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#1
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Eine psychologische Betrachtung
Gewalt, Mord, Verbrechen, Machtkämpfe usw., gehören eigentlich zu den charakteristischen Merkmalen eines Krieges, jedoch gehören sie in unserer Gesellschaft ebenfalls zur Tagesordnung. Was treibt die Menschen immer wieder dazu ? Egoismus, Hunger, Aggression ..... ? Unausgewogene Zustände führen immer wieder zu Konfliktsituationen. Ist eine friedliche Gesellschaft realistisch möglich, oder liegt es in der Natur des Menschen dieses nicht zu erreichen ? Ist der Mensch, aufgrund seiner gesamten psychischen Beschaffenheit, überhaupt zu einem friedlichen Leben fähig ? Gruß Georg Geändert von Georg (07.09.2003 um 07:19 Uhr) |
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#2
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Hallo Georg!
Meiner Meinung ist der Mensch ein Säugetier, nicht mehr und nicht weniger. Sobald mehrere zusammenkommen, kann es zu Streitereien kommen, zu Rivalitäten, Machtkämpfen, Wichtigtuereien und so weiter. In den eigenen vier Wänden mag es friedlich sein, aber sobald sie auf andere Gruppen stossen ist es möglicherweise aus mit dem Frieden. Dazu kommt noch, dass sich viele Menschen jeden Tag behaupten müssen, damit sie nicht untergebuttert werden. Wenn man die Affen im Zoo beobachtet, kann man feststellen, was bei denen los ist, dagegen sind die Menschen friedliche Lämmer, weil deren Verstand ausgeprägter ist. Gesünder wäre es, sie könnten sich genauso wie die Affen verhalten, dann müssten sie nicht alles in sich reinfressen und sie würden nicht psychisch krank werden. Aber das ist in unserer zivilisierten Welt nicht möglich. Das hat m.M. aber nichts mit Kriege zu tun, denn Kriege werden nur von ganz wenigen Kriegstreibern angezettelt und nicht von der ganzen Bevölkerung, die ich so einschätze, dass sie im Grossen und Ganzen im Frieden leben möchte. lG |
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#3
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Zitat:
Zitat:
Eine Definition von Frieden ist: die Abwesenheit von Konflikten. Da unsere Gesellschaft voll von Konflikten ist, leben wir also eher in einer unfriedlichen Gesellschaft. Gruß Georg |
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#4
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ich sag mal das "problem" lieg in der unzu-frieden-heit des menschen und seine große angst, der andere könnte mehr haben wie er selber! solange der mensch mit sich nicht klar kommt, wie sollte er da mit anderen klar kommen! der krieg ist das ganze im grossen stil! "welt-mobbing" lg binchen
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die welt ist das, was du von ihr denkst! lebe glücklich, lebe froh, wie der mops im haferstroh. |
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#5
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Zitat:
Zitat:
@Georg: Solange Du lebst, wirst Du Konflikte erleben. Selbst im Affenkäfig als pelziger Zeitgenosse gibt es manchmal blutige Rangkämpfe. Was ich also wichtig finde: wie gehen wir mit unseren Konflikten um? Tragen wir unsere negativen Gefühle (Haß, Aggressionen, usw.) mit hinein, die eigentlich uns selbst gelten? Scheuen wir gar eine ernsthafte Auseinandersetzung, weil Un-Frieden uns "bequemer" erscheint? ("Den Knoten zerschlagen anstatt ihn zu lösen", heißt eine Definition von Krieg!) Und in anderen Threads habe ich gerade gute Beispiele gefunden für nicht ausgelebte Konflikte, die ein ungutes Gefühl hinterlassen: Trennungen ohne wirklichen "Abschied", ohne reinen Tisch zu machen. Da hat Binchen gerade Recht, wenn sie sagt: mit Dir selbst klar kommen (d.h. ins Reine kommen) mußt Du zuerst. Der Mensch ist nicht dazu "verdammt", zu leiden und in Unfrieden zu leben. Aber solange Du Deine Gefühle verdrängst und Dich in Aus-Flüchte "rettest", wirst Du keinen Frieden finden... und die Menschheit zu retten und den Weltfrieden zu erreichen ist eine Aufgabe, die Menschen, die ihren Frieden gefunden haben, nur anstreben sollten! Da mache ich aber einen Punkt, ehe ich auf US-Präsidenten zu sprechen kommen würde... Rudhi
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......... \ '. ' /............ ....... ) @ @ (........... ...o00....(_)....o00..... "Ein Raubtier, das betet, ein Gott, der beißt: Was ist denn im Menschen der Mensch?" (Wolf Biermann) |
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#6
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Zitat:
Es handelt sich hier allerdings nur um einen wenn auch wesentlichen konfliktauslösenden Faktor, nämlich dem Egoismus. Andere konfliktauslösende Faktoren sind für mich noch der Hunger, und die Aggression , die im Menschen verwurzelt sind. Zitat:
.Zitat:
Gruß Georg |
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#7
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Zitat:
Hinter dieser Aussage stehen für mich drei Fragezeichen, weil ich mich auch mit Buddhismus beschäftigt habe, und Buddhas Kernaussage lautet ja bekanntlich: Das Leben ist Leiden. Ich persönlich glaube, Buddha hatte Recht. Aber Deinem übrigen Text kann ich im Großen und Ganzen zustimmen. Gruß Georg |
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#8
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Zitat:
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#9
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@Georg
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#10
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@Nina
Zitat:
Rudhi
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#11
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Zitat:
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Enrico Fermi: "Ich bin immer noch verwirrt, aber auf einem höheren Niveau" Europa auf dem Weg zum Überwachungsstaat |
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#12
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Zitat:
Ich bin aber mit Dir der Meinung, dass Konflikte zwischen den Menschen, ebenso ein Hinweis auf die Konflikte im einzelnen Menschen selbst sind. Für mich sind bestimmte Faktoren, die im einzelnen Menschen selbst verwurzelt sind (wie Egoismus. Hunger, Aggression), die Ursache für die Konflikte zwischen den Menschen. Gruß Georg |
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#13
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Ich habe mich ja schon mehrfach als Aggressor geoutet ...
Ich persönlich kann mir ein Friede,Freude, Eierkuchen-Leben nicht vorstellen ... Konflikte sind das Salz in der Suppe, würde ich mal so sallop sagen ... Konfliktbereitschaft will aber gelernt sein. Konflikte sind negativ besetzt und damit verpönt. Wenn ich offen bin, meine Emotionen nicht überschwappen und ich einer Diskussion standhalten kann, auch wenn es haarig wird und mein Gegenüber vielleicht beleidigt reagiert, wenn ich immer wieder auf den anderen zugehen kann und Konflikte nicht dazu führen, dass man im Streit auseinander geht, nicht mehr miteinander spricht usw. ... dann sind Konflikte für mich sehr fruchtbar und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, mit denen ich mich "auseinandersetze" dafür dankbar sind, sich angenommen fühlen. Es ist auch eine Art - nicht nur, auch - Nähe zuzulassen und aufzubauen. So entsteht auch Vertrauen, denn ich weiß, dass der andere keine Scheu hat, mir zu sagen, was er denkt, auch wenn ich dann säuerlich reagiere oder wütend werde. Den meisten Menschen fehlt einfach die Übung und das "Beleidigtsein", wenn mal ein scharfes Wort fällt oder man dem anderen unverblümt sagt, was man denkt, ist für mich lange Zeit ein Grund gewesen, lieber zu schweigen ... Ich bin der Meinung, wenn jeder seine Konflikte produktiv ausleben könnte, gabe es weniger Gewalt in der Welt ... Ich trage also so zum Friedensprozeß bei ![]() lg daggi
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in einem augenblick gewährt die liebe, was mühe kaum in langer zeit erreicht ... (goethe) |
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#14
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Wenn wir davon ausgehen, daß das menschliche Zusammenleben zum großen Teil von Konflikten geprägt ist und wir Konflikte als Hauptursache von Kriegen sehen - nun, dann würde ich mich einerseits fragen, was Konflikte verursacht und wie man mit Konflikten anders umgehen könnte außer mit Gewalt.
Es gibt natürlich auch unter Tieren "Konflikte" - die sind allerdings unmittelbar, werden ausgetragen und damit ist gut. Zumindest habe ich noch nie z.B. von Affen oder Löwenrudeln gehört, die sich dauerhaft im "Kriegszustand" befinden. Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Unter anderem die Fähigkeit zu ENTSCHEIDEN. Menschen verfügen über einen freien Willen und über verschiedene Möglichkeiten, diesem Ausdruck zu verleihen. Viele Menschen wollen viele verschiedene Dinge - kein Wunder, daß da Reibung und Konfliktstoff entstehen. Das nötigt uns, uns miteinander auseinanderzusetzen. Vielleicht ist es so, daß der Drang zu "gewinnen" - den eigenen Willen also durchzusetzen - stärker ist als das Bedürfnis, Kompromisse zum Wohle der größtmöglichen Anzahl Menschen einzugehen. Man könnte also sagen, daß Kriege, Gewalt usw. nichts weiter sind als der Widerstreit zwischen den Interessen von Individuen gegenüber der Gesellschaft, in der sie leben. Ich glaube nicht, daß Menschen das in absehbarer Zeit überwinden können - aber als Spezies sind wir ja noch ziemlich jung. Wenn wir's schaffen, die "Pubertät der Menschheit" halbwegs zu überleben, könnt's ja immerhin sein, daß wir usn irgendwann auch mal zu reifen, vernünftigen Wesen entwickeln ![]() LG, wirrlicht |
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#15
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Re: Wie friedlich ist unser Frieden ?
Zitat:
Tiere leben untereinander auch ihre Konflikte aus, nur wir Menschen sind in der Lage, die Naturwaffen wie Zähne, körperliche Kraft und Krallen mit Lanzen, Kanonen und Bomben zu verstärken. Daher diese fürchterlichen Kriege. Diese Waffen sind das Produkt unseres Verstandes. Aber unser Verstand kann nicht nur technische Abläufe, er kann auch gesellschaftliche Abläufe analysieren. Er kann die URSACHEN der Kriege analysieren. Das Hochhalten der nationalen Eigeninteressen sind die erste Ursache. Daswegen gibt´s die UNO. Wir WERDEN es schaffen, uns von den Schrecken der Kriege zu befreien. Wir können auch psychische Abläufe analysieren. Wir sind in der Lage, den Anderen - und uns - immer besser zu verstehen, wir sind in der Lage Empathie zu entwickeln. Konflikte wird es immer geben. Aber es wir können es lernen, uns immer mehr menschliches Verständnis füreinander, und damit mehr Liebe, beizubringen. Das können wir schaffen, indem wir Konflikte NICHT scheuen! Daran glaube ich sehr. Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit. (Karl Marx) |
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