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Persönliche Gedanken zu den Tageslosungen

@ Frischling
Mit dem Bekenntnis der christlichen Kirchen zu den Menschenrechten hat sich Ihr Vorhalt mangelnder Religionsfreiheit und allf. Folgen erledigt.
 
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@ Frischling
Mit dem Bekenntnis der christlichen Kirchen zu den Menschenrechten hat sich Ihr Vorhalt mangelnder Religionsfreiheit und allf. Folgen erledigt.

Ich sprach von dem Gott der Bibel! Dass die Kirchen, und das besonders, weil ihre Macht fast zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft ist, ihr Fähnchen immer nach dem Wind ausgerichtet haben, der ihre Fahrt am wenigsten behindert, ist ja allgemein bekannt ;-)

Aber glaubst Du etwa, der Namensgeber des Christentums, der laut Bibel die Menschen verdammt, die sich nicht zu seinem Gott bekehren und „Ungläubigen“ Höllenstrafen androht und den Menschen, die den falschen Gott angebetet haben, die Ewige Marterung mit Feuer und Schwefel, sei ein Befürworter der Religionsfreiheit gewesen?

Du darfst natürlich alle die Aussagen, die eindeutig belegen, dass der Gott der Bibel (und des Korans) unbestreitbar als ein absoluter Gegner der Religionsfreiheit behauptet wird, so auslegen, wie Du willst. Nur solltest Du nicht bestreiten, dass Religionsfreiheit völlig unvereinbar ist mit der Beschreibung des Gottes Abrahams in der Bibel und im Koran!
 
Aber glaubst Du etwa, der Namensgeber des Christentums, der laut Bibel die Menschen verdammt,
Sie können sich an die Aussagen des Christus hängen, vom dem in etwa 5 Sätze als Original anerkannt werden und die überlieferte Tradition, Auslegung (was Katholiken als Wesentlich sehen) als unumstößlich betrachten.
Inzwischen ist Allgemeingut geworden: Una ecclesia semper reformanda - ein Spruch dessen Herkunft sowohl Katholiken als auch Protestanten für sich beanspruchen.
 
Zitat von Frischling:
Aber glaubst Du etwa, der Namensgeber des Christentums, der laut Bibel die Menschen verdammt,

Sie können sich an die Aussagen des Christus hängen, vom dem in etwa 5 Sätze als Original anerkannt werden und die überlieferte Tradition, Auslegung (was Katholiken als Wesentlich sehen) als unumstößlich betrachten.
Inzwischen ist Allgemeingut geworden: Una ecclesia semper reformanda - ein Spruch dessen Herkunft sowohl Katholiken als auch Protestanten für sich beanspruchen.

Ich hänge mich nicht an die Aussagen in der Bibel, die einen giftigsten Feind der Religionsfreiheit als die Macht behaupten, die nach heutigen Erkenntnissen fähig gewesen sein müsste, als allmächtiger Schöpfer der Himmel und der Erde aus de4m Nichts heraus ein Universum mit über 100-Milliarden Galaxien zu erschaffen. Ich prangere die ihm zur schieren Angsterzeugung unterstellte sadistische Rachsucht Gottes an Menschen anderer Religion an, die in der Bibel nachzulesen sind. .

Ansonsten hat der Namensgeber des Christentums von den Verkündern seiner Lehre extreme Bescheidenheit gefordert. Die protzigen Bischofspaläste und Angeberdome stülpen sich gewissermaßen wie riesige Scheißhaufen über diese Forderungen, die Du etwa in Matth. 8, 19+20 oder in Matth. 10, 5-10 nachlesen kannst. Wenn Du aber mit diesem Verhöhnen der Bescheidenheitsforderungen des Mannes einverstanden bis, der das Teilen allen Besitzes mit den Armen gefordert hat und ganz bestimmt keine superreiche Religionsorganisation, ist Dein Denken nach meiner Meinung pervertiert!

Paulus, der wichtigste christliche Religionsmacher der Anfangszeit, der sinnvollerweise auch gefordert hat, dass Priester verheiratet sein müssen, verkündete die Lehre Jesus zumindest in aller Bescheidenheit so:

„Ich habe von niemandem Silber oder Gold oder Kleidung begehrt. Ihr selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die bei mir waren, diese Hände gedient haben. Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeitend sich der Schwachen annehmen und an die Worte des Herrn Jesus denken müsse, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als Nehmen.“ (Apg. 20, 33-35)

Kannst Du das mit den protzigen Bischofspalästen und Angeberdome in Einklang bringen?
 
Kannst Du das mit den protzigen Bischofspalästen und Angeberdome in Einklang bringen?
Aufs erste finde ich das auch schrecklich. Allerdings vermute ich, daß jede differenzierte Diskussion mit einer Erklärung bei Ihnen nicht ankommt. Daher lasse ich es.
:rolleyes:Abgesehen davon lieben viele die "smells und bells" wie ein engl. Freund so schön formulierte.
Zu Ihrer Theologie habe ich alles gesagt, wie ich es sehe.
 
Zitat von Frischling:
Kannst Du das mit den protzigen Bischofspalästen und Angeberdome in Einklang bringen?

Aufs erste finde ich das auch schrecklich. Allerdings vermute ich, daß jede differenzierte Diskussion mit einer Erklärung bei Ihnen nicht ankommt. Daher lasse ich es.

:rolleyes:Abgesehen davon lieben viele die "smells und bells" wie ein engl. Freund so schön formulierte.

Zu Ihrer Theologie habe ich alles gesagt, wie ich es sehe.

Ich bin kein Theologe, aber ein Kritiker der Beschreibung einer höchsten Macht im Sein als absoluten Gegner der für ein friedliches Miteinander aller Menschen nach meiner Meinung unabdingbaren Religionsfreiheit. Ansonsten respektiere ich jeden Menschen, der sich zumindest bemüht, diesen Rat Jesus zu befolgen, den schon 500 Jahre davor Konfuzius ganz ähnlich formuliert hat:

„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matth. 7, 12)

Aber ich erkenne eine extreme Scheinheiligkeit, wenn ich höre, wie in unserer Gesellschaft laut über die Not in den ärmsten Ländern der Erde geklagt wird – deren Menschen von Wirtschaftkartellen christlicher Besitzer gnadenlos ausgebeutet werden. Du verurteilst das sicher auch, auch wenn Du die Wurzeln für diese Scheinheiligkeit vielleicht nicht erkennst..
 
Du verurteilst das sicher auch, auch wenn Du die Wurzeln für diese Scheinheiligkeit vielleicht nicht erkennst..
Danke für die freundliche Formulierung.
Ich habe mir fundamental/e/istische Sichtweisen und solche Kritiken abgewöhnt, weil sie sich nur rechtfertigen lassen, wenn man andere Interessen, Vernetzungen ... außer acht läßt oder falsch bewertet.
So sehe ich die Relation des alttestamentarischen Wertekataloges der 10 Gebote als Appell (Du sollst) mit den neutestamentlichen Heilsversprechen (Selig sind).
Wenn Sie wollen - alles relativ.
 
So sehe ich die Relation des alttestamentarischen Wertekataloges der 10 Gebote als Appell (Du sollst) mit den neutestamentlichen Heilsversprechen (Selig sind).

Wenn Sie wollen - alles relativ.

Sicher, das ist relativ. So wird dem Gott der Christen im Zweiten Gebot die extreme Minderwertigkeit unterstellt, sich an den Kindern bis in die 4. Generation der Mensch rächen zu wollen, die anderen Göttern gedient haben. Kaum ein Christ verurteilt diese Unterstellung.

Die Seligsprechungen aber erfolgten bei der Bergpredigt, bei der Jesus auch gefordert hat, alle den Propheten gegebenen Gesetze und selbst geringsten Gebote bis zum Vergehen der Erde nicht aufzulösen. Allerdings kenne ich keinen Christen, der das Gesetzt des Christengottes befolgt und sich an der Steinigung der Menschen beteiligt, die am Sabbat gearbeitet haben. Aber genau so wenig wird von den meisten Christen die Forderung Jesus befolgt, allen Besitz mit den Armen zu teilen, obwohl Jesus die Ewige Pein im Feuer den Menschen androht, die einem Nächsten nicht geholfen haben, obwohl sie hätten helfen können. Liegt da der Grund, weshalb Du zum Thema Scheinheiligkeit schweigst?
 
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Zitat von Frischling:
Liegt da der Grund, weshalb Du zum Thema Scheinheiligkeit schweigst?

Ich habs Ihnen schon gesagt: Ihre fundamentalistische Theologie und Ihre verabsolutierenden Schlußfolgerungen sind für mich nicht maßgebend.

Es als fundamentalistische Theologie zu bezeichnen, wenn ich die unbestreitbar in der Bibel stehende Beschreibung Deines Gottes als absoluten Feind der m-E. für ein friedliches Miteinader aller Menschen unabdingbaren Religionsfreiheit kritisiere, ist eigentlich nur traurig und zeigt Deine Hilflosigkeit auf. Denn zu bestreiten ist nicht, dass Dein Gott so behauptet wird.

Ansonsten ist der Gott im christlichen Buch der Widersprüche und Universalausreden für mich ein Konstrukt berechnender Priester, die ihrem als allmächtigen Schöpfer dieses Universums mit seinen nach heutigen Erkenntnissen über 100-Milliarden Galaxien behaupteten Gott unterstellt haben, zu seinen Ehren Geschöpfe von ihm zu schlachten, deren Blut rituell zu verspritzen und dann zu verbrennen, damit ihr Gott sich am Wohlgeruch verbrennenden Fleisches erfreuen kann. Ob der Allmächtige ohne die Opfertiere verhungert wäre?

Aber Christen gegen sogar noch weiter und bezeichnen in Epheser 5, 2 den Tod des Schlachtopfer-Lammes Jesus als duftenden Wohlgeruch für Gott. Für mich ist das nur ekelhaft – und für Dich? Glaubst Du, dass ein so unendlich Allmächtiger seinen eigenen Sohn nach SEINEM Willen am Kreuz sterben ließ, damit die Vergebung der Sünden gepredigt werden kann? Oder ist Dir völlig egal, was Deinem Gott so alles unterstellt wurde?
 
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