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#1
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Political Correctness - Notwendigkeit oder Ideologie?
Political Correctness begegnet uns heute auf Schritt und Tritt. Eigentlich erfunden um Segen zu spenden, erzeugt sie heute Denk- und Redeverbote und wittert hinter allem und jedem Diskriminierung.
Hat sie nicht mittlerweile ein Stadium erreicht, in dem sie nicht mehr von einer ganz gewöhnlichen Ideologie zu unterscheiden ist? Ist nicht jede Form von "Political Correctness" selber implizite Diskriminierung (=Unterscheidung)? Haben wir mal wieder in unserer berüchtigten Gründlichkeit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, und weniger währe mehr gewesen? Haben nicht auch Minderheiten, welche von ihr in Watte gepackt werden, genau so das Recht, das man z.B. über sie Witze machen darf, wie zum Beispiel über Lehrer oder Bayern, welche seltsamerweise keinen Schutz genießen? Mich würden eure Ansichten sehr interessieren... |
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#2
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Ich habe unter "Allgemeine Diskussionen" schon ein Posting als Antwort auf Jan Amos zu diesem Thema abgelassen. Ich nehme an, dass deine Threaderöffnung eine Antwort auf Walters Schließung des Threads "Randgruppenwitze" ist.
Es ist richtig, diese Diskussion hier unter der Abteilung "Politik" zu führen. Also: Ich bin dafür, sie HIER weiter zu führen. Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit. (Karl Marx) |
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#3
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Zum Thema Witze: Wenn ich z.B. (als Westfale) Witze über Rheinländer mache, gehe ich IMPLIZIT davon aus, dass Rheinländer 1. intelligent genug sind, die Nichternsthaftigkeit zu erkennen und 2. charakterlich so was wegstecken.
Das gleiche gilt für Beamte, Lehrer, Soldaten, Polizisten, Österreicher, Holländer usw. Wenn ich jetzt einfach bestimmte Gruppen ausklammere, unterstelle ich ihnen dieses NIVEAU(!!!) nicht. Jetzt kann man natürlich fordern, dass ALLE in Watte gepackt werden müssen. Nun gehört aber fast JEDER in irgendeiner Weise irgendeiner Randgruppe an und ich z.B. verbitte mir, auf Westfalenwitze zu verzichten, sie sind einfach zu gut und MEIN NIVEAU(!!!) ist durchaus ausreichend, damit auch umgehen zu können. Mein letzter geposteter Witz in besagtem Thread über Polen habe ich übrigens von einem sehr guten polnischen Freund von mir... Gruß, Michael |
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#4
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Walter postete in dem bereits geschlossenen Thread:
>>>>>>>>>>> Was die jüngere und mittlere Generation über die Länder des östlichen Europa weiß, beruht auf Erzählungen der älteren Generation, die durch die Erfahrungen des Krieges negativ geprägt sind. Daraus sind viele Vorurteile entstanden, die das Bild prägen, das sich viele Deutsche von Polen machen. (Z.B. schmutziges Land, alle Polen stehlen und sind faul, organisierte Kriminalität). http://www.fh-lueneburg.de/u1/gym03...au/pol97ber.htm <<<<<<<<<<< Da wir ihm dort nicht mehr antworten können, mache ich das HIER: Ich habe von meinen Großvätern (einer in der Wehrmacht, der andere Leiter eines kriegswichtigen Betriebes) NIEMALS etwas negatives über Polen, Russen usw. gehört. Und warum erzählt man sich solche Witze dann bitte in England, Frankreich, Italien, USA und sogar in Polen selber? Solche Witze gibt es übrigens zuhauf auch über Deutsche. Ich war letztens bei Freunden in England und was die sich so über Iren, Franzosen und Deutsche erzählen, dagegen sind wir ALLE politisch korrekte Waisenknaben. Könnte es nicht sein, dass diese Witze, natürlich verallgemeinernd, Eigenschaften überzeichnen, welche in diesen Ländern mehr als durchschnittlich auffallen? Sind unsere Reiseversicherungen denn rassistisch, dass bestimmte Leistungen im Bezug aufs Auto im polnischen Urlaub wesentlich teurer sind oder überhaupt nicht zu bekommen? Gruß, Michael |
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#5
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Da fällt mir Majannas Thread über das Lachen ein, wo es zurecht heißt, daß man vor allem über sich selbst lachen können muß. Und deswegen stammen die guten jiddischen Witze auch aus dieser Volksgruppe.
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ich bin ein Berliner |
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#6
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Ja, stimmt. Man sagt auch, dass die Ostfriesenwitze von den Ostfriesen selber erfunden worden sind.
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit. (Karl Marx) |
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#7
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gehört keine Witze machen zur politcal correctness?
die political correctness ist natürlich dualistisch der Verdacht Ideologie und political correctness sei nahezu identisch deckt sich mit meinen Tabellen was politisch korrekt ist, steht im Leitartikel (nicht jeder Journalist darf Leitartikel schreiben, denn so ein Leitartikel ist vergleichbar mit dem, was der Bundeskanzler an Marschrichtung vorgibt, eigentlich eine Art Befehl) durch political correctness machen manche Leute (Sabine Christiansen) Karriere politisch Korrekte sind denkfaul (Denken strengt an, sie haben sich bereits einmal angestrengt, das reicht für sie) |
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#8
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Ich halte "political correctness" zwar ebenfalls für eine Ideologie, aber genau deshalb glaube ich nicht, dass Menschen, die Anhänger dieser Ideologie sind, denkfaul sind. Es ist vergleichbar mit dem Inquisitionterror vergangener Jahrhunderte. Ein Beispiel:
Als Schüler wurde ich fast ausschließlich von Alt-Achtundsechzigern unterrichtet, diese prägten mein Bild der neueren (deutschen) Geschichte. In der letzten Schulklasse bekamen wir dann einen promovierten irischen Militärhistoriker als Geschichtslehrer und meine Mitschüler und ich sind fast vom Stuhl gefallen, als der mit der deutschen Geschichte loslegte! Er selber bezeichnete sich immer als "armen Ausländer", der als solcher SELBER durch die "political correctness" geschützt sei. Er vermittelte uns Teile des "verbotenen Wissens", welches zwar historisch unbestritten ist, aber natürlich weder gewusst noch vermittelt werden darf. Ein Aufsatz, welcher dies inhaltlich in etwa wiedergibt, findet ihr unter: http://www.swg-hamburg.de/Geschichts...itical_co.html Ich selber bin kein wild entschlossener Anhänger einer bestimmten politischen Richtung, EGAL welcher. Aber ich möchte mir mein eigenes Bild machen und wenn bestimmte Gruppen meinen, recht zu haben, warum halten sie dann mit Gewalt Informationen zurück? TROTZ dieser Informationen können sie ja trotzdem recht haben, aber ICH bilde mir meine Meinung SELBER!!! Gruß, Michael |
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#9
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Dann darf ich gleich mal von dort zitieren:
Zitat:
Im übrigen interessiert mich PC überhaupt nicht. Ich sage und schreibe was ich denke, egal ob das jemandem passt oder nicht. Im Fall von Ausländerwitzen ist es für mich schlicht ein Unterschied ob ein Jude Judenwitze verbreitet, ein Engländer oder ein Deutscher. Muss ich den Unterschied zwischen den drei Kategorien wirklich erklären? |
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#10
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Nein, musst du nicht. Ich bin aber aus den Gründen, welche ich weiter oben nannte, anderer Ansicht. Es ist völlig in Ordnung, wenn ein englischer Freund über mich als Deutschen Witze macht, ich unterstelle ihm deshalb nichts Böses. Und ich nehme mir in der Tat heraus, Witze über Holländer, Polen usw. zu machen, genau wie sie das selbe über uns tun.
Das Problem fängt doch erst dann an, wenn sich jemand getroffen fühlt (oder fühlen kann), aber gerade WEGEN meiner vielen Kontakte zu Ausländern weiß ich, dass wir hoffnungslos mit der "PC" übertreiben. Frage dich selbst einmal: Waren die Beiträge nach Thema und Art überhaupt geeignet, einen auch nur halbwegs intelligenten Österreicher, Polen, Bayern, Mann, oder eine Blondine zu verletzen? WER unterstellt hier denn weniger Intelligenz oder Charakter? Gruß, Michael |
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#11
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Ja, Walter
gib uns noch eine Chance, gib uns noch eine Chance!
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° [b]Alles wird gut![/b] Vertrau mir, ich bin Arzt! |
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#12
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Zitat:
Ich für mich bin in diesem Punkt ziemlich sensibel und hellhörig, was aber nichts mit PC zu tun hat sondern mit meiner Einstellung. Aufgrund der deutsch-österreichischen Vergangenheit und den Ereignissen der letzten Jahre in Deutschland und Österreich bin ich für eine klare Sprache und klare Zeichen. Zitat:
AUSCHWITZ ALS LACHNUMMER? http://www.hagalil.com/archiv/98/02/p-witze.htm |
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#13
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Gerade wegen solcher Formulierungen "Aufgrund der deutsch-österreichischen Vergangenheit..." unterstelle ich "political correctness", denn NUR durch das Weglassen der negativen Aspekte der Geschichte anderer Länder entsteht die Vermutung einer "besonderen Schuld", das ist es doch, was ich meine!
Abgesehen davon, dass es nach meiner Überzeugung keine moralische Sippenhaft gibt, auch wenn sie von PC-Aposteln anders bezeichnet wird, verweise ich auf das jüngst erschienene Werk des ehemaligen Generalmajors Schultze-Rhonhof: "Der Krieg, der viele Väter hatte", welches AUSSCHLIESSLICH unbestrittene Fakten enthält und ich unterstelle mal schlicht, dass die allermeisten diese nicht kennen. Wie gesagt, es darf kein Meinungsdiktat geben und wenn du nach Kenntnisname DIESER Fakten IMMER noch dieser Ansicht bist, ist das für mich OK. Das Problem ist folgendes: Ich behaupte, die Meinung von vielen Leuten wurde durch das geheimhalten dieses "verbotenen Wissens", welches in England, Frankreich, USA, usw. frei zugänglich ist und nicht bestritten wird, manipuliert! Dies hier zu diskutieren würde aber am eigentlichen Thema vorbei führen, ich kann interessierten Leuten raten, gelegentlich auch mal solche Bücher zu lesen. Ich habe mir zuerst ja auch nicht vorstellen können, wie man nur durch weglassen komplementärer Teile, die Geschichte ohne wesentliche Fälschungen, dermaßen verbiegen kann. Gruß, Michael |
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#14
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Zitat:
Zitat:
Zitat:
Das sehe ich etwas anders - ein Mörder argumentiert auch "aber der andere hat dies und das gemacht". Ist deswegen seine Tat auch nur 1% richtiger? Nein. |
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