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Einsamkeit ist tödlich

Dieses Thema im Forum "Eigene Gedichte" wurde erstellt von denk-mal, 15. Dezember 2019.

  1. denk-mal

    denk-mal Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. Mai 2015
    Beiträge:
    12.435
    Ort:
    Schwarzwald
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    Weil meine Antwort in Reimform Zuspruch erhalten hat, habe ich ein Gedicht daraus gemacht.

    https://www.denkforum.at/threads/einsamkeit-toetet.21313/page-2


    Die Einsamkeit ist wie ein trüber Nebel,
    wenn man keine Freude hat in der Zeit.
    Sie legt über das Gemüt einen Knebel
    und tägliche Stunden werden Ewigkeit.

    Fand Herzen, die schon früh verblühten,
    sind wohl aus dem Lauf der Zeit verrückt.
    Sah Seelen, die im Tode sich verfrühten
    und lebensmüde Greise schwer gebückt.

    In uns reift eine nahende Ferne.
    Für Einsame, die nach Nähe sinnen,
    ist sie jenseits aller Dunkelsterne
    und lässt sie hoffend neu beginnen.

    Wenn Betrübte, die nichts gefunden,
    arg enttäuscht, auseinander gehen,
    schlägt die Sehnsucht tiefe Wunden
    und alle Liebe liegt in ihren Wehen.

    Es soll Liebe in unsren Herzen reifen,
    bis die Todesklauen nach uns greifen.
    Trübsal und Kümmernis, geht hinfort,
    an einem tiefen, kühlen, dunklen Ort.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dezember 2019
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  2. denk-mal

    denk-mal Well-Known Member

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    22. Mai 2015
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    12.435
    Ort:
    Schwarzwald
    Wegen der Unglätte, bzw. wegen der holprigen Metrik habe ich
    aus dem Kreuzreimgedicht, ein Paarreimgedicht gemacht. :oops:




    Die Einsamkeit ist wie ein trüber Nebel,
    sie umwebt Gemüter mit einem Knebel.
    Wenn man keine Freude hat in der Zeit
    werden tägliche Stunden zur Ewigkeit.

    Fand Herzen, die schon früh verblühten,
    und Seelen die im Tode sich verfrühten.
    Sah Greise aus dem Zeitenlauf gerückt,
    die sich müde plagen, schwer gebückt.

    Im Dasein weilt eine nahende Ferne,
    sie gleicht dem blühen der Sterne.
    Einsame, die nach Nähe sinnen,
    lässt sie hoffend neu beginnen.

    Für Betrübte, die nichts gefunden,
    reißt die Sehnsucht tiefe Wunden.
    Und beim Auseinander gehen,
    liegt ihre Liebe in den Wehen.

    Es soll Liebe in unsren Herzen reifen,
    bis die Todesklauen nach uns greifen.
    Trübsal und Kümmernis, geht hinfort,
    an einem tiefen, kühlen, dunklen Ort.
     

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