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bedingungsloses Grundeinkommen gegen Mindestsicherung

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliche politische Fragen" wurde erstellt von PlacidHysteria, 17. September 2017.

?

Was ist besser?

  1. bedingungsloses Grundeinkommen

    66,7%
  2. Mindestsicherung

    33,3%
  1. 5Zeichen

    5Zeichen Well-Known Member

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    20. Oktober 2010
    Beiträge:
    11.770
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    Ja, jedenfalls den Faktor "Arbeit" neu überdenken und regeln, so daß Arbeitseinsparungen niemanden bedrohen sondern tatsächlich den allgemeinen Wohlstand mehren, denn dann können sie ungehemmt voran gebracht werden.
     
  2. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Zwischendenkhinweis:

    Der "gefühlte" Arbeitsbegriff wird proportional zum Zeitbegriff verwendet,
    das heißt, dass man glaubt, umso mehr geleistet zu haben, je mehr Zeit man dazu aufwenden muss.

    Der "tatsächliche" Arbeitsbegriff ist aber umgekehrt proportional zum Zeitbegriff zu sehen:

    Die "technische" Leistung ist Arbeit (als Kraft mal Weg),
    relativierend bezogen auf die (kurze oder lange) "Zeit",
    die im NENNER steht!​

    Es ist also sehr wahrscheinlich, dass der Impuls - (nahezu) 'stehend als im Puls der Zeit' - für das unterschiedliche Wahrgenommenwerden von Arbeit und Leistung verantwortlich zu machen ist und dabei die (mögliche) Arbeitszeitauslastung einer Maschine logischerweise rund dreimal höher (24h), sprich effizienter ist, als die Arbeitszeitauslastung eines normal arbeitenden Menschen (8h).

    Die Besteuerung von "Geld-Maschinen" wäre zwar ein möglicher Gedanke, er würde jedoch weltweit kaum durchzusetzen sein, sodass auch hier extreme Wettbewerbsverzerrungen und systemische Ungerechtigkeiten zu erwarten wären.

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2017
  3. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

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    Auch der Selbsterhalt von Arbeitslosen, Kranken, Pensionisten und sonstigen die keiner Lohnarbeit nachgehen, ist in unseren Landen nicht bedroht. Insofern dient die Lohnarbeit rein monetär weniger dem Selbsterhalt als der Finanzierung eines gewissen Lebensstandards.

    Nützlich zu sein ist aber ein Aspekt der Arbeit, den der Sozialstaat den Bedürftigen nicht einfach schenken kann. Der Staat kann monetäre Sozialhilfe leisten, aber Selbstbestätigung, Ansehen und ein Gefühl der Nützlichkeit nicht bereitstellen. So hat der arbeitswillige Arbeitslose zwar vielleicht etwas zu essen und ist nicht obdachlos, aber dennoch fühlt er sich zumeist nicht gut, weil er nicht gebraucht wird. Eine Zeit lang mag die Freizeit ja genossen werden, aber je länger die dauert, desto leerer fühlt man sich. Schau dir Joachim Stiller an - so wie es aussieht, schon lange Zeit ohne Arbeit und auch keine Aussicht auf Arbeit. Und dann, wie verzweifelt er danach ringt, irgendwie nützlich zu sein. Was sonst sollen seine Gedankenkonstrukte, Theorien und philosophischen Erörterungen für eine Motivation haben ? Klar, monetäre Zuwendung wäre auch fein für ihn (schreibt er ja, dass er solche sehr willkommen heißen würde), aber primär dürstet er nach Anerkennung und dem Gefühl, nützlich zu sein.

    Ist ja auch abseits dem Arbeitsmarkt so. Manche Eltern fallen in ein Loch, wenn ihre Kinder ausziehen und sie als Eltern nicht mehr so "gebraucht" werden. Andere erleben einen Pensionsschock, wenn sie von einem Tag auf den anderen zwar nicht mehr arbeiten müssen und dennoch Geld bekommen (und eigentlich vor Freu springen müssten), aber plötzlich nicht mehr gebraucht werden.
     
  4. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
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    16.987
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    :cool:

    AKTUELL: Nachdem die EZB von den Banken Strafgelder (=Negativzins) für die Hinterlegung von "großen Geldguthaben" verlangt, scheint in der Schweiz eine kreative Geldvernichtungsstrategie bei einer Zweigstelle der UBS in Form eines völlig neuartigen " Geld-ZeRÜTTLI-SCHWURs " zur Anwendung gekommen zu sein, ........man glaubt es kaum,.......aber die FAZ ist nun mal ein wirklich seriöses Zeitungsmedium, welche keine Fake-News erlaubt... siehe hierzu zur "bedingungslosen" Geldvernichtung....ohne Gegenfinanzierung...? .:

    :lachen:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...ro-scheine-verstopfen-toiletten-15205317.html

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2017
  5. FreniIshtar

    FreniIshtar Well-Known Member

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    Genauso wie Du es in Nummer 60 glaubst, dass es irgendwo einmal versucht worden war (mit Spenden oder so)
    'Bei mr' vom Staat.
    Zwei Jahre würde ich deshalb vorschlagen, weil es ja erst nach einer längeren Zeit ersichtlich sein kann, ob sich so ein Versuch für ein ganzes Land von Vorteil oder dadurch doch zum Nachteil erweisen würde/wird.

    Die Prioritäten des Lebens würden sich verschieben - insoferne, dass der Mensch nicht mehr sosehr dem Geld (Unterhalt) nachjagen würde (oft ja müsse!)
    Der "Selbstwert" würde sich
    eher
    auf zwischenmenschliche Bereiche beschränken
    (vor allem auch rein zeitlich!)
    können, glaube ich halt.
     
  6. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

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    15. März 2004
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    Was heißt 'Bei mr' vom Staat ?

    Die von mir beschriebene Initiative lässt sich nicht mit dem geforderten Bedingungslosen Grundeinkommen vergleichen, sondern vielmehr mit einer Lotterie.



    Nun, das ist die gängige Vorstellung der meisten, die für ein BGE sind.
    Der Punkt aber ist nicht, dass "der Mensch", sondern lediglich die Arbeitsunwilligen vom Druck der Arbeit befreit werden würden. Und das auf Kosten derer, die arbeiten.
    Wie soll ein friedliches, stabiles Zusammenleben zwischen Schmarotzer und den unfreiwilligen Wirten, die keine Handhabe hätten, funktionieren ?

    Viele, große politische Veränderungen erscheinen verlockend, wenn man lediglich die erhofften Vorteile im Auge hat. Wie eben auch die von dir beschriebenen.
    Wir können ja auch ein Mindestgehalt für alle Arbeitenden von € 2000,- einführen. "Damit es die Ärmsten der Werktätigen besser haben". Ja, klingt schön, nur muss das zusätzliche Geld jemand anderem erst weggenommen werden. Aber das und dessen Folgen werden schon viel weniger bedacht.
     
  7. KANTIG

    KANTIG Well-Known Member

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    Aufs erste gebe ich Ihnen recht. Allerdings geht diese Meinung von einem Arbeitsbegriff mit Lohn Arbeitsunwilliger aus. Arbeiten Künstler, Mütter bei der Kindererziehung und wie lange gibts noch Menschen, die Ehrenämter bekleiden - für die hatte seinerzeit der ÖVPler Khol den Begriff "Bürgergesellschaft" verwendet.
     
  8. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

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    Ich habe Probleme, diese Sätze zu verstehen.
    Was ist ein "Arbeitsbegriff mit Lohn Arbeitsunwilliger" ?
    Und ist "Arbeiten Künstler, Mütter bei der Kindererziehung" die Frage, ob jene arbeiten ?
    Und was hat die Frage, wie lange es noch Träger von Ehrenämtern gäbe, mit dem BGE zu tun ?

    Dass es ausgefüllte Ehrenämter gibt unterstützt ja meine Aussage, dass es mehr Motivation für Arbeit gibt als den Lohn. Hat aber jetzt nichts mit einem BGE zu tun, denn dabei ginge es ja um Lohn ohne Arbeit.
     
  9. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    :cool:

    Die Ironie ist tot - es lebe die Ironie!

    :ironie:
    Nein, nein, nicht unbedingt weggenommen - sondern nur zwischenfinanziert, das ist sehr großer Unterschied in einer sehr großen Größenordnung!

    Wenn (zum Beispiel) das nationalstaatlich verfassungsrechtlich bedingungsfrei und steuerfrei garantierbare höchstpersönliche Grundeinkommen bei exakt 1.020 Euro liegen würde - als max. 49%-ige öffentlich-rechtliche Staatsgeldgarantie - dann dürfte die max. 51-%-ige Privatgeldgarantie bei exakt 2000 Euro (als Arbeitslohn) liegen, würde die Parallelgeldphilosophie von öffentlich-rechtlichem Geld und privatbankrechtlichem Geld in einem BIOS-KAPITALISMUS in wirtschaftbiologischen Geldkreisläufen der Zukunft auch systemhuman unter finanzethisch ausgleichsgerecht angestrebter inertialisierbarer Selbstkontrollsysteme praktiziert werden "können"........

    Und der gemeinsame Bürschaftszins der HABEN-SOLL-KREDITSUMMER in Höhe von 2% vermag als eine gemeinschaftliche Kapitalkreislaufsicherung über Währungsdritte zusätzlich "fremd" (spekulativ zeitnah und überlogisch zu (Bernies) sage und schreibe 102% zwischenfinanziert werden - naturally not witsfree, but nature+rally inclouded! :D

    Einzige Voraussetzung: Diejenigen Wissenschaftler und Banker, welche heute noch stur und steif behaupten oder noch immer daran festhalten, dass das Geld ein Nullsummenspiel sei, sollten wegen dieser realen "Geldlüge" einer öffentlich-rechtlichen Geldveruntreuung sofort strafrechtlich und zivilrechtlich doppelt verfolgt werden.

    So stelle ich mir jedenfalls die Mindestsicherung von souveräner Rechtsstaatlichkeit eines gerechten und gerächten nationalstaatlich selbst-und fremdbewussten Doppelgeldwesens vor!

    Es lebe die Ironie - die Ironie ist tot!

    :ironie:

    :cool:

    Bernies Sage (Bernhard Layer)​
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2017
  10. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Auch darin irren Sie gewaltig!

    Die Ur-Funktion eines steuerfreien Grundeinkommens soll ja gerade vom Arbeitslohn unabhängig sein und dies bedeutet, dass 49% Staatsgeld und 51 % Privatgeld den unter Lohnarbeit stehenden Menschen gar nicht übermäßig benachteiligen würden, da sich die Einkommenschere zum Vorteil aller Bürger verringert, sodass der Fokus auf qualitativ hochwertige Arbeit ausgerichtet sein wird, welche die Lebensqualität auf breiter Front so verbessern hilft, dass auch Kleinkriminalität und Beschaffungskriminalität rapide sinken werden.

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     

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