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Fraktale Wiedergeburt

damian

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9. April 2006
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Jan Amos schrieb:
Hallo Damian,

Meine Grundbedürfnisse, Essen u. Trinken, Kleiden und Wohnen sind bestens erfüllt, wenn ich auch nicht im Luxus leben kann.
Also, warum ist das nicht bei anderen Menschen genau so?

„Was der Mensch sät, wird er ernten“.
Nun dies kann man im Kollektiv sehen, wie ich das bei Dir herauslese, aber man kann das genauso auf den einzelnen Menschen anwenden und dann bin ich für mich selbst verantwortlich.

So schreibst Du sinngemäß: „Religionen sind ein großes Märchen, um den Menschen zu beeinflussen. Auch, dass dies in früheren Zeiten notwendig war, da der Mensch noch einfach strukturiert gewesen sei.“
Nun hat sich der Mensch aber m. E. seit den Zeiten der bekannten Geschichtsschreibung, also seit tausenden von Jahren nicht verändert, lediglich die Umstände in die er hineingeboren wurde sind jeweils verändert gewesen. Sei es nun familiär, gesellschaftlich, kulturell, politisch oder sonst wie. Deshalb sind auch heute noch die Religionen für den Großteil der Menschen notwendig, da nur ein geringer Bruchteil der Menschheit frei und ohne Führung leben kann und will, da sie sich sonst verloren vorkämen.

Danke für die vielen guten Gedanken, die ich alle vollständig teilen kann:

a) der Grund, warum andere nicht alle ihre (Grund-)Bedürfnisse erfüllen können bzw. konnten, liegt in der negativen Grundausstattung, die sich aus allen "Wiedergeburten", sprich Millionen von Interaktionen aus der Vergangenheit ergibt.

Die Menschen sind in diesem Sinne zwar alle als gleichwertig zu sehen, sind aber nicht gleich.

b) Ich teile durchaus auch den Gedanken, dass die Religionen auch in unserer Zeit für "einfache" Naturen und insbes. Kinder sehr wichtig sind. Sie haben nämlich u.a. auch einen wichtigen Erziehungscharakter. Und man sieht leider die Auswirkungen unserer "modernen" Gesellschaft: sobald die Religionen erlahmen entsteht ein großes Loch in den Beziehungen der Menschen zueinander.

Dennoch spricht nichts dagegen, dass es erst durch die Entwicklungen des menschlichen Gehirns in den letzten 2000 Jahren möglich ist, die wahre "Ganzheit" heute anders zu erfassen, so dass zumindest für mehr Menschen als früher die Märchen nicht mehr (so) nötig sind.
 
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damian

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Zeilinger schrieb:
ich habe die fraktale Wiedergeburt als teilweise Wiedergeburt gelesen und finde den Gedanken sehr interessant. Warum sollte nur die Katze 7 Leben haben - bei 7 Leben würden wir 7 Mal wiedergeboren.

Oft denke ich mir auch: ich habe 3 Leben (nicht hierarchisch geordnet) - ein Verstandesleben - ein Triebleben - ein Gefühlsleben.

Danke für das Lob. Allerdings hatte ich die Aufteilung Verstand-Trieb-Gefühl nicht angesprochen. Und auch nicht gemeint. Es geht nicht um eine INNERE Teilung, sondern um sämtliche Arten der Kommunikation nach Außen bzw. auch um alle Wechselwirkungen nach innen.

Es kann aber schon ein interessanter Gedanke sein, die inneren Wechselwirkungen bzw. auch den inneren Teil zu untersuchen, der gerade nach außen wirkt.

Vielleicht weißt Du mehr darüber?

Danke für den Beitrag.
 

damian

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9. April 2006
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Letztlich kommt noch ein Gedanke dazu:

wenn das mit dieser Art Verständnis von Wiedergeburt stimmen sollte, dann ist es letztlich egal, ob es einen Gott gibt oder auch ob es ein Leben nach dem Tod gibt, weil

gutes Verhalten gleichzeitig zu Lebzeiten
als auch nach dem Tod "Belohnung" gibt.


Allerdings nicht, wenn das Verhalten nur aufgrund der Belohnung so ist. Es muss das Gute in den Menschen übergehen, von ihm aufgesogen werden, zur Selbstverständlichkeit werden, nicht mehr nicht weniger.
 

Zeilinger

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Hallo damian !
Allerdings hatte ich die Aufteilung Verstand-Trieb-Gefühl nicht angesprochen. Und auch nicht gemeint. Es geht nicht um eine INNERE Teilung, sondern um sämtliche Arten der Kommunikation nach Außen bzw. auch um alle Wechselwirkungen nach innen.
Fraktal = laut Duden ein Begriff aus der Geometrie = nicht gerade meine Stärke.

Verstand-Trieb-Gefühl hast Du nicht dezidiert angesprochen - ich habe Deine Idee aber so - nämlich psychologisch - ausgelegt. Da ist keine böse Absicht dahinter, ich habe hie da so kreative Phasen, wo ich (auch) Theorien aufstelle. Die Theorie, die Du gepostest hast, verstehe ich so, dass man teilweise stirbt und dann wieder aufersteht, quasi (regelmäßig) Niederlagen erleidet und sich wieder erholt.

Auch packt mich hie und da eine Art Ordnungswut, die natürlich radikal-Liberalen nicht schmeckt, weil sie sich sofort schubladisiert fühlen. Was jetzt nicht heißen soll, dass ich Dich für radikal-liberal halte. Du solltest bei mir nicht unbedingt davon ausgehen, dass hinter jeder Zeile, die ich schreibe ein Semester Studium oder auch das Studium von Büchern oder mehreren Internetseiten steht. Ich poste - auch - aus dem Bauch heraus. Aber das kannst Du natürlich nach so kurzer Zeit im Forum noch nicht wissen.

Es kann aber schon ein interessanter Gedanke sein, die inneren Wechselwirkungen bzw. auch den inneren Teil zu untersuchen, der gerade nach außen wirkt.
Ist mir im Augenblick zu abstrakt - könntest Du etwas konkretisieren ?

fragt Zeili
 
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damian schrieb:
Letztlich kommt noch ein Gedanke dazu:

wenn das mit dieser Art Verständnis von Wiedergeburt stimmen sollte, dann ist es letztlich egal, ob es einen Gott gibt oder auch ob es ein Leben nach dem Tod gibt, weil

gutes Verhalten gleichzeitig zu Lebzeiten
als auch nach dem Tod "Belohnung" gibt.


Allerdings nicht, wenn das Verhalten nur aufgrund der Belohnung so ist. Es muss das Gute in den Menschen übergehen, von ihm aufgesogen werden, zur Selbstverständlichkeit werden, nicht mehr nicht weniger.

Hallo damian,

auch ich schlage mich mit dem Begriff FRAKTAL herum, weiß nichts Rechtes damit anzufangen.

Der Gedanke der Wiedergeburt ist mir schon in meiner Kindheit gekommen, als ich mir über meinen geliebten Hund Gedanken machte. Ich dachte, dass er vielleicht auch einmal ein Mensch gewesen sein könnte.

Später stieß ich über die Esoterik auf den Gedanken der Wiedergeburt. Es war für mich ein faszinierendes Thema und ich verschlang einige Bücher, die sich damit beschäftigten. Aus diesen Büchern konnte ich Ähnliches erfahren, was Du oben erwähnst. Es war etwas, dass ich in mich hineingesogen habe. Seit damals hat sich mein Leben vollkommen anders ausgerichtet.

Auch dass ich mich wieder mit der Kunst mehr beschäftigte, geht auf dieses Gedankengut zurück, das u.a. auch besagt, dass alles, was man hier an Talenten ausbaut, nicht verloren ist, weil man im nächsten Leben darauf aufbauen kann. Seither schreibe und male ich.

Heute hänge ich nicht mehr an dem Gedanken der Wiedergeburt, doch schreibe und male ich noch immer, für dieses und vielleicht für das nächste Leben, wo und wie immer es stattfinden wird.

Herzlichen Dank für dieses interessante Thema.

suche :geist:
 
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