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Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

Und wenn du zu dem "Ding" dann sagst: "Alles schön und gut, aber wozu braucht man dich?" dann wird es antworten: "Wozu braucht man dich?"

Hello Machine,

mal mir ein Bild, komponiere mir eine Symphonie, erkläre mir den Sinn der Welt und treffe menschliche Entscheidungen... kannst Du nicht?
Dann weisst Du, wofür Menschen da sind.

Okay: die einzige künstliche Form des Lebens, das der Mensch geschaffen hat (der Computervirus, der nach Steven Hawking LEBEN ist, weil er sich selbst zu reproduzieren vermag) ist DESTRUKTIV. Aber... naja, jeder fängt mal klein an, schliesslich ist dem Computer ja auch der Abakus vorausgegangen oder nicht?

lg Methusalem :blume2:
 
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AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

mal mir ein Bild, komponiere mir eine Symphonie, erkläre mir den Sinn der Welt und treffe menschliche Entscheidungen...

Und wer kein Bild malen kann, keine Symphonie komponieren kann, den Sinn der Welt nicht erklären kann und vernünftige statt menschlichen Entscheidungen trifft, der darf nicht leben?

lg Frankie

P.S.: VIREN brauchen einen lebendigen Wirt. Wenn Computerviren schon Leben sind, dann sind es die von ihnen befallenen Computersysteme auf jeden Fall.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

Tja Frankie,

jetzt hast Du mich aber erwischt...
also erstmal hab ich meinen PC ja nicht zertrümmert (nur visualisierenderweise), den brauche ich nämlich noch. Und ob der lebt... naja, manchmal denk ich mir...

also - grundsätzlich will ich allem, was sich mal vorsichtig ausgedrückt dem Leben annähert, nicht die Existenzberechtigung absprechen. Als Fan von Commander Data mit seinem Bemühen um Menschlichkeit... geht nicht.

Aber einen Einwand hab ich zu Hawking: was ist mit dem Stoffwechsel? Pflanzen, Tiere, Menschen leben durch den Stoffwechsel. Also giess Deine Blümchen oder sie gehen ein. Computerviren haben keinen Stoffwechsel, oder nehmen wir da Datenaustausch als Stoffwechselanalogie?

Nein, mein PC ist keine Lebensform, er besteht aus toter Materie. Es macht mir und ihm nichts, wenn ich ihn ausschalte - davon geht er nicht kaputt. Im Gegenteil, er lebt länger, äh...

Es gibt da eine interessante Folge, in der es darum geht, ob Data als Androide eine Persönlichkeit hat oder als "Eigentum der Sternenflotte" kein Recht auf Selbstbestimmung hat. Wenn es wirklich eines Tages gelingen sollte, so etwas wie ein "künstliches Bewusstsein" zu erzeugen - dann kommt Einiges auf uns zu...

lg Methusalem :blume2:
 
AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

@ Marianne

“...Vollkoffer in der Cyberwelt...”

Wie lange habe ich das Wort Koffer in diesem Zusammenhang schon nicht mehr gehört? Da werden Erinnerungen wach an die Steinzeit.:)

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Zum Thema:

Daß uns Computer schon längst verführt haben sie zu füttern, scheint doch klar, oder verführen wir das Silizium etwa dazu Quellcode zu lesen? Hmm.
“Am Anfang war das Wort”...hmmm.

Ernähren sie vielleicht uns... unseren Geist zumindest? Warum tun die das, die ehemaligen Sandkörnchen? Und ob das jetzt Amygdala oder Registryeintrag heißt...wo kommt er her... der Impuls? Der Mensch brachte dem Sandkorn eine Sprache bei, oder bringe ich da was durcheinander? Ist Sand nicht ein wesentlicher Bestandteil bei der Spiegelherstellung? Ist der Mensch vielleicht auf der Suche nach einem geeigneten Spiegel der seinen Narzißmus befriedigt? Wie Mensch in den Wald ruft, so blickt es heraus... oder so?

Wenn also Intelligenz rein ruft, wird auch Intelligenz heraus schauen. Ob ein (Selbst)Verliebter allerdings die richtige Brille auf hat... wer weiß?

Ich bezweifle, daß wir wirklich wissen, was es mit Bewußtsein auf sich hat. Ist auch wissenschaftlich noch eines der großen Rätsel unserer Zeit. Wenn eine Leber kein Bewußtsein hat, dann braucht ein einzelner PC vielleicht auch keins, und trotzdem könnte ein Verbund aus verschiedenen Rechnern, ähnlich wie ein Verbund aus verschiedenen Zellen eines Menschen, auch ein Bewußtsein entwickeln. Vielleicht ist das Bewußtsein der K.I. sogar heute schon outgesourced, wie man neudeutsch sagen könnte, und beim Menschen zu suchen. So, wie ein PC dem Menschen beim Denken hilft, könnte es auf umgekehrten Wege sein, daß der Mensch dem PC beim Denken hilft.

Wenn ich mir die Weltwirtschaft und die damit verbundene Ökonomisierung des gesamten Menschen heute so ansehe...das Leben ist irgendwie zur Berechnung geworden. 0 oder 1...Sein oder Nichtsein...Himmel oder Hölle...Duales System(ein Schelm, wer hier die Mülltrennung interpretiert) wo man auch hinschaut. Dabei ist es doch nur eine Frage wie man hinschaut, oder? Bei dem Blick in einen Spiegel scheint das so zu sein... nehme ich den Mitesser wahr oder sehe ich mich einfach nur unrasiert oder ungeschminkt? Worauf ich meinen Fokus richte, was entscheidet das? Der Mensch bildet sich jedenfalls ein, daß es ein Ich gibt welches sich einen Fokus einfach aussuchen darf. Ob das so stimmt? Er hat es halt gerne verantwortlich... jedenfalls bei den positiven Dingen. Bei den negativen Dingen gibt er sich schon gar nicht mehr so freizügig der Annahme hin, verantwortlich zu sein. Wenn ein solches Ich nun Intelligenz definiert, was mag da wohl bei herauskommen? Ein Koffer, ‘tschuldigung, aber es paßt gerade so schön, ein Behälter, ein Wort eben - Intelligenz. Eine Variable, gefüllt mit ichoistischem Gusto. Und kommen jetzt mehrere darüber ein, in diesen dann Socken zu packen... na, dann packen sie eben Socken rein. Die Psychologie, das alte Schlitzohr, hat sogar einen Socken..äh..IQ-Test entwickelt. Ein Test, der das ausliest, was man vorher rein tat. Ähnlich wie bei einem Computer. Man gibt z.B. 100 ein und siehe da, das Ergebnis ist hundert. Aus Zahlen werden Buchstaben, oder aus Buchstaben werden Zahlen. Es wird eine Variable gegen eine andere getauscht. Ein Taschenspielertrick, nichts weiter. Ohne Nutzwert, außer dem, daß die Psychologie sich selbst gerecht wurde. Glaubt sie wirklich, nun mit einem Zahlenwert etwas definieren zu können. Nun gut, auch ein Computersystem kann mit einem Wort nichts anfangen... wieviel ist Seele + Computer... bringt nur Systemerror. Aber mit Nullen und Einsen, mit denen kann es. Eine Null ist Nichts - Eins ist Alles. Oder heißt es in der Systemsprache: Alles ist eins...?

Ist die Intelligenz, ob menschliche oder künstliche, nicht in Wirklichkeit wie die Watzlawik’sche Wirklichkeit - “Ein Messer ohne Klinge, an dem der Griff fehlt”? Die Psychologie, wie auch die Informatik, meinen jedenfalls, zumindest den Griff besitzen zu können.

Bei der Informatik kam u.a. die Unreal-Engine heraus, worauf das Unreal-Tournament folgte. Die Psychologie hat es mit Borderline und Schizophrenie zu tun. Die Gentechniker sind die Assembler Programmierer, damit die Menschen nicht mehr lernen müssen, sondern sich quasi Intelligenz in ihren Quelltext schreiben lassen können. Und in der Astronomie gucken sie die Schwarzen Löchern in den Käse. Ist das alles jetzt menschliche Intelligenz oder künstliche? Ist der menschliche Geist in einer Art virtual reality beheimatet? Blickt er lediglich in einen Spiegel wenn er im second life reale Kröten springen läßt?

Bilde ich mir den Sinn dieser Worte nur ein oder meint der das so wie ich es lese?

Mit dem Satz zuvor geschah ein Stoffwechsel!
 
AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

was ist mit dem Stoffwechsel? ... Wenn es wirklich eines Tages gelingen sollte, so etwas wie ein "künstliches Bewusstsein" zu erzeugen - dann kommt Einiges auf uns zu...

Zur Zeit werden Computer schon so programmiert, dass sie ein Eigenleben simulieren. Die tun dann so, als ob sie ein eigenes Bewusstsein hätten. Das ist im Moment noch zu entlarven.

Aber unter Fachleuten gibt es längst die Diskussion, woran man denn so ein Bewusstsein, wenn es eine einigermaßen gute Simulation ist, von einem "echten" Bewusstsein unterscheiden soll.

Es taucht nämlich, wie ich dir ja vorgeführt habe, dann sofort die Frage auf, ob wir nicht unser Bewusstsein auch nur simulieren. Und wo da der Unterschied ist.

Ja, da kommt etwas auf uns zu. Ganz sicher.

lg Frankie

P.S.: Das gilt auch für Gefühle. Diese Simulation behaupten ganz einfach, dass ihnen jetzt z.B. kalt ist. Wie willst du ihnen das Gegenteil beweisen? Dir kann ja auch kalt sein, obwohl das Thermometer etwas anderes sagt...
 
AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

Und wenn du zu dem "Ding" dann sagst: "Alles schön und gut, aber wozu braucht man dich?" dann wird es antworten: "Wozu braucht man dich?"

Ich wollte lediglich sagen, dass wohl nimand ein Künstliches Bewusstsein enrschaffen wird, da sich soetwas einfach nicht lohnen würde. Ein Computer braucht eine Aufgabe. Ein Taschenrechner soll Mathematische Aufgaben lösen, ein Schachcomputer soll Schach spielen. Ein Intelligentes Haus soll dafür sorgen dass mein Kühlschrank voll und die Raumthemparatur angenehm ist. Aber welchen winn hätte denn ein Künstliches Bewusstsein? Der Aufwand soetwas zu Programmieren wäre dermaßen immens, dass es einen triftigen Grund bräuchte, um es zu tun.

Soweit zumindest meine Meinung darüber ob es einmal soetwas wie eine Echte Künstliche Intelligenz geben wird.

Über das Philosophische Potenzial das hinter der Frage "was währe, wenn es das gäbe" habe ich mir noch keine Gedanken gemacht obwohl es warscheinlich ein sehr ergiebiges Thema abgeben würde ;)

Was Künstliche Intelligenz betrifft binn ich kürzlich auf ien sehr interessantes Projekt gestoßen:
http://de.wikipedia.org/wiki/ELIZA
Wenn ich mir auch nur vorstelle was das für eine Arbeit gewesen sein muss, das zu programmieren... Und trotzdem bringt man die gute ELIZA doch recht schnell aus der Fassung wenn man möchte.

Liebe Grüße

--- Galamar ---
 
AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

Ich wollte lediglich sagen, dass wohl nimand ein Künstliches Bewusstsein enrschaffen wird, da sich soetwas einfach nicht lohnen würde.

Und wieso arbeiten dann schon längst Leute daran? Die Technik und das Programmierhandwerk, die dazu nötig sind, bringt uns ja sowieso die Softwareindustrie. Gratis.

Schau dir einmal diese Bilder an. Die hat sich mein Computer ausgedacht. War das jetzt "simulierte" Kreativität oder "echte"? Und wozu habe ich das gemacht? Wozu klettert jemand auf Berge? Weil sie da sind. Und wozu simuliert jemand Kreativität oder Bewusstsein in einem Computer? Weil es geht. Ich habe 3 Tage gebraucht, und dann hat er diese Bilder gemalt. Er malt täglich Millionen davon. Keins ist wie das andere. Und manche sind einfach echt wunderschön.

Die könnte ich nicht malen. Keins davon. Ich könnte sie mir nicht einmal ausdenken. Schon gar nicht Millionen verschiedene am Tag.

imgarttree875115765fm4.jpg
imgarttree764258140yt4.jpg
imgarttree748029781ew2.jpg


lg Frankie
 
AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

Hallo Frankie,

Das Programm "malt" Kustwerke, weil es zu diesem Zweck programmiert wurde. Kann es auch Schach spielen?
Ich meine eine KI die man mit einem menschlichen Geist vergleichen kann sollte zu allem in der lage sein, was ein Mensch kann.

Stell dir vor wie lang der Quellcode für das Programm ist, welches du benutzt. Und jetzt stell dir vor dass für jede menschliche Vertigkeit, die man simulieren will ein ähnlich komplexer Quellcode nötig ist. Bedenke, das in den Bildern die dieses Programm ausspuckt eigentlich immer das gleiche Schema vertreten ist. Was glaubst du, währe nötig, damit das Programm zubem noch aquarelle mahlen kann oder mir ein Bild ausspuckt wenn ich die Wotre "Leid" "Glaube" in einem Dialogfenster eingebe?

Die gezeigten Bilder sind durchaus nicht zu verachten beruhen aber trotzdem nur auf ein paar Algoritmen und Zufallsgeneratoren. Die "Hohe Kunst" ist das nicht.

Ich glaube durchaus, das der Mensch einmal in der Lage sein wird, eine Menschliche Persönlichkeit simulieren zu lassen und die "Forschungslust" könnte durchaus als grund dafür herhalten es dann auch zu tun. Aber einen Wirtschaftlichen Nutzen wird man daraus dann wohl nicht schlagen können...
 
AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

Lieber Galamar!

Dein Argument war, dass es nicht passieren wird, weil es keinen wirtschaftlichen Nutzen bringt. Ich habe gezeigt, dass es trotzdem jetzt schon passiert.

Und wenn du jetzt solche Bäume malst, ist das mehr als "ein paar Algoritmen und Zufallsgeneratoren"? Oder "simulierst" du auch nur? Keiner weiß es.

Vor allem: diese Simulationen müssen ja auf keinen Fall die größten Genies der Menschheit übertreffen! Das tust du auch nicht. Hast du deshalb kein Recht auf Leben?

Das ist ja die Frage, die dann auf die Menschheit zukommt. Ab welcher Qualität ist eine Simulation "Leben"? Und wer dreht sie dann ohne Gewissensbisse ab?

Und wenn einmal jemand solche Bilder in ein Museum stellt, wer wird dann als schaffender Künstler genannt? Der Programmierer, oder der Computer? Wenn du etwas schaffst, wird dann dein Lehrer genannt, oder du?

Das sind die Fagen. Die sind nicht weit weg.

Lg Frankie

P.S.: Das ist übrigens der gesamte Quellcode, der sich diese Bäume ausdenkt:

Do Until stack.Count = 0
act_node = baum.FindNode(stack.Item(stack.Count - 1))
stack.RemoveAt(stack.Count - 1)
For i = 1 To zufall(mind_aeste, aeste)
If act_node.Depth < stufen - 1 Then
add_node(act_node, "Branch", neuer_index(ix))
stack.Add(act_node.ChildNodes(act_node.ChildNodes.Count - 1).ValuePath)
Else
add_node(act_node, "Leave", neuer_index(ix))
End If
Next i
Loop

Das ist nicht viel. Wenn die paar Zeilen schon derartige Kreativität simulieren können, was glaubst du, wie locker da ein ernsthaftes Programm irgendetwas in Richtung Gefühle, Bewusstsein oder Identität und Lebenswille simulieren kann?
 
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AW: Menschliche Intelligenz versus künstliche Intelligenz

P.S.: Das ist übrigens der gesamte Quellcode, der sich diese Bäume ausdenkt:

Do Until stack.Count = 0
act_node = baum.FindNode(stack.Item(stack.Count - 1))
stack.RemoveAt(stack.Count - 1)
For i = 1 To zufall(mind_aeste, aeste)
If act_node.Depth < stufen - 1 Then
add_node(act_node, "Branch", neuer_index(ix))
stack.Add(act_node.ChildNodes(act_node.ChildNodes.Count - 1).ValuePath)
Else
add_node(act_node, "Leave", neuer_index(ix))
End If
Next i
Loop

Das ist nicht viel. Wenn die paar Zeilen schon derartige Kreativität simulieren können, was glaubst du, wie locker da ein ernsthaftes Programm irgendetwas in Richtung Gefühle, Bewusstsein oder Identität und Lebenswille simulieren kann?
Wenn ich das, was du hier als Beispiel anführst, also in meinen PC tippe, dann wird er kreativ?
Vergisst du dabei nicht, dass das Programm, das deinen Code auch lesen um verarbeiten kann, auch schon vorher von jemandem geschaffen worden sein muss? Also ganz so einfach wie du das jetzt darstellst, ist kreativ sein nicht.
Ohne die Inputs von außen, macht so eine Blechkiste gar nichts. Und wenn du ihr das Kabel wegnimmst, kannst du sie wegschmeissen.

Glücklicherweise.
:blume1:
 
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