• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Gibt es Bewegung?

MartinL

Well-Known Member
Registriert
4. Juli 2022
Beiträge
1.687
"Als die Eleaten die Bewegung leugneten, trat, wie jedermann weiß, Diogenes als Opponent auf. Er trat wirklich auf, ging einige male hin und her und meinte jene damit ausreichend widerlegt zu haben."

Sören Kierkegaard in " Die Wiederholung"
 
Werbung:

Wisnchefa

Active Member
Registriert
23. August 2021
Beiträge
784
… um‘s einfach zu sagen , … sei Mensch „ein Sinn“ : … „des“ Denken‘s ?

:)

… denn Mensch existiert zwar ( in jener Zeit „ideal“ : „brauchte“ also noch keine Religion , sondern wurde inspiriert ) , …

… aber „sei social“ : … denke also praktisch .

:)

… & um aus dieser Ambivalenz „heraus“ zu kommen , … „gäbe“ es keine Bewegung , … sondern das Ideal : … „des“ Menschen .

:)

… jedoch Diogenes „vegetierte“ : … definierte sich also bewußt als „nicht – social“ .

… & drum war für ihn Bewegung zwar selbstverständlich , … jedoch „sinnlos“ .

:)

… denn nur – das – sinnlich – Erfahrbare sei „nicht – Ich“ .

:)

… nennt Mensch übrigens „Dialektik“ . ( → s.d. ) .
 

MartinL

Well-Known Member
Registriert
4. Juli 2022
Beiträge
1.687
Parmenides war anfangs gar nicht so weit
von Berkeley entfernt. Platon nannte ihn seinen Vater Parmenides. Einer seiner besten Dialoge wurde dem Vater der Eleaten gewidmet.
 

transfinitum

Member
Registriert
18. September 2018
Beiträge
49
zum Thema Bewegung gibt es von Deleuze folgenden Gedanken:
Er beschreibt das sich Wiederholende als nicht konstant und als eine Transformation. Wiederholung dekonstruiert und konstruiert prozessual im Wechsel und bringt Veränderung und Umschwung mit sich und gleicht damit einer "bewegungslosen Bewegung".
Die Bewegung gleicht einer Welle, welche zwar in sich ständig in Bewegung ist, aber die grundsätzliche Struktur des Meeres oder des Wassers bleibt an sich unverändert. Somit wird das sich Wiederholende (zum Beispiel die Welle) als eintönig wahrgenommen, da sie ähnlich und redundant erscheint, jedoch gleicht eine Welle nicht der anderen.
 

Bernies Sage

Well-Known Member
Registriert
31. Oktober 2011
Beiträge
19.840
Bernies Sage: Bewegung und Entgegenbewegung sind als Stabilisatoren zu verstehen. Wer Bewegung leugnet, der leugnet auch Stabilität.

Die schnellste Bewegung als Variation einer Schwingungsdauer in einer optischen Atomuhr nennt man Stabilität. - Was nun?

Werden wir über eine (nahezu fast) konstante Geschwindigkeit des sich punktuell ausbreitenden Lichtes in allen Richtungen verzerrt - oder nur in bestimmten Vorzugsrichtungen - zum Narren gehalten??
 
Zuletzt bearbeitet:
Werbung:

Bernies Sage

Well-Known Member
Registriert
31. Oktober 2011
Beiträge
19.840
Abstrakt in Attraktoren vertrackt verpackt:

Ein Spruch aus Bernies Spruchbeutelsammlung eines distanzwürdig 'ein-gebildeten Can-Gurus' in einen 'nicht angenommenen' Kontext von Sprüngen:

In einer Praxis von Beweggründen über verstärkungssinnhaft 'all-einig alleinig' motivierte Organismen
bilden diese den Hauptgrund einer Bewegung in einem 'Spalt' über sich selbst zerstörende Schismen.

Bernies Sage (Bernhard Layer)

Die eigentliche Bewegung findet in einen tertium datur statt:

„Das Bewegte bewegt sich weder in dem Raume, in dem es ist, noch in dem Raume, in dem es nicht ist." (Zenon von Elea)

„Es bewegt sich etwas nur, nicht in dem es in diesem Jetzt hier ist und in einem anderen Jetzt dort, sondern in dem es in ein und demselben Jetzt hier und nicht hier, indem es in diesem Hier zugleich ist und nicht ist. Man muss den alten Dialektikern die Widersprüche zugeben, die sie in der Bewegung aufzeigen, aber daraus folgt nicht, dass darum die Bewegung nicht ist, sondern vielmehr dass die Bewegung der daseiende Widerspruch selbst ist."
(Gottfried Wilhelm Friedrich Hegel)
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben