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Lebenskunst

Dieses Thema im Forum "Psychologie" wurde erstellt von josie.blacyik, 26. April 2017.

  1. josie.blacyik

    josie.blacyik New Member

    Registriert seit:
    26. April 2017
    Beiträge:
    1
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    Lebenskunst ist ein Begriff aus der Philosophie, der nicht etwa das leichte und unbekümmerte Leben beschreibt, sondern eine bewusste Lebensführung.

    An der TU Darmstadt wurde dieses Konstrukt nun in die Psychologie übertragen. Dabei wurde ein Fragebogen erstellt, der unterschiedliche Aspekte von Lebenskunst erfasst und misst.

    Derzeit läuft ein Forschungsprojekt, in dessen Rahmen man ein Lebenskunst-Individualprofil erhält, wenn man einen Fragebogen ausfüllt. Das Profil gibt Auskunft darüber, in welchen Aspekten man schon ein Lebenskünstler ist und wo man sich verbessern kann. Das kann der erste Schritt zu einem zufriedeneren und glücklicheren Leben sein!

    https://ww3.unipark.de/uc/bschmitz_...a2f359afa947&syid=633231&sid=633232&act=start

    Lebenskunst hängt nachweislich positiv mit Wohlbefinden und physischer Gesundheit sowie negativ mit Stress und psychischen Störungen wie Depressionen zusammen. Außerdem ist Lebenskunst erlernbar. Insofern kann das Befassen mit eigenen Stärken und Defiziten zu weniger Stress und einem glücklicheren Leben führen!
     
  2. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    9. Januar 2014
    Beiträge:
    9.442
    Ort:
    Münster
    Ich bin kein Lebenskünstler, sondern "Überlebenskünstler"... Das ist noch einmal etwas anderes...
     
  3. PlacidHysteria

    PlacidHysteria Well-Known Member

    Registriert seit:
    5. März 2017
    Beiträge:
    1.856
    Ort:
    In einer Kryokapsel auf einem Rau(m)schschiff
    Meine Lebenskunst:
    Optimismus, Selbstvertrauen, Gelassenheit, Bescheidenheit;
     
  4. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    12.303
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Diesem Lebenskunstgriff setze ich "einfach" entgegen:

    1. Effizienzlogie in der Denkfreiheit
    2. Fremdvertrauen im Selbstbetrug
    3. Ungelassenheit in der Veränderung
    4. Unbescheidenheit in der Entschiedenheit

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     
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  5. Kaawi

    Kaawi Well-Known Member

    Registriert seit:
    18. Januar 2009
    Beiträge:
    6.691
    Ja, ja, es liegt wohl in der Natur von Transformationsprozessen vom Geistigen ins Pragmatische, mittels Polarisierung die Illusion absoluter Kontrollierbarkeit zu erzeugen.

    Was als (psychisch) gesund gelten soll bestimmt der Zeitgeist, was als Hindernis empfunden wird die (persönliche) Geschichte. Für mich ist Lebenskunst gerade die Fähigkeit unabhängig von äußeren Bedingungen lebendig zu bleiben, in meinem Wohlbefinden nicht abzustumpfen und stresserzeugende Situationen durch guten Selbstschutz heile zu überstehen bzw. durch gute Verarbeitungsmethoden davon wieder zu regenerieren.

    Das Bewusstsein spielt dabei sicher eine wichtige Rolle, aber es ist selbst völlig ohnmächtig, was in einer Gesellschaft und somit auch dem Einzelnen erlaubt und was verboten ist oder gleich ganz tabuisiert wird , bestimmen meist traditionelle Werte und zeitgemäße Vorstellungen ihrer Umsetzbarkeit, wozu auch obiger Artikel gehört.
     
  6. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. September 2014
    Beiträge:
    1.807
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    Hallo Bernies Sage:
    Bitte, wieso "im Selbstbetrug" ?
     
  7. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    12.303
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Der Mensch ist ein Umgehungstatbestand seiner Selbsterkenntnis.
    Deine Nachfrage ist berechtigt, "wie und wieso vermag das Fremde im Selbst (z.Bsp. 'Anti-Körper') sich sinnvoll betrügen, bzw. sich was vormachen??"

    Rein wissenschaftlich gesehen entspricht Lebenskunst einem Mengenbestimmtheitsproblem von offener Zuordnung.
    Rein menschlich gesehen entspricht Lebenskunst einem Umgehungstatbestand von geschlossener Selbsterkenntnis.

    So wie es dem Universum- in seiner Kunst schöpferischer Auseinandersetzung mit seinem Selbst - nicht möglich ist zu 100 % in der Selbstehrlichkeit seiner eigensinnlichen Nichtwahrnehmung "geschlossen" zu sein, so ist es dem Menschen - in seiner Kunst schöpferischer Auseinandersetzung mit seinem Selbst - ebenso nicht möglich zu 100% zu sich selbst selbstehrlich und zugleich "offen" und skepsisfrei gegenüber Neuem zu sein.

    Und so klingt es tatsächlich eher konfus - statt von Konfuzius, wenn ich eine gedankliche Anleihe im *So-Tao* nehme, im "So-Tun als ob".

    siehe hierzu auch mein Beitrag Nr. 35 in:
    http://www.denkforum.at/threads/sen...ebnis-nichtwahrnehmung-existiert.15354/page-4
    Dieses "So-Tao" ist einer bedeutsamen Grundfunktion des Überlebenswillens in der Ausdruckskunst geschuldet und diese wähnt sich vielen Bewegungsübungen inne.

    siehe hierzu auch weitere Beiträge Nr. 21 -23 - 27 im Thread "existiert die Zeit wenn es keinen Raum gibt":
    http://www.denkforum.at/threads/existiert-die-zeit-wenn-es-keinen-raum-gibt.19414/page-3

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juli 2018
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  8. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. September 2014
    Beiträge:
    1.807
    Hallo Bernies Sage:
    Dieses Beispiel gefällt mir sehr gut - auch, weil ich es verstehe!

    Und danke, auch für Deine weiteren Erklärungen -
    auch, wenn ich da meine "Klugheit zuvor" zugeben muss!
     
  9. ewaldt

    ewaldt Active Member

    Registriert seit:
    1. Dezember 2016
    Beiträge:
    419
    Ja, wissenschaftlich gesehen ist Lebenskunst ein philosophischer Aspekt, auch wenn Philosophie keine Wissenschaft, sie sind aus ihr hervorgegangen
    wie z.B. die Psychologie als reine Wissenschaft über die Empfindungen der Seele im Menschen. Darin besteht die praktische Anwendung der
    Lebenskunst, das Ausgleichen der seelischen Empfindungen. Da gehört natürlich denken dazu, auch rational aber vor allem Intuition und Spiritualität.
    Mit Rechnen alleine wird man der Lebenskunst nicht gerecht und mit physikalischen Gesetzen auch nicht. Leben ist ein Prozess eines biologischen,
    also organischen Organismus der kommt um die Sinneswahrnehmung Empfindungen nicht drumrum soll es denn wirklich die Kunst zu Leben sein.
    Schon Mark Aurel römischer Kaiser und Philosoph (* 26. April 121; † 17. März 180) beschrieb die Lebenskunst so:
    "Die Kunst des Lebens besteht mehr im Ringen als im Tanzen."
     
  10. ^gaia^

    ^gaia^ Well-Known Member

    Registriert seit:
    20. Januar 2018
    Beiträge:
    1.469
    Oder im Regen zu tanzen.
     
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