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Darf man als Italien-Tourist prego und grazie stammeln?

Waldveilchen

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29. September 2020
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Viele Touristen leben im Wahn sie würden mit hingeworfenen Einzelwörtern wie prego, per favore und grazie dem Kellner eine Höflichkeit erweisen oder gar Glücksgefühle wecken. Das Gegenteil ist der Fall!

Die armen Fremdenverkehrsknechte empfinden ausnahmslos Abscheu vor dem Italienisch-Gestammel, zumal sie aus Geschäftsgründen auch noch höflich so tun müssen als wären sie begeistert von den polyglotten Künsten eines Gastes der italienisch grüßt und immer quattro stagioni bestellt, weil er sonst keine Pizza mit Namen kennt.

Dazu kommt dass viele Deutschsprachige die italienischen Wörter nur optisch vom Lesen kennen, aber nicht mit den Feinheiten der Aussprache vertraut sind. Deshalb hört man was jedem Italiener im Herzen weh tut, die Touristen oft einen Tschianti bestellen und den Küstenort Tschaorle loben.

Und wenn ein rassiger italienischer Sportwagen vorbeiflitzt, sagen sie: "Das war sicher ein Lambordschini." Was überhaupt die größte Beleidigung ist. Das wird als akustischer Schmerz und praktisch als Todsünde empfunden.

Den Einheimischen ist es hundertmal lieber wenn man jedes verkrampfte Italienisch-Gestammel bleiben lässt und ein verständliches Deutsch spricht.
Quelle: "Darf man sich's urgut gehen lassen?"
von Helmut A. Gasterer

War mir noch nicht bekannt, dass man in Italien lieber nicht versuchen sollte Italienisch zu sprechen, wenn man es nicht wirklich kann.

Habt ihr da auch schon Erfahrungen gemacht?
 
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Munro

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Die Fehler oben würde ich zwar nicht machen.

Aber ich kenne es so, dass man es in jedem Land nett findet, wenn man versucht, die Sprache dort zu sprechen.
 

KANTIG

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War mir noch nicht bekannt, dass man in Italien lieber nicht versuchen sollte Italienisch zu sprechen, wenn man es nicht wirklich kann.
Meine Erfahrungen mit den Italienern waren so, daß sie äußerst hilfsbereit waren und meine Sprachfehler überhörten und mich verstehen wollten. Anders als in Spanien: Da wurde ich einfach stehen gelassen wie ein Aussätziger, wenn ich herum stammelte.
 

denk-mal

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Meine Erfahrungen mit den Italienern waren so, daß sie äußerst hilfsbereit waren und meine Sprachfehler überhörten und mich verstehen wollten. Anders als in Spanien: Da wurde ich einfach stehen gelassen wie ein Aussätziger, wenn ich herum stammelte.
Die gleichen Erfahrungen habe ich auch gemacht. Die Franzosen sind auch sehr hilfsbereit,
einer nahm sich sogar 20 min Zeit, um mir eine Straße, bzw. das gesuchte Hotel zu zeigen. :)
 

Munro

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Ich denke, dass man es überall auf der Welt schätzt, wenn Ausländer versuchen, die einheimische Sprache zu sprechen.
 
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