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Ideen zu Stufen (neben) der Stufenlogik

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Technik" wurde erstellt von Trestone, 18. Januar 2021.

  1. Trestone

    Trestone Member

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    Hallo,

    ursprünglich habe ich ja aus Unzufriedenheit mit bestimmten Punkten der Logik
    (Lügnersatz, indirekte Beweise) eine neue Logik entwickelt, die Stufenlogik.

    Deren hauptsächliches neues Element waren die Stufen.
    In der (Stufen-)Logik konnten Aussagen in unterschiedlichen Stufen
    unterschiedliche Wahrheitswerte annehmen und daher die meisten klassischen Widersprüche aufheben.

    Details zur Stufenlogik unter:
    Paradise lost? Stufenlogik

    Aber was genau diese Stufen waren blieb lange unklar.

    Als ich dann Stufen auch auf die Eigenschaften von Dingen anwendete
    und auf Ursache und Wirkung wurde das Ganze zwar konkreter – aber auch spekulativer.

    Und verschiedendlich wurde Unbehagen über dieses Vermischen von neuer Logik
    und weitergehenden Spekulationen geäußert.

    Daher möchte ich die Betrachtung der Stufen hier quasi “auslagern”.

    Die Hauptschwierigkeit Stufen zu finden ist, dass sie bisher noch nicht bemerkt wurden.
    Sie dürfen also im Alltag fast keine Auswirkungen haben,
    in extremen Sonderfällen aber doch, sonst wären sie ja überflüssig.

    Erinnert ewas an die Quantentheorie, die ja auch erst relativ spät entdeckt wurde
    und deren meiste Effekte sehr subtil sind.

    (Und tatsächlich lassen sich manche Quanteneffekte mittels Stufen beschreiben,
    aber die Stufen sind schon ein eigenständiger Ansatz).

    Ein Kandidat für Stufenbildung in unserer Realität sind für mich Wechselwirkungen:

    Grundidee: Treten zwei Objekte in Wechselwirkung miteinander, so erhöht sich ihre Stufe.
    Durch die Stufenerhöhung sind Wechselwirkungen auch nicht mehr rücknehmbar.

    Dabei nehme ich gravitative Wechselwirkungen aus, diese sind nicht stufenerhöhend,
    denn die Gravitation spielt bei den Wechselwirkungen wohl eine Sonderrolle.

    Die Stufenerhöhung durch eine Wechselwirkung erfolgt nicht nur bei den direkt
    beteiligten Objekten, sondern bei allen potentiell beteiligten Partnern.

    Auf einem Billardtisch erhöht sich also simultan die Stufe aller Kugeln,
    wenn zwei zusammenstoßen.

    Dies ist erforderlich, da gemäß Stufenlogik die Stufen nach oben blind sind,
    eine Kugel mit kleinerer Stufe würde also durch eine Kugel mit höherer Stufe
    hindurchgehen, als ob diese nicht da wäre – und so verhalten sich Billardkugeln ja nicht.

    Aus der Erhöhung der Stufen mit jeder Wechselwirkung lässt sich ein Zeitpfeil ableiten:

    Bekommt ein Großvater in Stufe k+1 eine Tochter und in Stufe k+2 einen Enkel,
    so könnte der Enkel zwar vielleicht in der Zeit in die Vergangenheit reisen,
    aber nicht in eine kleinere Stufe als k+2.
    Der Großvatermord läge also in der Gegenwartsstufe (und Zeit).

    Zeitreisen wären also nur ohne Stufenwechsel möglich,
    d.h. für reale Teilchen/Objekte nicht in die Vergangenheit.
    (Wie wir sehen werden, könnte genau das bei Quanten
    und virtuellen Möglichkeitsteilchen der Fall sein.)

    Auch in der Informatik könnten wir auf Stufen stoßen:
    Immer wenn eine logische Operation ausgewertet wird
    (z.B. IF a=b THEN DO ... ELSE ...) könnte sich die Stufe des Computers erhöhen.
    Das könnte an einer physikalischen Wechselwirkung liegen,
    die für Auswertungen wie “a=b?” benötigt werden,
    oder an einer grundsätzlichen Stufenerhöhung durch logische Operationen.

    Das hat den Nachteil, das Computer anders funktionieren könnten,
    als wir bisher glaubten -
    und den Vorteil, dass wir Nicht-Turing-Maschinen bauen könnten
    und das Halteproblem nicht mehr prinzipiell unlösbar wäre.
    (Programme in einer höheren Stufe könnten widerspruchsfrei das Halten
    von Programmen in niedrigeren Stufen ermitteln)

    Da mit Stufenlogik der Beweis für die Eindeutigkeit der Primzahlzerlegungen
    nicht mehr gilt, könnte ein sonst unveränderter Computer mit identischem Programm
    an einem Tag eine andere Primzahlzerlegung ermitteln als an einem anderen Tag
    (wegen unterschiedlicher Wechselwirkungen und Stufen).
    Dies gilt aber wohl erst ab astronomisch großen Zahlen,
    z.B. in Größenordnung der Anzahl der Wechselwirkungen seit dem Urknall.

    Jetzt noch einmal zur Quantentheorie und der Wechselwirkung.

    Ich betrachte ein Teilchen, das durch einen Spalt auf einen Nachweisschirm fliegt
    und dort wechselwirkt.

    Am Start vor dem Spalt sei das Teilchen real und in Stufe k.
    Dann verwandelt es sich in ein Bündel von unsichtbaren virtuellen Möglichkeitsteilchen,
    die sich auf allen möglichen Pfaden (gemäß Unbestimmtheitsrelation) bewegen
    und ebenfalls alle zu Stufe k gehören.

    An den möglichen Zielen auf dem Schirm “holen” sich die virtuellen Teilchen Informationen zu den möglichen Zielwegen.
    Nun kehren die Teilchen von den Zielen zeitinvers zum Start zurück
    (sie sind ja virtuell und unsichtbar und in Stufe k).

    Am Start (zur Ursprungszeit) liegen nun Informationen zu allen möglichen Zielen vor,
    aber da sie in Stufe k, derselben wie der des Startteilchens, vorliegen,
    sind sie für das Startteilchen nicht inhaltlich lesbar
    (gleiche Stufen sind für einander blind).
    Das Startteilchen wählt daher “blind” einen Zielweg (=Quantenzufall)
    und dieser wird nun gegangen und am Ziel real.
    Dabei wird die Stufe am Ziel auf k+1 gesetzt und damit ist das Ganze irreduzibel.

    Dieses Modell lässt sich auch für Doppelspalt und Verschränkung anwenden.

    Die Stufen können die Irreversibilität von Wechselwirkungen/Messungen erklären
    und die Zeitumkehr innerhalb einer Stufe sowie den Quantenzufall.
    Doppelspalt (auch Quantenradierer) und Verschränkung lassen sich alle mit Zeitumkehr virtueller Möglichkeitsteilchen in einer Stufe erklären.

    Nimmt man den Geist mit Stufe Unendlich hinzu, so hat man statt der “blinden” Auswahl
    nun eine “sehende” Möglichkeit, da in Stufe Unendlich die endlichen Stufen k
    sichtbar sind.
    Dies könnte ein Ansatz für das Zusammenwirken von Geist und Körper sein.

    Insgesamt fanden sich wie ich finde einige interessante Ansätze zu Stufen,
    v. a. in Randbereichen,
    ein überzeugender und messbarer Alltagseffekt wird noch gesucht ...

    Gruß
    Trestone
     
  2. Trestone

    Trestone Member

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    Hallo,

    das mit den Wechselwirkungen und den Stufen gucken wir uns noch etwas genauer an:

    Denn dass sich auf einem Billardtisch eine Stufe simultan bei allen Kugeln erhöht
    klingt ja zunächst nicht besser als simultane Verschränkung.

    Wir benötigen dazu aber keinen neuen Mechanismus,
    die virtuellen Möglichkeitsteilchen mit Zeitumkehr reichen dazu aus.

    Wir starten wieder am Start mit einerm Teilchen/Objekt in Stufe k.
    Dieses verwandelt sich in einen Schwarm von (unsichtbaren) virtuellen Möglichkeitsteilchen,
    die sich auf allen gemäß der Unbestimmtheitsrelation möglichen Pfaden bewegen,
    alle in Stufe k.

    Viele dieser Möglichkeitsteilchen werden nie auf einen potentiellen Wechselwirkungspartner stoßen,
    sie kehren nie zurück und spielen (in höheren Stufen als k) keine Rolle mehr.

    Diejenigen Möglichkeitsteilchen, die auf einen möglichen Wechselwirkungspartner
    stoßen, werden von diesem sozusagen zurückgestoßen:
    Sie nehmen Informationen zum Ziel/Partner auf und kehren zeitinvers
    auf dem gleichen Weg, den sie gekommen sind, zum Start zurück.

    (Dabei können sich nur unsichtbare virtuelle Teilchen zeitinvers bewegen.)

    Am Start liegen daher zum Startzeitpunkt alle Möglichkeitsteilchen vor,
    die potentielle Wechselwirkungspartner gefunden haben (alle in Stufe k).

    Das Startteilchen wählt nun blind ein Möglichkeitsteilchen inkl. Partner aus (Quantenzufall),
    dieses kehrt nun erneut auf seinem Pfad zum Wechselwirkungspartner zurück
    erhöht dort seine und des Partners Stufe auf k+1, wechselwirkt und wird am Ziel real.

    Auch alle anderen Möglichkeitsteilchen kehren zu ihren Partnern zurück,
    sie werden aber nicht real und wechselwirken auch nicht,
    aber sie erhöhen die Stufe ihrer potentiellen Partner auf k+1.


    Auf einem Billardtisch würde vom Queu ein unsichtbarer Schwarm an virtuellen Kugeln
    ausgelöst, der alle möglichen (direkten und indirekten) Karambolagepartner
    (inkl. der Banden) treffen würde,
    diese kehren unsichtbar zeitinvers von den potentiellen Karambolagepartnern zurück.

    Nur ein Weg würde real und sichtbar,
    aber durch die unsichtbaren Kugeln würde die Stufe k+1
    zu allen Kugeln und Banden getragen
    und so wäre alles für den nächsten Stoß bereit.


    Bei diesem Modell ist das Exotischte wohl die Zeitumkehr.
    Diese folgt nicht direkt aus der Stufentheorie
    (und wurde auch schon von anderen zur Quantentheorie vorgeschlagen).

    Aber die Stufentheorie unterstützt diese Ideen,
    wie Erkärung des Quantenzufalls durch gleiche Stufen / Stufenblindheit
    und Irreversibiltät von Messungen durch Stufenerhöhung.

    Von Stufenlögik/theorie verstehe ich ja einiges,
    bei Physik sind meine Kenntnisse deutlich geringer,
    daher ist bestimmt noch nicht alles fertig/passend an dem Modell.

    Zumindest ist das Ganze eine originelle Theorie,
    mit dem “vor – zurück – vor” erinnert es an einen Tanz,
    und das ausgerechnet von mir, der ich bzgl. Tanzen ziemlich talentfrei bin ...

    Gruß
    Trestone
     
  3. Burkart

    Burkart Active Member

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    Ich wünsche dir viel Glück, auch hier über dein Lieblingsthema zu diskutieren, die Chance ist nicht sehr groß.
     
  4. Trestone

    Trestone Member

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    Hallo Burkart,

    danke für die Ermutigung!

    Hier noch weitere inhaltliche Diskussionspunkte:

    Ich will hier nun andeuten, wie man das Quanten-Stufen-Modell (wie oben beschrieben)
    auf wichtige quantentheoretische Effekte anwenden kann.
    (Wohl noch mit Mängeln (z.B. Was genau sind “mögliche Wege”?),
    aber Nachfragen und Korrekturen sind ja erwünscht!)
    1. Der Doppelspalt (und Quantenradierer):

      Hier ist ja verblüffend, dass Quantenteilchen/objekte sich bei mehreren Spalten
      anders verhalten (Interferenz), als wenn zweimal je einer der Spalten offen ist.
      Und sogar wenn man nachträglich (aber vor Eintreffen am Schirm) Informationen erhält,
      durch welchen Spalt das Objekt gegangen ist,
      verändert das das Ergebnis (mit oder ohne Interferenz).

      Details zum Doppelspalt: https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelspaltexperiment

    1. Die Interferenz wird oft mit Wellen erklärt, das nachträgliche Löschen
      durch Informationen mit dem Quantenradierer bleibt aber schwierig.
    Die gesamten Informationen von Start zum Ziel (bzw. Zielen) (räumlich und zeitlich)
    scheinen Einfluss auf das Ergebnis zu haben.

    Details zum Quantenradierer: https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenradierer

    Dies ist im Quanten-Stufen-Modell berücksichtigt:

    Alle möglichen Wege zu möglichen Zielen treten auf.
    Hier ermöglichen zwei offene Spalten andere Wege als einer
    und Informationen zu Wegen oder Quantenradierer andere als ohne.
    Doppelspalt und Quantenradierer lassen sich so mit dem Modell abbilden.

    2. Verschränkung und EPR-Phänomen

    Verschränkte Teilchen/Objekte scheinen ja zeitlos bestimmte Informationen
    zu übertragen und so besonders “spukhafte Fernwirkungen” zu zeigen.
    Andererseits dürfen diese Informationen nicht gezielte, sondern nur zufällige sein,
    da dies sonst der Relativitätstheorie widersprechen würde.

    Details zu EPR: https://homepage.univie.ac.at/franz.embacher/Quantentheorie/EPR/

    Wir stellen uns eine Photonenquelle vor, die verschränkte Photonen
    nach links und rechts zu Polarisationsfiltern Pl mit Winkel wl und Pr mit Winkel wr sendet,
    hinter jedem Polarisationsfilter ist ein Nachweisschirm Nl und Nr.

    Nach dem Quanten-Stufen-Modell bewegen sich unsichtbatre virtuelle Photonen
    auf allen möglichen Pfaden zu den Schirmen und werde dort zeitinvers gespiegelt.

    Um den Nachweisschirm Nl zu erreichen, müssen die virtuellen Photonen den Polarisationsfilter Pl passieren,
    also müssen sie den Polarisationswinkel wl annehmen.
    Diesen haben sie auch bei ihrer zeitinversen Rückkehr zum Start.
    Dort geht es (virtuell) auf die zweite Strecke nach rechts, aber sie haben schon wl.
    Diejenigen, die den rechten Messschirm erreichen,
    verhalten sich also wie mit Winkel wl der auf wr trifft (das entspricht der Beobachtung).
    Am Start können also nur solche Photonen als real ausgewählt werden.

    Die Information zu wl wird zwar zeitinvers übertragen,
    aber da sie sich nur bei virtuellen Teilchen in Stufe k befindet,
    ist sie am Start oder Ziel (in Stufe k+1) nicht auslesbar.

    Deutlich erkennbar: Auch ohne explizite Erwähnung von Wellen
    ist das Quanten-Stufen-Modell ein nicht-lokales Modell (z.B. Zeitumkehr).
    Und nicht alle Komponenten sind real
    (z.B. die unsichtbaren virtuellen Möglichkeitsteilchen)

    Ähnliches fordert ja auch die Bellsche Ungleichung,
    die als indirekter Beweis nach Stufenlogik aber evtl. nicht mehr zutrifft ...

    Gruß
    Trestone
     
  5. Burkart

    Burkart Active Member

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    Hm, ich will dich ja nicht enttäuschen, aber ich meinte das eher als Fakt bzw. aus meiner Erfahrung mit diesem Forum heraus; persönlich ist das auch nicht mein Thema, sonst hätte ich im ******************* mehr dazu gesagt.
     
  6. Trestone

    Trestone Member

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    Hallo,

    obwohl meine Ideen exotisch erscheinen
    werden ähnliche Ansätze auch von anderen diskutiert:

    Vorgänger zur Stufenlogik:
    Prof_Ulrich_Blau_Unbestimmtheiten_und_Reflexionslogik

    Zeitumkehr in der Quantentheorie:
    https://www.wissenschaft.de/technik-digitales/fliesst-die-zeit-auch-rueckwaerts/

    Die Verbindung von beiden in einem Modell scheint aber neu zu sein.


    Gruß
    Trestone
     
  7. Trestone

    Trestone Member

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    Hallo,

    das “panta rhei – alles fließt” von Heraklit passt auch zur Stufentheorie.
    Auch “ Wir steigen nicht zweimal in den selben Fluss” passt dazu,
    denn von Wechselwirkung zu Wechselwirkung ändert sich ja die Stufe
    und damit der Rahmen für jede Eigenschaft.

    Daher sind auch meine Monologe Dialoge mit mir in verschiedenen Stufen,
    denn jeder Beitrag ist ja in einer anderen Stufe verfasst.
    Ich hätte aber auch nichts gegen “echte” Dialoge ...

    Gruß
    Trestone
     
  8. Trestone

    Trestone Member

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    Hallo,

    hier ein kurzer Rückblick zu Stufen/Stufenlogik:

    Am Ende meines Mathematik/Philosophie-Studiums war ich mit der klassischen Logik unzufrieden:
    Zum einen wegen des Lügnersatzes, der Überabzählbarkeit und den Gödelschen Unvollständigkeitssätzen,
    zum anderen mit dem Absolutheitsabspruch, der für die Logik erhoben wurde.

    Ich suchte nach Alternativen.
    Schon bald stieß ich auf die indirekten Beweise als Kern der Probleme.
    Ich wollte sie jedoch nicht verbieten, sondern durch neue Rahmenbedingungen
    die dabei auftretretenden Widersprüche entschärfen.

    Dazu benötigte ich unterschiedliche Wahrheiten für “Wenn” und “Dann”.
    Dies ließ sich erreichen, wenn ich dem “Wenn-Teilsatz” eine Stufe k
    (mit eigener Wahrheit) zuordnete
    und dem “Dann-Teilsatz” die Stufe k+1 (mit wieder eigenständiger Wahrheit).

    Jetzt war die Aussage “Wenn A in Stufe k wahr ist, dann ist A in Stufe k+1 falsch”
    kein Widerspruch mehr, denn das wahr und falsch beziehen sich auf unterschiedliche Stufen.

    Von hier war es nur noch ein kleiner Schritt, für alle Aussagen Stufen einzuführen,
    d.h. Wahrheitswerte zu einer Aussage A sind nur in Verbindung mit einer der Stufen 0,1,2,3,... definiert.

    Formal war es nicht schwierig, Regeln für den Umgang mit den Stufen und Wahrheitswerten W(A,k) zu finden,
    die untereinander zusammen passten.

    Aber die Parameter einer neuen Logik sollten möglichst auch Entsprechungen in unserer Realität haben,
    und da fand ich lange keine Entsprechung für die Stufen.

    Einen ersten Ansatz fand ich in der Reflexionslogik von Prof. Ulrich Blau:
    Er betrachtet reflexive Sätze wie “Diese Aussage ist nicht wahr” und zählt,
    wie oft wir darüber reflektieren (Anzahl der Metastufen).

    Seine Reflexionslogik ist der Stufenlogik sehr ähnlich, allerdings auf reflexive Sätze beschränkt.

    Da ich die Stufenlogik für alle Sätze anwenden wollte,
    stellte ich das “Stufenproblem” zunächst zurück
    und erweiterte sie auf die Mengenlehre.

    Grundidee: Menge M1 ist Element einer Menge M in Stufe k+1,
    Wenn eine Stufenaussage A über M1 in Stufe k wahr ist,
    also wenn M1 eine Eigenschaft A in Stufe k hat ( W(A(M1),k)=w ).

    Das ist bis auf die Stufen der Ansatz der naiven Cantorschen Mengenlehre.

    Diese Mengenlehre hat einige hübsche Eigenschaften:

    Die All-Menge lässt sich definieren

    (Als Element-Eigenschaft wählen wir z.B. „wahr ist wahr in Stufe k“,
    das unabhängig von M1 immer gilt für k>=1).

    Die Russell-Menge ist dank der Stufen nicht mehr paradox.

    Und der Cantorsche Diagonalbeweis läuft ebenfalls dank der Stufen ins Leere.

    Da die All-Menge gleich ihrer Potenzmenge (=Menge aller Teilmengen) ist
    (für jede Stufe k+1),
    zeigt die Identität als Bijektion, dass der Satz von Cantor
    in der Stufenmengenlehre nicht mehr gilt.

    Ich konnte damit auch natürliche Zahlen und eine Arithmetik konstruieren.

    Der (indirekte) Beweis für die Eindeutigkeit der Primzahlzerlegung gilt dabei nicht mehr
    (zumindest für unterschiedliche Stufen).

    Daher gelten wohl die Gödelschen Unvollständigkeitssätze nicht mehr (noch nicht bewiesen)
    und zwischen klassischer Logik/Arithmetik und Stufenlogik/Arithmetik
    kann evtl. praktisch durch Primzahlzerlegungen (sehr) großer Zahlen entschieden werden.


    Für die Informatik ergeben sich mit Stufenlogik neue Perspektiven:

    Es gibt Stufenalgorithmen die keine Turingmaschinen/algorithmen sind
    und nicht dem Halteproblem unterliegen.

    Dafür ist eine Kenntnis der Stufen erforderlich.

    Eine mögliche Interpretation fand ich mit Dominosteinketten und in der Quantentheorie:

    In einer aufgestellten Dominosteinkette scheinen Ursache und Wirkung
    (bzw. „wenn“ und „dann“) und damit die Stufen klar verteilt zu sein:
    Der fallende Dominostein hat Stufe k und der angestoßene Stufe k+1.
    Aber es gibt zwei Probleme:
    1. Nach Stufenlehre ist Stufe k+1 für Stufe k nicht wahrnehmbar,
    aus Sicht des fallenden Steins gibt es also den Stein mit k+1 nicht,
    umgekehrt kann der Stein in Stufe k+1 den Stein in k „spüren“.
    2. Hat man einen Kreis und erhöht sich mit jedem fallendem Stein die Stufe,
    so könnte der letzte Stein keinen Stein mit niedriger Stufe umwerfen.

    Da Wirkungen laut Quantentheorie Wechselwirkungen sind
    liegt es nahe, fallenden Stein und gestoßenen Stein zunächst beide in Stufe k zu sehen
    und nach dem Stoß beide in Stufe k+1.
    Ja die Stufe k+1 muss dann für alle potentiellen Partner auf dem Tisch gelten.

    Jede Wechselwirkung (außer durch Gravitation) erhöht also im gesamten Interaktionsraum die Stufe.

    Wenn das zutrifft sind alle Computer Stufencomputer, denn jede Wechselwirkung in ihnen
    (oder in ihrer Nähe) erhöht die Stufe und lässt sie bei stufenabhängigen Algorithmen
    anders arbeiten.

    Ich habe eine (spekulative) Idee wie Wechselwirkungen auf Quantenebene funktionieren könnten
    (zentral dabei sind virtuelle Möglichkeitsteilchen mit Zeitumkehr und Zufallsauswahl).

    Hier zunächst Ende des Rückblicks.

    Gruß
    Trestone
     
  9. Trestone

    Trestone Member

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    Hallo,

    jetzt möchte ich aber einen anderen spekulativen und mehr philosophischen Ansatz verfolgen:

    Geist und Körper lassen sich auch mittels Stufen erklären.

    Zu Geist – Körper gibt es ja v.a. monistische und dualistische Ansätze.
    Am monistischen („alles Körper/Materie“) hat mich immer die Unterschiedlichkeit
    von Körper und Geist gestört (Stichwort Qualiaproblem, Was sind Empfindungen?).

    Beim Dualismus ist die Wechselwirkung zwischen Geist und Körper schwierig,
    und auch nicht leicht zu erklären,
    wie z.B. bei der Vermehrung Geist und Körper zusammenkommen.

    In Erweiterung von Plantons Höhlengleichnis lässt sich auch ein dritter Ansatz betrachten:

    Man stelle sich vor, (Quell-)Objekte werden an uns vorbei getragen,
    von denen wir nur zwei Arten von Schatten an der Höhlenwand sehen können,
    Körper(schatten) und Geist(schatten), wie zwei Seiten einer Münze.

    Mittels der Stufentheorie hätte das Quellobjekt in den endlichen Stufen k
    die Eigenschaften eines physikalischen Körpers
    und in Stufe Unendlich die Eigenschaften eines Geistes / Bewusstseins.

    (Das „Quellobjekt“ selbst ist etwas Drittes neben Körper und Geist
    und außerhalb der Stufen, sozusagen der „Kern der Münze“).

    Die Stufen können also unterschiedliche Eigenschaften für gleiche (Quell-)objekte
    erklären und so Dualismus (verschiedene Stufen) und Monismus (ein Quellobjekt)
    zusammenbringen.

    Wie bei Platon finden die eigentlichen Veränderungen und Wechselwirkungen
    auf Quellobjektebene statt,
    während wir sie mit unserer Wahrnehmung als „Schattenspiele und Interaktionen“
    (auf Körper- und Geistebene) wahrzunehmen scheinen (eine Täuschung).


    Nachdem sich der Nebel um die Stufen etwas gelichtet hat
    ist mit den „Quellobjekten“ ein neues Rätsel aufgetaucht.

    Ob (bzw. ggf. wie) mein Ansatz zu physikalischen Wechselwirkungen
    mit Zufallsauswahl und Zeitinversion
    und mein Ansatz zur Zusammenwirkung von Geist und Körper
    mit „sehender“ Auswahl und Zeitinversion
    sich an diesen Quellobjekt-Stufenansatz anpassen lässt,
    muss ich noch untersuchen, gern auch im Dialog.


    Gruß
    Trestone
     
  10. Trestone

    Trestone Member

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    Franken
    Hallo,

    das Zusammenwirken von Geist und Körper ist auch in diesem Modell schwierig:

    Denn in der Stufentheorie können zunächst nur Objekte in gleicher Stufe wechselwirken,
    das passt nicht zu Körper (endliche Stufe) und Geist (Stufe Unendlich).

    Aber eigentlich gehört in diesem Modell die Interaktion zu den Quellobjekten.

    Körper und Geist sind ja nur Schatten von Quellobjekten,
    und nicht die Schatten wechselwirken sondern die (verborgenen) Quellobjekte.

    Also nicht zwei Billardkugeln stoßen aneinander und geben einen Impuls weiter,
    sondern das Quellobjekt der ersten Billardkugel interagiert mit dem Quellobjekt
    der zweiten Billardkugel und lässt in Stufe k das Schattenbild
    zweier zusammenstoßender Kugeln entstehen.

    Ob Zeit und Raum auch für die Quellobjekte gelten oder nur für die Schatten
    weiß ich nicht.

    Beim Zusammenwirken zwischen Geist und Körper wäre es analog:

    Ursache meines Willens (in Stufe Unendlich), einen meiner Finger zu heben (Geist-Wunsch)
    wäre ein passender Willenswunsch-Vorgänger meines Quellobjekt Subjekts.
    Dieser verändert mein Quellobjekt Subjekt so, dass der Körperschatten in Stufe k
    einen Finger hebt.

    Der Geist wäre also gar nicht echte Ursache von Geist-Körper-Interaktionen,
    sondern das Quellkörper Subjekt, das beiden zu Grunde liegt.

    Diesem Quellkörper Subjekt könnte man auch leichter Freiheit (Willensfreiheit) zugestehen,
    denn es ist in die körperlichen Ursache-Wirkungsketten wohl nicht eingebunden.


    Es gibt aber noch ein formales Problem:

    „Wechselwirkt mit“ ist eine Eigenschaft, und Eigenschaften
    gibt es in der Stufentheorie eigentlich nur in Stufen.
    D.h. wir können die Wechselwirkungen vielleicht doch nicht
    den (stufenlosen) Quellobjekten zuordnen.

    Ich habe ja schon ein Modell für die Wechselwirkung von Geist und Quanten entwickelt,
    (noch ohne explizite Quellobjekte).
    Das will ich als nächstes in diesem Kontext analysieren.


    Gruß
    Trestone
     

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