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Leave Out All The Rest

Gljiva

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15. August 2016
Beiträge
685

Songtexte stimmen mich oft nachdenklich. Hier stellen sich mir folgende Fragen:
Empfindet ihr es als wichtig, nach eurem Tod etwas zu hinterlassen?
Erscheint es nicht irgendwie "egoistisch", sich zu wünschen, dass man "vermisst" wird, weil damit schließlich negative Gefühle der Angehörigen verbunden sind? Oder ist Erinnerung für euch etwas Schönes, etwas Bleibendes, das erst negativ wird, wenn es mit negativ angehauchten Begriffen wie "vermisst" beschrieben wird?
Gehören nicht all die positiven wie auch als negativ erachteten Teile einer Person zusammen und machen die Person erst zu dem, was sie ist?
Und zu guter Letzt: Benötigt man die bewusste Hilfe anderer, um zu einer nachhaltig erinnerten Persönlichkeit zu werden?



"Leave Out All The Rest"

I dreamed I was missing
You were so scared
But no one would listen
'Cause no one else cared

After my dreaming
I woke with this fear
What am I leaving
When I'm done here?

So if you're asking me
I want you to know

[Chorus]
When my time comes
Forget the wrong that I've done
Help me leave behind some
Reasons to be missed
And don't resent me
And when you're feeling empty
Keep me in your memory
Leave out all the rest
Leave out all the rest

Don't be afraid
I've taken my beating
I've shared what I've made
I'm strong on the surface
Not all the way through
I've never been perfect
But neither have you

So if you're asking me
I want you to know

[Chorus]
When my time comes
Forget the wrong that I've done
Help me leave behind some
Reasons to be missed
Don't resent me
And when you're feeling empty
Keep me in your memory
Leave out all the rest
Leave out all the rest

Forgetting all the hurt inside
You've learned to hide so well
Pretending someone else can come
And save me from myself
I can't be who you are

[Chorus]
When my time comes
Forget the wrong that I've done
Help me leave behind some
Reasons to be missed
Don't resent me
And when you're feeling empty
Keep me in your memory
Leave out all the rest
Leave out all the rest

Forgetting all the hurt inside
You've learned to hide so well
Pretending someone else can come
And save me from myself
I can't be who you are
I can't be who you are
 
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EarlGrey

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5. September 2007
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[QUOTE = "Gljiva, Beitrag: 645.142, Mitglied: 7289"] [MEDIA = youtube] yZIummTz9mM [/ MEDIA]

Songtexte stimmen mich oft nachdenklich. Hier stellen sich mir folgende Fragen:
Empfindet ihr es als wichtig, nach eurem Tod etwas zu hinterlassen?
Erscheint es nicht irgendwie "egoistisch", sich zu wünschen, dass man "vermisst" wird, weil damit schließlich negative Gefühle der Angehörigen verbunden sind? Oder ist Erinnerung für euch etwas Schönes, etwas Bleibendes, das erst negativ wird, wenn es mit negativ angehauchten Begriffen wie "vermisst" beschrieben wird?
Gehören nicht all die positiven wie auch als negativ erachteten Teile einer Person zusammen und machen die Person erst zu dem, was sie ist?
Und zu guter Letzt: Benötigt man die bewusste Hilfe anderer, um zu einer nachhaltig erinnerten Persönlichkeit zu werden?


[/QUOTE]

als soziale wesen liegt es in unserer natur uns auch sozial einzubinden - selbst wenn es manchmal bei einigen schwer zu erkennen ist ...... das einbinden in die soziale gestalt ist für uns eine wichtige sinngebung und wir werden krank wenn uns dies verwehrt wird weil wir dadurch unsere eigene idendität verlieren. um sich einzubinden benötigt man die meldung dass man auch gebraucht wird. ist man eingebunden die bestätigung dass man akzeptiert und weiterhin benötigt wird. bleibt dies aus so bleibt die hoffnung das man vermisst wird wenn man fehlt. wer hat schon nicht von der eigenen totenfeier geträumt ..... die vorstellung nicht vermisst zu werden würde die letzte hoffnung auf sinnhaftigkeit zunichte machen.
 

denk-mal

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Registriert
22. Mai 2015
Beiträge
14.228
Denk mal, dass es zum Lebensinhalt gehört, die Missverständnisse
und Brüche in der eigenen Lebensgeschichte zu überwinden.
Damit man mit den negativen Lebensabschnitten abschließen kann,
sollte man sie betrauern, bzw. verarbeiten.
Denn was geschehen, ist vergangen und unveränderlich,
übrig bleibt nur der Herzschmerz. :(

Veränderlich ist der Umgang mit dem Erlebten
und darauf lässt sich auch das Jetzt,
bzw. die Zukunft aufbauen. :rolleyes:

Mir gefallen auch bestimmte nachdenkliche Songtexte, z.B. Jon & Vangelis I'll Find My Way Home

 

Gljiva

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685
als soziale wesen liegt es in unserer natur uns auch sozial einzubinden - selbst wenn es manchmal bei einigen schwer zu erkennen ist ...... das einbinden in die soziale gestalt ist für uns eine wichtige sinngebung und wir werden krank wenn uns dies verwehrt wird weil wir dadurch unsere eigene idendität verlieren. um sich einzubinden benötigt man die meldung dass man auch gebraucht wird. ist man eingebunden die bestätigung dass man akzeptiert und weiterhin benötigt wird. bleibt dies aus so bleibt die hoffnung das man vermisst wird wenn man fehlt. wer hat schon nicht von der eigenen totenfeier geträumt ..... die vorstellung nicht vermisst zu werden würde die letzte hoffnung auf sinnhaftigkeit zunichte machen.
Ich verstehe, was du meinst. Und tatsächlich habe ich vor langer Zeit mal von einem Versuch mit Neugeborenen gehört, bei dem, zumindest laut der Erzählung - zahlreiche nur allein deshalb gestorben sind, weil innen jede soziale Zuwendung verwehrt wurde, trotz ausreichend Nahrung & Co. Demnach scheint sozialer Kontakt etwas direkt "lebenswichtig" zu sein. Allerdings macht mir, wenn ich ganz ehrlich bin, die Vorstellung, dass ich als Mensch scheinbar zumindest zu einem gewissen Grad von anderen "abhängig" bin, um überleben zu können, Angst. Dass unsere persönliche Identität nicht auch "alleine" bestehen kann...
 
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Frischling

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23. April 2015
Beiträge
2.311
Ich verstehe, was du meinst. Und tatsächlich habe ich vor langer Zeit mal von einem Versuch mit Neugeborenen gehört, bei dem, zumindest laut der Erzählung - zahlreiche nur allein deshalb gestorben sind, weil innen jede soziale Zuwendung verwehrt wurde, trotz ausreichend Nahrung & Co.

Ein solches Experiment“ soll vorgeblich Kaiser Friedrich II an Neugeborenen vorgenommen haben, die zwar alles nötige Nahrung bekamen, aber keinerlei Zuwendung. Alle Babys starben, nach meiner Meinung wegen dem Fehlen liebevoller Zuwendung.

Hier kann man Weiteres dazu lesen: https://www.dasgehirn.info/handeln/liebe-und-triebe/liebe-2013-ein-grundnahrungsmittel-7658
 
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