1. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Darwin

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Technik" wurde erstellt von Barfussdoktor, 28. Februar 2009.

  1. Barfussdoktor

    Barfussdoktor New Member

    Registriert seit:
    1. Februar 2009
    Beiträge:
    33
    Ort:
    In Sichtweite der Bayerischen Alpen
    Werbung:


    Hallo Walter,

    Darwin hat mit ruhiger Hand die Erkenntnis auf den Stand seiner Zeit gebracht. Darob ist ein Teil der Menschheit seit 150 Jahren in Ehrfurcht erstarrt, ein anderer durch den erlittenen Schock des Verstandes beraubt.

    Und viele scheitern schon an fehlenden Englischkenntnissen und können "survival of the fittest" nicht richtig übersetzen. "Fit" heißt passend, geeignet, belastbar -- aber keinesfalls stark oder gut! Die am besten an die Umwelt angepassten Individuen haben den Fortpflanzungserfolg, der die Evolution bewegt!

    Viele Wissenschaftler haben in 150 Jahren das Thema weiterentwickelt. Watson und Crick mit Entdeckung der Struktur und Funktion der DNA, Lynn Margulis mit dem Einbezug der Symbiose, James Lovelock mit dem Verständnis der Vernetzung unterschiedlicher Lebensformen zur Stabilisierung der Umwelt. Und viele andere haben geholfen, dass wir heute schlauer sind als zu Darwins Zeiten. Ich versuche auch mit meinem Text zur Symbiose ein wenig zur Bereinigung früherer Missverständnisse beizutragen.

    Und dass wir hier miteinander diskutieren und unseren Schatz an Wissen und Verständnis weiterentwickeln, ist der größte Erfolg der Evolution!

    Herzliche Grüße vom Barfussdoktor
     
  2. New Aaron

    New Aaron Member

    Registriert seit:
    24. Mai 2008
    Beiträge:
    88
    AW: Verlosung zum Darwin-Jahr

    Nun gut. Darwin, Darwinismus, Evolution...
    Es ist schon komisch, wenn etwas als Theorie gilt, wo der Zufall eine wesentliche Rolle spielt.
    Der Zufall in der Evolutionstheorie sollte uns aber die Augen öffnen für die immateriellen Kräfte, die eigentlich die Entstehung der Arten bewirkten.
    Ernst Mayer musste selbst zugeben, dass biologische Systeme mehr als die Summe seiner Teile sind. Er hielt den weitverbreiteten Reduktionismus der Biologie auf die Gesetze der Physik und Chemie für einen Irrweg der Biologie.

    Das hört sich schon mal gut an.

    Hier etwas, wie die Evolution weitergeht, insofern wir das persönlich wollen:
    http://geheimnisdesmenschen.blogspot.com/2009/01/wie-geht-die-evolution-weiter.html
     
  3. Theobald Tiger

    Theobald Tiger New Member

    Registriert seit:
    23. Januar 2009
    Beiträge:
    17
    AW: Verlosung zum Darwin-Jahr

    Darwins Theorie wurde von extrem vielen und unterschiedlichen Herangehensweisen wissenschaftlich derart vielfältig untermauert, daß eine Akzeptanz unausweichlich ist.
    Dagegen (nur als Beispiel) ist der Treibhauseffekt eine bis heute keinerlei physikalisch beweisbare Theorie von Svante Arrhenius (Phil. Mag. 41 (1896) 5ff.), und alle Welt, die von Thermodynamik keine blasse Ahnung hat, springt auf diesen Mist.

    Wieso die Entität "Zufall" mir die Augen öffnen sollte für die Wirkung "immaterieller Käfte" auf Gegenständliches, wird mir nicht ganz klar. Ich müßte schon dem Mystizismus eines Rudolf Steiner nachhängen, dessen Vitalismus der Ausgangspunkt für solche zweifelhafte Ideen wie steinzeitlicher Bio-Landbau ist.
     
  4. New Aaron

    New Aaron Member

    Registriert seit:
    24. Mai 2008
    Beiträge:
    88
    AW: Verlosung zum Darwin-Jahr

    Was steckt hinter dem "Zufall"?
    Durch Unfälle, so lehrt das Leben, geht etwas kaputt. Da wird nichts besser.
    Keine Art kann durch "Ablesefehler" entstanden sein. Ds ist grober Unfug, der leider geglaubt wird, da wir materialistisch verkorkst sind.

    Wenn man sich das juvenile Antlitz eines Schimpansen anschaut, dann sieht dieses menschlicher aus, als das eines Erwachsenen.
    Das zeigt, dass der Typus Mensch schon präfiguriert war, ehe er physisch in Erscheinung trat.
    Wir können nur das prämaterielle Geist-Leben als die Ursache der Entstehung der Arten annahmen. Nur das wird der Sache gerecht.
     
  5. Theobald Tiger

    Theobald Tiger New Member

    Registriert seit:
    23. Januar 2009
    Beiträge:
    17
    AW: Verlosung zum Darwin-Jahr

    Jede Menge Mathematik, um es mal auf den Punkt zu bringen.
    Aber bei der Evolution geht es nicht um Zufall, sondern um konsekutive Vorgänge im Sinne einer Entwicklung.
    Aha, das Leben lehrt...
    Entschuldige, das ist extrem schmal gedacht.
    Nur die Dinge, die schieflaufen, geben einer Entwicklung eine neue Richtung, neue Entwicklungsansätze. Ohne einen solchen Druck gäbe es keine Entwicklung.
    Auch wieder geballte Unkenntnis.
    Keine "Ablesefehler" brachten eine Spezies zustande.
    Die "Ablesefehler" machten den o. g. Selektionsdruck im Sinne eines "trial and error" aus.
    Entweder eine Mutation war mit dem Leben vereinbar oder nicht. Wenn sie verinbar war gibt es wieder zwei Möglichkeiten: a) nachteilig oder b) vorteilig im Sinne des Überlebenswettbewerbs im Biotop. Das Vorteilige hat überlebt.
    Ich versuch's erst gar nicht.
    Ggf. könnte ich in das Antlitz eines juvenilen Schimpansen schauen. Nimm's mir nicht übel, aber wie Du schreibst, denkst Du.
     
  6. Hartmut

    Hartmut Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    3.007
    Ort:
    Greifswald
    Werbung:


    AW: Verlosung zum Darwin-Jahr

    Hallo New Aaron,

    "Zufall" ist ja nun nicht gleichbedeutend mit Unfall!
    Mit Deiner primitiven Argumentation zeigst Du nur, dass Du von Darwins Evolutionstheorie nicht viel begriffen hast - vom philosophischen Materialismus übrigens ebenfalls nicht.

    Aber das Darwin-Jahr hat ja erst begonnen. Vielleicht lernst Du noch dazu,

    hofft
    Hartmut
     
  7. Hartmut

    Hartmut Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    3.007
    Ort:
    Greifswald
    AW: Darwin und sein Verhältnis zu Gott

    Darwin hatte auf Anraten seines Vaters Theologie studiert, obwohl seine Interessen auf anderem Gebiet lagen.

    Seine Evolutionstheorie hat er als Alternative zur biblischen Offenbarung empfunden, wie er in seiner Autobiografie bekennt:

    Diese Auffassung hat sich in den folgenden Jahrzehnten noch verstärkt:

     
  8. Theobald Tiger

    Theobald Tiger New Member

    Registriert seit:
    23. Januar 2009
    Beiträge:
    17
    AW: Darwin

    @Hartmut
    In seiner Abkehr vom Christentum hat hier Darwin - das möge seine wissenschaftlichen Verdienste nicht schmälern - einen Denkfehler ähnlich dem der Evangelikalen, Zeugen Jehoves und anderer biblizistisch orientierter --- nur eben von der anderen Seite her.

    Die Genesis ist kein Tatsachenbericht und war auch von den Verfassern nie so gedacht.
    Man bedenke, daß sich der Geist des Alten Testaments uns heute z. T. sehr schwer erschließt, weil dort Sprachelemente üblich waren, die nun nicht mehr verstanden werden.
    Z. B.: Die Schöpfungs"tage" waren niemals als "unsere Tage" zu verstehen, sondern sind die durch den Glauben geprägte Formulierung für Epochen, denen aus göttlicher Sicht der Wert von Tagen zugeordnet wird. Das möge nur ein Beispiel bleiben; deren gibt es noch viele.
    Wer sich besser in das Alte Testament einlesen will, bemühe sich sehr um Verständnis dieser bilderreichen Sprache jener Epoche seiner Entstehung.
    Vielleicht ist das Hohelied einmal als Einstieg in diese Denke geeignet, weil dort die Bedeutung jener bildhaften Poesie offensichtlicher wird, so man sich ein Restchen Phantasie bewahren konnte.
     
  9. Dey1987

    Dey1987 New Member

    Registriert seit:
    5. Februar 2009
    Beiträge:
    13
    AW: Verlosung zum Darwin-Jahr

    Jap, den Anschein erweckt New Aaron durch seine grundlegend falsche Argumentation, mit der er zudem implizit die Evolutionstheorie verleugnet.

    Zwar spielt der Zufall - oder besser gesagt Wahrscheinlichkeiten - im Prozess der Evolution tatsächlich eine Rolle, aber nicht in dem Sinne, dass aus ihnen nur evolutionärer Schrott hervorgehen. Wahrscheinlichkeiten deshalb, weil es meiner Meinung nach nur ein mathematisches Problem ist, welches den Anschein von Zufall erweckt.

    Kopierfehler sind keinesfalls als Unfall zu betrachten, welcher zwangsläufig negative Konsequenzen hat. Zwar ist durch eine Mutation viel eher etwas zu zerstören als zu optimieren, weil Organismen über lange Zeit verbesserte Lebewesen darstellen, aber mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit kann aber eine Mutation den Weg für völlig neue Entwicklungen und Fähigkeiten ebnen.

    Wie Hartmut schon sagte, unterliegt die Evolution an sich einer Gerichtetheit und Selektivität. Zufall hat hierbei höchstens auf der Ebene des Individuums einen Stellenwert, aber verliert seine Bedeutung, wenn man längere Zeiträume - Zeiträume, welche die Evolution benötigt - zugrunde legt und die Auswirkungen des zufälligen individuellen Überlebens- und Fortpflanzungserfolges nicht mehr zum Tragen kommen.
     
  10. FritzR

    FritzR Active Member

    Registriert seit:
    6. Oktober 2008
    Beiträge:
    2.809
    Ort:
    Im Nordwesten Baden-Württembergs
    AW: Darwin

    Hallo!

    Ich habe in einer Radiodiskussion gehört, dass mehr Leute über Darwin reden, die seine Theorie nur aus dritter und vierter Hand kennen, also aus Berichten, Reportagen, TV-Sendungen, Wissenschaftlerpalavern, aus dem Feuilleton, aus Geo oder Planet Wissen &c., als Leute, die seine Texte selber kennen.

    Dies sei vor allem an den unsäglichen Eindeutschungen der darwinschen Begriffe zu erkennen. Der Barfußdoktor wies darauf hin. Stuggle for Existence ist eben nicht "Kampf ums Dasein", sondern "Ringen ums Überleben". Und "sexuelle Zuchtwahl" greift ebenso daneben wie alle sozialdarwinistischen Ideologien.

    Ich gestehe, dass ich bisher nur "Charles Darwin, Das Lesebuch", herausgegeben von Julia Voss, gelesen habe. Wer das liest, weiß schon sehr viel! Und als Nebenlektüre Haekels "Welträtsel".

    Und erst vor Kurzem die umfangreiche (1,2 kg und 1370 Seiten) und preisgünstige (keine acht Euro) Darwinausgabe von 2001 erworben habe.

    Wie steht es bei euch mit der Darwinlektüre?

    Gruß Fritz
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden