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Die Entstehung des irdischen Seins

Dieses Thema im Forum "Philosophie Allgemein" wurde erstellt von Soraya, 20. Oktober 2019.

  1. Soraya

    Soraya Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Juli 2017
    Beiträge:
    1.401
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    Wie sollte es einen Schöpfer allen Seins geben können,
    wenn auch Er selbst irgendwie entstanden sein muss?

    Soll er sich vielleicht eigenständig erschaffen haben? Die
    Frage ist nur, wie und warum er das hätte tun sollen. Ist
    er nur in den Köpfen der Menschen entstanden, die ihn zu
    genau dem gemacht haben, was er für sie darstellen soll?

    Es kann daher nur einen Schöpfer des Seins geben, der
    auf einen gewissen Bereich begrenzt sein wird, wie z.B.
    den Planteten Erde, der sich in den unendlichen Weiten
    des Weltalls befindet und auf die Gesamtheit nur einen
    winzigen Bruchteil von dem ausmacht, was da existiert
    und auch ohne sein Zutun hervorragend funktioniert.

    Wie könnte ein solcher Schöpfer der Menschen
    und nicht der allen Seins denn entstanden sein?

    Könnte die Erklärung dafür vielleicht eine gute
    Mischung aus Wissenschaft und dem Glauben
    an eine solch höhere Macht sein? Also so oder
    so ähnlich wie in dieser Utopie? Der Phantasie
    sind diesbezüglich ja keine Grenzen gesetzt. :dreh:

    Nur, wieso glaubt der Mensch, seit dem er die
    Fähigkeit des Denkens besitzt, an ein solches
    Bild von einem allmächtigen Schöpfer, der ihn
    erschaffen haben soll und ihm seine Grundsätze
    nahebringen wollen soll? Erschafft der Mensch
    sich ein solches Bild vielleicht nur deshalb, weil
    er die Eigenverantwortung für sich, sein Leben
    und sein Handeln an jemanden abtreten möchte?

    So kann es tröstlich sein, wenn man daran glaubt,
    dass ein höheres Wesen über die Menschen wacht,
    welches sie anflehen können, ihnen ihre Wünsche
    zu erfüllen, das Leid von ihnen abzuwenden und
    ihnen die eigens begangenen Sünden zu vergeben.

    Es kann aber auch zur Qual werden, wenn jemand
    zu viel von einer solchen Übermacht erwartet und
    später enttäuscht wird, weil er nicht das bekommt,
    was er gerne haben oder von sich abwenden wollte.

    Denn aus einer solchen Enttäuschung heraus,
    tun einige Menschen ziemlich seltsame Dinge,
    durch die sie sich letztlich nur selbst schaden
    und bilden sich nur ein, dass sie damit diesen
    großen Schöpfer ihres Seins betrafen würden.

    Doch, wenn es Ihn wirklich gibt, wird es ihm
    sicher egal sein, ob ein Mensch an ihn glaubt
    oder ob er daran glaubt, es nicht (mehr) zu tun. :rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Oktober 2019
    Munro und ichbinderichwar gefällt das.
  2. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Gott ist das höchste Sein...
     
  3. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Ich gebe zu, der Gedanke eines Gottes ist vom Ganzen her etwas schwierig... Wenn gott die Welt erschaffen hat, kann es ihn auf Grund der inneren Widersproche dieses Schöpfungsgedanken nicht geben, und wenn gott die Welt "nicht" erschaffen hat, ist er mindestns überflüssig... Was jetzt?
     
  4. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Kennt Ihr eigentlich den Bestseller: "Wo Gott sich irrte..."? Eine Beschreiung des Werkes findet Ihr im gleich folgenden Video:

     
  5. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Oh Gott, jetzt blinzelt mir Gott auch ncoh zu... Im Ernst, aber das ist keine Antwort auf meine Frage... :)
     
  6. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Das war eben der Fehler von Markus Gabrie: Er hätte kein skeptizistisches Werk schreiben sollen mit dem Titel "Die Welt gibt es nicht" mit dem Fokeaufsatz: "100 neue Gründe, warum es die Welt nicht gibt", sondern "Gott gibt es nicht"... Das zu widerlegen wäre nämlich erheblich einfacher gewesen...
     
  7. Soraya

    Soraya Well-Known Member

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    Nun, wenn das was wir Gott nennen, überflüssig wäre, weil er die Welt nicht erschaffen hat, dann wäre auch alles andere überflüssig, was die Welt nicht erschaffen hat. Und als was sollte man dann erst die die Menschen ansehen, die "ihre" Welt systematisch zerstören?
     
  8. Soraya

    Soraya Well-Known Member

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    Wenn es so einfach wäre, die Existenz "Gottes" oder die einer "höheren Macht" zu widerlegen, dann wäre das sicher schon längst geschehen und diejenigen, die nicht an eine solche Macht glauben, müssten sich nicht darauf berufen, dass man seine oder ihre Existenz nicht beweisen kann. Außerdem geht es beim Glauben gar nicht darum, die Existenz dessen, woran man glaubt zu beweisen, denn wenn man das könnte und tun würde, müsste man ja nicht mehr daran glauben, weil man es ja dann mit Gewissheit wissen würde.
     
  9. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Um es uns allen im Sein zu geben muss es ihn (= engl. 'him') als "Elohim"–nicht unbedingt am selben Ort als Schöpfer geben.... ;)
    Bernies Sage: Ein Schöpfer als sinnliches und sinngebungshaftes Doppelprinzip der vier Wasser des Lebens eilt seiner materiellen Existenz - im *SEIN-ER* - als *S-EIN-ER* in einem universellen Nominativ (Ich=Du=Er=Sie-Es) zellulärlogisch verschlüsselt (im 4+1) fünffach überbestimmt (latent) voraus.

    Diese einfache Phänomenologie hatte offenbar schon der Vorsokratiker Thales von Milet erkannt, aber keine dezidierten Schriften (für die Öffentlichkeit) dazu hinterlassen.

    Geheimnisse wurden damals wie heute verständlicherweise nur mündlich weitergegeben.......... :) :) :) :) :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2019
    FreniIshtar gefällt das.
  10. Soraya

    Soraya Well-Known Member

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    Beiträge:
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    Das kann sein, aber das beantwortet nicht, wo ER oder es herkommt und wie er oder es entstanden sein könnte. Aus nichts kann ja bekanntlich auch nichts entstehen, weshalb eine gewisse Grundsubstanz in Form einer Energie vorhanden gewesen sein muss, aus dem er oder es hätte entstehen können. Doch, um überhaupt als DAS wahrgenommen und erkannt werden zu können, was er oder es ist oder sein könnte, braucht es mehr als diese "Energie" selbst, nämlich m.E. eine materielle Existenz, die in irgendeiner Weise mit der positiven Energie verbunden sein muss…

    …weshalb ich dieser Aussage von dir:

    …nicht zustimmen kann. Dieser Schöpfer muss m.E. nicht nur am selben Ort sein, sondern er muss auch ein Teil von diesem Ort, also der materiellen Existenz sein, um ein Da-Sein haben zu können.

    Nicht unbedingt, lieber Bernie, so bin ich als geborene "Nachsokratikerin" so großzügig, der Öffentlichkeit einen kleinen Einblick in meine phänomenalen Gedanken zur Verfügung zu stellen, um den wenigen noch existenten Philosophen und denen die gerne ein "echter Denker" sein möchten oder glauben einer zu sein, die Möglichkeit anzubieten sich ein wenig von den bisherigen Lehren der alten Philosophen zu lösen und auch andere Vorstellungen in Betracht zu ziehen, in denen Phantasie und Wissenschaft ineinander übergehen.

    Doch scheinbar habt ihr meine Utopie, in der ich eine These aufstelle, wie eine solcher Schöpfer entstanden sein könnte, was ihn dazu bewegt haben könnte, den Menschen zu erschaffen und welcher Fehler ihm dabei unterlaufen sein könnte oder IST, noch gar nicht gelesen.

    Daher hier nun ein "Klar-Link"
    zu dem "Experiment Mensch":

    https://genium.blogger.de/stories/2740025/
     

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