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#allesdichtmachen

Freigeist496

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18. April 2017
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Das momentane Erleben ist meiner Meinung nach das Wichtigste, denn Morgen könnte man schon tot sein !

Zudem was ist denn das Leben noch wert, wenn man dauerhaft nichts mehr darf ? Freunde nicht treffen, Familie nicht berühren, nicht mal ausser-häusliche Hobbys ausleben oder auch Wichtiges wie Kleidung und Schuhe kaufen, also gar nichts mehr erlaubt ist, ein Leben nur noch online, digital ? Und vereinsamen hier in DE geht der Lockdown bereits 1 1/2 Jahre so und ich habe keine Hoffnungen mehr, dass es irgendwann wieder wie früher sein wird, man normal in einen Laden gehen oder den Bruder umarmen darf.

Leben um jeden Preis schützen, WOZU denn dann bitte noch?
 
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ewaldt

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Bring Dich doch um, was hindert Dich? Mir ist ein Toter lieber als einer, der ständig jammert. Du kannst allerdings auch erkennen, dass der Wert des Lebens im Inneren zu finden ist und nicht in der äußeren und oberflächlichen Unterhaltung. Ich bin dem Lockdown dankbar, so ruhig und friedlich meditieren wie jetzt konnte ich in der westlichen Welt noch nie. Jedoch ich suche schon seit Jahren mein Glück nicht im Außen, sondern im Inneren, da habe ich im Finden Übung und so kommt mir die Pause im äußeren Spektakel sehr entgegen. Es ist eine Frage der inneren Haltung was den Wert des Lebens ausmacht, die Bespaßung von Anderen oder der eigene innere Humor. Wer meint, das Leben ist nichts wert, weil man keine neuen Klamotten im Geschäft kaufen kann, sondern online, der hat das Leben sowieso verpennt.
 

Bernies Sage

Well-Known Member
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Das momentane Erleben ist meiner Meinung nach das Wichtigste, denn Morgen könnte man schon tot sein !
Wenn Morgen schon heute von Dir als Gestern empfunden wird, dann könntest du heute schon ein Zombie sein und mit tiefgefrorener Tot-Viren-Impfung bereits den "Schuss für das ewige Leben" bekommen haben !:lachen:

ewaldt an freigeist:
Bring Dich doch um, was hindert Dich?
Vielleicht hindert ihn 0,1 % Wahrheit im "Anti-Spruch": >> "Denn DEIN ist das Totenreich, die Kraftlosigkeit und die Heerlichkeit in der Ewigkeit Samen" <<....??
 
Zuletzt bearbeitet:

pasquino

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3. Juni 2018
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67
und ich habe keine Hoffnungen mehr, dass es irgendwann wieder wie früher sein wird
Wird es auch nicht.
Bei mir hat sich diese verordnete Distanz und Vorsicht vor "Ansteckung" mittlerweile auch massiv eingeschlichen. Achte ich zukünftig beim Einkaufen ohne Maske auf einen gewissen Abstand? Fordere ich ihn gar ein? Kann ich vertrauen, wenn mich Kinder oder Enkel besuchen? Welche Distanz halte ich zu Kollegen im Büro? Fahre ich öffentlich oder mit privatem PKW?
Man achtet ganz anders auf vieles mittlerweile. Mit Ausnahme der ganz Kleinen ist das auch allen durchgehend vermittelt. Diese neue Achtsamkeit, dieses Befolgen von neuen Regeln.
Ob man sich daran hält, ist ein anderes Thema.
 

Bernd

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Wie stellst du dir dein Leben denn dann so in 10 Jahren vor, lieber Pasquino?
 

pasquino

Member
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3. Juni 2018
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67
Um mein Leben in zehn Jahren mache ich mir keine Sorgen
Ob man sich daran hält, ist ein anderes Thema.
Ich bin da sehr entspannt, muss mir oder anderen nichts mehr beweisen. Und ich habe in meinem - ich kann das jetzt schon so benennen - größerem Anteil meiner Lebenszeit sehr sehr viele Freiheiten genießen dürfen, mich nur einfachen Regeln wie Straßenverkehr oder Ritualen/Zeremonien wie Geburtstag oder Kommunion anpassen müssen. Es gab nie ein Thema staatlich verordneter Ausgangssperre auf unabsehbare Zeit. Wir konnten und durften weitgehend sprechen, wie wir es wollten. Nackert baden gehen an Isar, Baggerseen und sonstwo, ohne Erregung öffentlicher Ärgernisse. Gesicht wahren durch Gesicht zeigen. Abstand oder Distanz waren und wurden wie von alleine und selbstverständlich gelebt, nicht durch "eine Armlänge" oder "Markierungen auf dem Boden" und "aufgeklebten Zetteln auf Türen" mit zugelassener Anzahl von Personen vorgegeben/vorgeschrieben.
Und, was eigentlich nie mehr erwähnt wird:
Wir konnten und durften Nähe zeigen. Ohne Angst. Wenn man Anmache nicht wollte, dann konnte und durfte man ungestraft Nein sagen. Und dann war es für beide gut. Sieg und Niederlage hat man untereinander und mit sich selbst ausgemacht und verarbeitet, heute ist man eher geneigt, Rache für ... auszuüben.

Nun denn, solange ich geistig und physisch einigermaßen fit bin, werde ich weiterhin mein Leben leben.

Aber kann ich das den jungen Leuten, meinen Kids und Enkel, so überhaupt noch erklären und vermitteln?
Diese Freiheiten und Ungezwungenheit unserer Jahre? Dieses Unangestrengt-Sein?
Was sie nicht leben und erleben können?

Meine Generation hatte die besten Jahre überhaupt. Chancen, Risiken, Freiheiten.
Jetzt wird alles gepampert. Der Staat regelt und schreibt vor. Verspricht Sicherheit, und opfert dafür Freiheiten.
Wir sollten da nicht nachlässig sein, unseren nachfolgenden Generationen diese andernen Möglichkeiten zu predigen.
 

Egocentauri

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Wir weltweit in über 25.000.000 Servern und unzähligen Netzwerken miteinander verknüpften 333.666.999 aktive und streng darauf limitierte Cyber-Punks sind in absoluter Versicherung der Perfektion in der Bitcoin Technologie.

Wir schaffen eine neue world of God in Trinity!

Egocentauri Messias Christi
 
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Hihahoppla

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Registriert
21. November 2016
Beiträge
1.163
ich suche schon seit Jahren mein Glück nicht im Außen, sondern im Inneren
Ich sehe es so, dass das Glück immer kommt und geht.
Entweder man sucht das Glück, oder man wird vom Glück gesucht.
Letztenendes kommt es doch immer wieder zu Glücksmomenten.
Wenn man weniger davon hat wird man auch wieder sensibler und kann sich mehr über etwas kleineres freuen.
 
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