mit diesen ansagen niemanden entmutigen, für seine wünsche und vorstellungen einzutreten (besonders wenn es um die zukunft der kinder geht), aber etwas realität schadet nicht.
man kann aber auch - wenn man den eindruck hat, dass man in absehbarer zeit nicht viel bewirken kann - überlegungen anstellen, ob man, um eine gewisse lebensqualität zu erreichen, nicht auf alternativen zurückgreift (etwa übersiedeln). wie heisst es doch: der klügere gibt nach ...

liebe grüße
metropolis71
 

invain

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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

Utopie würde ich es nennen, wenn es wirklich unerreichbar wäre und paradiesische Vorstellung fernab der Wirklichkeit beinhalten würde.

Ich denke aber nicht, dass so viele Menschen dagegen wären..

In der Stadt Autofahren (besonders im Berufsverkehr) raubt einem den letzten Nerv. Stress pur. ---> psychische Belastung
Feinstaub, Abgase ---> gesundheitl. Belastung
gefährlich für Kinder und Vermiesung des gesamten "Lebensraums" (die Anführungsstriche sind für dich Malik) Stadt

Auf politischer Eben, sprich Wahlen, denke ich können Menschen eher über ihr Ego (Sprichwort Statussymbole) hinwegsehen und die vernünftigere Alternative als die bessere erachten.

Die Wirtschaft muss hier zurückstecken.
Zum Beliefern von Supermärkten etc kann man sich ja Alternativen einfallen lassen.

Die Senkung der Fahrkartenpreise wäre wünschenswert um das Ziel zu erreichen.
Wenn es viele Menschen gibt, die bis zu 5€ für den Liter zahlen würden, wie du sagst (was ich stark bezweifle), dann könnten wir mit dem Steuergeld alle Städte Österreichs topmodern ausstatten und die Mensch gratis durch die Stadt kutschieren. :fahren:
 

Jing6

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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

Ich habe einen Fernsehbericht über eine Güterstraßenbahn gesehen, die in Amsterdam gerade eingeführt wird. Das funktioniert dort. Vielleicht könnte man in Wien ähnliches mit der U-Bahn bauen, oder man erlaubt gesonderten LKWs die Auslieferung von Waren. Oder am besten beides.

Wenn sich das ganze Umsetzen ließe, könnte sich auch mit der Zeit das Stadtbild verändern. Man könnte mehr Wege zu reinen Fußgängerwegen umfunktionieren. Autos müssen ja auch nicht (zumindest nicht ständig) in jeden Winkel der Stadt fahren. Das ließe auch mehr Platz für Grün.

Das waren theoretische Ideen zu dem Thema, ich muss zugeben, dass ich noch nie in Wien war.

Freundliche Grüße
Jing
 

fusselhirn

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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

Ich war vor kurzem in der wunderschönen Stadt Wien und ich finde Wien hat im Gegensatz zu anderen Großstädten viele Kinderspielplätze, viele Grünanlagen, ein gutes U-Bahn-System und noch vergleichbar wenig Autoverkehr in der Innenstadt.

Ich finde deine Idee geht, meines Erachtens, in die richtige Richtung. Ich sehe das Problem aber nicht in der Politik oder Wirtschaft sondern vor allem beim Individuum.

Ich sah sehr viele Porsche, Mercedes, BMW und andere Luxusautos in der Innenstadt stehen. Ich glaube, das nicht viele Käufer bei Bulgari, die U-Bahn nach Hause nehmen. Die vielen Diplomaten in der Stadt werden auch keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen wollen.
Außnahmen bestätigen die Regel.

Ich denke, man sollte mit kleineren Einheiten (Dorf, Kleinstadtt) mit deiner Idee anfangen und nicht bei einer kulturellen Weltstadt mit 1,6 Millionen Einwohner und unzählbaren Touristen.

lg,
fussel
 

koocoo

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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

Mal ein wirklich gutes Konzept - auch wenn es mich stutzig macht, dass du die Stadt als Lebensraum definierst. Lebensraum... war da nicht was mit Artenvielfalt, oder so
Aber auch hier gilt wieder: Eine einzige Stunde zu handeln, ist mehr wert, als Jahre zu diskutieren.
:ironie: Also hoffen wir einfach mal das beste

Warum Lebensraum, weil ich als Mensch auf dieser Erde einen Anspruch darauf habe.
Heute ist die Stadt kein wirklicher Lebensraum, doch, wenn die Menschen einen wollen so können sie einen gestalten.
Die Abstellplätze der Autos werden mit Bäumen, Pflanzen begrünt.
Auf grossen Bereichen gibt es natürliche Oberflächen, an der der Mensch Kontakt mit der Erde hat.
Anlegen von „künstlichen Biotopen“, die es mit sich bringen, dass sich Artenvielfalt um diese ansammelt.

Das Hauptnahrungsmittel der Menschen von der Kosmischenenergie abgesehen ist die Luft zum Atmen.
Also soll diese Luft die höchste Qualität haben. Dies erreiche ich indem ich die Abgasproduzenten abschaffe.
Lärmbelastung durch Reifen/Motorengeräusche verschwindet.
Die Staubbelastung, da weniger Abrieb und Aufwirbelung reduziert sich überdurchschnittlich – unsere Lungen freuen sich.

Es ist unsere Erde und wir sollten es schön haben – somit wenn schon Ballungsräume so qualitativ hochwertigste für uns Menschen
:baden:
 

koocoo

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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

Fände ich wunderbar. (noch wunderbarer wenn man mit Graz anfangen würde ;))
In den meisten Autos sitzt, wenn man mal genauer schaut, meist eh nur eine Person, was ich total sinnlos finde agesichts der -meist- fünf Sitzplätze.
Die beste Klimaschutzmaßnahme wäre mal ein SPÜRBARER Ausbau und eine damit einhergehende Verbilligung oder wenigstens Nicht-Verteuerung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Als Finanzierungsquelle hat man jetzt doch eh die erhöhten Steuern auf Diesel und ko. (wenn man sie schon als Ökosteuer verkauft :reden: )

Für Graz wäre es eine super Sache, doch der Gedanke gilt für sämtliche Ballungsräume dieser Erde.
Wenn wir in Ballungsräumen zusammen leben wollen, dann wollen wir dort auch leben und nicht nur arbeiten und konsumieren. Wir wollen das Leben in der schönsten Umgebung geniessen. Wir werden uns diese Umgebung gestalten. Die Geräusche werden durch gemeinsames Lachen, Singen und Musizieren durch ein frohes Miteinader entstehen.:jump4:
 
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koocoo

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AW: Lebensraum Stadt - autofrei!!!!!!!

hallo koocoo!

schöne, wünschenswerte utopie, die du da in den raum stellst. doch, wie gesagt, utopie. nicht deswegen, weil ein einzelner(e) nichts zu bewirken vermag (viele große taten und ideen begannen im kleinen, einzelnen), vielmehr deswegen, da es zu viele "grosse" unsicherheitsfaktoren gibt, wie:

# wirtschaft
# politik
# arbeit
# persönliche einstellung der menschen

die wirtschaft - und das nicht nur in wien - lebt vom autofahrer, autofahrer schaffen arbeitsplätze (bzw. stehen in abhängigkeit zum auto), die politik ist zumeist auf der seite derer, die über die mächtigere lobby verfügen (wirtschaft).
die persönliche einstellung des menschen ist auch wesentlich. das auto ist ja des österreichers lieblingsspielzeug, ein statussysmbol (für gewisse menschen auch ein "potenz-symbol). all die vielen "collen"-menschen, würden nur schwer auf das auto verzichten. ausserdem sind noch viele menschen bereit, recht hohe preise für treibstoff zu bezahlen. in meinem bekanntenkreis z.b. befinden sich recht viele, die bereit wären, bis zu 5,-- € für ein liter treibstoff zu löhnen.
und da wäre auch noch der öffentliche verkehr. solche aktionen wie die kürzlich angekündigte erhöhung der fahrkarten-preise fördern nicht wirklich den umstieg auf öffis.

ich will mit diesen ansagen niemanden entmutigen, für seine wünsche und vorstellungen einzutreten (besonders wenn es um die zukunft der kinder geht), aber etwas realität schadet nicht.
man kann aber auch - wenn man den eindruck hat, dass man in absehbarer zeit nicht viel bewirken kann - überlegungen anstellen, ob man, um eine gewisse lebensqualität zu erreichen, nicht auf alternativen zurückgreift (etwa übersiedeln). wie heisst es doch: der klügere gibt nach ...

liebe grüße
metropolis71

Hallo Metropolis71,

Es ist keine Utopie es ist eine Vision. Diese Vision ist uns mit den heute bestehenden Techniken ermöglichbar. Es bedarf keiner Neuentwicklung. Es bedarf der Änderung unserer Gewohnheiten.

Das die Wirtschaft heute um das Auto aufgebaut ist und zwar von der Produktion über den Services und die Verschleißteile, die zu schaffende und zu erhaltende Infrastruktur. Bis zur Medizin, die von der Produktion der Abgase lebt.

Ein kleiner Weckruf! Sämtliche Schüler werden heute noch mit der vor mehr als 60 Jahren stattgefundenen Vergasung von Menschen konfrontiert und das Deutsche Volk wird über dieses generell verurteilt – dies ist Politik.

Das wir uns heute jeden Tag in kleinen Einheiten vergasen ist ok, den es ist Geschäft für die die uns obiges immer wieder in Erinnerung rufen. Sie haben Ihre Hausaufgaben gemacht und kommen immer ganz leise unter dem Teppich in uns hinein.

Das Experiment Frosch (Sinnbildlich) kennst DU: Stelle einen Topf Wasser auf den Herd und bringe es zum Kochen. Nachdem es kocht setze einen Frosch (Mensch) hinein– er wird sofort rausspringen (keine verbrennungstechnischen Details). Jetzt das ganze noch einmal; stelle einen Topf mit kaltem Wasser auf den Herd, setzte den Frosch (Mensch) hinein. Nun zünde die Flamme und erwärme das Wasser ganz langsam. Der Frosch bleibt schön sitzen

Das Umziehen auf das Land ist die beste Idee, die es gibt, doch es geht hier nicht um die Betrachtung der Lebensqualität einer einzelnen Person, es geht um die Qualität für uns Menschen und Ballungsräume wird es immer geben, und sie sind perfekt geschaffen um auf eigene Fahrzeuge zu verzichten.

Weiters wird sich der Gedanke eine stellen, warum Frau Müller aus Wiener Neustadt als Sekretärin in Wien arbeitet und jeden Tag mit dem Auto hin und her fährt. Frau Maier aus Wien als Sekretärin in Wiener Neustadt arbeitet und täglich hin und her fährt. Wichtig ist das Gefahren wird, den die Wirtschaft ist auf das Auto aufgebaut.

Was währe, wenn die Wirtschaft auf das Essen von Menschen aufgebaut wäre, wäre für alle in dieser Lebend normal. Keiner fände es ungewöhnlich andere aufzuziehen und zu züchten um sie anschliessend zu essen. Bis eines Tages ein Licht eine Idee eine Vision…………

Gedanken erzeugen die Wirklichkeit, Lasst uns die Vision der Stadt als Lebensraum mit all unseren Träumen in dieser Diskussion konstruieren, lasst sie uns vor unseren Augen gemeinsam aufbauen. Neue Gednken, neue Bilder entstehen und es wird Basisi für Neues geboren.
Wenn wir davon überzeugt sind, wenn wir spüren, dass es möglich ist, werden wir alles hier zusammengeführte zusammenfassen und an die Entscheidungsträger herantragen und ihnen unseren Traum, der auch ihrer sein kann präsentieren.

:ola: :ola:
 
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