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Gibt es den freien Willen?

Dieses Thema im Forum "Philosophie Allgemein" wurde erstellt von blaster, 30. August 2010.

  1. Reinhard70

    Reinhard70 Active Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Ort:
    im Bereich der schönsten Seen Bayerns
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    AW: Gibt es den freien Willen?

    ... oder

    die Prämisse des Geldmangels mit der gesellschaftlichen
    Verpflichtung, andauernd etwas einzukaufen ... :haare:
     
  2. redbaron

    redbaron New Member

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    Ort:
    Bananenrepublik Täutschland/Bayern
    AW: Gibt es den freien Willen?

    eine schöne Definition. Ich ahne, daß sie zu meiner Definition äquivalent ist. Ich bin so frei, das aber nicht beweisen zu müssen...

    Der Rote Baron
     
  3. insomnia

    insomnia New Member

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    Ort:
    Wien
    AW: Gibt es den freien Willen?

    Danke Baron!
    Du brauchst nichts zu beweisen, alleine das dir die "Schönheit" meiner Definition aufgegangen ist, ist mir Lob genug (denn auf die bin ich stolz :)) und Bestättigung das wir das Gleiche meinen, weil das kann nur dann passieren wenn man die Begriffe "a priori" und "a posteriori" richtig verwendet hat! Wenn plötzlich diese Uneindeutigkeit eindeutig wird!
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. September 2010
  4. redbaron

    redbaron New Member

    Registriert seit:
    16. Januar 2009
    Beiträge:
    5.643
    Ort:
    Bananenrepublik Täutschland/Bayern
    AW: Gibt es den freien Willen?

    ich verstehe schon, daß du dich jetzt freiwillig geschmeichelt fühlst... :rolleyes:

    Der Rote Baron
     
  5. Zeilinger

    Zeilinger Well-Known Member

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    Wien
    AW: Gibt es den freien Willen?

    Um genau zu sein . . .
    Absteifen kann man die Eigenverantwortung nicht, dass man sie sehr wohl abstreifen kann, haben - zumindest in Österreich - schon einige Politiker bewiesen. Zumindest in der ÖVP gibt es viele Leute, die alles machen und dann, ist ihre Tat in die Hose gegangen, nie dabeigewesen sein wollen.

    Alles freiwillig und ohne Zwang geschrieben,

    Zeili

    PS.: Vielleicht sollte wir noch zwischen "Freien Willen" einerseits und "Freiwilligkeit" unterscheiden. Ich möchte aber nochmals darauf hinweisen, dass es dieses Thema schon gibt und ich mich nicht gerne wiederhole (zumal durch eine Wiederholen nicht unbedingt etwas glaubwürdiger wird).
     
  6. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

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    Beiträge:
    12.873
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    AW: Gibt es den freien Willen?

    freien willen definieren ?
    ich denke, aufgrund der paradoxie wird eine allgemein gültige, inhaltliche definition nicht funktionieren...einfach, weil 'wille' und 'freiheit' mMn antagonisten sind

    streng genommen müsste der freie wille von außen wie von innen unbeeinflusst sein (=basis des teiles 'frei' für formale definition)
    ist aber ein willensträger derart unbeeinflusst, kann sich kein wille bilden (=verlorener realitätsbezug des willens bei eventuell gelungener formalen definition)
    unser wille bildet sich durch äußere und/oder innere zwänge
    ähnlich wie ein computer sein ergebnis durch äußere (die eingaben des users) und innere (die programmierung und hardware) zwänge ausspuckt
    da menschliche 'rechenvorgänge' aber ungleich komplizierter sind und der mensch in endlicher zeit niemals alle faktoren völlig 'einrechnen' kann, sind die rechenergebnisse daher 1. nie perfekt und 2. nicht reproduzierbar
    also kann man nicht wie beim computer die selbe aufgabe immer und immer wieder stellen und sehen, dass immer das selbe resultat ausgespuckt wird und somit die determinierung des prozesses erkennen

    also 'frei' bedeutet im alltäglichen sinne nur 'frei von zusätzlichen zwängen'
    gänzlich frei von zwängen kann aber keine entscheidung fallen
    das ist auch der grundsatz von "qual der wahl"....je größer die auswahl und je geringer die präferenz (=je geringer die zwänge), desto weniger kann sich ein wille ausprägen und desto schwieriger wird die entscheidung



    ich weiß nicht, ob diese belegung so klar ist....ich muss gedanklich schon etwas weiter greifen und einige (mir) gängige voraussetzungen aufheben, um es zu sehen


    ja, während das substantiv aber gleichbedeutend ist 'mein wille' und 'my will'
    interessant finde ich auch die gebräuchliche synonymität von 'kann', 'muss' und 'will'
    'kommst du heute um 8 ?' - 'nein, ich KANN nicht'
    'warum ?' - 'ich MUSS noch hausarbeit erledigen'

    richtiger wäre 'nein, ich WILL nicht' und 'ich WILL noch hausarbeit erledigen', wenn man nicht gerade hilflos dazu gezwungen wird
    der unterschied liegt für mich in der lage der zwänge, aber selbst diese ist nicht eindeutig
    wird der äußere zwang (die hausarbeit, die noch nicht erledigt ist) betrachtet, MUSS man sie noch erledigen
    sieht man auf den inneren zwang (ich bevorzuge den zustand der erledigten hausarbeit), WILL man sie erledigen

    letztendlich gehen aber alle entscheidungen auf den inneren zwang zurück
    die äußeren umstände begrenzen nur das feld, in dem ich mich aufgrund meiner inneren zwänge sodann entscheiden kann
    selbst wenn mit jemand eine waffe an den kopf hält und mich zu etwas zwingt, ist es letztendlich mein überlebensWILLE, der mich gefügig macht
    dieser überlebenswille ich aber auch nicht frei sondern angeboren, instinktiv und daher auch nicht frei


    ja, allgemeiner formuliert kommt es zum problem bei geringer präferenz der verschiedenen 'gesamtpakete', zwischen denen ich zu entscheiden habe
    weiters fällt die entscheidung umso schwerer, je schwerwiegender die folgen sind
    greift man in eine packung gummibärli, kann man sich entscheiden, ob man ein gelbes oder ein rotes nimmt
    die präferenz ist gering, aber dennoch vorhanden, und so nimmt man letztendlich eines
    oder aber man greift blind rein und nimmt irgendeines...in diesem fall hat man sich aber nicht für eine farbe entschieden, sondern die farbe dem zufall überlassen und nach einem anderen parameter, nämlich der lage im säckchen (welches gummibärli liegt am günstigsten --> präferenz!) entschieden

    lg,
    Muzmuz
     
  7. Reinhard70

    Reinhard70 Active Member

    Registriert seit:
    23. Mai 2008
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    11.808
    Ort:
    im Bereich der schönsten Seen Bayerns
    AW: Gibt es den freien Willen?

    ..., nachdem man nanosekunden- oder stundenlang freiwillig
    überlegt hat, ob gelb, rot - oder grün - "besser schmeckt" ...
    mit :sekt:
     
  8. blaster

    blaster New Member

    Registriert seit:
    1. Juli 2010
    Beiträge:
    63
    AW: Gibt es den freien Willen?

    Ich halte die Zwänge nicht für einen Willen. Das sind Reflexe. Wille wäre dann in den Hungertod zu gehen oder eine Diät zu machen. Wille kann sich auch negativ formulieren. Ein Computer kann das nicht.
     
  9. Zeilinger

    Zeilinger Well-Known Member

    Registriert seit:
    22. Mai 2004
    Beiträge:
    16.501
    Ort:
    Wien
    AW: Gibt es den freien Willen?

    Befriedigt mich - ehrlich gesagt - nicht wirklich.

    Mein Gegenvorschlag:

    Der (menschliche) Wille ist der durch ein Gefühl (meistens Liebe) gedämpfte Trieb. (Die Triebe sind ein vor mir bereits eröffnetes Thema).

    Wille und Freiheit sind meines Erachtens unter der Bedingung, dass man zwischen Freiheit und Leere unterscheidet, keine Gegensätze.

    Ich fühlte mich in meinem bislang 61 1/2 Jahre dauernden Leben sowohl frei als auch leer. Aber das ist dann eigentlich schon ein anderes Thema.

    Liebe Grüße

    Zeili
     
  10. moebius

    moebius Well-Known Member

    Registriert seit:
    11. März 2009
    Beiträge:
    42.487
    AW: Gibt es den freien Willen?

    Zu 1.:
    Ist Liebe wirklich nur ein Gefühl...:confused:
    Oder ist sie, wie Carl Friedrich von WEIZSÄCKER einmal formuliert hat, eine "Verwandlung bis ins Unbewusste hinein", also eine
    "Haltung, die s e h e n d macht":confused:
    Zu 2.:
    Besser "frei und ge-leert" - als unfrei und gelehrt ...:clown2:
    Der blaue moebius
     

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