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Die bretonische Loreley - oder: der Fremde und die Fee

Dieses Thema im Forum "Eigene Gedichte" wurde erstellt von Munro, 23. Februar 2020.

  1. Munro

    Munro Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. Januar 2014
    Beiträge:
    5.279
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    Die bretonische Loreley

    Ich weiß wohl, was soll es bedeuten,
    dass ich so glücklich bin,
    ein Morgen aus fernen Zeiten,
    der geht mir nicht aus dem Sinn.

    Die Luft ist so frisch und nicht dunkel,
    sie ist würzig wie herrlicher Wein,
    das Wasser des Meeres funkelt,
    im Morgensonnenschein.

    Das schönste Mädchen sitzet
    dort draußen wunderbar.
    Ihr freundliches Lächeln blitzet,
    bretonisch leuchtet ihr Haar.

    Den Fremdling am sandigen Strande,
    ergreift es mit süßem Weh.
    Wohl sieht er die Felsenriffe,
    doch auch die Fee in der See.

    Ich glaube am Ende spazieret
    der Fremde ins Meer - ohne Kahn.
    Und das hat mit ihrem Lächeln
    die Fee des Meeres getan.


    ---------------------------------------------------------------------

    Und wie es sich für in schönes Märchen gehört:
    Der Fremde und die Fee wurden Freunde für's Leben.
    Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie heute noch.

     
    hylozoik und Trestone gefällt das.
  2. Munro

    Munro Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    5.279
    Liest hier in diesem Bereich eigentlich mal irgendwer irgendwann irgendwie mit?
    Oder ist dieser Bereich für d' Katz?
     
  3. Munro

    Munro Well-Known Member

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    2. Januar 2014
    Beiträge:
    5.279
    Hat jemand das Original erkannt?
     
  4. Trestone

    Trestone Member

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    70
    Ort:
    Franken
    Hallo Munro,

    deine "bretonische Loreley" gefällt mit gut,
    am besten die Zeile "bretonisch leuchtet ihr Haar".

    Als ich kürzlich am Rhein und bei der Loreley war,
    habe versucht die aktuelle Atmosphäre dort einzufangen:

    Rheinfahrt (Boppard – Loreley) 10/2020

    Statt Loreley weiden Ziegen
    am rheinischen Schieferhang.
    Gelbe Blätter am Ufer vertrieben
    den Sommer, den Heine besang.

    Rechts und links näht das Schiff zusammen
    was sonst nur im Wechsel ertönt.
    Kein Nebel liegt über dem Wasser
    das immerzu fließt und strömt.

    Es ist ein etabliertes Gewerbe
    gerüstet für Sonne und Mond,
    sie fahren auf Hagens Spuren,
    so lange das Fahren sich lohnt.

    Wir heben den Blick nach oben
    auf Burgen und Loreley
    und während wir oben noch gucken
    schaut unten das Unheil vorbei.

    Ihrem Lied kann keiner entkommen
    zieht man an dem Felsen vorbei -
    Und ist sie auch etwas verhunzet
    wir lieben die Loreley!


    Gruß
    Trestone
     
    Munro gefällt das.
  5. Munro

    Munro Well-Known Member

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    Beiträge:
    5.279
    Hallo Trestone :)

    Das freut mich, dass mein Gesicht dir gefällt!

    Und dein Loreley-Gedicht gefällt mir auch sehr gut! :)
     
  6. Munro

    Munro Well-Known Member

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    Nach dieser Melodie ist auch mein Gedicht zu singen. :)
     
    Waldveilchen gefällt das.
  7. Waldveilchen

    Waldveilchen Active Member

    Registriert seit:
    29. September 2020
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    Sehr schöne Gedichte und ein schönes Loreley-Lied!
     
    Munro gefällt das.
  8. Munro

    Munro Well-Known Member

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    Beiträge:
    5.279
    Mir gefällt es auch immer wieder beim Wiederlesen.
    Und hier gehen Dichtung und Wahrheit Hand in Hand.
     
  9. Munro

    Munro Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. Januar 2014
    Beiträge:
    5.279
    Die bretonische Loreley

    Ich weiß wohl, was soll es bedeuten,
    dass ich so glücklich bin,
    ein Morgen aus fernen Zeiten,
    der geht mir nicht aus dem Sinn.

    Die Luft ist so frisch und nicht dunkel,
    sie ist würzig wie herrlicher Wein,
    das Wasser des Meeres funkelt,
    im Morgensonnenschein.

    Das schönste Mädchen sitzet
    dort draußen wunderbar.
    Ihr freundliches Lächeln blitzet,
    bretonisch leuchtet ihr Haar.

    Sie kämmet es ganz ohne Kamme
    und singt ein Lied dabei,
    das hat eine wundersame
    bretonische Melodei.

    Den Fremdling am sandigen Strande,
    ergreift es mit süßem Weh.
    Wohl sieht er die Felsenriffe,
    doch auch die Fee in der See.

    Ich glaube, am Ende spazieret
    der Fremde ins Meer - ohne Kahn.
    Und das hat mit ihrem Lächeln
    die Fee des Meeres getan.

    ---------------------------

    Nun habe ich noch eine Strophe hinzugefügt - in dichterischer Freiheit.
    Damals im Meer hat jenes schöne Mädchen noch kein Lied gesungen.
    Sie war ja auch keine Sirene und keine Hexe Loreley.
    Sie war eine ganz reale schöne und freundliche junge bretonische Frau.
    Eine echte Bretonin aus Finistère - am Ende der Welt, wie der Name sagt - im Westen der Bretagne.
    Und sie hat mir später dann auch wirklich schöne Lieder in der wunderbaren bretonischen Sprache gesungen.
     
    Waldveilchen gefällt das.
  10. Trestone

    Trestone Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Ort:
    Franken
    Hallo Munro,

    wie Du schreibst sind die Verse zum Kamm und Lied hinzugefügt
    und waren im Ursprungserlebnis nicht dabei.

    Nach dem Motto "weniger ist mehr" ziehe ich Deine Ursprungsfassung vor,
    da darin meine Lieblingszeile "bretonisch leuchtet ihr Haar"
    besser zur Geltung kommt.

    Ist natürlich Geschmackssache.

    Gruß
    Trestone
     

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