1. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Die unnütze aber essentielle Komplexität

Dieses Thema im Forum "Philosophie Allgemein" wurde erstellt von PlacidHysteria, 3. April 2018.

  1. PlacidHysteria

    PlacidHysteria Well-Known Member

    Registriert seit:
    5. März 2017
    Beiträge:
    1.839
    Ort:
    In einer Kryokapsel auf einem Rau(m)schschiff
    Werbung:


    Wieso müssen sämtliche "höheren" Theorien immer komplizierter werden?
    Wieso kann es keine einfachen geben? Ist euch das schon einmal aufgefallen?
    Komische Frage ich weiß, wird irgendwie verselbstverständlicht.
    Aber wozu gibt es die Komplexität? Macht sie etwas besser? Nein. Eigentlich ist sie ein unnötiger Seiteneffekt vom Phänomen der Theorie. Ein Lückenfüller, falls der Roman zu kurz ist.
     
  2. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
    Beiträge:
    19.946
    Keine komische Frage,so wie du hier denkst,wird es wohl sein!
     
  3. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    3.603
    .....Ist etwas "komplex", muss es nicht "kompliziert" sein und ist etwas "kompliziert", muss es nicht "komplex" sein!.....

    meint plotin
     
    Ellemaus gefällt das.
  4. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    12.061
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Genau! - Denn ganz gewisse Produkte subterraler Vegetation müssen nämlich heutzutage gar nicht mehr unbedingt zum Intellekt ihres Produzenten in reziproker Relation stehen, denn es könnte ja auch nur ein Trugbild darstellen, dass ausgerechnet der "dümmste" Bauer die sprichwörtlich "größten" Kartoffeln erntet! ;)
     
  5. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. Januar 2014
    Beiträge:
    8.613
    Ort:
    Münster
    Placid, das ist der Satan, den wir Ahriman nennen.... Der Satan (Ahriman) fährt als Inttelelktualismus gerade in die Wissenschaft... Die Wahrheit ist aber banal, so Luzifer... Das heißt, echte Theorien, die wirklich Anspruch auf Wahrheit haben, sind kinderleicht... Siehe RT... Wenn die Theorien also heute immer komplexer werden, nimmt auch in gleichem Maße die Lüge zu... Bei mir zum Beispiel wirst Du überhaupt keine Kompleität in den Theorien finden... Alles ist bei mir kinderleicht... Aber ich bin ja auch Phänomenolge, und diese Art des Zugriffs ist für Phänomenologen absolut typisch... Kein bisschen Inttellektualis- mus..."Das" ist wahre Spiritualität, und "nur" das...
     
  6. Marco22

    Marco22 Well-Known Member

    Registriert seit:
    27. Dezember 2016
    Beiträge:
    1.962
    Ort:
    Im Universum, wo die Raumzeit Hiebe verteilt !
    Werbung:


    Sei gegrüßt, kleiner Pinnochio mit fettem Popel ( hofffentlich zur Abturung ) in der Nase !

    Dein erster Satz ist höchst fragwürdig. Zwar würden immer höhere Theorien immer komplizierter werden, wenn diese mit den gleichen alten Werkzeugen untersucht werden würden. Jedoch wächst mit neuen Theorien auch das Arsenal an neuen Werkzeugen mit denen aus den neuen Theorien Erkentnisse gewonnen werden können. Wobei die Werkzeuge natürlich auch erst entwickelt werden müssen. Jedes neue baut aber auf Kentnissen aus dem vorhergehenden auf, weshalb auch hier nicht mehr abstrakte Denkleistung vornöten ist, als zum entwickeln des vorherigen.

    Die heute angegangenen Probleme der Wissenschaft sind zwar weit rechenintensiver und komplexer als Probleme vor 10 Jahren. Dies bedeutet aber nicht, dass Köpfe die neue Theorien mithilfe moderner Supercomputer herleiten auch schlauer sein müssen. Diese Arbeit erledigen schließlich Algorithmen oder Simulationen.

    Der einzige Unterscheid zu früher besteht darin, dass ein heutiger Wissenschaftler in einem höheren Maß Multi- Tasking fähig sein sollte, da heute jede Disziplin irgendwie mit der anderen zusammenhängen kann.

    Nun zu deinem 2. Satz : Ob es keine einfachere Theorie geben kann, ist keineswegs gewiss. Schließlich widerspiegelt die derzeit einfachste Theorie nur unseren derzeitigen Stand. In Zukunft könnte vielleicht ein simplerer Rechenweg für manche komplexen Sachverhalte entdeckt werden.

    Als dritten Punkt deutest du an, dass Komplexität überflüssig sei. Was Komplexität sein soll, sollte aber immer in Relation zu der innewohnenden Komplexität einer Sache gestellt werden. Das Problem besteht nun darin , dass zur Feststellung des Mindestmaßes an Komplexität, Informationen nötig sind, die in der Regel nicht zu Verfügung stehen. Deshalb widerspiegelt Komplexität in gewisser Weise die Dimension unserer Unwissenheit wieder.
     
  7. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. Januar 2014
    Beiträge:
    8.613
    Ort:
    Münster
    Dein Popel stinkt...
     
  8. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    3.603
    ....."Natürlich nicht! Woher auch??".....
    .....Jo, stimmt! Nur, "wer wollte das bei Ihnen auch bestreiten"??.....

    fragt plotin
     
  9. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. Januar 2014
    Beiträge:
    8.613
    Ort:
    Münster
    Plotin, Du wirst lachen: Ich kann auch gar nicht anders, ich habe "nur" Abitur... :) :) :)
     
  10. Nyan Cat

    Nyan Cat Well-Known Member

    Registriert seit:
    14. September 2012
    Beiträge:
    8.011
    Hohe Komplexität ist in der Tat ein Hinweis darauf, dass eine Theorie womöglich fundamentale Fehler hat, oder dass die verwendete (formale) Sprache nicht hinreichend mächtig ist, um die Theorie auszudrücken.

    Daher gehört Occams Razor zu den Tugenden des Wissenschaftlers, welche z.B. besagt, dass von von zwei gleichwertigen Theorien, die einen bestimmten Sachverhalt erklären, immer die einfachste vorzuziehen ist.

    Übrigens ist Komplexität nicht das selbe wie Kompliziertheit. Ersteres hat, je nach wissenschaftlicher Disziplin, verschiedene Bedeutung. Letzteres ist ein subjektives Merkmal und bezieht sich auf die Auffassungsgabe einer Person.
    :)
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden