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das phänomen religion in den USA

Dieses Thema im Forum "Religion, Glaube, Spirituelles" wurde erstellt von instanton, 12. Juni 2005.

  1. instanton

    instanton Member

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    religion und politik in den USA

    ein kontroverses thema, das oft nur unzureichend abgehandelt wird. es wird immer auf trennung kirche und staat gedrängt. reicht das?

    einige dinge sind zu beachten:
    1) wir haben es in den USA mit der art von fömmigkeit mit etwas anderem zu tun als in manchen arabischen ländern mit dem Islam.

    2) in den USA gibt es als folge der aufklärung, verfassungsmäßig eine strikte trennung ,die es in europa (F ausnahme) nciht gibt. trotzdem marschiert die religion durch die hintertür in die politik. (was meiner ansicht nach, vollkommen rational begründbar ist) in europa ist das nciht der fall. religion gehört in den USA zur Alltagskultur dazu, und das nciht erst seit ein paar monaten.

    nur: warum ist das so? wo liegen die gründe für die allgemeine religiosität in dem land? gibt es unterschiede hier und dort?
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2005
  2. instanton

    instanton Member

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    will sich denn keiner für das thema erwärmen?!:-(
    :winken1:
     
  3. KorporalKarotte

    KorporalKarotte New Member

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    ein ansatz einer antwort ist in michael moore's "bowling for columbine" zu finden:
    angst
    moore zeigt in dieser dokumentation mit wie viel angst die amerikaner im öffentlichen leben konfrontiert sind
    der präsident macht sich das auch immer wieder zu nutze (terrorübungen in new york, soldaten an wichtigen öffentlichen plätzen etc.)

    angst ist mMn einer der wesentlichen gründe warum sich menschen der religion zuwenden, denn sie bietet (vielen, jedoch nicht allen menschen) antworten und gibt hoffnung auf ein "besseres" leben nachher
     
  4. Friedenspanzer

    Friedenspanzer New Member

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    Leider muß ich hier hinzufügen, daß wahrscheinlich bei vielen religiösen Splittergruppen auch der zusätzliche Angstfaktor "Gott" vorhanden ist. Immerhin gibts in den USA zumindest eine religiös ausgerichtete Uni, an der die Evolutionstheorie verneint und damit nicht gelehrt wird. Schöpfung, so wie sie in der Bibel steht, gilt dort als Wahrheit. Und genauso wird dann wohl der Rest des Alten und Neuen Testaments wortwörtlich genommen - mit allen seinen Strafandrohungen und -ausführungen.

    Weiters wage ich eine Theorie zum Umgang mit dem Tod aufzustellen: Der Tod wird großteils als Strafe gesehen (Todesstrafe), nicht auch als eventuelle Erlösung in Betracht gezogen (Terri Shiavo).
    Wo bleibt hier die angstnehmende Wirkung der Religion?
     
  5. instanton

    instanton Member

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    Österreich
    der angst-ansatz ist sehr plausibel.die kultur der angst gedeiht dort wie sonst nichts. aber das religiöse hatte schon immer große bedeutung in den USA. man denke an die übersiedlung der puritaner. man hatte ein selbstverständnis als gottes erwähltes volk. (das wirkt jetzt auch noch nach)

    @friedenspanzer: ja einerseits herrscht diese bild der bestrafenden gottes vor. andereseits hat man die heilserwartung ja auch noch. man kann fast nicht anders als religiös sein. in den schulen wird vor dem unterricht gebetet. eine freundin von mir war dort , vor ungefähr 5jahren. sie konnte es cniht glauben wo sie dort gelandet war. jeder kam daher mit "god bless you" "god be with you",..."i#m so happy that god put you into my life" etc...so ein frommes getue.
    der großteil der jugendlichen kommt scheinbar gar cniht auf die idee das was ihnen vorgeführt wird zu hinterfragen.

    übrigens die komische welterklärungsart nennt sich "Kreationismus".... www.creationism.com sehr empfehlenswert um einen einblick zu bekommen.

    naja zur frage...

    was erhofft man sich davon?was bringt es wenn die religiöse kraft so viel einfluss hat?
     
  6. Rhona

    Rhona Guest

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    Ich war im letzten Jahr für 4 Wochen im Rahmen eines Schüleraustauschs in Florida und kann die Erfahrungen deiner Freundin nur bestätigen.

    Florida gehört zum "bible belt", wie auch die anderen Südstaaten.
    Das Beten vor dem Unterricht kommt gleich nach dem Fahneneid. Die Wirkung dieses Zeremoniells auf uns deutsche Schüler lag zwischen Belustigung und Unverständnis.
    Da wir als Ausländer die amerikanische Fahne weder grüßen, noch einen Eid auf sie sprechen können, wurde uns jedoch nahegelegt, während des Zeremoniells zumindest aufzustehen und die rechte Hand aufs Herz zu legen.
    Aufgestanden bin ich zwar, aber das mit der Hand wollte mir nicht so recht gelingen :weihnacht .

    Ich habe den Eindruck, dass die Religiosität der Amis, von ihnen selbst oft mit Patriotismus verwechselt wird, oder dass deren Patriotismus auch gleichzeitig Religiosität voraussetzt.
    Vielleicht sollte man Phrasen wie "god bless you", "god be with you" nicht überbewerten. Wie machens denn die Bayern oder (sorry) auch die Österreicher? "Grüß Gott" oder " Pfüiti Gott" (bestimmt falsch, aber ihr wisst schon was ich meine) bedeutet doch nichts anderes. Das sind die gleichen Begrüßungs- oder Abschiedsfloskeln, wie auch die Amis sie benutzen.

    Dass in den USA die Religiosität tiefer zu sein scheint, mag vielleicht auch daran liegen, dass die Amerikaner ihr Land zu Recht als eine Einheit sehen. Das ist uns in Europa noch nicht gelungen, denn bei uns möchte jedes Land sein eigenes Süppchen kochen. Bei uns gibt es Länder, in denen der Glaube stärker ausgeprägt ist als in anderen. ( z.B. Polen u. Italien). In Europa gibts Nationen die sozialistisch/kommunistisch regiert werden und wo die Religiosität kaum einen Stellenwert hat.
    Auch wenn uns die Religionsfreiheit verfassungsmäßig garantiert ist, so ist deren Praktizieren in den USA einfacher. Kaum eine Nation hat so viele unterschiedliche christliche Gemeinden und Kirchen wie die Amerikaner.
    Der hohe Anteil an Farbigen, die meist tief religiös sind, wirkt sich natürlich auch aus.
    Mormonen, Baptisten, Katholiken, Presbyter, Methodisten, Quäker und Amish leben in gegenseitiger Akzeptanz miteinander.
    Die kleineren, autonomen Kirchen in Deutschland, wie die Neu-Apostolischen und andere Freikirchen, werden doch bei uns eher den Sektierern oder Exoten zugerechnet, aber kaum zur Gruppe der Gläubigen gezählt.

    "God´s own country", ist eben auch in Glaubensfragen das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten".

    Rhona
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. Juni 2005
  7. dyonysos

    dyonysos New Member

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    Nö, aber interessanterweise - wurde ja von dir angesprochen - ist in einigen ehemals "kommunistisch" regierten europ. Staaten wie Polen die "Religiosität" tief verwurzelt.

    P.S.: Rhona, lernt ihr das im Sozial-/Gemeinschaftskundeunterricht? *schluck*
     
  8. Rhona

    Rhona Guest

    Dyo, du hast absolut Recht!! Was musst du auch so genau lesen :nein:

    Ich schreibe leider langsamer als ich denke.

    Heißen sollte es eigentlich, dass in sozialistisch-kommunistisch regierten Ländern die Ausübung des Glaubens oder die Religonsfreiheit nicht im Gesetz verankert ist, daher auch politisch keinen Stellenwert hat.

    Dass jedoch in privaten Bereichen Glaube und Religiosität eine große Rolle spielen, das ist natürlich klar.

    Rhona
     
  9. dyonysos

    dyonysos New Member

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    Beiträge:
    387
    :zauberer1

    dann war das quasi ein Misverständnis/Misverschriebnis, hätt mich auch sonst gewundert...
     
  10. KorporalKarotte

    KorporalKarotte New Member

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    Graz
    du stellst mMn die falschen fragen:
    wie wärs wenn wir uns mal anschauen, wer von dieser religiösität profitiert?
    ich für meinen teil bilde mir ein, dass es hauptsächlich die politiker, die gerade an der macht sind, sind (schöner satz, nicht? *g*)

    es mag vielleicht für manche hart klingen, aber religiöse menschen geben oftmals weitaus bessere schäfchen ab als andere - denn man muss nur an den glauben der menschen appelieren und man hat sofort mehr als genug freiwillige - für was auch immer

    religion war und ist nun mal eine relativ einfache art die menschen unter kontrolle zu halten - vor allem der katholizismus und der islam sind keine religionen die den menschen "befreien", sondern sie grenzen ihn viel eher ein und machen vorschriften (es geht mir nicht darum diese beiden religionen zu kritisieren, sondern einfach nur um fakten - 10 gebote zum beispiel, x mal am tag richtung mekka beten, ramadam, fastenzeit...)
     
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