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Seelenraub

Dieses Thema im Forum "Eigene Gedichte" wurde erstellt von Gilbert, 10. Dezember 2003.

  1. Gilbert

    Gilbert New Member

    Registriert seit:
    3. Dezember 2003
    Beiträge:
    6
    Ort:
    Pamhagen
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    Das allabendliche Fersehbild,
    welches als bizarres Spiegelbild
    einer nicht vorhandenen Realität fungiert
    wird geschmückt von Rosen und Gänseblümchen.

    So erblasst der Zuseher,
    dem nach und nach seine Lebenskraft
    in bildlicher Form durch Zerstörung geraubt wird.

    Was überbleibt, ist eine Hülle,
    welche von sich behaupten kann,
    eine Tasse besessen zu haben,
    mit einem Namen darauf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Dezember 2003
  2. majanna

    majanna Guest

    Mir gefällt Dein Gedicht. Es ist sehr philosophisch und drückt auf einer sehr persönlichen Ebene die Entfremdung des Menschen durch Ideologien aus. In dem Falle: Konsum bis zum "Tassewerden".

    Wobei das Bild einer blümchengeschmückte Tasse als Sinnbild eines freundlichen Konsumtrottels mir besonders gefällt.

    Majanna
     
  3. Gysi

    Gysi New Member

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    9. Oktober 2002
    Beiträge:
    8.420
    Ort:
    südlich vom Nordpol
    Das böse böse Fernsehn...
    Der dumme TV-Konsument...

    Ich finde nicht, das Fernsehn dumm macht und dir eine falsche Welt vorgaukelt. Fernsehn ist ein Bildungsmedium, effektiver als das Buch! Aber das Buch ist heilig, das Fernsehn verdammt...
    Filme phantasieren eine eigene Welt. Das tun die hochwohlgelobten Romane aber auch.

    Sicher kann Fernsehn süchtig machen. Das liegt aber am Charakterprofil des Süchtigen. Dem Fernseher ist kein Suchtstoff zueigen, so wie dem Heroin, dem Kaffee, dem Nikotin ihre Suchtstoffe zueigen sind.

    Und wer dem Fernsehn verfallen ist, dem empfehle ich folgendes Gedicht:http://powerpoems.de/fernsehnunser.html
    Viel Spaß! :D

    Gysi
     
  4. Gilbert

    Gilbert New Member

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    3. Dezember 2003
    Beiträge:
    6
    Ort:
    Pamhagen
    Es steht natürlich einem jeden Frei, diese Zeilen für sich selbst zu interpretieren.

    Aber für mich selbst, war ein Anlass, zum Verfassen dieses Texten, die Leere, welche ich zunehmend in Charakteren finde, mit welchen ich alltäglich zu tun habe. Das allabendliche Fernsehbild, steht für mich, symbolisch für die Routine, die die Zeit mit sich bringt. Und so ist es nicht das Fersehen, sondern die Gewohnheit, welche die Lebenskraft raubt.

    Es ist zwar nicht abzustreiten, dass die Kritik am Fernsehen, in diesem Text, präsent ist (meiner Ansicht nach, berechtigt), jedoch steht diese nicht im Vordergrund.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Dezember 2003
  5. Gilbert

    Gilbert New Member

    Registriert seit:
    3. Dezember 2003
    Beiträge:
    6
    Ort:
    Pamhagen
     

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